Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt | Buchdetails & ISBN
27/06/2026
Lesedauer: 10 min
Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt von Ewald Grothe prägnant zusammengefasst mit Fokus auf Inhalt und Ausgabe. Hilft dir schnell zu entscheiden, ob sich ein genauer Blick lohnt.
Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt: Inhalt, Einordnung und bibliografische Details
Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt gehört zur Kategorie Sachbuch und stammt von Ewald Grothe - eine Kombination, die den Titel sowohl fachlich als auch bibliografisch interessant macht. das Kurfürstentum Hessen in der ersten Ära Hassenpflug 1830-1837 fungiert als präzisierende Ergänzung zu Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt und macht die Zielsetzung des Buches schneller erfassbar. Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt wird in der Beschreibung wie folgt charakterisiert: Die 1830er Jahre gelten als vorläufiger Höhepunkt der politischen Öffentlichkeit in Deutschland. Im Gefolge der Julirevolution von 1830 und im Umfeld des Harnbacher Festes feierte die frühliberale Bewegung ihre ersten spektakulären Erfolge; die konstitutionellen Landtage avancierten zur parlamentarischen "Vorschule" der Frankfurter Paulskirche. Nach dem Epochenjahr 1830 begann nicht ein politisches "Biedermeier", sondern der "Vor-März", die Vorgeschichte der Revolution von 1848/49. Die vorliegende Untersuchung beruht auf der Auswertung von bisher weitgehend unbekannten Akten und Briefen aus über vierzig Archiven und Bibliotheken. Sie behandelt die Parlaments- und Verfassungsgeschichte eines Mittelstaates des Deutschen Bundes: des Kurfürstentums Hessen. Nach sozialrevolutionären Unruhen erlangte das nordhessische Territorium im Januar 1831 die damals fortschrittlichste Verfassung des Vormärz. Auf dieser staatsrechtlichen Grundlage entwickelten sich seit 1832/33 Auseinandersetzungen zwischen konservativer Regierung und liberalem Landtag, die in einen "permanenten Verfassungskonflikt" (Nipperdey) mündeten. Die wiederholten Ministeranklageverfahren gegen den Regierungschef Ludwig Hassenpflug erregten in ganz Deutschland Aufmerksamkeit. Die Studie analysiert die Verfassungsentstehung 1830/31 und den politischen Entscheidungsprozeß zwischen Regent, Regierung und Landtag in der ersten Ministerzeit Hassenpflugs (1832 - 1837). Den zweiten Schwerpunkt bildet die Darstellung der parlamentarischen Frühzeit, in der sich bereits deutliche Ansätze einer politischen Fraktionierung im Landtag zeigten. Die Gesetzgebung, an der Regierung und Landtag gleichermaßen mitwirkten, stand im Zeichen konservativer Modernisierung. Die Kontroverse um den Konstitutionalismus als Staatsform, welche die Verfassungshistoriker seit den sechziger Jahren beschäftigt, wird an dem neben Preußen bekanntesten Beispiel, dem kurhessischen Verfassungskonflikt, überprüft. Die detaillierte Analyse des politischen Geschehens der 1830er Jahre im Kurfürstentum Hessen zeigt die im konstitutionellen System bereits angelegten, im 19. Jahrhundert jedoch nicht zum Durchbruch kommenden Wandlungstendenzen. Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Liebknecht-Preis 1995 der Universitätsstadt Gießen Als Veröffentlichungsdatum ist 1996 hinterlegt; verlegt wurde der Titel von Duncker & Humblot in Berlin.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Die Angaben zu Duncker & Humblot und Berlin stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Wer Literatur aus dem Bereich Sachbuch sucht, findet in Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt einen gut klassifizierbaren Titel. Im Kontext des Gesamtwerks von Ewald Grothe lässt sich Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Mit der Sprache Deutsch lässt sich Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern. Das hinterlegte Publikationsdatum 1996 unterstützt dabei, Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt zeitlich korrekt zu klassifizieren.
