Hier stehe ich! - Buchdetails zu Autor, Inhalt und ISBN
18/07/2026
Lesedauer: 11 min
Hier stehe ich! von Thomas Kaufmann prägnant zusammengefasst mit Fokus auf Inhalt und Ausgabe. Ideal, um Relevanz, Ausgabe und Details schnell zu prüfen.

Hier stehe ich! von Thomas Kaufmann - Informationen zur Ausgabe
Mit Hier stehe ich! liegt ein Buch von Thomas Kaufmann vor, das der Kategorie Roman zugeordnet wird und sich für alle eignet, die gezielt nach Literatur mit diesem Schwerpunkt suchen. Luther in Worms : Ereignis, mediale Inszenierung, Mythos fungiert als präzisierende Ergänzung zu Hier stehe ich! und macht die Zielsetzung des Buches schneller erfassbar. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Hier stehe ich! den Fokus legt: Der Luther-Moment ? unter der Lupe ?Hier stehe ich, ich kann nicht anders ? Gott helfe mir Amen!? Bekennermut vor dem Kaiser, der den Erfolg der ganzen Reformation besiegelte, das ist wohl der Luthermythos überhaupt, der folgenreichste, der entscheidende Gründungsmythos protestantischer Identität. Aber eben doch ein Mythos: Denn Luther hat das 1521 auf dem Reichstag in Worms als Abschluss seiner Rede nicht gesagt, jedenfalls nicht so. Was hat er überhaupt genau gesagt, was hat er gemeint, ab wann und von wem wurde die pathetische Formel medial so weit verbreitet? Thomas Kaufmann nimmt in einem virtuosen, ebenso mikrogeschichtlich detailverliebten wie weitgespannten Essay diesen für die deutsche Geistesgeschichte enorm prägenden Mythos auseinander und legt dessen historischen Kern erstmals richtig frei. Die Szenerie des Wormser Reichstags mit ihrer personellen und machtpolitischen Ausgangskonstellationen wird ebenso anschaulich aufgerufen wie Luthers lange Reise von Wittenberg in die Stadt am Rhein, wo (so sah Luther das) Teufel soviele wie Dachziegel auf ihn lauerten. In der minutiösen Interpretation der Quellen zu Luthers Erscheinen auf dem Reichstag am 17. und 18. April erreicht Kaufmann eine unerhörte Dichte und Genauigkeit, die zu verblüffenden neuen Einsichten in den Ablauf der Ereignisse und Luthers emotionale Situation in den zwei entscheidenden Tagen und der Nacht dazwischen führt. Von da aus erschliesst Thomas Kaufmann die lange Geschichte der Wirkungen und Folgen von Luthers Schlussworten neu, der Zitationen und Berufungen auf den gefeierten ?Luther-Moment?, der in der Tat von Anfang an auf Wirkung und mythische Überhöhung hin ?gemacht? worden war. Das heroische Vorbild, die sich auf ihr Gewissen berufende, den Widerruf standhaft verweigernde Ikone Luther bot Widerständlern gegen das ?Dritte Reich?, US-amerikanischen Bürgerrechtlern, aber auch strammen Nationalisten, Kirchenführerinnen und -führern, Politikern oder moralisch aktivierten Christen- und Gewissensmenschen in NGOs unserer Tage eine Identifikationsfigur. Was wäre aber, wenn das Ich, das da stand und steht, unsicher und brüchig erschiene? Wenn zwar grosse Männer Geschichte machen, aber die Geschichte auch immer über sie hinaus und hinweg geht? Hier stehe ich! wurde am 2021 publiziert und dem Verlag Anton Hiersemann Verlag mit Verlagsort Stuttgart zugeordnet.
Was diese Ausgabe besonders interessant macht
Der Verlag Anton Hiersemann Verlag und der Verlagsort Stuttgart liefern zusätzliche Orientierung bei der Einordnung dieser Ausgabe. Die Ausgabe ist in Deutsch verfügbar und damit gezielt für Leserinnen und Leser mit entsprechender Sprachpräferenz interessant. Mit dem Erscheinungszeitpunkt 2021 lässt sich Hier stehe ich! sauber in einen bibliografischen Kontext einordnen. Hier stehe ich! ist besonders für Leserinnen und Leser interessant, die sich gezielt mit Veröffentlichungen von Thomas Kaufmann beschäftigen möchten. Hier stehe ich! spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Roman interessieren.
