Dokumente zur „Euthanasie“ - Autor, Ausgabe und bibliografische Daten
20/06/2026
Lesedauer: 25 min
Dokumente zur „Euthanasie“ von Ernst Klee auf einen Blick: Buchprofil, Inhalt und zentrale Daten. Hilft dir schnell zu entscheiden, ob sich ein genauer Blick lohnt.
Dokumente zur „Euthanasie“ - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung
Wer nach einem Buch von Ernst Klee aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Dokumente zur „Euthanasie“ eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Dokumente zur „Euthanasie“ den Fokus legt: Nach der Veröffentlichung des inzwischen weithin bekannten Buches von Ernst Klee ‚»Euthanasie« im NS-Staat. Die »Vernichtung lebensunwerten Lebens«‘ (S. Fischer Verlag, 1983) hielten es Autor und Verlag für notwendig, angesichts der Fülle des Materials einen separat benutzbaren Dokumentenband herauszugeben. Dahinter stand die Absicht, Texte, die im oben genannten Buch nur knapp zitiert werden konnten, möglichst ungekürzt dem Publikum vorzulegen. Inzwischen ist es Ernst Klee gelungen, weitere Materialien zutage zu fördern, mit denen niemand mehr gerechnet hat oder rechnen wollte. Er konnte teilweise nahezu vollständige, nach dem Krieg als verschollen betrachtete oder versteckte Aktenbestände durchsehen, die brisante schriftliche Quellen und sogar Fotomaterialien enthalten. Der vorliegende Band präsentiert Dokumente, die im ersten Band nur auszugsweise zitiert werden konnten, und Texte und Fotos, die hier erstmals veröffentlicht bzw. – soweit sie vor Jahrzehnten in anderem Zusammenhang schon einmal publiziert worden sind – der Vergessenheit entrissen werden. Erschreckend ist nicht allein, was seinerzeit in Kliniken, »Heil«- und Vergasungsanstalten geschehen ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, daß Hunderte freiwillig mitmachten, den Massenmord organisierten und dann verübten, daß Abertausende davon wußten und nichts sagten. Mehr als eine Generation danach stehen wir erst am Anfang der notwendigen Trauerarbeit. (Quelle: [S. Fischer Verlag](https://www.fischerverlage.de/buch/dokumente-zur-euthanasie-im-ns-staat-9783596243273)) Dokumente zur „Euthanasie“ wurde am 1985 publiziert und dem Verlag Fischer-Taschenbuch-Verlag mit Verlagsort Frankfurt am Main, Germany zugeordnet.
Relevante Merkmale auf einen Blick
Im Kontext des Gesamtwerks von Ernst Klee lässt sich Dokumente zur „Euthanasie“ gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Innerhalb von Sachbuch bietet Dokumente zur „Euthanasie“ eine klar erkennbare thematische Zuordnung. Dokumente zur „Euthanasie“ liegt in Deutsch vor, was für die inhaltliche Nutzung ebenso wichtig ist wie für die bibliografische Suche. Mit Fischer-Taschenbuch-Verlag in Frankfurt am Main, Germany ist die verlegerische Zuordnung der Ausgabe klar nachvollziehbar. Das hinterlegte Publikationsdatum 1985 unterstützt dabei, Dokumente zur „Euthanasie“ zeitlich korrekt zu klassifizieren.
Inhalt und thematische Schwerpunkte
Dokumente zur „Euthanasie“ lässt sich inhaltlich innerhalb von Sachbuch verorten und wird in der Beschreibung wie folgt umrissen: Nach der Veröffentlichung des inzwischen weithin bekannten Buches von Ernst Klee ‚»Euthanasie« im NS-Staat. Die »Vernichtung lebensunwerten Lebens«‘ (S. Fischer Verlag, 1983) hielten es Autor und Verlag für notwendig, angesichts der Fülle des Materials einen separat benutzbaren Dokumentenband herauszugeben. Dahinter stand die Absicht, Texte, die im oben genannten Buch nur knapp zitiert werden konnten, möglichst ungekürzt dem Publikum vorzulegen. Inzwischen ist es Ernst Klee gelungen, weitere Materialien zutage zu fördern, mit denen niemand mehr gerechnet hat oder rechnen wollte. Er konnte teilweise nahezu vollständige, nach dem Krieg als verschollen betrachtete oder versteckte Aktenbestände durchsehen, die brisante schriftliche Quellen und sogar Fotomaterialien enthalten. Der vorliegende Band präsentiert Dokumente, die im ersten Band nur auszugsweise zitiert werden konnten, und Texte und Fotos, die hier erstmals veröffentlicht bzw. – soweit sie vor Jahrzehnten in anderem Zusammenhang schon einmal publiziert worden sind – der Vergessenheit entrissen werden. Erschreckend ist nicht allein, was seinerzeit in Kliniken, »Heil«- und Vergasungsanstalten geschehen ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, daß Hunderte freiwillig mitmachten, den Massenmord organisierten und dann verübten, daß Abertausende davon wußten und nichts sagten. Mehr als eine Generation danach stehen wir erst am Anfang der notwendigen Trauerarbeit. (Quelle: [S. Fischer