Zwei Reden in Weimar | Informationen zu Inhalt und Ausgabe
13/06/2026
Lesedauer: 10 min
Alle Kerninfos zu Zwei Reden in Weimar von Gert Heidenreich auf einen Blick: Inhalt und Buchdetails. Ideal, um Relevanz, Ausgabe und Details schnell zu prüfen.
Zwei Reden in Weimar - Buchbeschreibung, Ausstattung und ISBN
Wer nach einem Buch von Gert Heidenreich aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Zwei Reden in Weimar eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Aus der Buchbeschreibung zu Zwei Reden in Weimar ergibt sich ein klares Bild der thematischen Schwerpunkte: Leichter fiele mir die Rede über das Land, in dem ich wohne, wenn ich unbefangen an diesem für die Deutschen mythischen Ort darlegen könnte, daß ich hier längst schon Heimat vermutet hätte, bevor die Mauer niederging und den Blick freigab auf das Ende von Ideologie, Intoleranz und Idylle. Nicht geistige Heimat bloß – das fällt leicht, denn die beiden Heroen des Ortes ergänzen einander ja so vorteilhaft, daß man sich auch in beliebigen und grundlosen Zeiten wie der unseren gern von ihnen beschienen sein ließe. Nein, örtliche, konkrete Heimat, den Klang der Straßen, die Farbe der Luft meine ich – warteten wir nicht darauf, hier wieder zum Schauen bestellt zu sein? Wahr ist, daß ich daran so wenig geglaubt habe wie die meisten Bürger der Bundesrepublik; daß ich mich, gleichfalls wie die meisten, nicht nach einer Vereinigung sehnte. Ich wollte nur, wenn ich zu Besuch kam, nicht immer mit den Grenzern und ihrer spießigen Arroganz konfrontiert werden, jenen Allmachtsgescalten mit Schäferhunden in verschlossener Landschaft, die nach Polizeistaat roch. Wahr ist, daß ich mit meinem Geburtsort Eberswalde keinerlei Empfindung verband. Aber wahr ist auch, daß der Westen, in dem ich aufwuchs, mir ebenso wenig zur Heimat geworden ist. Deutsch sein war für mich die meiste Zeit meines Lebens ein unheimatlicher Zustand. Ich habe nun Anlaß, den Gründen dafür nachzuspüren. Doch wovon ist, wenn heute die gemeinte Geborgenheit in Land und Kultur beschworen wird, noch die Rede? Ist nicht der Begriff der Heimat durch unser demagogisches Jahrhundert derart pervertiert und für das Kommende durch Wekvernetzung so entleere worden, daß ihm ohnehin keine Bedeutung mehr zukommt? Merkwürdig nur, daß wir dennoch fast alle eine Erinnerung an Gegenden in uns tragen, in denen wir uns glücklich aufgehalten haben, uns zumindest wohl, wenn nicht angenommen und aufgehoben fühlten, mit denen wir vertraut waren oder sind, wie sie mit uns vertraut zu sein schienen – eine Gewißheit, eigentümlich amalgamiert aus Landschaft, Sprache, Gerüchen und Licht – jene Legierung der Kindheit eben, die wir Heimat nennen. Und wo wir solcher Erinnerung entbehren, wüßten wir doch zumindest unsere Sehnsucht danach zu beschreiben Bibliografisch ist Zwei Reden in Weimar mit dem Erscheinungsdatum 2000, dem Verlag Bibliothek der Provinz und dem Ort Weitra, Niederösterreich, Austria erfasst.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Im Kontext des Gesamtwerks von Gert Heidenreich lässt sich Zwei Reden in Weimar gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Zwei Reden in Weimar liegt in Deutsch vor, was für die inhaltliche Nutzung ebenso wichtig ist wie für die bibliografische Suche. Mit Bibliothek der Provinz in Weitra, Niederösterreich, Austria ist die verlegerische Zuordnung der Ausgabe klar nachvollziehbar. Wer Literatur aus dem Bereich Sachbuch sucht, findet in Zwei Reden in Weimar einen gut klassifizierbaren Titel. Für Recherchen nach Veröffentlichungszeitraum ist Zwei Reden in Weimar mit dem Datum 2000 eindeutig zuordenbar.
