Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse - Buch im Überblick
26/06/2026
Lesedauer: 18 min
Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse von Stephan Stracke kurz erklärt: Worum es geht und welche Ausgabe vorliegt. Klicke für klare Fakten statt vager Kurztexte.
Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung
Mit Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse liegt ein Buch von Stephan Stracke vor, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und sich für alle eignet, die gezielt nach Literatur mit diesem Schwerpunkt suchen. Gewerkschaftlicher Widerstand und internationale Solidarität fungiert als präzisierende Ergänzung zu Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse und macht die Zielsetzung des Buches schneller erfassbar. Inhaltlich lässt sich Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse folgendermaßen zusammenfassen: Im Herbst 1934 war es der KPD im Großraum Wuppertal gelungen, in einem organisierten überbetrieblichen Rahmen, gemeinsam mit Sozialdemokraten und Parteilosen, 48 betriebliche Widerstandsgruppen aufzubauen, die direkt in fabrikinterne Auseinandersetzungen eingriffen, die eigene Zeitungen herstellten und Kurzstreiks auslösten. In Velbert wurde sogar der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) unter Beteiligung von sozialdemokratischen DMV-Funktionären wieder gegründet. Zu Jahresbeginn 1935 startete die Gestapo eine beispiellose Verhaftungsoperation. Von 1935 bis 1937 wurden im Großraum Wuppertal insgesamt mehr als 1.900 Menschen verhaftet und 649 Personen von ihnen in den sog. Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Teil zu mehrjährigen Haftstrafen verrurteilt.17 Aktivisten verloren ihr Leben während der polizeilichen Voruntersuchung. Mit Ewald Funke starb einer der Hauptakteure des Wuppertaler Widerstandes 1938 unter dem Fallbeil in Berlin-Plötzensee. Die sogenannten „Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse“ erlangten eine große internationale Beachtung. Europaweit setzten sich über die Parteiengrenzen hinweg Unterstützer für die 1.900 verhafteten Wuppertaler Arbeiter ein. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und auch der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei im Exil (SOPADE) unterstützten die verhafteten Wuppertaler Arbeiter. Wuppertal-Komitee ----------------- Herausragend war die Unterstützung der Wuppertaler WiderstandskämpferInnen durch die weltweite Menschenrechtskampagne des Wuppertal-Komitees. Ein von niederländischen Intellektuellen und der KPD-Abschnittsleitung in Amsterdam gegründetes „Centraal Comité Wuppertal Proces“ (Wuppertal-Komitee) begann Weihnachten 1935 Geld für die Familien der Verhafteten zu sammeln. Auf dem Höhepunkt der Kampagne entsandten französische Gewerkschaften und holländische Studentenorganisationen Delegationen zu den Prozessen nach Wuppertal.Die Liste der ungefähr 60 namentlich bekannten Unterstützer und Aktivisten liest sich wie ein „Who is Who“ der niederländischen Arbeiter-, Frauen- und Friedensbewegung. Herauszuheben sind die international bekannte Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin C.R. Ramondt-Hirschmann, der Philosoph Hendrik Josephus Pos, der Historiker Jan Romein, der Philosoph Leo Polak, die Lehrerin Aleida Lie Heijnen, der Rechtsanwalt Isaak Kisch und die Grande Dame der niederländischen Arbeiterbewegung Henriette Roland Holst-van der Schalk.Viele der Prominenten hatten sich bereits vorher für deutsche Flüchtlinge eingesetzt und waren seit Juni 1936 im „Komitee für Wachsamkeit“ organisiert. Als die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande überfiel, waren die Aktivitäten des Wuppertal-Komitees bei den Nationalsoziallisten nicht vergessen. Im Gegenteil: vor allem die jüdischen Niederländer, die für das Wuppertal-Komitee gearbeitet hatten, waren in größter Gefahr. Insgesamt sechs jüdische Komitee-Mitglieder fanden gewaltsam den Tod.Vier jüdische Angehörige des W.K. wurden in Konzentrationslagern ermordet. Andere wurden verhaftet und in Verhören von der Gestapo gequält. (Quelle: [Lehmanns Media](https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/23804415-9783943643008-die-wuppertaler-gewerkschaftsprozesse)) Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse wurde am 2012 publiziert und dem Verlag Verlag de Noantri mit Verlagsort Bremen, Germany zugeordnet.
