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Füchse Jagen | Buchdaten, Inhalt und Autor

15/06/2026

Lesedauer: 9 min

Alle Kerninfos zu Füchse Jagen von Gert Heidenreich auf einen Blick: Inhalt und Buchdetails. Hilft dir schnell zu entscheiden, ob sich ein genauer Blick lohnt.

Füchse Jagen | Buchdaten, Inhalt und Autor

Füchse Jagen | Buchdaten, Inhalt und Autor

Alles Wichtige zu Füchse Jagen

Füchse Jagen gehört zur Kategorie Drama und stammt von Gert Heidenreich - eine Kombination, die den Titel sowohl fachlich als auch bibliografisch interessant macht. Epilog auf das Jahr 1968 fungiert als präzisierende Ergänzung zu Füchse Jagen und macht die Zielsetzung des Buches schneller erfassbar. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Füchse Jagen den Fokus legt: Füchse jagen" hieß in den späten Sechziger Jahren das Kommando, nach dem die Berliner Polizei demonstrierende Studenten aus der Menge holte und häufig brutal zusammenschlug. Einer der gejagten Füchse war Benno Ohnesorg. 1968 - Jahreszahl einer Revolte, die zur Legende geraten ist. In Gert Heidenreichs Stück wird dieser Aufstand der Studenten erfahrbar: Seine gesellschaftliche Bedeutung, seine Ursachen und Hoffnungen, aber auch seine verblüffende Naivität und menschliche Problematik. Für die Bühne hat der Autor jenen Aufbruch politischer Utopien auf zwei wesentliche historische Figuren konzentriert: Rudi Dutschke, den sozialistischen Visionär, und Josef Bachmann, den kleinbürgerlichen Tagträumer, dessen Schüsse auf Dutschke bereits ins Ende der studentischen Bewegung und den Beginn eines breiten politischen Wandels fielen. Die Generation der heute fast Vierzigjährigen ist um 1968 geboren worden; dies bedeutet, dass persönliche Geschichtskenntnis nicht mehr allgemein vorausgesetzt werden kann. Ein Stück mit diesem Hintergrund muss demnach eine genaue literarische Deutung der Zeit enthalten. Wie in Heidenreichs Hiroshima-Stück DER WETTERPILOT ist die historische Grundlage auch in FÜCHSE JAGEN exakt recherchiert - präsentiert wird sie jedoch als Theater-Phantasie in - wie der Autor sie nennt - "begründeten Lügen". Das Stück besteht aus einer Ouvertüre (Ermordung Ohnesorgs), drei, durch ein Zwischenspiel unterbrochenen, Akten und einem Epilog. Es verzichtet weitgehend auf die zwei auffälligsten Erscheinungsweisen der 68er-Bewegung: den Diskurs der Ideen - die Polit-Sprache jener Jahre hat ihre zündende Kraft längst eingebüßt - und den Auftritt demonstrierender Massen. Statt dessen werden - von Satire zu Tragödie fortschreitend - in 32 Bildern die Stationen dargestellt, in denen Rudi Dutschke und Josef Bachmann unter den politischen Bedingungen der Sechziger Jahre, den Manipulationen der öffentlichen Meinung durch die Springer-Presse und dem revolutionären Ehrgeiz des Verlegers Feltrinelli nahezu konsequent aufeinander zusteuern: auf jene Bewegung, die für beide den Tod bedeutet. FÜCHSE JAGEN ist das erste Theaterstück, das die Revolte von 1968 einer dramatischen Gesamt-Sicht und zugleich Innen-Ansicht unterwirft. Es ist darüber hinaus ein Stück, das die grundsätzliche Frage nach den individuellen Zielen und dem politischen Sinn revolutionären Verhaltens ins Zentrum stellt - damit notwendigerweise die Frage nach dem Umgang mit der Gewalt. Es steht bewusst in der Tradition jener deutschen Dramen, die vom Zerbrechen politischer Entwürfe handeln Füchse Jagen wurde am 1988 publiziert und dem Verlag Piper mit Verlagsort München zugeordnet.

