Unter Kriegsrecht | Buch, Verlag und Erscheinungsjahr
13/06/2026
Lesedauer: 8 min
Unter Kriegsrecht von Sebastian Steiner im Überblick mit Inhalt, Buchdaten und Einordnung. Klicke für klare Fakten statt vager Kurztexte.

Unter Kriegsrecht - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung
Unter Kriegsrecht von Sebastian Steiner ist ein Titel aus dem Bereich Sachbuch, der thematisch klar positioniert ist und für Leserinnen und Leser mit Interesse an diesem Fach- oder Themengebiet besonders relevant sein kann. die schweizerische Militärjustiz 1914-1921 fungiert als präzisierende Ergänzung zu Unter Kriegsrecht und macht die Zielsetzung des Buches schneller erfassbar. Aus der Buchbeschreibung zu Unter Kriegsrecht ergibt sich ein klares Bild der thematischen Schwerpunkte: Militärisch blieb die Schweiz zwar von den zerstörerischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs verschont. Die zunehmend intensivere Kriegführung wirkte sich aber stark auf den neutralen Kleinstaat aus. Dessen Exekutivorgane wurden mehr gestärkt als in manchen kriegführenden Ländern, sodass von einer Implosion des Verfassungsrechts gesprochen werden muss. In diesem staatlichen Ausnahmezustand, dem sogenannten Vollmachtenregime, spielte die Militärjustiz eine zentrale Rolle. Untersucht wird die Militärjustiz in einem demokratischen Rechtsstaat, der stark eingeschränkt war. Der Bundesrat übertrug die Ahndung von Vergehen gegen die meisten seiner Notrechtsbeschlüsse zwischen 1914 und 1920 der Militärgerichtsbarkeit, wodurch diese in Bezug auf ein ganzes Spektrum von Delikten auch für die Zivilbevölkerung zuständig wurde. Die Militärjustiz wurde damit zur Basis einer neuen Rechtsordnung, die keineswegs statisch blieb, sondern eine Entwicklung nahm, die tief in die zivile Gesellschaft hineinreichte. Sie wirkte nicht nur als Zentralinstanz zur Festigung und Förderung der Disziplin in einer durch Drill und Schikanen strapazierten Truppe. Vielmehr war sie auch Mittel und Ursache für Skandalisierungsdynamiken im öffentlichen Raum sowie Kristallisationspunkt für sozialen Protest und diente im Gegenzug als Instrument der Einschüchterung und Zurückdrängung der Arbeiterbewegung. Der Autor zeigt, gestützt auf eine reiche Quellenbasis, dass es bei den damit verbundenen Auseinandersetzungen um weit mehr ging als nur um den Modus Operandi einer Sondergerichtsbarkeit Unter Kriegsrecht wurde am 2018 publiziert und dem Verlag Chronos mit Verlagsort Zürich zugeordnet.
Was diese Ausgabe besonders interessant macht
Für alle, die Bücher von Sebastian Steiner recherchieren oder vergleichen, ist Unter Kriegsrecht eine relevante Ausgabe. Mit der Sprache Deutsch lässt sich Unter Kriegsrecht auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern. Mit dem Erscheinungszeitpunkt 2018 lässt sich Unter Kriegsrecht sauber in einen bibliografischen Kontext einordnen. Mit Chronos in Zürich ist die verlegerische Zuordnung der Ausgabe klar nachvollziehbar. Unter Kriegsrecht spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren.