Relevante Merkmale auf einen Blick
Durch die Zuordnung zur Kategorie Sachbuch wird Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse auch für thematische Recherchen besonders relevant. Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse liegt in Deutsch vor, was für die inhaltliche Nutzung ebenso wichtig ist wie für die bibliografische Suche. Die Angaben zu Verlag de Noantri und Bremen, Germany stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Gerade wer nach Werken von Stephan Stracke sucht, sollte Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse näher betrachten. Für Recherchen nach Veröffentlichungszeitraum ist Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse mit dem Datum 2012 eindeutig zuordenbar.
Worum geht es in Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse?
Die Beschreibung zeigt, dass Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse klar dem Bereich Sachbuch zugeordnet werden kann: Im Herbst 1934 war es der KPD im Großraum Wuppertal gelungen, in einem organisierten überbetrieblichen Rahmen, gemeinsam mit Sozialdemokraten und Parteilosen, 48 betriebliche Widerstandsgruppen aufzubauen, die direkt in fabrikinterne Auseinandersetzungen eingriffen, die eigene Zeitungen herstellten und Kurzstreiks auslösten. In Velbert wurde sogar der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) unter Beteiligung von sozialdemokratischen DMV-Funktionären wieder gegründet. Zu Jahresbeginn 1935 startete die Gestapo eine beispiellose Verhaftungsoperation. Von 1935 bis 1937 wurden im Großraum Wuppertal insgesamt mehr als 1.900 Menschen verhaftet und 649 Personen von ihnen in den sog. Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Teil zu mehrjährigen Haftstrafen verrurteilt.17 Aktivisten verloren ihr Leben während der polizeilichen Voruntersuchung. Mit Ewald Funke starb einer der Hauptakteure des Wuppertaler Widerstandes 1938 unter dem Fallbeil in Berlin-Plötzensee. Die sogenannten „Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse“ erlangten eine große internationale Beachtung. Europaweit setzten sich über die Parteiengrenzen hinweg Unterstützer für die 1.900 verhafteten Wuppertaler Arbeiter ein. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und auch der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei im Exil (SOPADE) unterstützten die verhafteten Wuppertaler Arbeiter. Wuppertal-Komitee ----------------- Herausragend war die Unterstützung der Wuppertaler WiderstandskämpferInnen durch die weltweite Menschenrechtskampagne des Wuppertal-Komitees. Ein von niederländischen Intellektuellen und der KPD-Abschnittsleitung in Amsterdam gegründetes „Centraal Comité Wuppertal Proces“ (Wuppertal-Komitee) begann Weihnachten 1935 Geld für die Familien der Verhafteten zu sammeln. Auf dem Höhepunkt der Kampagne entsandten französische Gewerkschaften und holländische Studentenorganisationen Delegationen zu den Prozessen nach Wuppertal.Die Liste der ungefähr 60 namentlich bekannten Unterstützer und Aktivisten liest sich wie ein „Who is Who“ der niederländischen Arbeiter-, Frauen- und Friedensbewegung. Herauszuheben sind die international bekannte Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin C.R. Ramondt-Hirschmann, der Philosoph Hendrik Josephus Pos, der Historiker Jan Romein, der Philosoph Leo Polak, die Lehrerin Aleida Lie Heijnen, der Rechtsanwalt Isaak Kisch und die Grande Dame der niederländischen Arbeiterbewegung Henriette Roland Holst-van der Schalk.Viele der Prominenten hatten sich bereits vorher für deutsche Flüchtlinge eingesetzt und waren seit Juni 1936 im „Komitee für Wachsamkeit“ organisiert. Als die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande überfiel, waren die Aktivitäten des Wuppertal-Komitees bei den Nationalsoziallisten nicht vergessen. Im Gegenteil: vor allem die jüdischen Niederländer, die