Thematische Einordnung von Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt
Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt lässt sich inhaltlich innerhalb von Sachbuch verorten und wird in der Beschreibung wie folgt umrissen: Die 1830er Jahre gelten als vorläufiger Höhepunkt der politischen Öffentlichkeit in Deutschland. Im Gefolge der Julirevolution von 1830 und im Umfeld des Harnbacher Festes feierte die frühliberale Bewegung ihre ersten spektakulären Erfolge; die konstitutionellen Landtage avancierten zur parlamentarischen "Vorschule" der Frankfurter Paulskirche. Nach dem Epochenjahr 1830 begann nicht ein politisches "Biedermeier", sondern der "Vor-März", die Vorgeschichte der Revolution von 1848/49. Die vorliegende Untersuchung beruht auf der Auswertung von bisher weitgehend unbekannten Akten und Briefen aus über vierzig Archiven und Bibliotheken. Sie behandelt die Parlaments- und Verfassungsgeschichte eines Mittelstaates des Deutschen Bundes: des Kurfürstentums Hessen. Nach sozialrevolutionären Unruhen erlangte das nordhessische Territorium im Januar 1831 die damals fortschrittlichste Verfassung des Vormärz. Auf dieser staatsrechtlichen Grundlage entwickelten sich seit 1832/33 Auseinandersetzungen zwischen konservativer Regierung und liberalem Landtag, die in einen "permanenten Verfassungskonflikt" (Nipperdey) mündeten. Die wiederholten Ministeranklageverfahren gegen den Regierungschef Ludwig Hassenpflug erregten in ganz Deutschland Aufmerksamkeit. Die Studie analysiert die Verfassungsentstehung 1830/31 und den politischen Entscheidungsprozeß zwischen Regent, Regierung und Landtag in der ersten Ministerzeit Hassenpflugs (1832 - 1837). Den zweiten Schwerpunkt bildet die Darstellung der parlamentarischen Frühzeit, in der sich bereits deutliche Ansätze einer politischen Fraktionierung im Landtag zeigten. Die Gesetzgebung, an der Regierung und Landtag gleichermaßen mitwirkten, stand im Zeichen konservativer Modernisierung. Die Kontroverse um den Konstitutionalismus als Staatsform, welche die Verfassungshistoriker seit den sechziger Jahren beschäftigt, wird an dem neben Preußen bekanntesten Beispiel, dem kurhessischen Verfassungskonflikt, überprüft. Die detaillierte Analyse des politischen Geschehens der 1830er Jahre im Kurfürstentum Hessen zeigt die im konstitutionellen System bereits angelegten, im 19. Jahrhundert jedoch nicht zum Durchbruch kommenden Wandlungstendenzen. Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Liebknecht-Preis 1995 der Universitätsstadt Gießen Die Kapitel- und Inhaltsübersicht macht deutlich, wie das Buch aufgebaut ist: I. Kurhessen zur Zeit der Verfassungsentstehung und während des ersten Ministeriums Hassenpflug - II. Revolutionäre Krise und Verfassungsgenese 1830/31 - III. Regent, Regierung und Parlament im ersten Verfassungsjahr 1831 - IV. Der Kurprinz, Hassenpflug und der Landtag im Kampf um das monarchische Prinzip 1832-1837 - V. Der kurhessische Landtag zwischen liberalem Anspruch und konstitutioneller Realität - VI. Der kurhessische Konstitutionalismus zwischen monarchischem Prinzip und parlamentarischer Repräsentation - Anhang - Quellen- und Literaturverzeichnis - Personenregister Die vorhandenen Tags verdichten die inhaltliche Einordnung des Buches zusätzlich: History, Politics and government, Germany, history, Legislative bodies, Constitutional history, Hesse (Germany). Landtag, Hesse-Kassel. Landtag
Wichtige Kennzeichen dieser Ausgabe
Durch die Kombination aus Duncker & Humblot, Berlin und 1996 lässt sich die Ausgabe sauber verorten. Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL2419467W sowie die Editionszuordnungen OL558814M referenzierbar.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Ergänzender Titelzusatz: das Kurfürstentum Hessen in der ersten Ära Hassenpflug 1830-1837
- Verfasst von: Ewald Grothe