Inhalte, Themen und Relevanz
Die Beschreibung zeigt, dass Zwei Reden in Weimar klar dem Bereich Sachbuch zugeordnet werden kann: Leichter fiele mir die Rede über das Land, in dem ich wohne, wenn ich unbefangen an diesem für die Deutschen mythischen Ort darlegen könnte, daß ich hier längst schon Heimat vermutet hätte, bevor die Mauer niederging und den Blick freigab auf das Ende von Ideologie, Intoleranz und Idylle. Nicht geistige Heimat bloß – das fällt leicht, denn die beiden Heroen des Ortes ergänzen einander ja so vorteilhaft, daß man sich auch in beliebigen und grundlosen Zeiten wie der unseren gern von ihnen beschienen sein ließe. Nein, örtliche, konkrete Heimat, den Klang der Straßen, die Farbe der Luft meine ich – warteten wir nicht darauf, hier wieder zum Schauen bestellt zu sein? Wahr ist, daß ich daran so wenig geglaubt habe wie die meisten Bürger der Bundesrepublik; daß ich mich, gleichfalls wie die meisten, nicht nach einer Vereinigung sehnte. Ich wollte nur, wenn ich zu Besuch kam, nicht immer mit den Grenzern und ihrer spießigen Arroganz konfrontiert werden, jenen Allmachtsgescalten mit Schäferhunden in verschlossener Landschaft, die nach Polizeistaat roch. Wahr ist, daß ich mit meinem Geburtsort Eberswalde keinerlei Empfindung verband. Aber wahr ist auch, daß der Westen, in dem ich aufwuchs, mir ebenso wenig zur Heimat geworden ist. Deutsch sein war für mich die meiste Zeit meines Lebens ein unheimatlicher Zustand. Ich habe nun Anlaß, den Gründen dafür nachzuspüren. Doch wovon ist, wenn heute die gemeinte Geborgenheit in Land und Kultur beschworen wird, noch die Rede? Ist nicht der Begriff der Heimat durch unser demagogisches Jahrhundert derart pervertiert und für das Kommende durch Wekvernetzung so entleere worden, daß ihm ohnehin keine Bedeutung mehr zukommt? Merkwürdig nur, daß wir dennoch fast alle eine Erinnerung an Gegenden in uns tragen, in denen wir uns glücklich aufgehalten haben, uns zumindest wohl, wenn nicht angenommen und aufgehoben fühlten, mit denen wir vertraut waren oder sind, wie sie mit uns vertraut zu sein schienen – eine Gewißheit, eigentümlich amalgamiert aus Landschaft, Sprache, Gerüchen und Licht – jene Legierung der Kindheit eben, die wir Heimat nennen. Und wo wir solcher Erinnerung entbehren, wüßten wir doch zumindest unsere Sehnsucht danach zu beschreiben Über die Schlagwörter Speeches lässt sich Zwei Reden in Weimar auch in größeren Beständen gezielt auffinden. Seitenzahl und Ausgabeform - 95 Seiten im Format hard - liefern zusätzliche Orientierung für Kauf- und Rechercheentscheidungen.
ISBN, Revision und weitere Referenzdaten
Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL19471270W sowie die Editionszuordnungen OL6839042M referenzierbar. Durch die Kombination aus Bibliothek der Provinz, Weitra, Niederösterreich, Austria und 2000 lässt sich die Ausgabe sauber verorten.
Bibliografische Daten auf einen Blick
- Publiziert bei: Bibliothek der Provinz
- Erscheinungsdatum: 2000
- ISBN-10: 3901862056
- Externe Editionsreferenzen: OL6839042M
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Open-Library-Work-ID: OL19471270W
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Seitenzahl: 95
- Verfasst von: Gert Heidenreich
- Format: hard
- Kurzbeschreibung: Leichter fiele mir die Rede über das Land, in dem ich wohne, wenn ich unbefangen an diesem für die Deutschen mythischen Ort darlegen könnte, daß ich hier längst schon Heimat vermutet hätte, bevor die Mauer niederging und den Blick freigab auf das Ende von Ideologie, Intoleranz und Idylle. Nicht geistige Heimat bloß – das fällt leicht, denn die beiden Heroen des Ortes ergänzen einander ja so vorteilhaft, daß man sich auch in beliebigen und grundlosen Zeiten wie der unseren gern von ihnen beschienen sein ließe. Nein, örtliche, konkrete Heimat, den Klang der Straßen, die Farbe der Luft meine ich – warteten wir nicht darauf, hier wieder zum Schauen bestellt zu sein? Wahr ist, daß ich daran so wenig geglaubt habe wie die meisten Bürger der Bundesrepublik; daß ich mich, gleichfalls wie die meisten, nicht nach einer Vereinigung sehnte. Ich wollte nur, wenn ich zu Besuch kam, nicht immer mit den Grenzern und ihrer spießigen Arroganz konfrontiert werden, jenen Allmachtsgescalten mit Schäferhunden in verschlossener Landschaft, die nach Polizeistaat roch. Wahr ist, daß ich