Inhalte, Themen und Relevanz
Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt Unter Kriegsrecht laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: Militärisch blieb die Schweiz zwar von den zerstörerischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs verschont. Die zunehmend intensivere Kriegführung wirkte sich aber stark auf den neutralen Kleinstaat aus. Dessen Exekutivorgane wurden mehr gestärkt als in manchen kriegführenden Ländern, sodass von einer Implosion des Verfassungsrechts gesprochen werden muss. In diesem staatlichen Ausnahmezustand, dem sogenannten Vollmachtenregime, spielte die Militärjustiz eine zentrale Rolle. Untersucht wird die Militärjustiz in einem demokratischen Rechtsstaat, der stark eingeschränkt war. Der Bundesrat übertrug die Ahndung von Vergehen gegen die meisten seiner Notrechtsbeschlüsse zwischen 1914 und 1920 der Militärgerichtsbarkeit, wodurch diese in Bezug auf ein ganzes Spektrum von Delikten auch für die Zivilbevölkerung zuständig wurde. Die Militärjustiz wurde damit zur Basis einer neuen Rechtsordnung, die keineswegs statisch blieb, sondern eine Entwicklung nahm, die tief in die zivile Gesellschaft hineinreichte. Sie wirkte nicht nur als Zentralinstanz zur Festigung und Förderung der Disziplin in einer durch Drill und Schikanen strapazierten Truppe. Vielmehr war sie auch Mittel und Ursache für Skandalisierungsdynamiken im öffentlichen Raum sowie Kristallisationspunkt für sozialen Protest und diente im Gegenzug als Instrument der Einschüchterung und Zurückdrängung der Arbeiterbewegung. Der Autor zeigt, gestützt auf eine reiche Quellenbasis, dass es bei den damit verbundenen Auseinandersetzungen um weit mehr ging als nur um den Modus Operandi einer Sondergerichtsbarkeit Die vorhandenen Tags verdichten die inhaltliche Einordnung des Buches zusätzlich: History, Military law, World War (1914-1918) fast (OCoLC)fst01180746 (uri) http://id.worldcat.org/fast/fst01180746, Courts-martial and courts of inquiry, War and emergency legislation, Military courts
Edition und bibliografische Einordnung
Die Open-Library-Zuordnung über OL44066356W und OL60212638M verbessert die externe Nachvollziehbarkeit des Werkes. Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Chronos, Zürich und 2018 präzise ergänzt. Die Kombination aus ISBN-10 3034014791 und ISBN-13 9783034014793 ermöglicht eine besonders präzise bibliografische Zuordnung.
Wichtige Buchdaten im Überblick
- Open-Library-Work-ID: OL44066356W
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Untertitel: die schweizerische Militärjustiz 1914-1921
- Thematische Tags: History, Military law, World War (1914-1918) fast (OCoLC)fst01180746 (uri) http://id.worldcat.org/fast/fst01180746, Courts-martial and courts of inquiry, War and emergency legislation, Military courts
- Erscheinungsdatum: 2018
- Autor beziehungsweise Autoren: Sebastian Steiner
- Buchtitel: Unter Kriegsrecht
- Kurzbeschreibung: Militärisch blieb die Schweiz zwar von den zerstörerischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs verschont. Die zunehmend intensivere Kriegführung wirkte sich aber stark auf den neutralen Kleinstaat aus. Dessen Exekutivorgane wurden mehr gestärkt als in manchen kriegführenden Ländern, sodass von einer Implosion des Verfassungsrechts gesprochen werden muss. In diesem staatlichen Ausnahmezustand, dem sogenannten Vollmachtenregime, spielte die Militärjustiz eine zentrale Rolle. Untersucht wird die Militärjustiz in einem demokratischen Rechtsstaat, der stark eingeschränkt war. Der Bundesrat übertrug die Ahndung von Vergehen gegen die meisten seiner Notrechtsbeschlüsse zwischen 1914 und 1920 der Militärgerichtsbarkeit, wodurch diese in Bezug auf ein ganzes Spektrum von Delikten auch für die Zivilbevölkerung zuständig wurde. Die Militärjustiz wurde damit zur Basis einer neuen Rechtsordnung, die keineswegs