Thematische Einordnung von Hier stehe ich!
Wer wissen möchte, worauf Hier stehe ich! inhaltlich abzielt, findet in dieser Zusammenfassung einen ersten Ansatzpunkt: Der Luther-Moment ? unter der Lupe ?Hier stehe ich, ich kann nicht anders ? Gott helfe mir Amen!? Bekennermut vor dem Kaiser, der den Erfolg der ganzen Reformation besiegelte, das ist wohl der Luthermythos überhaupt, der folgenreichste, der entscheidende Gründungsmythos protestantischer Identität. Aber eben doch ein Mythos: Denn Luther hat das 1521 auf dem Reichstag in Worms als Abschluss seiner Rede nicht gesagt, jedenfalls nicht so. Was hat er überhaupt genau gesagt, was hat er gemeint, ab wann und von wem wurde die pathetische Formel medial so weit verbreitet? Thomas Kaufmann nimmt in einem virtuosen, ebenso mikrogeschichtlich detailverliebten wie weitgespannten Essay diesen für die deutsche Geistesgeschichte enorm prägenden Mythos auseinander und legt dessen historischen Kern erstmals richtig frei. Die Szenerie des Wormser Reichstags mit ihrer personellen und machtpolitischen Ausgangskonstellationen wird ebenso anschaulich aufgerufen wie Luthers lange Reise von Wittenberg in die Stadt am Rhein, wo (so sah Luther das) Teufel soviele wie Dachziegel auf ihn lauerten. In der minutiösen Interpretation der Quellen zu Luthers Erscheinen auf dem Reichstag am 17. und 18. April erreicht Kaufmann eine unerhörte Dichte und Genauigkeit, die zu verblüffenden neuen Einsichten in den Ablauf der Ereignisse und Luthers emotionale Situation in den zwei entscheidenden Tagen und der Nacht dazwischen führt. Von da aus erschliesst Thomas Kaufmann die lange Geschichte der Wirkungen und Folgen von Luthers Schlussworten neu, der Zitationen und Berufungen auf den gefeierten ?Luther-Moment?, der in der Tat von Anfang an auf Wirkung und mythische Überhöhung hin ?gemacht? worden war. Das heroische Vorbild, die sich auf ihr Gewissen berufende, den Widerruf standhaft verweigernde Ikone Luther bot Widerständlern gegen das ?Dritte Reich?, US-amerikanischen Bürgerrechtlern, aber auch strammen Nationalisten, Kirchenführerinnen und -führern, Politikern oder moralisch aktivierten Christen- und Gewissensmenschen in NGOs unserer Tage eine Identifikationsfigur. Was wäre aber, wenn das Ich, das da stand und steht, unsicher und brüchig erschiene? Wenn zwar grosse Männer Geschichte machen, aber die Geschichte auch immer über sie hinaus und hinweg geht? Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis zeigt die thematische Struktur der Ausgabe: I. "Hier stehe ich" : einleitende Bemerkungen | II. Zur Vorgeschichte von Luthers Verhör vor "Kaiser und Reich" in Worms | Publizistische Rahmenbedingungen | Kaiser Karl v. im Lichte der Publizistik | Diplomatisches Ringen um die Vorladung des Ketzers | Stimmungen | III. Luther in Worms | Hinreise und Ankunft | Das Ereignis des 17. und 18. April | Nachverhandlungen und Abreise, Wormser Edikt | Luthers Rückblicke auf Worms | IV. Die Publizistik des Wormser Reichstages und die Entstehung des Worms-Mythos | Die frühesten Drucke zu "Luther in Worms" | "Luther in Worms" im späteren 16. Jahrhundert | V. Zur Rezeptionsgeschichte des Worms-Mythos | Einige Schlaglichter auf das 17. und 18. Jahrhundert | Verstreutes zum 19. und 20. Jahrhundert | VI. Jenseits von "bekennen und gewinnen". Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: History, Reformation, Holy Roman Empire, Holy Roman Empire. Reichstag (1521 : Worms, Germany)
ISBN, Revision und weitere Referenzdaten
Durch die Kombination aus Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart und 2021 lässt sich die Ausgabe sauber verorten. Die Open-Library-Zuordnung über OL32111161W und OL43844744M verbessert die externe Nachvollziehbarkeit des Werkes. Sowohl die ISBN-10 3777221015 als auch die ISBN-13 9783777221014 erleichtern das Auffinden und Vergleichen dieser Ausgabe erheblich.