Verlag](https://www.fischerverlage.de/buch/dokumente-zur-euthanasie-im-ns-staat-9783596243273)) Die Struktur des Werkes wird besonders gut über folgende Inhaltsübersicht sichtbar: Personenverzeichnis | Vorwort | Diffamierung und Sterilisierung der Minderwertigen – erste Tötungen ab 1933 | Die Eugenik als Vorbote der Euthanasie | »Die Überschwemmung der Erde mit Verbrechern, und andern Minderwertigen« Aus dem Buch des Moraltheologen Dr. Joseph Mayer: »Gesetzliche Unfruchtbarmachung Geisteskranker«, Freiburg 1927 | Ergebnis der Fachkonferenz für Eugenik des Centrailausschusses der Inneren Mission, vom 20. Mai 1931 in Treysa | »Rassenforschung und Volk der Zukunft«: Von Dr. Hermann Muckermann (SJ) | Rede von Walter Groß, Leiter des Aufklärungsamtes für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, am 1. September 1933 auf dem Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg | Vorwort zur 1. Auflage eines Kommentars zum Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuches vom 14. Juli 1933 | »Vererbung und Verantwortung«: Von Dr. med. Hans Knöppler, Bethel | »Das Wesen der katholischen Caritas und ihr Zeitbild«: Von Professor Dr. Franz Keller, Herausgeber des Jahrbuchs der Caritaswissenschaft | »Auswirkungen des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuches für den seelsorgerlichen Dienst«: Von Pfarrer Dr. Ernst Kleßmann in Eckardtsheim bei Bielefeld | Judengefahr nur durch Erbkranke übertroffen: Auszug aus: Grundriß der Rassenkunde, von Pater Hermann Muckermann | »… die unerläßliche Rodungsarbeit«: Auszug aus einem Artikel des Jahrbuchs der Caritaswissenschaft, 1937 | Die Euthanasie ab 1933 | Professor Viktor von Weizsäcker: »Die soziale Krankheit« – Aus einer Vorlesung Sommersemester 1933 in Heidelberg | Aussage Professor Paul Nitsche, medizinischer Leiter der Euthanasie ab Ende 1941 | Medizinalrat Dr. Morstatt: Bericht über Beobachtungen und Eindrücke bei der 1940 getätigten Verschickung von Kranken »in eine andere Anstalt« (Grafeneck), Schussenried, 25. September 1945 | Eine Anfrage bei der Inneren Mission wegen Verhungernlassens von Kranken im Kriegsfall | Aussage Dr. Wilhelm Hinsen, bis Januar 1938 Direktor der Anstalt Eichberg | Professor Nitsche über den Luminal-Versuch zur unauffälligen Beseitigung von Kranken | Der Aufbau der Euthanasie-Organisation und Beginn der Massenmorde in Pommern, Westpreußen und Polen | »Tiere in Menschengestalt«. Eine Konferenz im Reichskriminalpolizeiamt – Aussage von Dr. Albert Widmann | Die Erschießung pommerscher Kranker im Wald von Piasznitz – Auszug aus dem Urteil gegen SS-Sturmbannführer Kurt Eimann | Extermination geistig Kranker: Ermittlungsergebnis der Hauptkommission zur Untersuchung der deutschen Verbrechen in Polen | Vom 7. Dezember 1939 bis zum 12. Januar 1940 über tausend Menschen mit Gaswagen ermordet: Ein Bericht des polnischen Arztes Jan Gallus | Die Vergasungsaktion | Die rechtlichen Grundlagen der Tötungen | Die Euthanasie-Ermächtigung Hitlers vom 1. September 1939 | »Nutzlose Esser«: Eidesstattliche Erklärung von Viktor Brack vom 12. Oktober 1946 | Kein ordnungsgemäßer Führerbefehl: Aussage des Reichsministers a. D. Dr. Hans Heinrich Lammers, von 1933–1945 Chef der Reichskanzlei, vom 4. Juli 1960 | Immer neue Gesetzentwürfe Hitler vorgelegt: Aussage der Hermine M., Sekretärin von Dr. Hefelmann | »… wäre der Titel ›Gesetz über die Tötung Lebensunfähiger‹ der sinngemäßeste«: Stellungnahme von Dr. Irmfried Eberl zum Entwurf des geplanten Euthanasie-Gesetzes (über tatsächliche Sterbehilfe und zur Vernichtung »lebensunwerten Lebens«) | Die Erfassung der Kranken und der Aufbau der Euthanasie-Zentrale | Der »Meldebogen 1« von 1941 | Merkblatt zum Meldebogen | »Es handelte sich um einen reinen Briefkopf…«: Dr. jur. Gerhard Bohne, 1940 Leiter von T 4, über die Tarnorganisationen der Berliner Zentrale | Bürokratisierung des Massenmordes: Aussage eines der Registratoren der T4-Zentrale | »Patienten, die besser als Knechte arbeiteten…«: Brief der Anstalt Rottenmünster vom 5. März 1940 an den Herrn Reichsminister des Innern | »Krankenarbeit für zum Teil kriegswichtige Zwecke«: Brief der Privat-Heilanstalt Christophsbad in Göppingen an den Württembergischen Innenminister vom 21. Dezember 1940 | »Ausscheidung nach strengem Maßstab«: Die Begutachtungsmaßstäbe von Bouhler/Brandt – ein internes T4-Dokument | Bericht über die Dienstreise nach Schleswig/März 1942 | Bericht des Kommissionsarztes Dr. Wischer über völlig falsche Diagnosen bei der Auswahl der Opfer | Die Transporte in die Tötungsanstalten | Umtausch von acht Todeskandidaten: Brief der Vergasungsanstalt Grafeneck an die Kreispflegeanstalt Hub/Baden | Acht gute Arbeiter gegen acht Schwerverbrecher getauscht: Schreiben der Anstalt Wiesloch an das Innenministerium in Karlsruhe | Eine Transportankündigung | »Sie wurden jedesmal von den Eglfinger Ärzten ausgewählt«: Selektion beim Abtransport in Schönbrunn/Oberbayern | »… daß unsere Patienten viel mehr wußten als wir selber«: Bericht einer Schwester der Kreispflegeanstalt Freiburg | »I will no lebe!