Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende | Buchbeschreibung, Autor und Verlag
05/06/2026
Lesedauer: 15 min
Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende von Uwe Spörl kurz erklärt: Worum es geht und welche Ausgabe vorliegt. So siehst du sofort, ob das Buch zu deiner Suche passt.
Alles Wichtige zu Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende
Mit Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende liegt ein Buch von Uwe Spörl vor, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und sich für alle eignet, die gezielt nach Literatur mit diesem Schwerpunkt suchen. Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende wird in der Beschreibung wie folgt charakterisiert: Jene »Mystik ohne Gott«, die so typisch für die deutsche Literatur der Jahrhundertwende, ist, steht zugleich für einen allgemeinen kulturellen Zustand Ihrer Zeit, d. h. ihres wissenschaftlichen, sozialen, intellektuellen und literarisch-künstlerischen Lebens. Drei Thesen werden in der vorliegenden Arbeit formuliert und anhand von führenden Theoretikern und Dichtern der Zeit (Nietzsche, Mauthner, Kassner, Heinrich Mann, Musil, Rilke, Hauptmann, Hofmannsthal, Altenberg u. a.) belegt. Die Welt sei dem Menschen und seiner Erkenntnis nicht (mehr) zugänglich. Diese Überzeugung betrifft insbesondere die Möglichkeiten, die man der Sprache und den Wissenschaften zutraut. Diese Verunsicherung führt zu einer nachhaltigen Erkenntnis- und Sprachskepsis. Neue geistige Strömungen (Monismus, Lebensphilosophie) ersetzen alte Religiosität und bilden den bewußtseinsgeschichtlichen Rahmmen für das Phänomen »Neomystik«, in der die imaginierte oder erlebte Einheit der traditionellen Mystik mit Gott auf die entgöttlichte Weit bezogen wird. So soll dem verunsichernden Gefühl der Entfremdung von der Welt begegnet werden. Diese Mystik bedarf – wie die alte Mystik – eines besonderen sprachlichen Ausdrucks und ist daher eng mit literarästhetischen Überlegungen verknüpft und wird Ihrerseits selbst zum Thema von Literatur. (Quelle: [Autor](http://www.fb10.uni-bremen.de/homepages/spoerl/us-diss.htm)) Als Veröffentlichungsdatum ist 1997 hinterlegt; verlegt wurde der Titel von Verlag Ferdinand Schöningh in Paderborn, Germany.
Mit der Sprache Deutsch lässt sich Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern. Im Kontext des Gesamtwerks von Uwe Spörl lässt sich Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Mit dem Erscheinungszeitpunkt 1997 lässt sich Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende sauber in einen bibliografischen Kontext einordnen. Die Angaben zu Verlag Ferdinand Schöningh und Paderborn, Germany stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren.
Was behandelt Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende?
Die Beschreibung zeigt, dass Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende klar dem Bereich Sachbuch zugeordnet werden kann: Jene »Mystik ohne Gott«, die so typisch für die deutsche Literatur der Jahrhundertwende, ist, steht zugleich für einen allgemeinen kulturellen Zustand Ihrer Zeit, d. h. ihres wissenschaftlichen, sozialen, intellektuellen und literarisch-künstlerischen Lebens. Drei Thesen werden in der vorliegenden Arbeit formuliert und anhand von führenden Theoretikern und Dichtern der Zeit (Nietzsche, Mauthner, Kassner, Heinrich Mann, Musil, Rilke, Hauptmann, Hofmannsthal, Altenberg u. a.) belegt. Die Welt sei dem Menschen und seiner Erkenntnis nicht (mehr) zugänglich. Diese Überzeugung betrifft insbesondere die Möglichkeiten, die man der Sprache und den Wissenschaften zutraut. Diese Verunsicherung führt zu einer nachhaltigen Erkenntnis- und Sprachskepsis. Neue geistige Strömungen (Monismus, Lebensphilosophie) ersetzen alte Religiosität und bilden den bewußtseinsgeschichtlichen Rahmmen für das Phänomen »Neomystik«, in der die imaginierte oder erlebte Einheit der traditionellen Mystik mit Gott auf die entgöttlichte Weit bezogen wird. So soll dem verunsichernden Gefühl der Entfremdung von der Welt begegnet werden. Diese Mystik bedarf – wie die alte Mystik – eines besonderen sprachlichen Ausdrucks und ist daher eng mit literarästhetischen Überlegungen verknüpft und wird Ihrerseits selbst zum Thema von Literatur. (Quelle: [Autor](http://www.fb10.uni-bremen.de/homepages/spoerl/us-diss.htm)) Die