Die zentralen Metadaten zu Hier stehe ich!
- Schlagwörter: History, Reformation, Holy Roman Empire, Holy Roman Empire. Reichstag (1521 : Worms, Germany)
- Untertitel: Luther in Worms : Ereignis, mediale Inszenierung, Mythos
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3777221015
- Seitenzahl: 174
- Open-Library-Work-ID: OL32111161W
- Ort der Veröffentlichung: Stuttgart
- Sprache: Deutsch
- Erscheinungsdatum: 2021
- Verlag: Anton Hiersemann Verlag
- Thematische Hauptkategorie: Roman
- Titel: Hier stehe ich!
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Der Luther-Moment ? unter der Lupe ?Hier stehe ich, ich kann nicht anders ? Gott helfe mir Amen!? Bekennermut vor dem Kaiser, der den Erfolg der ganzen Reformation besiegelte, das ist wohl der Luthermythos überhaupt, der folgenreichste, der entscheidende Gründungsmythos protestantischer Identität. Aber eben doch ein Mythos: Denn Luther hat das 1521 auf dem Reichstag in Worms als Abschluss seiner Rede nicht gesagt, jedenfalls nicht so. Was hat er überhaupt genau gesagt, was hat er gemeint, ab wann und von wem wurde die pathetische Formel medial so weit verbreitet? Thomas Kaufmann nimmt in einem virtuosen, ebenso mikrogeschichtlich detailverliebten wie weitgespannten Essay diesen für die deutsche Geistesgeschichte enorm prägenden Mythos auseinander und legt dessen historischen Kern erstmals richtig frei. Die Szenerie des Wormser Reichstags mit ihrer personellen und machtpolitischen Ausgangskonstellationen wird ebenso anschaulich aufgerufen wie Luthers lange Reise von Wittenberg in die Stadt am Rhein, wo (so sah Luther das) Teufel soviele wie Dachziegel auf ihn lauerten. In der minutiösen Interpretation der Quellen zu Luthers Erscheinen auf dem Reichstag am 17. und 18. April erreicht Kaufmann eine unerhörte Dichte und Genauigkeit, die zu verblüffenden neuen Einsichten in den Ablauf der Ereignisse und Luthers emotionale Situation in den zwei entscheidenden Tagen und der Nacht dazwischen führt. Von da aus erschliesst Thomas Kaufmann die lange Geschichte der Wirkungen und Folgen von Luthers Schlussworten neu, der Zitationen und Berufungen auf den gefeierten ?Luther-Moment?, der in der Tat von Anfang an auf Wirkung und mythische Überhöhung hin ?gemacht? worden war. Das heroische Vorbild, die sich auf ihr Gewissen berufende, den Widerruf standhaft verweigernde Ikone Luther bot Widerständlern gegen das ?Dritte Reich?, US-amerikanischen Bürgerrechtlern, aber auch strammen Nationalisten, Kirchenführerinnen und -führern, Politikern oder moralisch aktivierten Christen- und Gewissensmenschen in NGOs unserer Tage eine Identifikationsfigur. Was wäre aber, wenn das Ich, das da stand und steht, unsicher und brüchig erschiene? Wenn zwar grosse Männer Geschichte machen, aber die Geschichte auch immer über sie hinaus und hinweg geht?
- Autor beziehungsweise Autoren: Thomas Kaufmann
- ISBN-13: 9783777221014
- Open-Library-Editions-IDs: OL43844744M
- Verzeichnetes Inhaltsverzeichnis: I. "Hier stehe ich" : einleitende Bemerkungen | II. Zur Vorgeschichte von Luthers Verhör vor "Kaiser und Reich" in Worms | Publizistische Rahmenbedingungen | Kaiser Karl v. im Lichte der Publizistik | Diplomatisches Ringen um die Vorladung des Ketzers | Stimmungen | III. Luther in Worms | Hinreise und Ankunft | Das Ereignis des 17. und 18. April | Nachverhandlungen und Abreise, Wormser Edikt | Luthers Rückblicke auf Worms | IV. Die Publizistik des Wormser Reichstages und die Entstehung des Worms-Mythos | Die frühesten Drucke zu "Luther in Worms" | "Luther in Worms" im späteren 16. Jahrhundert | V. Zur Rezeptionsgeschichte des Worms-Mythos | Einige Schlaglichter auf das 17. und 18. Jahrhundert | Verstreutes zum 19. und 20. Jahrhundert | VI. Jenseits von "bekennen und gewinnen".