Was diese Ausgabe besonders interessant macht

Die Ausgabe ist in Deutsch verfügbar und damit gezielt für Leserinnen und Leser mit entsprechender Sprachpräferenz interessant. Auch das Veröffentlichungsdatum 1988 macht Füchse Jagen für zeitlich eingegrenzte Suchen besonders interessant. Wer Literatur aus dem Bereich Drama sucht, findet in Füchse Jagen einen gut klassifizierbaren Titel. Gerade wer nach Werken von Gert Heidenreich sucht, sollte Füchse Jagen näher betrachten. Der Verlag Piper und der Verlagsort München liefern zusätzliche Orientierung bei der Einordnung dieser Ausgabe.

Thematische Einordnung von Füchse Jagen

Füchse Jagen lässt sich inhaltlich innerhalb von Drama verorten und wird in der Beschreibung wie folgt umrissen: Füchse jagen" hieß in den späten Sechziger Jahren das Kommando, nach dem die Berliner Polizei demonstrierende Studenten aus der Menge holte und häufig brutal zusammenschlug. Einer der gejagten Füchse war Benno Ohnesorg. 1968 - Jahreszahl einer Revolte, die zur Legende geraten ist. In Gert Heidenreichs Stück wird dieser Aufstand der Studenten erfahrbar: Seine gesellschaftliche Bedeutung, seine Ursachen und Hoffnungen, aber auch seine verblüffende Naivität und menschliche Problematik. Für die Bühne hat der Autor jenen Aufbruch politischer Utopien auf zwei wesentliche historische Figuren konzentriert: Rudi Dutschke, den sozialistischen Visionär, und Josef Bachmann, den kleinbürgerlichen Tagträumer, dessen Schüsse auf Dutschke bereits ins Ende der studentischen Bewegung und den Beginn eines breiten politischen Wandels fielen. Die Generation der heute fast Vierzigjährigen ist um 1968 geboren worden; dies bedeutet, dass persönliche Geschichtskenntnis nicht mehr allgemein vorausgesetzt werden kann. Ein Stück mit diesem Hintergrund muss demnach eine genaue literarische Deutung der Zeit enthalten. Wie in Heidenreichs Hiroshima-Stück DER WETTERPILOT ist die historische Grundlage auch in FÜCHSE JAGEN exakt recherchiert - präsentiert wird sie jedoch als Theater-Phantasie in - wie der Autor sie nennt - "begründeten Lügen". Das Stück besteht aus einer Ouvertüre (Ermordung Ohnesorgs), drei, durch ein Zwischenspiel unterbrochenen, Akten und einem Epilog. Es verzichtet weitgehend auf die zwei auffälligsten Erscheinungsweisen der 68er-Bewegung: den Diskurs der Ideen - die Polit-Sprache jener Jahre hat ihre zündende Kraft längst eingebüßt - und den Auftritt demonstrierender Massen. Statt dessen werden - von Satire zu Tragödie fortschreitend - in 32 Bildern die Stationen dargestellt, in denen Rudi Dutschke und Josef Bachmann unter den politischen Bedingungen der Sechziger Jahre, den Manipulationen der öffentlichen Meinung durch die Springer-Presse und dem revolutionären Ehrgeiz des Verlegers Feltrinelli nahezu konsequent aufeinander zusteuern: auf jene Bewegung, die für beide den Tod bedeutet. FÜCHSE JAGEN ist das erste Theaterstück, das die Revolte von 1968 einer dramatischen Gesamt-Sicht und zugleich Innen-Ansicht unterwirft. Es ist darüber hinaus ein Stück, das die grundsätzliche Frage nach den individuellen Zielen und dem politischen Sinn revolutionären Verhaltens ins Zentrum stellt - damit notwendigerweise die Frage nach dem Umgang mit der Gewalt. Es steht bewusst in der Tradition jener deutschen Dramen, die vom Zerbrechen politischer Entwürfe handeln Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: Theatre, drama

Ausgabe, Identifikatoren und Referenzen

Auch externe Referenzen sind vorhanden: Die Work-ID lautet OL15762489W, die zugehörigen Editions-IDs sind OL2104614M, OL24673806M. Die Ausgabe ist über den Verlag Piper, den Ort München und das Datum 1988 klar kontextualisiert.