für das Wuppertal-Komitee gearbeitet hatten, waren in größter Gefahr. Insgesamt sechs jüdische Komitee-Mitglieder fanden gewaltsam den Tod.Vier jüdische Angehörige des W.K. wurden in Konzentrationslagern ermordet. Andere wurden verhaftet und in Verhören von der Gestapo gequält. (Quelle: [Lehmanns Media](https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/23804415-9783943643008-die-wuppertaler-gewerkschaftsprozesse)) Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis zeigt die thematische Struktur der Ausgabe: Einleitung | Forschungsstand | Fragestellungen | Begriffe und Quellen | Das sozialistische Milieu | Industrielle Struktur | Wuppertal | Velbert | Arbeiterbewegung | Arbeiterbewegung in Wuppertal bis 1914 | Arbeiterbewegung in Velbert bis 1914 | Spaltung der Arbeiterbewegung | Sozialistische Milieuorganisationen | Spaltungen innerhalb des sozialistischen Milieus | Soziale und politische Auseinandersetzungen 1929–1933 | Kräfteverhältnisse | Politische Gewalt | „Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft“ – der militante Antifaschismus | Erwerbslose und Arbeiter in Aktion – Streiks und Hungerunruhen | „Machtergreifung“ und Verfolgung bis Mitte 1934 | Vom 30. Januar 1933 bis zum Reichstagsbrand | SA-Terror nach dem Reichstagsbrand | Die Zerschlagung der Freien Gewerkschaften | KZ Kemna | Widerstand | Ausgangslage für den Widerstand 1934/1935 | Der Sinn illegaler Arbeit | Widerstandsstrukturen | Der AM-Apparat in Wuppertal | Jüdische Kommunisten im AM-Apparat der KPD | Sozialdemokratischer Widerstand? | Sozialdemokraten im kommunistischen Widerstand | Frauen im Widerstand | Profil der Verfolgten | Betrieblicher und gewerkschaftlicher Widerstand | Ökonomische Ausgangslage | Arbeiteropposition – betriebliche Bewegungen | Lohnabzug oder freie Kassierung | Von der RGO zum Aufbau der Freien Gewerkschaften | Wiederaufbau der Freien Gewerkschaften | Gewerkschaftsgruppen in Wuppertal | Gewerkschaftsgruppen in Velbert | Entwicklung der Gewerkschaftsgruppen | Auseinandersetzung um den Verbandstag | Freie Gewerkschaften in oder außerhalb der DAF aufbauen? | Die Strategie des Trojanischen Pferdes | Freie Gewerkschaften oder kommunistisch kontrollierte Gewerkschaft? | Die Stadt der Hochverräter – Die Zerstörung der Wuppertaler Arbeiterbewegung | Vorbereitung zum Hochverrat | Massenverhaftungen 1934/1935 | Verhaftungen in Remscheid | KJVD | Die Verhaftung von August Gerhards | Wilhelm Spicher | Die Verhaftungen vom 17. Januar 1935 | Zerschlagung des „Technischen Apparates West” | Velbert | Zerschlagung der Betriebszellen in Barmen | Die Zerschlagung des KJVD (März 1935) | Einzelfestnahmen: Bertram, Vorberg, Breuer, Schmitt, Claasen, Muth | Verhaftungen September 1935 (Anger-Verfahren) | Verhaftungen November/Dezember 1935 (Bleiwass-Verfahren) | Flucht und Exil | Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse 1935–1936 | Einheits- und Volksfront | „Brüsseler Konferenz“ | Wiederaufbau der illegalen KPD und Prozesskampagne | Vor Gericht 1935/1936 | Übersicht über die Teilprozesse | Verfahren gegen KJVD-Mitglieder | Der Prozess gegen die Velberter | Remscheid-Verfahren/Salz u.a | VGH-Prozess | Löhde-Verfahren | Einzelverfahren | Weltweite Solidarität – das Wuppertal-Komitee | Politische Vorgaben | Gründung des Wuppertal-Komitees (W.K.) | Politische Ausrichtung und Zusammensetzung des Wuppertal-Komitees | Öffentlichkeitsarbeit und internationale Solidarität | Unterstützung der Gefangenen und ihrer Angehörigen | Delegationen zur Beobachtung der Prozesse | Reaktionen auf die Kampagne | Ausweitung der Themen | Die Auflösung des Wuppertal-Komitees | Das Scheitern von Einheits- und Volksfrontpolitik | Geschlagen | Die Verhaftungen von Karl Ibach, Ewald Funke und Otto Kettig | Verhaftungswelle Sommer 1936 | Die Enttarnung des AM-Apparates | Vor Gericht | Bruckner-Prozess | Einzelprozesse (Karl Ibach, Walter Sander, Ewald Funke, Otto Kettig) | Lebensweg der jüdischen Aktivisten | Netzwerk der Verfolgung | Gestapo | Gestapo in Wuppertal | Gestapo-Personal | Sicherheitsdienst SD | DAF-Geheimdienst „Amt Information“ | Justiz | Zerstörung der Widerstandsgruppen | Ursachen für die Verhaftungen | Unter Folter | Todesfälle in der Haft | Aussagen, Belastungen und Verrat? | Denunziationen | V-Leute | In Gefangenschaft | Zuchthaus, Straflager der Justiz und Gefängnis | Konzentrationslager | Im Krieg | Ende des Widerstands? | Lebenswege | Die Ermittlungen und der Zugriff der Gestapo | Gerichtsverfahren gegen deutsche Emigranten | Lebensweg der niederländischen Aktivisten | Widerstandskämpfer als Soldaten | „Bewährungseinheiten“ der Wehrmacht | Bewährungseinheit der Waffen SS – Sonderformation Dirlewanger | Mitkämpfer in den europäischen Befreiungsbewegungen | Für den sowjetischen Geheimdienst | Neuformierung des Widerstands | Knöchel-Gruppe | Gruppe Alfons Kaps | Die Zerschlagung der Knöchel-Organisation | Gruppe Wichlinghausen – Karl Igstaedter | Befreiung | Die Toten | Nachkriegszeit | Die geschlagenen Sieger | Antifa-Ausschüsse | Entnazifizierung | Das Entstehen der Gewerkschaften | Wiederaufbau der Parteien | Soziale Auseinandersetzungen | Der Kalte Krieg | Lebenswege | Heinrich Schmitt, Sonderminister für Politische Befreiung in Bayern | Elli Schmidt, Vorsitzende des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD) | Karl Ibach, Vorsitzender des Zentralverbandes Demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen (ZDWV) | Otto Funke, Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR | Otto Heyler, Sachsenhausenhäftling und Informeller Mitarbeiter | Fritz Benner, Anarchosyndikalist und Re-Remigrant | Verfolgung der Täter | Ehrung der Opfer und Gedenken | Fazit | Anhang | Quellenverzeichnis | Literaturverzeichnis | Abkürzungsverzeichnis | Bildnachweis | Danksagung | Register Die vorhandenen Tags verdichten die inhaltliche Einordnung des Buches zusätzlich: History, Political activity, Working class, Labor unions, Labor movement, National socialism and labor Der dokumentierte Umfang von 546 Seiten sowie das Format pocket geben einen guten ersten Eindruck von der Ausgabe.
Edition und bibliografische Einordnung
Sowohl die ISBN-10 394364300X als auch die ISBN-13 9783943643008 erleichtern das Auffinden und Vergleichen dieser Ausgabe erheblich. Auch physisch ist die Ausgabe klar beschrieben: Format pocket, Gewicht 800 g und Abmessungen 22 x x cm. Verlag, Ort und Datum - Verlag de Noantri, Bremen, Germany und 2012 - bilden zusammen einen wichtigen bibliografischen Kern dieses Datensatzes. Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL18146829W sowie die Editionszuordnungen OL26630535M referenzierbar.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Open-Library-Work-ID: OL18146829W
- Verfasst von: Stephan Stracke
- Externe Editionsreferenzen: OL26630535M
- Thematische Tags: History, Political activity, Working class, Labor unions, Labor movement, National socialism and labor
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Im Herbst 1934 war es der KPD im Großraum Wuppertal gelungen, in einem organisierten überbetrieblichen Rahmen, gemeinsam mit Sozialdemokraten und Parteilosen, 48 betriebliche Widerstandsgruppen aufzubauen, die direkt in fabrikinterne Auseinandersetzungen eingriffen, die eigene Zeitungen herstellten und Kurzstreiks auslösten. In Velbert wurde sogar der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) unter Beteiligung von sozialdemokratischen DMV-Funktionären wieder gegründet. Zu Jahresbeginn 1935 startete die Gestapo eine beispiellose Verhaftungsoperation. Von 1935 bis 1937 wurden im Großraum Wuppertal insgesamt mehr als 1.900 Menschen verhaftet und 649 Personen von ihnen in den sog. Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Teil zu mehrjährigen Haftstrafen verrurteilt.17 Aktivisten verloren ihr Leben während der polizeilichen Voruntersuchung. Mit Ewald Funke starb einer der Hauptakteure des Wuppertaler Widerstandes 1938 unter dem Fallbeil in Berlin-Plötzensee. Die sogenannten „Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse“ erlangten eine große internationale Beachtung. Europaweit setzten sich über die Parteiengrenzen hinweg Unterstützer für die 1.900 verhafteten Wuppertaler Arbeiter ein. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und auch der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei im Exil (SOPADE) unterstützten die verhafteten Wuppertaler Arbeiter. Wuppertal-Komitee ----------------- Herausragend war die Unterstützung der Wuppertaler WiderstandskämpferInnen durch die weltweite Menschenrechtskampagne des Wuppertal-Komitees. Ein von niederländischen Intellektuellen und der KPD-Abschnittsleitung in Amsterdam gegründetes „Centraal Comité Wuppertal Proces“ (Wuppertal-Komitee) begann Weihnachten 1935 Geld für die Familien der Verhafteten zu sammeln. Auf dem Höhepunkt der Kampagne entsandten französische Gewerkschaften und holländische Studentenorganisationen Delegationen zu den Prozessen nach Wuppertal.Die Liste der ungefähr 60 namentlich bekannten Unterstützer und Aktivisten liest sich wie ein „Who is Who“ der niederländischen Arbeiter-, Frauen- und Friedensbewegung. Herauszuheben sind die international bekannte Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin C.R. Ramondt-Hirschmann, der Philosoph Hendrik Josephus Pos, der Historiker Jan Romein, der Philosoph Leo Polak, die Lehrerin Aleida Lie Heijnen, der Rechtsanwalt Isaak Kisch und die Grande Dame der niederländischen Arbeiterbewegung Henriette Roland Holst-van der Schalk.Viele der Prominenten hatten sich bereits vorher für deutsche Flüchtlinge eingesetzt und waren seit Juni 1936 im „Komitee für Wachsamkeit“ organisiert. Als die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande überfiel, waren die Aktivitäten des Wuppertal-Komitees bei den Nationalsoziallisten nicht vergessen. Im Gegenteil: vor allem die jüdischen Niederländer, die für das Wuppertal-Komitee gearbeitet hatten, waren in größter Gefahr. Insgesamt sechs jüdische Komitee-Mitglieder fanden gewaltsam den Tod.Vier jüdische Angehörige des W.K. wurden in Konzentrationslagern ermordet. Andere wurden verhaftet und in Verhören von der Gestapo gequält. (Quelle: [Lehmanns Media](https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/23804415-9783943643008-die-wuppertaler-gewerkschaftsprozesse))
- ISBN-13: 9783943643008
- Titel: Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse
- Verlagsort: Bremen, Germany
- Inhaltsübersicht: Einleitung | Forschungsstand | Fragestellungen | Begriffe und Quellen | Das sozialistische Milieu | Industrielle Struktur | Wuppertal | Velbert | Arbeiterbewegung | Arbeiterbewegung in Wuppertal bis 1914 | Arbeiterbewegung in Velbert bis 1914 | Spaltung der Arbeiterbewegung | Sozialistische Milieuorganisationen | Spaltungen innerhalb des sozialistischen Milieus | Soziale und politische Auseinandersetzungen 1929–1933 | Kräfteverhältnisse | Politische Gewalt | „Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft“ – der militante Antifaschismus | Erwerbslose und Arbeiter in Aktion – Streiks und Hungerunruhen | „Machtergreifung“ und Verfolgung bis Mitte 1934 | Vom 30. Januar 1933 bis zum Reichstagsbrand | SA-Terror nach dem Reichstagsbrand | Die Zerschlagung der Freien Gewerkschaften | KZ Kemna | Widerstand | Ausgangslage für den Widerstand 1934/1935 | Der Sinn illegaler Arbeit | Widerstandsstrukturen | Der AM-Apparat in Wuppertal | Jüdische Kommunisten im AM-Apparat der KPD | Sozialdemokratischer Widerstand? | Sozialdemokraten im kommunistischen