mit meinem Geburtsort Eberswalde keinerlei Empfindung verband. Aber wahr ist auch, daß der Westen, in dem ich aufwuchs, mir ebenso wenig zur Heimat geworden ist. Deutsch sein war für mich die meiste Zeit meines Lebens ein unheimatlicher Zustand. Ich habe nun Anlaß, den Gründen dafür nachzuspüren. Doch wovon ist, wenn heute die gemeinte Geborgenheit in Land und Kultur beschworen wird, noch die Rede? Ist nicht der Begriff der Heimat durch unser demagogisches Jahrhundert derart pervertiert und für das Kommende durch Wekvernetzung so entleere worden, daß ihm ohnehin keine Bedeutung mehr zukommt? Merkwürdig nur, daß wir dennoch fast alle eine Erinnerung an Gegenden in uns tragen, in denen wir uns glücklich aufgehalten haben, uns zumindest wohl, wenn nicht angenommen und aufgehoben fühlten, mit denen wir vertraut waren oder sind, wie sie mit uns vertraut zu sein schienen – eine Gewißheit, eigentümlich amalgamiert aus Landschaft, Sprache, Gerüchen und Licht – jene Legierung der Kindheit eben, die wir Heimat nennen. Und wo wir solcher Erinnerung entbehren, wüßten wir doch zumindest unsere Sehnsucht danach zu beschreiben
- Schlagwörter: Speeches
- Verlagsort: Weitra, Niederösterreich, Austria
- Titel: Zwei Reden in Weimar
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
Zwei Reden in Weimar profitiert für die Auffindbarkeit besonders von der Verbindung zwischen Gert Heidenreich, Sachbuch und den Tags Speeches, weil dadurch eine starke semantische Einordnung entsteht.
Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL19471270W und die Editionsreferenzen OL6839042M.
Wer sollte sich für Zwei Reden in Weimar interessieren?
Besonders relevant ist Zwei Reden in Weimar für Leserinnen und Leser, die nach Literatur aus dem Bereich Sachbuch suchen oder gezielt Veröffentlichungen von Gert Heidenreich betrachten möchten.
Welche Inhalte beschreibt die Kurzbeschreibung?
Die vorhandene Beschreibung lautet: Leichter fiele mir die Rede über das Land, in dem ich wohne, wenn ich unbefangen an diesem für die Deutschen mythischen Ort darlegen könnte, daß ich hier längst schon Heimat vermutet hätte, bevor die Mauer niederging und den Blick freigab auf das Ende von Ideologie, Intoleranz und Idylle. Nicht geistige Heimat bloß – das fällt leicht, denn die beiden Heroen des Ortes ergänzen einander ja so vorteilhaft, daß man sich auch in beliebigen und grundlosen Zeiten wie der unseren gern von ihnen beschienen sein ließe. Nein, örtliche, konkrete Heimat, den Klang der Straßen, die Farbe der Luft meine ich – warteten wir nicht darauf, hier wieder zum Schauen bestellt zu sein? Wahr ist, daß ich daran so wenig geglaubt habe wie die meisten Bürger der Bundesrepublik; daß ich mich, gleichfalls wie die meisten, nicht nach einer Vereinigung sehnte. Ich wollte nur, wenn ich zu Besuch kam, nicht immer mit den Grenzern und ihrer spießigen Arroganz konfrontiert werden, jenen Allmachtsgescalten mit Schäferhunden in verschlossener Landschaft, die nach Polizeistaat roch. Wahr ist, daß ich mit meinem Geburtsort Eberswalde keinerlei Empfindung verband. Aber wahr ist auch, daß der Westen, in dem ich aufwuchs, mir ebenso wenig zur Heimat geworden ist. Deutsch sein war für mich die meiste Zeit meines Lebens ein unheimatlicher Zustand. Ich habe nun Anlaß, den Gründen dafür nachzuspüren. Doch wovon ist, wenn heute die gemeinte Geborgenheit in Land und Kultur beschworen wird, noch die Rede? Ist nicht der Begriff der Heimat durch unser demagogisches Jahrhundert derart pervertiert und für das Kommende durch Wekvernetzung so entleere worden, daß ihm ohnehin keine Bedeutung mehr zukommt? Merkwürdig nur, daß wir dennoch fast alle eine Erinnerung an Gegenden in uns tragen, in denen wir uns glücklich aufgehalten haben, uns zumindest wohl, wenn nicht angenommen und aufgehoben fühlten, mit denen wir vertraut waren oder sind, wie sie mit uns vertraut zu sein schienen – eine Gewißheit, eigentümlich amalgamiert aus Landschaft, Sprache, Gerüchen und Licht – jene Legierung der Kindheit eben, die wir Heimat nennen. Und wo wir solcher Erinnerung entbehren, wüßten wir doch zumindest unsere Sehnsucht danach zu beschreiben
Welche Sprache und Schlagwörter sind hinterlegt?
Verzeichnet sind die Sprache Deutsch sowie die Tags Speeches, die die thematische Zuordnung erleichtern.
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