Bibliografische Daten auf einen Blick

  1. Untertitel: Epilog auf das Jahr 1968
  2. Titel: Füchse Jagen
  3. Sprache: Deutsch
  4. Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3492107885
  5. Thematische Hauptkategorie: Drama
  6. Externe Editionsreferenzen: OL2104614M, OL24673806M
  7. Umfang: 109 Seiten
  8. Externe Work-Referenz: OL15762489W
  9. Verlagsort: München
  10. Kurzbeschreibung: Füchse jagen" hieß in den späten Sechziger Jahren das Kommando, nach dem die Berliner Polizei demonstrierende Studenten aus der Menge holte und häufig brutal zusammenschlug. Einer der gejagten Füchse war Benno Ohnesorg. 1968 - Jahreszahl einer Revolte, die zur Legende geraten ist. In Gert Heidenreichs Stück wird dieser Aufstand der Studenten erfahrbar: Seine gesellschaftliche Bedeutung, seine Ursachen und Hoffnungen, aber auch seine verblüffende Naivität und menschliche Problematik. Für die Bühne hat der Autor jenen Aufbruch politischer Utopien auf zwei wesentliche historische Figuren konzentriert: Rudi Dutschke, den sozialistischen Visionär, und Josef Bachmann, den kleinbürgerlichen Tagträumer, dessen Schüsse auf Dutschke bereits ins Ende der studentischen Bewegung und den Beginn eines breiten politischen Wandels fielen. Die Generation der heute fast Vierzigjährigen ist um 1968 geboren worden; dies bedeutet, dass persönliche Geschichtskenntnis nicht mehr allgemein vorausgesetzt werden kann. Ein Stück mit diesem Hintergrund muss demnach eine genaue literarische Deutung der Zeit enthalten. Wie in Heidenreichs Hiroshima-Stück DER WETTERPILOT ist die historische Grundlage auch in FÜCHSE JAGEN exakt recherchiert - präsentiert wird sie jedoch als Theater-Phantasie in - wie der Autor sie nennt - "begründeten Lügen". Das Stück besteht aus einer Ouvertüre (Ermordung Ohnesorgs), drei, durch ein Zwischenspiel unterbrochenen, Akten und einem Epilog. Es verzichtet weitgehend auf die zwei auffälligsten Erscheinungsweisen der 68er-Bewegung: den Diskurs der Ideen - die Polit-Sprache jener Jahre hat ihre zündende Kraft längst eingebüßt - und den Auftritt demonstrierender Massen. Statt dessen werden - von Satire zu Tragödie fortschreitend - in 32 Bildern die Stationen dargestellt, in denen Rudi Dutschke und Josef Bachmann unter den politischen Bedingungen der Sechziger Jahre, den Manipulationen der öffentlichen Meinung durch die Springer-Presse und dem revolutionären Ehrgeiz des Verlegers Feltrinelli nahezu konsequent aufeinander zusteuern: auf jene Bewegung, die für beide den Tod bedeutet. FÜCHSE JAGEN ist das erste Theaterstück, das die Revolte von 1968 einer dramatischen Gesamt-Sicht und zugleich Innen-Ansicht unterwirft. Es ist darüber hinaus ein Stück, das die grundsätzliche Frage nach den individuellen Zielen und dem politischen Sinn revolutionären Verhaltens ins Zentrum stellt - damit notwendigerweise die Frage nach dem Umgang mit der Gewalt. Es steht bewusst in der Tradition jener deutschen Dramen, die vom Zerbrechen politischer Entwürfe handeln
  11. Veröffentlicht am: 1988
  12. Verfasst von: Gert Heidenreich
  13. Publiziert bei: Piper
  14. Thematische Tags: Theatre, drama

Relevanz für Suche und Einordnung

Füchse Jagen profitiert für die Auffindbarkeit besonders von der Verbindung zwischen Gert Heidenreich, Drama und den Tags Theatre, drama, weil dadurch eine starke semantische Einordnung entsteht.

Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe

Wann und wo wurde die Ausgabe veröffentlicht?

Die Ausgabe erschien am 1988 bei Piper und ist dem Veröffentlichungsort München zugeordnet.

Welche Rolle spielt der Untertitel von Füchse Jagen?

Der Untertitel Epilog auf das Jahr 1968 präzisiert die thematische Stoßrichtung des Buches und ergänzt den Haupttitel sinnvoll.

Gibt es externe Referenzdaten für das Werk?

Ja, das Werk ist über die Open-Library-Work-ID OL15762489W sowie die Editions-IDs OL2104614M, OL24673806M referenzierbar.

Wie lässt sich Füchse Jagen thematisch einordnen?

Die Ausgabe wird dem Bereich Drama zugeordnet und ist damit für thematisch fokussierte Recherchen gut geeignet.

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