Widerstand | Frauen im Widerstand | Profil der Verfolgten | Betrieblicher und gewerkschaftlicher Widerstand | Ökonomische Ausgangslage | Arbeiteropposition – betriebliche Bewegungen | Lohnabzug oder freie Kassierung | Von der RGO zum Aufbau der Freien Gewerkschaften | Wiederaufbau der Freien Gewerkschaften | Gewerkschaftsgruppen in Wuppertal | Gewerkschaftsgruppen in Velbert | Entwicklung der Gewerkschaftsgruppen | Auseinandersetzung um den Verbandstag | Freie Gewerkschaften in oder außerhalb der DAF aufbauen? | Die Strategie des Trojanischen Pferdes | Freie Gewerkschaften oder kommunistisch kontrollierte Gewerkschaft? | Die Stadt der Hochverräter – Die Zerstörung der Wuppertaler Arbeiterbewegung | Vorbereitung zum Hochverrat | Massenverhaftungen 1934/1935 | Verhaftungen in Remscheid | KJVD | Die Verhaftung von August Gerhards | Wilhelm Spicher | Die Verhaftungen vom 17. Januar 1935 | Zerschlagung des „Technischen Apparates West” | Velbert | Zerschlagung der Betriebszellen in Barmen | Die Zerschlagung des KJVD (März 1935) | Einzelfestnahmen: Bertram, Vorberg, Breuer, Schmitt, Claasen, Muth | Verhaftungen September 1935 (Anger-Verfahren) | Verhaftungen November/Dezember 1935 (Bleiwass-Verfahren) | Flucht und Exil | Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse 1935–1936 | Einheits- und Volksfront | „Brüsseler Konferenz“ | Wiederaufbau der illegalen KPD und Prozesskampagne | Vor Gericht 1935/1936 | Übersicht über die Teilprozesse | Verfahren gegen KJVD-Mitglieder | Der Prozess gegen die Velberter | Remscheid-Verfahren/Salz u.a | VGH-Prozess | Löhde-Verfahren | Einzelverfahren | Weltweite Solidarität – das Wuppertal-Komitee | Politische Vorgaben | Gründung des Wuppertal-Komitees (W.K.) | Politische Ausrichtung und Zusammensetzung des Wuppertal-Komitees | Öffentlichkeitsarbeit und internationale Solidarität | Unterstützung der Gefangenen und ihrer Angehörigen | Delegationen zur Beobachtung der Prozesse | Reaktionen auf die Kampagne | Ausweitung der Themen | Die Auflösung des Wuppertal-Komitees | Das Scheitern von Einheits- und Volksfrontpolitik | Geschlagen | Die Verhaftungen von Karl Ibach, Ewald Funke und Otto Kettig | Verhaftungswelle Sommer 1936 | Die Enttarnung des AM-Apparates | Vor Gericht | Bruckner-Prozess | Einzelprozesse (Karl Ibach, Walter Sander, Ewald Funke, Otto Kettig) | Lebensweg der jüdischen Aktivisten | Netzwerk der Verfolgung | Gestapo | Gestapo in Wuppertal | Gestapo-Personal | Sicherheitsdienst SD | DAF-Geheimdienst „Amt Information“ | Justiz | Zerstörung der Widerstandsgruppen | Ursachen für die Verhaftungen | Unter Folter | Todesfälle in der Haft | Aussagen, Belastungen und Verrat? | Denunziationen | V-Leute | In Gefangenschaft | Zuchthaus, Straflager der Justiz und Gefängnis | Konzentrationslager | Im Krieg | Ende des Widerstands? | Lebenswege | Die Ermittlungen und der Zugriff der Gestapo | Gerichtsverfahren gegen deutsche Emigranten | Lebensweg der niederländischen Aktivisten | Widerstandskämpfer als Soldaten | „Bewährungseinheiten“ der Wehrmacht | Bewährungseinheit der Waffen SS – Sonderformation Dirlewanger | Mitkämpfer in den europäischen Befreiungsbewegungen | Für den sowjetischen Geheimdienst | Neuformierung des Widerstands | Knöchel-Gruppe | Gruppe Alfons Kaps | Die Zerschlagung der Knöchel-Organisation | Gruppe Wichlinghausen – Karl Igstaedter | Befreiung | Die Toten | Nachkriegszeit | Die geschlagenen Sieger | Antifa-Ausschüsse | Entnazifizierung | Das Entstehen der Gewerkschaften | Wiederaufbau der Parteien | Soziale Auseinandersetzungen | Der Kalte Krieg | Lebenswege | Heinrich Schmitt, Sonderminister für Politische Befreiung in Bayern | Elli Schmidt, Vorsitzende des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD) | Karl Ibach, Vorsitzender des Zentralverbandes Demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen (ZDWV) | Otto Funke, Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR | Otto Heyler, Sachsenhausenhäftling und Informeller Mitarbeiter | Fritz Benner, Anarchosyndikalist und Re-Remigrant | Verfolgung der Täter | Ehrung der Opfer und Gedenken | Fazit | Anhang | Quellenverzeichnis | Literaturverzeichnis | Abkürzungsverzeichnis | Bildnachweis | Danksagung | Register
