Kein Licht auf dem Galgen - Bibliografische Daten und Buchbeschreibung
15/06/2026
Lesedauer: 7 min
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Kein Licht auf dem Galgen - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung
Kein Licht auf dem Galgen gehört zur Kategorie Sachbuch und stammt von Birgit Schmidt, Birgit Schmidt - eine Kombination, die den Titel sowohl fachlich als auch bibliografisch interessant macht. Ein Beitrag zur Diskussion um KPD, SED und Antisemitismus fungiert als präzisierende Ergänzung zu Kein Licht auf dem Galgen und macht die Zielsetzung des Buches schneller erfassbar. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Kein Licht auf dem Galgen den Fokus legt: In der Historik und für die Linke gilt, dass die KPD keine antisemitische Partei gewesen ist. Das ist richtig, und stimmt dennoch nicht, denn angesichts des Siegeszuges der Nationalsozialisten setzte die KPD-Führung auf die ideologische Rückgewinnung der nationalisierten Massen und buhlte um den "deutschen Arbeiter" auch dort, wo er sich bereits in SA- oder SS-Uniform befand, und entschied sich somit eindeutig für die Verfolger und nicht für die Verfolgten. Birgit Schmidt analysiert berühmte Lagerromane (von Wolfgang Langhoff, Willi Bredel u.a.) und weist nach, dass dort, wo Kommunisten dazu angehalten waren, sich agitatorisch um die SS-Wachmannschaft zu bemühen, einer Solidarisierung mit Juden, aber auch mit den anderen Opfern des NS, bewusst entsagt wurde. Die antisemitische Verfolgungswelle in allen Staaten des Stalinschen Einflussbereiches zu Beginn der fünfziger Jahre wurde in der DDR von einer Literatur flankiert, die den Zionismus mit Faschismus, gar mit Nationalsozialismus, gleichsetzte und ansonsten darum bemüht war, das antisemitische Wesen des NS zu leugnen und die Kommunisten in den Focus der Verfolgungen zu rücken. Nicht umsonst stellte Anna Seghers im Rückblick auf diese Jahre in einer Erzählung den Verrat eines Kommunisten an seinem jüdischen Genossen heraus. Für sie blieb ein Hoffnungsschimmer, Ein Licht auf dem Galgen, wie sie ihre Erzählung nannte, aber tatsächlich provoziert die (erneute) Lektüre von kommunistischer Literatur dazu, die Einschätzung, dass die KPD (und in ihrer Folge die SED) frei von Antisemitismus war, zu überdenken Kein Licht auf dem Galgen wurde am 2006 publiziert und dem Verlag Unrast Verlag mit Verlagsort Münster, Germany zugeordnet.
Was diese Ausgabe besonders interessant macht
Verlagsname und Verlagsort - Unrast Verlag und Münster, Germany - helfen dabei, die Ausgabe eindeutig zu identifizieren. Mit der Sprache Deutsch lässt sich Kein Licht auf dem Galgen auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern. Mit dem Erscheinungszeitpunkt 2006 lässt sich Kein Licht auf dem Galgen sauber in einen bibliografischen Kontext einordnen. Gerade wer nach Werken von Birgit Schmidt, Birgit Schmidt sucht, sollte Kein Licht auf dem Galgen näher betrachten. Wer Literatur aus dem Bereich Sachbuch sucht, findet in Kein Licht auf dem Galgen einen gut klassifizierbaren Titel.
Thematische Einordnung von Kein Licht auf dem Galgen
Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt Kein Licht auf dem Galgen laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: In der Historik und für die Linke gilt, dass die KPD keine antisemitische Partei gewesen ist. Das ist richtig, und stimmt dennoch nicht, denn angesichts des Siegeszuges der Nationalsozialisten setzte die KPD-Führung auf die ideologische Rückgewinnung der nationalisierten Massen und buhlte um den "deutschen Arbeiter" auch dort, wo er sich bereits in SA- oder SS-Uniform befand, und entschied sich somit eindeutig für die Verfolger und nicht für die Verfolgten. Birgit Schmidt analysiert berühmte Lagerromane (von Wolfgang Langhoff, Willi Bredel u.a.) und weist nach, dass dort, wo Kommunisten dazu angehalten waren, sich agitatorisch um die SS-Wachmannschaft zu bemühen, einer Solidarisierung mit Juden, aber auch mit den anderen Opfern des NS, bewusst entsagt wurde. Die antisemitische Verfolgungswelle in allen Staaten des Stalinschen Einflussbereiches zu Beginn der fünfziger Jahre wurde in der DDR von einer Literatur flankiert, die den Zionismus mit Faschismus, gar mit Nationalsozialismus, gleichsetzte und ansonsten darum bemüht war, das antisemitische Wesen des NS zu leugnen und die Kommunisten in den Focus der Verfolgungen zu rücken. Nicht umsonst stellte Anna Seghers im Rückblick auf diese Jahre in einer Erzählung den Verrat eines Kommunisten an seinem jüdischen Genossen heraus. Für sie blieb ein Hoffnungsschimmer, Ein Licht auf dem Galgen, wie sie ihre Erzählung nannte, aber tatsächlich provoziert die (erneute) Lektüre von kommunistischer Literatur dazu, die Einschätzung, dass die KPD (und in ihrer Folge die SED) frei von Antisemitismus war, zu überdenken Über die Schlagwörter History and criticism, German literature, OUR Brockhaus selection, Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, Kommunistische Partei Deutschlands, Antisemitism in literature lässt sich Kein Licht auf dem Galgen auch in größeren Beständen gezielt auffinden.