statisch blieb, sondern eine Entwicklung nahm, die tief in die zivile Gesellschaft hineinreichte. Sie wirkte nicht nur als Zentralinstanz zur Festigung und Förderung der Disziplin in einer durch Drill und Schikanen strapazierten Truppe. Vielmehr war sie auch Mittel und Ursache für Skandalisierungsdynamiken im öffentlichen Raum sowie Kristallisationspunkt für sozialen Protest und diente im Gegenzug als Instrument der Einschüchterung und Zurückdrängung der Arbeiterbewegung. Der Autor zeigt, gestützt auf eine reiche Quellenbasis, dass es bei den damit verbundenen Auseinandersetzungen um weit mehr ging als nur um den Modus Operandi einer Sondergerichtsbarkeit
- Umfang: 472 Seiten
- Verlagsort: Zürich
- Externe Editionsreferenzen: OL60212638M
- Publiziert bei: Chronos
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3034014791
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- ISBN-13: 9783034014793
Relevanz für Suche und Einordnung
Durch die Kombination aus Titel, Autorenschaft, Kategorie und Schlagwörtern - also Unter Kriegsrecht, Sebastian Steiner, Sachbuch und History, Military law, World War (1914-1918) fast (OCoLC)fst01180746 (uri) http://id.worldcat.org/fast/fst01180746, Courts-martial and courts of inquiry, War and emergency legislation, Military courts - ist der Datensatz sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzerinnen und Nutzer sehr gut interpretierbar. Mit ISBN-10, ISBN-13 und Work-ID - 3034014791, 9783034014793 und OL44066356W - lässt sich diese Ausgabe plattformübergreifend eindeutig verknüpfen.
Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe
Wie lässt sich die Ausgabe eindeutig identifizieren?
Die eindeutige Identifikation erfolgt unter anderem über die ISBN-10 3034014791 und die ISBN-13 9783034014793.
Gibt es eine inhaltliche Zusammenfassung?
Ja, die Beschreibung fasst die Ausrichtung des Buches so zusammen: Militärisch blieb die Schweiz zwar von den zerstörerischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs verschont. Die zunehmend intensivere Kriegführung wirkte sich aber stark auf den neutralen Kleinstaat aus. Dessen Exekutivorgane wurden mehr gestärkt als in manchen kriegführenden Ländern, sodass von einer Implosion des Verfassungsrechts gesprochen werden muss. In diesem staatlichen Ausnahmezustand, dem sogenannten Vollmachtenregime, spielte die Militärjustiz eine zentrale Rolle. Untersucht wird die Militärjustiz in einem demokratischen Rechtsstaat, der stark eingeschränkt war. Der Bundesrat übertrug die Ahndung von Vergehen gegen die meisten seiner Notrechtsbeschlüsse zwischen 1914 und 1920 der Militärgerichtsbarkeit, wodurch diese in Bezug auf ein ganzes Spektrum von Delikten auch für die Zivilbevölkerung zuständig wurde. Die Militärjustiz wurde damit zur Basis einer neuen Rechtsordnung, die keineswegs statisch blieb, sondern eine Entwicklung nahm, die tief in die zivile Gesellschaft hineinreichte. Sie wirkte nicht nur als Zentralinstanz zur Festigung und Förderung der Disziplin in einer durch Drill und Schikanen strapazierten Truppe. Vielmehr war sie auch Mittel und Ursache für Skandalisierungsdynamiken im öffentlichen Raum sowie Kristallisationspunkt für sozialen Protest und diente im Gegenzug als Instrument der Einschüchterung und Zurückdrängung der Arbeiterbewegung. Der Autor zeigt, gestützt auf eine reiche Quellenbasis, dass es bei den damit verbundenen Auseinandersetzungen um weit mehr ging als nur um den Modus Operandi einer Sondergerichtsbarkeit
Worum handelt es sich bei Unter Kriegsrecht?
Unter Kriegsrecht ist ein Buch von Sebastian Steiner, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und damit thematisch klar eingeordnet werden kann.
Wann und wo wurde die Ausgabe veröffentlicht?
Die Ausgabe erschien am 2018 bei Chronos und ist dem Veröffentlichungsort Zürich zugeordnet.
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