«: Ein Bericht aus der Anstalt Stetten | »Ich befürchte, daß das Buch des Führers ›Mein Kampf‹ den Grundstein bildet«: Abschrift eines Berichtes des Kranken Richard H. (Zwiefalten) | »Ich habe mich so gut gedrückt wie irgend möglich«: Ein Abteilungsleiter der Anstalt Zwiefalten berichtet | Ankunft der Busse in Hadamar | Der Widerstand der Sterbenskranken: Auszug aus der Sitzung des Militärgerichtshof NO. I in Nürnberg vom 16. 1. 1947 – Dr. Walter Schmidt (Eichberg) im Kreuzverhör | Die Tötungs-Anstalten | Die letzte »Untersuchung« vor der Vergasung: Aussage eines T 4-Arztes | »Der Tötungsraum war unmittelbar unter uns«: Wie eine der Schreibkräfte die Vergasungen in Bernburg erlebte | »Du wirst dich schon daran gewöhnen…«: Bericht eines »Brenners« der Anstalt Sonnenstein | Vor dem Verbrennen wurden die Goldzähne gezogen: Aussage eines Leichenverbrenners der Anstalt Hartheim | Treueprämie für einen Leichen-Verbrenner | Organisation der Anstalt Bernburg | Bürokratische Kontrolle der Tötungsanstalten: Aussage eines T 4-Revisors | Der Alltag in der Tötungsanstalt: Aussage der Tötungs-Schwester Pauline Kneißler | Die bürokratische Abwicklung der Sterbefälle und die Täuschung der Angehörigen | Einer der routinemäßigen »Trostbriefe« an die Angehörigen | Schwierigkeiten der Geheimhaltung: Aussage von Dietrich Allers, Geschäftsführer von T 4 | Millionengewinne durch T 4: Aussage des Hauptwirtschaftsleiters Friedrich Lorent | Die Haltung der beiden Kirchen bis August 1941 | »Gott, der den genialen Führer uns schenkte…«: Rede von Pfarrer Fritz Happich | Albert Hartl, ein Ex-Priester, der die Euthanasie theologisch begründen hilft | Denkschrift des Pastor Paul Gerhard Braune für Adolf Hitler | Brief des Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Theophil Wurm an den Reichsminister des Innern vom 19. Juli 1940 | Der Erzbischof von Freiburg an den Chef der Reichskanzlei am 1. August 1940 | Hektografiertes Rundschreiben des Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes vom 9. August 1940 | Protest des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz vom 11. August 1940 | Brief des Leiters der v. Bodelschwinghschen Anstalten an Reichsminister Frick — nicht abgeschickt, sondern dem Regierungspräsidenten in Minden als Material für einen Bericht zur Verfügung gestellt | Bitte des Ordinariats Rottenburg, in (der Tötungsanstalt) Grafeneck Seelsorge betreiben zu dürfen | Geheimbrief des Reichsministers des Innern an die Deutsche Evangelische Kirche vom 9. Oktober 1940 | Niederschrift (Auszug) über das Konventionat der Bischöfe der Kölner und Paderborner Kirchenprovinz am 6./7. November 1940 | Brief Kardinal Faulhabers an Bischof Wienken vom 18. November 1940 | Das Heilige Offizium verbietet die Euthanasie | Fürbitte für drei Altersheimbewohner der Anstalt Tempelhof/Württ.: Schreiben des Pfarrers von Marktlustenau an den Pfarrer in der Anstalt Weinsberg | Die Rolle Bethels | Predigt von Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster, am 3. August 1941 in der Lambertikirche | Die Justiz als Mitwisser der Tötungen | Brief des Vormundschaftsrichters Dr. Lothar Kreyssig an den Reichsjustizminister vom 8. Juli 1940 | Stellungnahme von Lothar Kreyssig zu den Folgen seines Briefes | Lagebericht des Oberlandesgerichtspräsidenten Stuttgart vom 31. August 1940 | Aktenvermerk eines Beamten des Reichsjustizministeriums für Ministerialdirektor Dr. Suchomel (der ihn Staatssekretär Freister »ergebenst« vorlegt) vom 8. Oktober 1940 | Brief des Generalstaatsanwalts in Stuttgart an den Herrn Reichsminister der Justiz vom 12. Oktober 1940 | Staatssekretär Schlegelberger über juristische Unzulänglichkeiten bei der »Vernichtung lebensunwerten Lebens« – Brief an den Chef der Reichskanzlei vom 4. März 1941 | Protokoll der Arbeitstagung der Oberlandesgerichtspräsidenten und Generalstaatsanwälte am 23. und 24. April 1941 in Berlin | Notizen des Kölner Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Alexander Bergmann über die Referate von Brack und Heyde auf der Juristentagung (im April) 1941 | Der Widerstand in der Bevölkerung bis zum angeblichen Euthanasie-Stopp | Die Kreisfrauenschaftsleitung Rheydt an die Gaufrauenschaftsleitung in