ISBN, Revision und weitere Referenzdaten
Verlag, Ort und Datum - Unrast Verlag, Münster, Germany und 2006 - bilden zusammen einen wichtigen bibliografischen Kern dieses Datensatzes. Die Open-Library-Zuordnung über OL13282119W und OL21016168M verbessert die externe Nachvollziehbarkeit des Werkes.
Bibliografische Daten auf einen Blick
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Schlagwörter: History and criticism, German literature, OUR Brockhaus selection, Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, Kommunistische Partei Deutschlands, Antisemitism in literature
- Kurzbeschreibung: In der Historik und für die Linke gilt, dass die KPD keine antisemitische Partei gewesen ist. Das ist richtig, und stimmt dennoch nicht, denn angesichts des Siegeszuges der Nationalsozialisten setzte die KPD-Führung auf die ideologische Rückgewinnung der nationalisierten Massen und buhlte um den "deutschen Arbeiter" auch dort, wo er sich bereits in SA- oder SS-Uniform befand, und entschied sich somit eindeutig für die Verfolger und nicht für die Verfolgten. Birgit Schmidt analysiert berühmte Lagerromane (von Wolfgang Langhoff, Willi Bredel u.a.) und weist nach, dass dort, wo Kommunisten dazu angehalten waren, sich agitatorisch um die SS-Wachmannschaft zu bemühen, einer Solidarisierung mit Juden, aber auch mit den anderen Opfern des NS, bewusst entsagt wurde. Die antisemitische Verfolgungswelle in allen Staaten des Stalinschen Einflussbereiches zu Beginn der fünfziger Jahre wurde in der DDR von einer Literatur flankiert, die den Zionismus mit Faschismus, gar mit Nationalsozialismus, gleichsetzte und ansonsten darum bemüht war, das antisemitische Wesen des NS zu leugnen und die Kommunisten in den Focus der Verfolgungen zu rücken. Nicht umsonst stellte Anna Seghers im Rückblick auf diese Jahre in einer Erzählung den Verrat eines Kommunisten an seinem jüdischen Genossen heraus. Für sie blieb ein Hoffnungsschimmer, Ein Licht auf dem Galgen, wie sie ihre Erzählung nannte, aber tatsächlich provoziert die (erneute) Lektüre von kommunistischer Literatur dazu, die Einschätzung, dass die KPD (und in ihrer Folge die SED) frei von Antisemitismus war, zu überdenken
- Buchtitel: Kein Licht auf dem Galgen
- Ort der Veröffentlichung: Münster, Germany
- Erscheinungsdatum: 2006
- Publiziert bei: Unrast Verlag
- Autor beziehungsweise Autoren: Birgit Schmidt, Birgit Schmidt
- Ergänzender Titelzusatz: Ein Beitrag zur Diskussion um KPD, SED und Antisemitismus
- Externe Editionsreferenzen: OL21016168M
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3897714361
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Open-Library-Work-ID: OL13282119W
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
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Häufige Fragen zu Kein Licht auf dem Galgen
Wie ist die Ausgabe verlegerisch einzuordnen?
Bibliografisch wird die Ausgabe über Unrast Verlag, Münster, Germany und das Datum 2006 beschrieben.
Wie lässt sich das Buch sprachlich und thematisch filtern?
Über die Sprache Deutsch und die Schlagwörter History and criticism, German literature, OUR Brockhaus selection, Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, Kommunistische Partei Deutschlands, Antisemitism in literature kann die Ausgabe gezielt in Such- und Katalogsystemen eingegrenzt werden.
Warum ist der Untertitel Ein Beitrag zur Diskussion um KPD, SED und Antisemitismus wichtig?
Er hilft dabei, Kein Licht auf dem Galgen inhaltlich schneller zu erfassen und den konkreten Schwerpunkt der Ausgabe besser zu verstehen.
Wer sollte sich für Kein Licht auf dem Galgen interessieren?
Besonders relevant ist Kein Licht auf dem Galgen für Leserinnen und Leser, die nach Literatur aus dem Bereich Sachbuch suchen oder gezielt Veröffentlichungen von Birgit Schmidt, Birgit Schmidt betrachten möchten.
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