Kapitel- und Inhaltsübersicht macht deutlich, wie das Buch aufgebaut ist: Einleitung | Neomystik im Diskurs der Jahrhundertwende | Mystik, Lebensphilosophie, Neomystik | Mystik in der Literatur um die Jahrhundertwende? | Was ist Mystik? | Was ist Lebensphilosophie? | Was ist „Neomystik“? | Erkenntnisskepsis und Sprachskepsis um 1900 | Friedrich Nietzsche als Erkenntnis- und Sprachskeptiker | Exkurs: Gustav Gerbers „Die Sprache als Kunst“ | Fritz Mauthner, der Sprachkritiker | „Aus der Mappe eines lachenden Philosophen“ | Alfred Bieses „Philosophie des Metaphorischen“ | Hans Vaihingers „Philosophie des Als Ob“ | Emil Du Bois-Reymond und seine „Ignorabimus“-Reden | Felix Hausdorffs „Chaos in kosmischer Auslese“ | Ernst Machs „Analyse der Empfindungen“ | Oskar Panizzas „Illusionismus“ | Sprachskeptische Literatur um 1900 | Neomystik und andere Einheitskonzeptionen um 1900 | Gustav Landauers Wege von der Skepsis zur Mystik | Anarchismus und Mystik: Pierre Ramus | Fritz Mauthner als „Mystiker“ | Der weltanschauliche Monismus und seine Verbreitung um 1900 | Wilhelm Bölsche „Über den Wert der Mystik in unserer Zeit“ | Rudolf Steiner über Mystik und Weltanschauung | Langbehns kulturkonservativer Mystizismus | Max Nordaus psychopathologischer Mystikbegriff | Die religionspsychologische Reduktion der Religion auf die Mystik | Mystik als „moderne Religion“ | Martin Bubers Auffassung von „Mystik“ als Ekstase | Maurice Maeterlinck, der „Mystiker“ | Rudolf Kassner und „Die Mystik, die Künstler und das Leben“ | Exkurs: Ganzheitliche oder „Gestalt“-Theorien der Erkenntnis | Gustav Sacks Mystik-Kritik | Nietzsche als Denker und Dichter von Vielheit in der Einheit | Nietzsches Verhältnis zur Mystik | Nietzsches Philosophie der Kunst aus der „Geburt der Tragödie“ als Metaphysik des Ur-Einen | Dionysische und mystische Sprache der Kunst in „Also sprach Zarathustra“ | Neomystik in der Literatur um die Jahrhundertwende | Heinrich Manns Novelle „Das Wunderbare“: Neomystisches Erleben und Künstlertum | Heinrich Mann in den 90er Jahren | Heinrich Mann und der Dilettantismus | Die zwei Fassungen der Novelle | Der Rahmen der Novelle: Rohde als Synthese von Künstler und Bürger | Das Wunderbare, die Schönheit und die Kunst | Das mystische Erlebnis des Wunderbaren | Rationalität und neomystisches Erleben: Robert Musils „Verwirrungen des Zöglings Törleß“ | Musil zwischen Technik, Philosophie und Kunst | Törleß als Figur in einem Experiment | Törleß’ neomystische Erlebnisse im Zusammenhang seiner „Verwirrungen“ | Erzählperspektive, Sprache und Form des Romans | Rainer Maria Rilke als Dichter von Alleinheit und neomystischem Erleben | Rilke als „mystischer“ Dichter | Maeterlinck, Kassner und Rilke | „Im All-Einen“. Lieder über die Einheit von Ich und Welt | Rilkes „Erlebnisse“ von 1913 | Gerhart Hauptmann und die künstlerische Phänomenologie der Religiosität | Hauptmanns weltanschaulicher Hintergrund | „Der Apostel“ | „Hanneles Himmelfahrt“ | „Der Narr in Christo Emanuel Quint“ | „Der Ketzer von Soana“ | Hugo von Hofmannsthals „Chandos-Brief“: Spiel mit dem neomystischen Erlebnis | Landauers Trugschluß | Hofmannsthal, der Literat | Hofmannsthals vermittelte Erlebnisse | Literatentum als Ausgangspunkt des „Briefes“ | Chandos vor der Krise | Francis Bacon und der „Brief“ | Bacon, Chandos und Shakespeare | Der „Gehalt“ des „Briefes“: die Sprache | Der „Gehalt“ des „Briefes“: die Mystik | Exkurs: Chandos’ Subjektivität | Schluß | Peter Altenbergs Skizzenreihe „See-Ufer“ aus „Wie ich es sehe“: Wesenserkenntnis an der Erscheinungsoberfläche | Die „Skizzenreihe“ „See-Ufer“ | Altenbergs Skizzen als impressionistische Literatur? | Die Erkenntnis des Wesentlichen in Geste, Blick und „Seelen“-Vereinigung | Physiognomische „Erkenntnis“ als Grundlage der Skizzen-Poetik | Altenbergs Skizzen als Prosagedichte? | Anhang: Literaturverzeichnisse | Anhang 1: Primärliteratur | Anhang 2: Moderne Sekundärliteratur | Anhang 3: Lexika Ergänzend helfen die hinterlegten Schlagwörter dabei, Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende thematisch schneller einzuordnen: History and criticism, German literature, Religion and literature, Mysticism in literature Mit einem Umfang von 418 Seiten und dem Format pocket verbindet die Ausgabe inhaltliche Tiefe mit einer klar beschriebenen physischen Form.