Düsseldorf über ein grausiges Vorkommnis in Grafeneck | Der Regierungspräsident in Minden an den Chef des Persönlichen Stabes des Reichsführers-SS, SS-Gruppenführer Karl Wolff | Brief des SA-Standartenführers Dr. Fritz Schiele | Bericht des Gaustabsamtes Nürnberg vom 1. März 1941 | Der Oberlandesgerichtspräsident Frankfurt (Main) an den Reichsminister der Justiz über die Stimmung der Bevölkerung zur Frage der Vernichtung lebensunwerten Lebens | Der Bischof von Limburg an den Reichsminister der Justiz | Interne T 4-Statistik über die Zahl der bis zum 1. September 1941 vergasten Menschen | Die Zahl der Vergasten, »verteilt auf die einzelnen Anstalten« für die Monate des Jahres 1940/1941 | Die Kinder-Euthanasie | Auszug aus dem Runderlaß des Reichsministers des Innern: 18. 8. 1939 – IVb 3088/39-1079 Mi –, betr. Meldepflicht für mißgestaltete usw. Neugeborene | Aus den Akten des Württembergischen Innenministeriums | Mitarbeit abgelehnt: Aussage einer Pflegerin der Anstalt Johannisthal, die in der Kinderfachabteilung Waldniel arbeiten sollte (Auszug) | Heilpädagogische Betreuung lagen mir stets mehr am Herzen als anatomische Kuriositäten: Brief von Dr. Friedrich Holzel an den Direktor von Eglfing-Haar | Die wissenschaftliche Ausschlachtung der Opfer | Die Euthanasie-Zentrale erweitert ihren Aktionsradius bis zur Juden-Vernichtung | Zwei Briefe der Vergasungsanstalt Bernburg an das KZ Buchenwald wegen der »Lieferung« zu vergasender Häftlinge (»14 f 13«) | Die Tötung russischer Geisteskranker durch Sprengstoff und Gas: Aussage Dr. Widmann vor dem Untersuchungsrichter | Der sogenannte »Gaskammerbrief« | »Die Vergasung wird durchweg nicht richtig vorgenommen«: Dr. August Becker an SS-Obersturmbannführer Rauff über den Einsatz der Gaswagen | »… im Interesse der Erhaltung von Arbeitsmaterial«: T 4 schlägt Himmler die Massenkastration von 2–3 Millionen arbeitsfähiger Juden vor | »Aktion Reinhard« — die Abstellung der Euthanasietäter zur Judenvernichtung: Auszug aus dem Urteil des LG Düsseldorf vom 22. Dezember 1970 gegen Franz Stangel, Polizeibeamter der Tötungsanstalt Hartheim, später Lagerkommandant in Sobibor und Treblinka | Die Vernichtung der Juden — eine gigantische Kopie der Euthanasie: Auszug aus dem Urteil des LG Hagen vom 20. Dezember 1966 gegen T 4-Angehörige des Lagers Sobibor | Die Fortführung der Euthanasie nach dem angeblichen «Stopp» | Dr. Günther Rudolf Langer (Großschweidnitz) vor dem Ermittlungsrichter für das Volksgericht Sachsen | Hungerkost. Auszug aus dem Protokoll, geführt in der öffentlichen Sitzung der 3. Strafkammer des LG München I vom 16. November 1948 | Sogenannter Hungerkost-Erlaß des Bayerischen Innenministeriums vom 30. November 1942 | »Ich klage an«: Waschzettel zu dem NS-Euthanasie-Film | Zwei Einzelfälle | Seelsorge in der Tötungsanstalt: »Bericht über die Vorkommnisse in der Anstalt Irsee während der Hitlerregierung« | Anfrage des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz beim Reichsminister des Innern vom 6. März 1943 | Anschreiben der Gekrat zwecks Abtransport (in Tötungsanstalten) | Rundschreiben Papst Pius XII. »Mystici Corporis« | Gemeinsamer Hirtenbrief der deutschen Bischöfe über die zehn Gebote als Lebensgesetz der Völker (Auszug) | Der Führer wünscht, daß jede Diskussion über die Euthanasie vermieden wird: Zwei Briefe des Ministerialdirigenten Dr. Linden | Hitlers Euthanasie-Beauftragter Brandt fordert, weiterhin die Meldebogen auszufüllen. Ein Briefwechsel | Dr. Faltlhauser meldet 421 Patienten zur Tötung: Brief vom 27. September 1944 an Professor Nitsche | Erklärung des gerichtsmedizinischen Hauptexperten der I. Weißrussischen Front über die Massenvernichtung der Patienten in Meseritz-Obrawalde | Sterbe-Statistik der württembergischen Anstalt Weinsberg – Aufgestellt für Captain Charles A. Philipps von der amerikanischen Militärregierung. August 1945 (Auszug) | Aussage Dr. Alfred Schulz, Anstalt Großschweidnitz (Sachsen), zum Anstieg der Sterbezahlen 1945 | »Maßnahmen, die noch bis zum Kriegsende durchzuführen sind.«: Zwei Anweisungen des hessischen Gauleiters Sprenger | Anhang | Quellen | Nachweis der Dokumente | Abkürzungen | Personen- und Ortsregister Ergänzend helfen die hinterlegten Schlagwörter dabei, Dokumente zur „Euthanasie“ thematisch schneller einzuordnen: History, Sources, Eugenics, Euthanasia, Political Systems Dokumente zur „Euthanasie“ umfasst 342 Seiten und erscheint im Format pocket, was sowohl für die Nutzung als auch für den Vergleich mit anderen Ausgaben relevant ist. Zusätzliche Beiträge oder editorische Beteiligungen werden unter Ernst Klee (Editor) geführt.