- Verzeichnetes Inhaltsverzeichnis: I. Kurhessen zur Zeit der Verfassungsentstehung und während des ersten Ministeriums Hassenpflug - II. Revolutionäre Krise und Verfassungsgenese 1830/31 - III. Regent, Regierung und Parlament im ersten Verfassungsjahr 1831 - IV. Der Kurprinz, Hassenpflug und der Landtag im Kampf um das monarchische Prinzip 1832-1837 - V. Der kurhessische Landtag zwischen liberalem Anspruch und konstitutioneller Realität - VI. Der kurhessische Konstitutionalismus zwischen monarchischem Prinzip und parlamentarischer Repräsentation - Anhang - Quellen- und Literaturverzeichnis - Personenregister
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Open-Library-Work-ID: OL2419467W
- Erscheinungsdatum: 1996
- Publiziert bei: Duncker & Humblot
- Sprache: Deutsch
- Umfang: 598 Seiten
- Externe Editionsreferenzen: OL558814M
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3428085094
- Thematische Tags: History, Politics and government, Germany, history, Legislative bodies, Constitutional history, Hesse (Germany). Landtag, Hesse-Kassel. Landtag
- Verlagsort: Berlin
- Titel: Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Die 1830er Jahre gelten als vorläufiger Höhepunkt der politischen Öffentlichkeit in Deutschland. Im Gefolge der Julirevolution von 1830 und im Umfeld des Harnbacher Festes feierte die frühliberale Bewegung ihre ersten spektakulären Erfolge; die konstitutionellen Landtage avancierten zur parlamentarischen "Vorschule" der Frankfurter Paulskirche. Nach dem Epochenjahr 1830 begann nicht ein politisches "Biedermeier", sondern der "Vor-März", die Vorgeschichte der Revolution von 1848/49. Die vorliegende Untersuchung beruht auf der Auswertung von bisher weitgehend unbekannten Akten und Briefen aus über vierzig Archiven und Bibliotheken. Sie behandelt die Parlaments- und Verfassungsgeschichte eines Mittelstaates des Deutschen Bundes: des Kurfürstentums Hessen. Nach sozialrevolutionären Unruhen erlangte das nordhessische Territorium im Januar 1831 die damals fortschrittlichste Verfassung des Vormärz. Auf dieser staatsrechtlichen Grundlage entwickelten sich seit 1832/33 Auseinandersetzungen zwischen konservativer Regierung und liberalem Landtag, die in einen "permanenten Verfassungskonflikt" (Nipperdey) mündeten. Die wiederholten Ministeranklageverfahren gegen den Regierungschef Ludwig Hassenpflug erregten in ganz Deutschland Aufmerksamkeit. Die Studie analysiert die Verfassungsentstehung 1830/31 und den politischen Entscheidungsprozeß zwischen Regent, Regierung und Landtag in der ersten Ministerzeit Hassenpflugs (1832 - 1837). Den zweiten Schwerpunkt bildet die Darstellung der parlamentarischen Frühzeit, in der sich bereits deutliche Ansätze einer politischen Fraktionierung im Landtag zeigten. Die Gesetzgebung, an der Regierung und Landtag gleichermaßen mitwirkten, stand im Zeichen konservativer Modernisierung. Die Kontroverse um den Konstitutionalismus als Staatsform, welche die Verfassungshistoriker seit den sechziger Jahren beschäftigt, wird an dem neben Preußen bekanntesten Beispiel, dem kurhessischen Verfassungskonflikt, überprüft. Die detaillierte Analyse des politischen Geschehens der 1830er Jahre im Kurfürstentum Hessen zeigt die im konstitutionellen System bereits angelegten, im 19. Jahrhundert jedoch nicht zum Durchbruch kommenden Wandlungstendenzen. Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Liebknecht-Preis 1995 der Universitätsstadt Gießen
Relevanz für Suche und Einordnung
Durch die Kombination aus Titel, Autorenschaft, Kategorie und Schlagwörtern - also Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt, Ewald Grothe, Sachbuch und History, Politics and government, Germany, history, Legislative bodies, Constitutional history, Hesse (Germany). Landtag, Hesse-Kassel. Landtag - ist der Datensatz sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzerinnen und Nutzer sehr gut interpretierbar.