Edition und bibliografische Einordnung
Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL18203056W sowie die Editionszuordnungen OL26679713M, OL311180M referenzierbar. Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, Germany und 1997 präzise ergänzt. Die Kombination aus ISBN-10 3506786105 und ISBN-13 9783506786104 ermöglicht eine besonders präzise bibliografische Zuordnung.
Bibliografische Daten auf einen Blick
- Buchtitel: Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende
- Verfasst von: Uwe Spörl
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- ISBN-13: 9783506786104
- Verlag: Verlag Ferdinand Schöningh
- ISBN-10: 3506786105
- Ausgabeform: pocket
- Schlagwörter: History and criticism, German literature, Religion and literature, Mysticism in literature
- Open-Library-Editions-IDs: OL26679713M, OL311180M
- Maße der Ausgabe: 24 x x cm
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Externe Work-Referenz: OL18203056W
- Erscheinungsdatum: 1997
- Inhaltsübersicht: Einleitung | Neomystik im Diskurs der Jahrhundertwende | Mystik, Lebensphilosophie, Neomystik | Mystik in der Literatur um die Jahrhundertwende? | Was ist Mystik? | Was ist Lebensphilosophie? | Was ist „Neomystik“? | Erkenntnisskepsis und Sprachskepsis um 1900 | Friedrich Nietzsche als Erkenntnis- und Sprachskeptiker | Exkurs: Gustav Gerbers „Die Sprache als Kunst“ | Fritz Mauthner, der Sprachkritiker | „Aus der Mappe eines lachenden Philosophen“ | Alfred Bieses „Philosophie des Metaphorischen“ | Hans Vaihingers „Philosophie des Als Ob“ | Emil Du Bois-Reymond und seine „Ignorabimus“-Reden | Felix Hausdorffs „Chaos in kosmischer Auslese“ | Ernst Machs „Analyse der Empfindungen“ | Oskar Panizzas „Illusionismus“ | Sprachskeptische Literatur um 1900 | Neomystik und andere Einheitskonzeptionen um 1900 | Gustav Landauers Wege von der Skepsis zur Mystik | Anarchismus und Mystik: Pierre Ramus | Fritz Mauthner als „Mystiker“ | Der weltanschauliche Monismus und seine Verbreitung um 1900 | Wilhelm Bölsche „Über den Wert der Mystik in unserer Zeit“ | Rudolf Steiner über Mystik und Weltanschauung | Langbehns kulturkonservativer Mystizismus | Max Nordaus psychopathologischer Mystikbegriff | Die religionspsychologische Reduktion der Religion auf die Mystik | Mystik als „moderne Religion“ | Martin Bubers Auffassung von „Mystik“ als Ekstase | Maurice Maeterlinck, der „Mystiker“ | Rudolf Kassner und „Die Mystik, die Künstler und das Leben“ | Exkurs: Ganzheitliche oder „Gestalt“-Theorien der Erkenntnis | Gustav Sacks Mystik-Kritik | Nietzsche als Denker und Dichter von Vielheit in der Einheit | Nietzsches Verhältnis zur Mystik | Nietzsches Philosophie der Kunst aus der „Geburt der Tragödie“ als Metaphysik des Ur-Einen | Dionysische und mystische Sprache der Kunst in „Also sprach Zarathustra“ | Neomystik in der Literatur um die Jahrhundertwende | Heinrich Manns Novelle „Das Wunderbare“: Neomystisches Erleben und Künstlertum | Heinrich Mann in den 90er Jahren | Heinrich Mann und der Dilettantismus | Die zwei Fassungen der Novelle | Der Rahmen der Novelle: Rohde als Synthese von Künstler und Bürger | Das Wunderbare, die Schönheit und die Kunst | Das mystische Erlebnis des Wunderbaren | Rationalität und neomystisches Erleben: Robert Musils „Verwirrungen des Zöglings Törleß“ | Musil zwischen Technik, Philosophie und Kunst | Törleß als Figur in einem Experiment | Törleß’ neomystische Erlebnisse im Zusammenhang seiner „Verwirrungen“ | Erzählperspektive, Sprache und Form des Romans | Rainer Maria Rilke als Dichter von Alleinheit und neomystischem Erleben | Rilke als „mystischer“ Dichter | Maeterlinck, Kassner und Rilke | „Im All-Einen“. Lieder über die Einheit von Ich und Welt | Rilkes „Erlebnisse“ von 1913 | Gerhart Hauptmann und die künstlerische Phänomenologie der Religiosität | Hauptmanns weltanschaulicher Hintergrund | „Der Apostel“ | „Hanneles Himmelfahrt“ | „Der Narr in Christo Emanuel Quint“ | „Der Ketzer von Soana“ | Hugo von Hofmannsthals „Chandos-Brief“: Spiel mit dem neomystischen Erlebnis | Landauers Trugschluß | Hofmannsthal, der Literat | Hofmannsthals vermittelte Erlebnisse | Literatentum als Ausgangspunkt des „Briefes“ | Chandos vor der Krise | Francis Bacon und der „Brief“ | Bacon, Chandos und Shakespeare | Der „Gehalt“ des „Briefes“: die Sprache | Der „Gehalt“ des „Briefes“: die Mystik | Exkurs: Chandos’ Subjektivität | Schluß | Peter Altenbergs Skizzenreihe „See-Ufer“ aus „Wie ich es sehe“: Wesenserkenntnis an der Erscheinungsoberfläche | Die „Skizzenreihe“ „See-Ufer“ | Altenbergs Skizzen als impressionistische Literatur? | Die Erkenntnis des Wesentlichen in Geste, Blick und „Seelen“-Vereinigung | Physiognomische „Erkenntnis“ als Grundlage der Skizzen-Poetik | Altenbergs Skizzen als Prosagedichte? | Anhang: Literaturverzeichnisse | Anhang 1: Primärliteratur | Anhang 2: Moderne Sekundärliteratur | Anhang 3: Lexika
- Ort der Veröffentlichung: Paderborn, Germany
- Kurzbeschreibung: Jene »Mystik ohne Gott«, die so typisch für die deutsche Literatur der Jahrhundertwende, ist, steht zugleich für einen allgemeinen kulturellen Zustand Ihrer Zeit, d. h. ihres wissenschaftlichen, sozialen, intellektuellen und literarisch-künstlerischen Lebens. Drei Thesen werden in der vorliegenden Arbeit formuliert und anhand von führenden Theoretikern und Dichtern der Zeit (Nietzsche, Mauthner, Kassner, Heinrich Mann, Musil, Rilke, Hauptmann, Hofmannsthal, Altenberg u. a.) belegt. Die Welt sei dem Menschen und seiner Erkenntnis nicht (mehr) zugänglich. Diese Überzeugung betrifft insbesondere die Möglichkeiten, die man der Sprache und den Wissenschaften zutraut. Diese Verunsicherung führt zu einer nachhaltigen Erkenntnis- und Sprachskepsis. Neue geistige Strömungen (Monismus, Lebensphilosophie) ersetzen alte Religiosität und bilden den bewußtseinsgeschichtlichen Rahmmen für das Phänomen »Neomystik«, in der die imaginierte oder erlebte Einheit der traditionellen Mystik mit Gott auf die entgöttlichte Weit bezogen wird. So soll dem verunsichernden Gefühl der Entfremdung von der Welt begegnet werden. Diese Mystik bedarf – wie die alte Mystik – eines besonderen sprachlichen Ausdrucks und ist daher eng mit literarästhetischen Überlegungen verknüpft und wird Ihrerseits selbst zum Thema von Literatur. (Quelle: [Autor](http://www.fb10.uni-bremen.de/homepages/spoerl/us-diss.htm))
- Umfang: 418 Seiten
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Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe
Welche Inhalte beschreibt die Kurzbeschreibung?