Ausgabe, Identifikatoren und Referenzen
Die Open-Library-Zuordnung über OL16493376W und OL2499901M verbessert die externe Nachvollziehbarkeit des Werkes. Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main, Germany und 1985 präzise ergänzt. Für die eindeutige Identifikation der Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 3596243270 als auch die ISBN-13 9783596243273 hinterlegt.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3596243270
- Externe Work-Referenz: OL16493376W
- Kurzbeschreibung: Nach der Veröffentlichung des inzwischen weithin bekannten Buches von Ernst Klee ‚»Euthanasie« im NS-Staat. Die »Vernichtung lebensunwerten Lebens«‘ (S. Fischer Verlag, 1983) hielten es Autor und Verlag für notwendig, angesichts der Fülle des Materials einen separat benutzbaren Dokumentenband herauszugeben. Dahinter stand die Absicht, Texte, die im oben genannten Buch nur knapp zitiert werden konnten, möglichst ungekürzt dem Publikum vorzulegen. Inzwischen ist es Ernst Klee gelungen, weitere Materialien zutage zu fördern, mit denen niemand mehr gerechnet hat oder rechnen wollte. Er konnte teilweise nahezu vollständige, nach dem Krieg als verschollen betrachtete oder versteckte Aktenbestände durchsehen, die brisante schriftliche Quellen und sogar Fotomaterialien enthalten. Der vorliegende Band präsentiert Dokumente, die im ersten Band nur auszugsweise zitiert werden konnten, und Texte und Fotos, die hier erstmals veröffentlicht bzw. – soweit sie vor Jahrzehnten in anderem Zusammenhang schon einmal publiziert worden sind – der Vergessenheit entrissen werden. Erschreckend ist nicht allein, was seinerzeit in Kliniken, »Heil«- und Vergasungsanstalten geschehen ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, daß Hunderte freiwillig mitmachten, den Massenmord organisierten und dann verübten, daß Abertausende davon wußten und nichts sagten. Mehr als eine Generation danach stehen wir erst am Anfang der notwendigen Trauerarbeit. (Quelle: [S. Fischer Verlag](https://www.fischerverlage.de/buch/dokumente-zur-euthanasie-im-ns-staat-9783596243273))
- Veröffentlicht am: 1985
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783596243273
- Mitwirkende: Ernst Klee (Editor)
- Verzeichnetes Inhaltsverzeichnis: Personenverzeichnis | Vorwort | Diffamierung und Sterilisierung der Minderwertigen – erste Tötungen ab 1933 | Die Eugenik als Vorbote der Euthanasie | »Die Überschwemmung der Erde mit Verbrechern, und andern Minderwertigen« Aus dem Buch des Moraltheologen Dr. Joseph Mayer: »Gesetzliche Unfruchtbarmachung Geisteskranker«, Freiburg 1927 | Ergebnis der Fachkonferenz für Eugenik des Centrailausschusses der Inneren Mission, vom 20. Mai 1931 in Treysa | »Rassenforschung und Volk der Zukunft«: Von Dr. Hermann Muckermann (SJ) | Rede von Walter Groß, Leiter des Aufklärungsamtes für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, am 1. September 1933 auf dem Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg | Vorwort zur 1. Auflage eines Kommentars zum Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuches vom 14. Juli 1933 | »Vererbung und Verantwortung«: Von Dr. med. Hans Knöppler, Bethel | »Das Wesen der katholischen Caritas und ihr Zeitbild«: Von Professor Dr. Franz Keller, Herausgeber des Jahrbuchs der Caritaswissenschaft | »Auswirkungen des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuches für den seelsorgerlichen Dienst«: Von Pfarrer Dr. Ernst Kleßmann in Eckardtsheim bei Bielefeld | Judengefahr nur durch Erbkranke übertroffen: Auszug aus: Grundriß der Rassenkunde, von Pater Hermann Muckermann | »… die unerläßliche Rodungsarbeit«: Auszug aus einem Artikel des Jahrbuchs der Caritaswissenschaft, 1937 | Die Euthanasie ab 1933 | Professor Viktor von Weizsäcker: »Die soziale Krankheit« – Aus einer Vorlesung Sommersemester 1933 in Heidelberg | Aussage Professor Paul Nitsche, medizinischer Leiter der Euthanasie ab Ende 1941 | Medizinalrat Dr. Morstatt: Bericht über Beobachtungen und Eindrücke bei der 1940 getätigten Verschickung von Kranken »in eine andere Anstalt« (Grafeneck), Schussenried, 25. September 1945 | Eine Anfrage bei der Inneren Mission wegen Verhungernlassens von Kranken im Kriegsfall | Aussage Dr. Wilhelm Hinsen, bis Januar 1938 Direktor der Anstalt Eichberg | Professor Nitsche über den Luminal-Versuch zur unauffälligen Beseitigung von Kranken | Der Aufbau der Euthanasie-Organisation und Beginn der Massenmorde in Pommern, Westpreußen und Polen | »Tiere in Menschengestalt«. Eine Konferenz im Reichskriminalpolizeiamt – Aussage