FAQ zu Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL2419467W und die Editionsreferenzen OL558814M.
Welche Themen oder Kapitel umfasst das Buch?
Aus der Inhaltsübersicht ergeben sich folgende Schwerpunkte: I. Kurhessen zur Zeit der Verfassungsentstehung und während des ersten Ministeriums Hassenpflug - II. Revolutionäre Krise und Verfassungsgenese 1830/31 - III. Regent, Regierung und Parlament im ersten Verfassungsjahr 1831 - IV. Der Kurprinz, Hassenpflug und der Landtag im Kampf um das monarchische Prinzip 1832-1837 - V. Der kurhessische Landtag zwischen liberalem Anspruch und konstitutioneller Realität - VI. Der kurhessische Konstitutionalismus zwischen monarchischem Prinzip und parlamentarischer Repräsentation - Anhang - Quellen- und Literaturverzeichnis - Personenregister
Gibt es eine inhaltliche Zusammenfassung?
Ja, die Beschreibung fasst die Ausrichtung des Buches so zusammen: Die 1830er Jahre gelten als vorläufiger Höhepunkt der politischen Öffentlichkeit in Deutschland. Im Gefolge der Julirevolution von 1830 und im Umfeld des Harnbacher Festes feierte die frühliberale Bewegung ihre ersten spektakulären Erfolge; die konstitutionellen Landtage avancierten zur parlamentarischen "Vorschule" der Frankfurter Paulskirche. Nach dem Epochenjahr 1830 begann nicht ein politisches "Biedermeier", sondern der "Vor-März", die Vorgeschichte der Revolution von 1848/49. Die vorliegende Untersuchung beruht auf der Auswertung von bisher weitgehend unbekannten Akten und Briefen aus über vierzig Archiven und Bibliotheken. Sie behandelt die Parlaments- und Verfassungsgeschichte eines Mittelstaates des Deutschen Bundes: des Kurfürstentums Hessen. Nach sozialrevolutionären Unruhen erlangte das nordhessische Territorium im Januar 1831 die damals fortschrittlichste Verfassung des Vormärz. Auf dieser staatsrechtlichen Grundlage entwickelten sich seit 1832/33 Auseinandersetzungen zwischen konservativer Regierung und liberalem Landtag, die in einen "permanenten Verfassungskonflikt" (Nipperdey) mündeten. Die wiederholten Ministeranklageverfahren gegen den Regierungschef Ludwig Hassenpflug erregten in ganz Deutschland Aufmerksamkeit. Die Studie analysiert die Verfassungsentstehung 1830/31 und den politischen Entscheidungsprozeß zwischen Regent, Regierung und Landtag in der ersten Ministerzeit Hassenpflugs (1832 - 1837). Den zweiten Schwerpunkt bildet die Darstellung der parlamentarischen Frühzeit, in der sich bereits deutliche Ansätze einer politischen Fraktionierung im Landtag zeigten. Die Gesetzgebung, an der Regierung und Landtag gleichermaßen mitwirkten, stand im Zeichen konservativer Modernisierung. Die Kontroverse um den Konstitutionalismus als Staatsform, welche die Verfassungshistoriker seit den sechziger Jahren beschäftigt, wird an dem neben Preußen bekanntesten Beispiel, dem kurhessischen Verfassungskonflikt, überprüft. Die detaillierte Analyse des politischen Geschehens der 1830er Jahre im Kurfürstentum Hessen zeigt die im konstitutionellen System bereits angelegten, im 19. Jahrhundert jedoch nicht zum Durchbruch kommenden Wandlungstendenzen. Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Liebknecht-Preis 1995 der Universitätsstadt Gießen
Was verrät der Untertitel über Verfassungsgebung und Verfassungskonflikt?
Mit das Kurfürstentum Hessen in der ersten Ära Hassenpflug 1830-1837 wird deutlich, in welche Richtung das Buch argumentiert oder welche Inhalte besonders hervorgehoben werden.
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