- Umfang: 546 Seiten
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 394364300X
- Hinterlegtes Buchgewicht: 800 g
- Sprache: Deutsch
- Untertitel: Gewerkschaftlicher Widerstand und internationale Solidarität
- Erscheinungsdatum: 2012
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Abmessungen: 22 x x cm
- Ausgabeform: pocket
- Verlag: Verlag de Noantri
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
Durch die Kombination aus Titel, Autorenschaft, Kategorie und Schlagwörtern - also Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse, Stephan Stracke, Sachbuch und History, Political activity, Working class, Labor unions, Labor movement, National socialism and labor - ist der Datensatz sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzerinnen und Nutzer sehr gut interpretierbar. Zusätzliche Präzision entsteht durch Identifikatoren wie 394364300X, 9783943643008 und OL18146829W, die die Ausgabe in verschiedenen Katalog- und Suchkontexten eindeutig referenzierbar machen. Für die saubere Abgrenzung gegenüber ähnlichen Ausgaben sind auch pocket, 22 x x cm, 800 g und 546 Seiten ein wichtiger Datensatzbestandteil.
Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe
Wann und wo wurde die Ausgabe veröffentlicht?
Die Ausgabe erschien am 2012 bei Verlag de Noantri und ist dem Veröffentlichungsort Bremen, Germany zugeordnet.
Welche Sprache und Schlagwörter sind hinterlegt?
Verzeichnet sind die Sprache Deutsch sowie die Tags History, Political activity, Working class, Labor unions, Labor movement, National socialism and labor, die die thematische Zuordnung erleichtern.
Welche Rolle spielt der Untertitel von Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse?
Der Untertitel Gewerkschaftlicher Widerstand und internationale Solidarität präzisiert die thematische Stoßrichtung des Buches und ergänzt den Haupttitel sinnvoll.
Welche Themen oder Kapitel umfasst das Buch?
Aus der Inhaltsübersicht ergeben sich folgende Schwerpunkte: Einleitung | Forschungsstand | Fragestellungen | Begriffe und Quellen | Das sozialistische Milieu | Industrielle Struktur | Wuppertal | Velbert | Arbeiterbewegung | Arbeiterbewegung in Wuppertal bis 1914 | Arbeiterbewegung in Velbert bis 1914 | Spaltung der Arbeiterbewegung | Sozialistische Milieuorganisationen | Spaltungen innerhalb des sozialistischen Milieus | Soziale und politische Auseinandersetzungen 1929–1933 | Kräfteverhältnisse | Politische Gewalt | „Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft“ – der militante Antifaschismus | Erwerbslose und Arbeiter in Aktion – Streiks und Hungerunruhen | „Machtergreifung“ und Verfolgung bis Mitte 1934 | Vom 30. Januar 1933 bis zum Reichstagsbrand | SA-Terror nach dem Reichstagsbrand | Die Zerschlagung der Freien Gewerkschaften | KZ Kemna | Widerstand | Ausgangslage für den Widerstand 1934/1935 | Der Sinn illegaler Arbeit | Widerstandsstrukturen | Der AM-Apparat in Wuppertal | Jüdische Kommunisten im AM-Apparat der KPD | Sozialdemokratischer Widerstand? | Sozialdemokraten im kommunistischen Widerstand | Frauen im Widerstand | Profil der Verfolgten | Betrieblicher und gewerkschaftlicher Widerstand | Ökonomische Ausgangslage | Arbeiteropposition – betriebliche Bewegungen | Lohnabzug oder freie Kassierung | Von der RGO zum Aufbau der Freien Gewerkschaften | Wiederaufbau der Freien Gewerkschaften | Gewerkschaftsgruppen in Wuppertal | Gewerkschaftsgruppen in Velbert | Entwicklung der Gewerkschaftsgruppen | Auseinandersetzung um den Verbandstag | Freie Gewerkschaften in oder außerhalb der DAF aufbauen? | Die Strategie des Trojanischen Pferdes | Freie Gewerkschaften oder kommunistisch kontrollierte Gewerkschaft? | Die Stadt der Hochverräter – Die Zerstörung der Wuppertaler Arbeiterbewegung | Vorbereitung zum Hochverrat | Massenverhaftungen 1934/1935 | Verhaftungen in Remscheid | KJVD | Die Verhaftung von August Gerhards | Wilhelm Spicher | Die Verhaftungen vom 17. Januar 1935 | Zerschlagung des „Technischen Apparates West” | Velbert | Zerschlagung der Betriebszellen in Barmen | Die Zerschlagung des KJVD (März 1935) | Einzelfestnahmen: Bertram, Vorberg, Breuer, Schmitt, Claasen, Muth | Verhaftungen September 1935 (Anger-Verfahren) | Verhaftungen November/Dezember 1935 (Bleiwass-Verfahren) | Flucht und Exil | Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse 1935–1936 | Einheits- und Volksfront | „Brüsseler Konferenz“ | Wiederaufbau der illegalen KPD und Prozesskampagne | Vor Gericht 1935/1936 | Übersicht über die Teilprozesse | Verfahren gegen KJVD-Mitglieder | Der Prozess gegen die Velberter | Remscheid-Verfahren/Salz u.a | VGH-Prozess | Löhde-Verfahren | Einzelverfahren | Weltweite Solidarität – das Wuppertal-Komitee | Politische Vorgaben | Gründung des Wuppertal-Komitees (W.K.) | Politische Ausrichtung und Zusammensetzung des Wuppertal-Komitees | Öffentlichkeitsarbeit und internationale Solidarität | Unterstützung der Gefangenen und ihrer Angehörigen | Delegationen zur Beobachtung der Prozesse | Reaktionen auf die Kampagne | Ausweitung der Themen | Die Auflösung des Wuppertal-Komitees | Das Scheitern von Einheits- und Volksfrontpolitik | Geschlagen | Die Verhaftungen von Karl Ibach, Ewald Funke und Otto Kettig | Verhaftungswelle Sommer 1936 | Die Enttarnung des AM-Apparates | Vor Gericht | Bruckner-Prozess | Einzelprozesse (Karl Ibach, Walter Sander, Ewald Funke, Otto Kettig) | Lebensweg der jüdischen Aktivisten | Netzwerk der Verfolgung | Gestapo | Gestapo in Wuppertal | Gestapo-Personal | Sicherheitsdienst SD | DAF-Geheimdienst „Amt Information“ | Justiz | Zerstörung der Widerstandsgruppen | Ursachen für die Verhaftungen | Unter Folter | Todesfälle in der Haft | Aussagen, Belastungen und Verrat? | Denunziationen | V-Leute | In Gefangenschaft | Zuchthaus, Straflager der Justiz und Gefängnis | Konzentrationslager | Im Krieg | Ende des Widerstands? | Lebenswege | Die Ermittlungen und der Zugriff der Gestapo | Gerichtsverfahren gegen deutsche Emigranten | Lebensweg der niederländischen Aktivisten | Widerstandskämpfer als Soldaten | „Bewährungseinheiten“ der Wehrmacht | Bewährungseinheit der Waffen SS – Sonderformation Dirlewanger | Mitkämpfer in den europäischen Befreiungsbewegungen | Für den sowjetischen Geheimdienst | Neuformierung des Widerstands | Knöchel-Gruppe | Gruppe Alfons Kaps | Die Zerschlagung der Knöchel-Organisation | Gruppe Wichlinghausen – Karl Igstaedter | Befreiung | Die Toten | Nachkriegszeit | Die geschlagenen Sieger | Antifa-Ausschüsse | Entnazifizierung | Das Entstehen der Gewerkschaften | Wiederaufbau der Parteien | Soziale Auseinandersetzungen | Der Kalte Krieg | Lebenswege | Heinrich Schmitt, Sonderminister für Politische Befreiung in Bayern | Elli Schmidt, Vorsitzende des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD) | Karl Ibach, Vorsitzender des Zentralverbandes Demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen (ZDWV) | Otto Funke, Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR | Otto Heyler, Sachsenhausenhäftling und Informeller Mitarbeiter | Fritz Benner, Anarchosyndikalist und Re-Remigrant | Verfolgung der Täter | Ehrung der Opfer und Gedenken | Fazit | Anhang | Quellenverzeichnis | Literaturverzeichnis | Abkürzungsverzeichnis | Bildnachweis | Danksagung | Register
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