von Dr. Albert Widmann | Die Erschießung pommerscher Kranker im Wald von Piasznitz – Auszug aus dem Urteil gegen SS-Sturmbannführer Kurt Eimann | Extermination geistig Kranker: Ermittlungsergebnis der Hauptkommission zur Untersuchung der deutschen Verbrechen in Polen | Vom 7. Dezember 1939 bis zum 12. Januar 1940 über tausend Menschen mit Gaswagen ermordet: Ein Bericht des polnischen Arztes Jan Gallus | Die Vergasungsaktion | Die rechtlichen Grundlagen der Tötungen | Die Euthanasie-Ermächtigung Hitlers vom 1. September 1939 | »Nutzlose Esser«: Eidesstattliche Erklärung von Viktor Brack vom 12. Oktober 1946 | Kein ordnungsgemäßer Führerbefehl: Aussage des Reichsministers a. D. Dr. Hans Heinrich Lammers, von 1933–1945 Chef der Reichskanzlei, vom 4. Juli 1960 | Immer neue Gesetzentwürfe Hitler vorgelegt: Aussage der Hermine M., Sekretärin von Dr. Hefelmann | »… wäre der Titel ›Gesetz über die Tötung Lebensunfähiger‹ der sinngemäßeste«: Stellungnahme von Dr. Irmfried Eberl zum Entwurf des geplanten Euthanasie-Gesetzes (über tatsächliche Sterbehilfe und zur Vernichtung »lebensunwerten Lebens«) | Die Erfassung der Kranken und der Aufbau der Euthanasie-Zentrale | Der »Meldebogen 1« von 1941 | Merkblatt zum Meldebogen | »Es handelte sich um einen reinen Briefkopf…«: Dr. jur. Gerhard Bohne, 1940 Leiter von T 4, über die Tarnorganisationen der Berliner Zentrale | Bürokratisierung des Massenmordes: Aussage eines der Registratoren der T4-Zentrale | »Patienten, die besser als Knechte arbeiteten…«: Brief der Anstalt Rottenmünster vom 5. März 1940 an den Herrn Reichsminister des Innern | »Krankenarbeit für zum Teil kriegswichtige Zwecke«: Brief der Privat-Heilanstalt Christophsbad in Göppingen an den Württembergischen Innenminister vom 21. Dezember 1940 | »Ausscheidung nach strengem Maßstab«: Die Begutachtungsmaßstäbe von Bouhler/Brandt – ein internes T4-Dokument | Bericht über die Dienstreise nach Schleswig/März 1942 | Bericht des Kommissionsarztes Dr. Wischer über völlig falsche Diagnosen bei der Auswahl der Opfer | Die Transporte in die Tötungsanstalten | Umtausch von acht Todeskandidaten: Brief der Vergasungsanstalt Grafeneck an die Kreispflegeanstalt Hub/Baden | Acht gute Arbeiter gegen acht Schwerverbrecher getauscht: Schreiben der Anstalt Wiesloch an das Innenministerium in Karlsruhe | Eine Transportankündigung | »Sie wurden jedesmal von den Eglfinger Ärzten ausgewählt«: Selektion beim Abtransport in Schönbrunn/Oberbayern | »… daß unsere Patienten viel mehr wußten als wir selber«: Bericht einer Schwester der Kreispflegeanstalt Freiburg | »I will no lebe!«: Ein Bericht aus der Anstalt Stetten | »Ich befürchte, daß das Buch des Führers ›Mein Kampf‹ den Grundstein bildet«: Abschrift eines Berichtes des Kranken Richard H. (Zwiefalten) | »Ich habe mich so gut gedrückt wie irgend möglich«: Ein Abteilungsleiter der Anstalt Zwiefalten berichtet | Ankunft der Busse in Hadamar | Der Widerstand der Sterbenskranken: Auszug aus der Sitzung des Militärgerichtshof NO. I in Nürnberg vom 16. 1. 1947 – Dr. Walter Schmidt (Eichberg) im Kreuzverhör | Die Tötungs-Anstalten | Die letzte »Untersuchung« vor der Vergasung: Aussage eines T 4-Arztes | »Der Tötungsraum war unmittelbar unter uns«: Wie eine der Schreibkräfte die Vergasungen in Bernburg erlebte | »Du wirst dich schon daran gewöhnen…«: Bericht eines »Brenners« der Anstalt Sonnenstein | Vor dem Verbrennen wurden die Goldzähne gezogen: Aussage eines Leichenverbrenners der Anstalt Hartheim | Treueprämie für einen Leichen-Verbrenner | Organisation der Anstalt Bernburg | Bürokratische Kontrolle der Tötungsanstalten: Aussage eines T 4-Revisors | Der Alltag in der Tötungsanstalt: Aussage der Tötungs-Schwester Pauline Kneißler | Die bürokratische Abwicklung der Sterbefälle und die Täuschung der Angehörigen | Einer der routinemäßigen »Trostbriefe« an die Angehörigen | Schwierigkeiten der Geheimhaltung: Aussage von Dietrich Allers, Geschäftsführer von T 4 | Millionengewinne durch T 4: Aussage des Hauptwirtschaftsleiters Friedrich Lorent | Die Haltung der beiden Kirchen bis August 1941 | »Gott, der den genialen Führer uns schenkte…«: Rede von Pfarrer Fritz Happich | Albert Hartl, ein Ex-Priester, der die Euthanasie theologisch begründen hilft | Denkschrift des Pastor Paul Gerhard Braune für Adolf Hitler | Brief des Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Theophil Wurm an den Reichsminister des Innern vom 19. Juli 1940 | Der Erzbischof von Freiburg an den Chef der Reichskanzlei am 1. August 1940 | Hektografiertes Rundschreiben des Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes vom 9. August 1940 | Protest des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz vom 11. August 1940 | Brief des Leiters der v. Bodelschwinghschen Anstalten an Reichsminister Frick — nicht abgeschickt, sondern dem Regierungspräsidenten in Minden als Material für einen Bericht zur Verfügung gestellt | Bitte des Ordinariats Rottenburg, in (der Tötungsanstalt) Grafeneck Seelsorge betreiben zu dürfen | Geheimbrief des Reichsministers des Innern an die Deutsche Evangelische Kirche vom 9. Oktober 1940 | Niederschrift (Auszug) über das Konventionat der Bischöfe der Kölner und Paderborner Kirchenprovinz am 6./7. November 1940 | Brief Kardinal Faulhabers an Bischof Wienken vom 18. November 1940 | Das Heilige Offizium verbietet die Euthanasie | Fürbitte für drei Altersheimbewohner der Anstalt Tempelhof/Württ.: Schreiben des Pfarrers von Marktlustenau an den Pfarrer in der Anstalt Weinsberg | Die Rolle Bethels | Predigt von Clemens August Graf von Galen, Bischof von Münster, am 3. August 1941 in der Lambertikirche | Die Justiz als Mitwisser der Tötungen | Brief des Vormundschaftsrichters Dr. Lothar Kreyssig an den Reichsjustizminister vom 8. Juli 1940 | Stellungnahme von Lothar Kreyssig zu den Folgen seines Briefes | Lagebericht des Oberlandesgerichtspräsidenten Stuttgart vom 31. August 1940 | Aktenvermerk eines Beamten des Reichsjustizministeriums für Ministerialdirektor Dr. Suchomel (der ihn Staatssekretär Freister »ergebenst« vorlegt) vom 8. Oktober 1940 | Brief des Generalstaatsanwalts in Stuttgart an den Herrn Reichsminister der Justiz vom 12. Oktober 1940 | Staatssekretär Schlegelberger über juristische Unzulänglichkeiten bei der »Vernichtung lebensunwerten Lebens« – Brief an den Chef der Reichskanzlei vom 4. März 1941 | Protokoll der Arbeitstagung der Oberlandesgerichtspräsidenten und Generalstaatsanwälte am 23. und 24. April 1941 in Berlin | Notizen des Kölner Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Alexander Bergmann über die Referate von Brack und Heyde auf der Juristentagung (im April) 1941 | Der Widerstand in der Bevölkerung bis zum angeblichen Euthanasie-Stopp | Die Kreisfrauenschaftsleitung Rheydt an die Gaufrauenschaftsleitung in Düsseldorf über ein grausiges Vorkommnis in Grafeneck | Der Regierungspräsident in Minden an den Chef des Persönlichen Stabes des Reichsführers-SS, SS-Gruppenführer Karl Wolff | Brief des SA-Standartenführers Dr. Fritz Schiele | Bericht des Gaustabsamtes Nürnberg vom 1. März 1941 | Der Oberlandesgerichtspräsident Frankfurt (Main) an den Reichsminister der Justiz über die Stimmung der Bevölkerung zur Frage der Vernichtung lebensunwerten Lebens | Der Bischof von Limburg an den Reichsminister der Justiz | Interne T 4-Statistik über die Zahl der bis zum 1. September 1941 vergasten Menschen | Die Zahl der Vergasten, »verteilt auf die einzelnen Anstalten« für die Monate des Jahres 1940/1941 | Die Kinder-Euthanasie | Auszug aus dem Runderlaß des Reichsministers des Innern: 18. 8. 1939 – IVb 3088/39-1079 Mi –, betr. Meldepflicht für mißgestaltete usw. Neugeborene | Aus den Akten des Württembergischen Innenministeriums | Mitarbeit abgelehnt: Aussage einer Pflegerin der Anstalt Johannisthal, die in der Kinderfachabteilung Waldniel arbeiten sollte (Auszug) | Heilpädagogische Betreuung lagen mir stets mehr am Herzen als anatomische Kuriositäten: Brief von Dr. Friedrich Holzel an den Direktor von Eglfing-Haar | Die wissenschaftliche Ausschlachtung der Opfer | Die Euthanasie-Zentrale erweitert ihren Aktionsradius bis zur Juden-Vernichtung | Zwei Briefe der Vergasungsanstalt Bernburg an das KZ Buchenwald wegen der »Lieferung« zu vergasender Häftlinge (»14 f 13«) | Die Tötung russischer Geisteskranker durch Sprengstoff und Gas: Aussage Dr. Widmann vor dem Untersuchungsrichter | Der sogenannte »Gaskammerbrief« | »Die Vergasung wird durchweg nicht richtig vorgenommen«: Dr. August Becker an SS-Obersturmbannführer Rauff über den Einsatz der Gaswagen | »… im Interesse der Erhaltung von Arbeitsmaterial«: T 4 schlägt Himmler die Massenkastration von 2–3 Millionen arbeitsfähiger Juden vor | »Aktion Reinhard« — die Abstellung der Euthanasietäter zur Judenvernichtung: Auszug aus dem Urteil des LG Düsseldorf vom 22. Dezember 1970 gegen Franz Stangel, Polizeibeamter der Tötungsanstalt Hartheim, später Lagerkommandant in Sobibor und Treblinka | Die Vernichtung der Juden — eine gigantische Kopie der Euthanasie: Auszug aus dem Urteil des LG Hagen vom 20. Dezember 1966 gegen