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
Hier stehe ich! profitiert für die Auffindbarkeit besonders von der Verbindung zwischen Thomas Kaufmann, Roman und den Tags History, Reformation, Holy Roman Empire, Holy Roman Empire. Reichstag (1521 : Worms, Germany), weil dadurch eine starke semantische Einordnung entsteht. Mit ISBN-10, ISBN-13 und Work-ID - 3777221015, 9783777221014 und OL32111161W - lässt sich diese Ausgabe plattformübergreifend eindeutig verknüpfen.
Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe
Was verrät der Untertitel über Hier stehe ich!?
Mit Luther in Worms : Ereignis, mediale Inszenierung, Mythos wird deutlich, in welche Richtung das Buch argumentiert oder welche Inhalte besonders hervorgehoben werden.
Welche Inhalte beschreibt die Kurzbeschreibung?
Die vorhandene Beschreibung lautet: Der Luther-Moment ? unter der Lupe ?Hier stehe ich, ich kann nicht anders ? Gott helfe mir Amen!? Bekennermut vor dem Kaiser, der den Erfolg der ganzen Reformation besiegelte, das ist wohl der Luthermythos überhaupt, der folgenreichste, der entscheidende Gründungsmythos protestantischer Identität. Aber eben doch ein Mythos: Denn Luther hat das 1521 auf dem Reichstag in Worms als Abschluss seiner Rede nicht gesagt, jedenfalls nicht so. Was hat er überhaupt genau gesagt, was hat er gemeint, ab wann und von wem wurde die pathetische Formel medial so weit verbreitet? Thomas Kaufmann nimmt in einem virtuosen, ebenso mikrogeschichtlich detailverliebten wie weitgespannten Essay diesen für die deutsche Geistesgeschichte enorm prägenden Mythos auseinander und legt dessen historischen Kern erstmals richtig frei. Die Szenerie des Wormser Reichstags mit ihrer personellen und machtpolitischen Ausgangskonstellationen wird ebenso anschaulich aufgerufen wie Luthers lange Reise von Wittenberg in die Stadt am Rhein, wo (so sah Luther das) Teufel soviele wie Dachziegel auf ihn lauerten. In der minutiösen Interpretation der Quellen zu Luthers Erscheinen auf dem Reichstag am 17. und 18. April erreicht Kaufmann eine unerhörte Dichte und Genauigkeit, die zu verblüffenden neuen Einsichten in den Ablauf der Ereignisse und Luthers emotionale Situation in den zwei entscheidenden Tagen und der Nacht dazwischen führt. Von da aus erschliesst Thomas Kaufmann die lange Geschichte der Wirkungen und Folgen von Luthers Schlussworten neu, der Zitationen und Berufungen auf den gefeierten ?Luther-Moment?, der in der Tat von Anfang an auf Wirkung und mythische Überhöhung hin ?gemacht? worden war. Das heroische Vorbild, die sich auf ihr Gewissen berufende, den Widerruf standhaft verweigernde Ikone Luther bot Widerständlern gegen das ?Dritte Reich?, US-amerikanischen Bürgerrechtlern, aber auch strammen Nationalisten, Kirchenführerinnen und -führern, Politikern oder moralisch aktivierten Christen- und Gewissensmenschen in NGOs unserer Tage eine Identifikationsfigur. Was wäre aber, wenn das Ich, das da stand und steht, unsicher und brüchig erschiene? Wenn zwar grosse Männer Geschichte machen, aber die Geschichte auch immer über sie hinaus und hinweg geht?
Welche ISBN-Nummern sind für diese Ausgabe hinterlegt?
Für diese Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 3777221015 als auch die ISBN-13 9783777221014 verfügbar.
Wie lässt sich Hier stehe ich! thematisch einordnen?
Die Ausgabe wird dem Bereich Roman zugeordnet und ist damit für thematisch fokussierte Recherchen gut geeignet.
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