T 4-Angehörige des Lagers Sobibor | Die Fortführung der Euthanasie nach dem angeblichen «Stopp» | Dr. Günther Rudolf Langer (Großschweidnitz) vor dem Ermittlungsrichter für das Volksgericht Sachsen | Hungerkost. Auszug aus dem Protokoll, geführt in der öffentlichen Sitzung der 3. Strafkammer des LG München I vom 16. November 1948 | Sogenannter Hungerkost-Erlaß des Bayerischen Innenministeriums vom 30. November 1942 | »Ich klage an«: Waschzettel zu dem NS-Euthanasie-Film | Zwei Einzelfälle | Seelsorge in der Tötungsanstalt: »Bericht über die Vorkommnisse in der Anstalt Irsee während der Hitlerregierung« | Anfrage des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz beim Reichsminister des Innern vom 6. März 1943 | Anschreiben der Gekrat zwecks Abtransport (in Tötungsanstalten) | Rundschreiben Papst Pius XII. »Mystici Corporis« | Gemeinsamer Hirtenbrief der deutschen Bischöfe über die zehn Gebote als Lebensgesetz der Völker (Auszug) | Der Führer wünscht, daß jede Diskussion über die Euthanasie vermieden wird: Zwei Briefe des Ministerialdirigenten Dr. Linden | Hitlers Euthanasie-Beauftragter Brandt fordert, weiterhin die Meldebogen auszufüllen. Ein Briefwechsel | Dr. Faltlhauser meldet 421 Patienten zur Tötung: Brief vom 27. September 1944 an Professor Nitsche | Erklärung des gerichtsmedizinischen Hauptexperten der I. Weißrussischen Front über die Massenvernichtung der Patienten in Meseritz-Obrawalde | Sterbe-Statistik der württembergischen Anstalt Weinsberg – Aufgestellt für Captain Charles A. Philipps von der amerikanischen Militärregierung. August 1945 (Auszug) | Aussage Dr. Alfred Schulz, Anstalt Großschweidnitz (Sachsen), zum Anstieg der Sterbezahlen 1945 | »Maßnahmen, die noch bis zum Kriegsende durchzuführen sind.«: Zwei Anweisungen des hessischen Gauleiters Sprenger | Anhang | Quellen | Nachweis der Dokumente | Abkürzungen | Personen- und Ortsregister
- Autor beziehungsweise Autoren: Ernst Klee
- Thematische Tags: History, Sources, Eugenics, Euthanasia, Political Systems
- Seitenzahl: 342
- Externe Editionsreferenzen: OL2499901M
- Format: pocket
- Titel: Dokumente zur „Euthanasie“
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Publiziert bei: Fischer-Taschenbuch-Verlag
- Verlagsort: Frankfurt am Main, Germany
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Abmessungen: 19 x x cm
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FAQ zu Dokumente zur „Euthanasie“
Wann und wo wurde die Ausgabe veröffentlicht?
Die Ausgabe erschien am 1985 bei Fischer-Taschenbuch-Verlag und ist dem Veröffentlichungsort Frankfurt am Main, Germany zugeordnet.
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Was sagt die Beschreibung über das Buch aus?
Nach der Veröffentlichung des inzwischen weithin bekannten Buches von Ernst Klee ‚»Euthanasie« im NS-Staat. Die »Vernichtung lebensunwerten Lebens«‘ (S. Fischer Verlag, 1983) hielten es Autor und Verlag für notwendig, angesichts der Fülle des Materials einen separat benutzbaren Dokumentenband herauszugeben. Dahinter stand die Absicht, Texte, die im oben genannten Buch nur knapp zitiert werden konnten, möglichst ungekürzt dem Publikum vorzulegen. Inzwischen ist es Ernst Klee gelungen, weitere Materialien zutage zu fördern, mit denen niemand mehr gerechnet hat oder rechnen wollte. Er konnte teilweise nahezu vollständige, nach dem Krieg als verschollen betrachtete oder versteckte Aktenbestände durchsehen, die brisante schriftliche Quellen und sogar Fotomaterialien enthalten. Der vorliegende Band präsentiert Dokumente, die im ersten Band nur auszugsweise zitiert werden konnten, und Texte und Fotos, die hier erstmals veröffentlicht bzw. – soweit sie vor Jahrzehnten in anderem Zusammenhang schon einmal publiziert worden sind – der Vergessenheit entrissen werden. Erschreckend ist nicht allein, was seinerzeit in Kliniken, »Heil«- und Vergasungsanstalten geschehen ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, daß Hunderte freiwillig mitmachten, den Massenmord organisierten und dann verübten, daß Abertausende davon wußten und nichts sagten. Mehr als eine Generation danach stehen wir erst am Anfang der notwendigen Trauerarbeit. (Quelle: [S. Fischer Verlag](https://www.fischerverlage.de/buch/dokumente-zur-euthanasie-im-ns-staat-9783596243273))
Worum handelt es sich bei Dokumente zur „Euthanasie“?
Dokumente zur „Euthanasie“ ist ein Buch von Ernst Klee, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und damit thematisch klar eingeordnet werden kann.
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