Die vorhandene Beschreibung lautet: Jene »Mystik ohne Gott«, die so typisch für die deutsche Literatur der Jahrhundertwende, ist, steht zugleich für einen allgemeinen kulturellen Zustand Ihrer Zeit, d. h. ihres wissenschaftlichen, sozialen, intellektuellen und literarisch-künstlerischen Lebens. Drei Thesen werden in der vorliegenden Arbeit formuliert und anhand von führenden Theoretikern und Dichtern der Zeit (Nietzsche, Mauthner, Kassner, Heinrich Mann, Musil, Rilke, Hauptmann, Hofmannsthal, Altenberg u. a.) belegt. Die Welt sei dem Menschen und seiner Erkenntnis nicht (mehr) zugänglich. Diese Überzeugung betrifft insbesondere die Möglichkeiten, die man der Sprache und den Wissenschaften zutraut. Diese Verunsicherung führt zu einer nachhaltigen Erkenntnis- und Sprachskepsis. Neue geistige Strömungen (Monismus, Lebensphilosophie) ersetzen alte Religiosität und bilden den bewußtseinsgeschichtlichen Rahmmen für das Phänomen »Neomystik«, in der die imaginierte oder erlebte Einheit der traditionellen Mystik mit Gott auf die entgöttlichte Weit bezogen wird. So soll dem verunsichernden Gefühl der Entfremdung von der Welt begegnet werden. Diese Mystik bedarf – wie die alte Mystik – eines besonderen sprachlichen Ausdrucks und ist daher eng mit literarästhetischen Überlegungen verknüpft und wird Ihrerseits selbst zum Thema von Literatur. (Quelle: [Autor](http://www.fb10.uni-bremen.de/homepages/spoerl/us-diss.htm))
Wie ist das Buch aufgebaut?
Die Struktur der Ausgabe wird über das hinterlegte Inhaltsverzeichnis sichtbar: Einleitung | Neomystik im Diskurs der Jahrhundertwende | Mystik, Lebensphilosophie, Neomystik | Mystik in der Literatur um die Jahrhundertwende? | Was ist Mystik? | Was ist Lebensphilosophie? | Was ist „Neomystik“? | Erkenntnisskepsis und Sprachskepsis um 1900 | Friedrich Nietzsche als Erkenntnis- und Sprachskeptiker | Exkurs: Gustav Gerbers „Die Sprache als Kunst“ | Fritz Mauthner, der Sprachkritiker | „Aus der Mappe eines lachenden Philosophen“ | Alfred Bieses „Philosophie des Metaphorischen“ | Hans Vaihingers „Philosophie des Als Ob“ | Emil Du Bois-Reymond und seine „Ignorabimus“-Reden | Felix Hausdorffs „Chaos in kosmischer Auslese“ | Ernst Machs „Analyse der Empfindungen“ | Oskar Panizzas „Illusionismus“ | Sprachskeptische Literatur um 1900 | Neomystik und andere Einheitskonzeptionen um 1900 | Gustav Landauers Wege von der Skepsis zur Mystik | Anarchismus und Mystik: Pierre Ramus | Fritz Mauthner als „Mystiker“ | Der weltanschauliche Monismus und seine Verbreitung um 1900 | Wilhelm Bölsche „Über den Wert der Mystik in unserer Zeit“ | Rudolf Steiner über Mystik und Weltanschauung | Langbehns kulturkonservativer Mystizismus | Max Nordaus psychopathologischer Mystikbegriff | Die religionspsychologische Reduktion der Religion auf die Mystik | Mystik als „moderne Religion“ | Martin Bubers Auffassung von „Mystik“ als Ekstase | Maurice Maeterlinck, der „Mystiker“ | Rudolf Kassner und „Die Mystik, die Künstler und das Leben“ | Exkurs: Ganzheitliche oder „Gestalt“-Theorien der Erkenntnis | Gustav Sacks Mystik-Kritik | Nietzsche als Denker und Dichter von Vielheit in der Einheit | Nietzsches Verhältnis zur Mystik | Nietzsches Philosophie der Kunst aus der „Geburt der Tragödie“ als Metaphysik des Ur-Einen | Dionysische und mystische Sprache der Kunst in „Also sprach Zarathustra“ | Neomystik in der Literatur um die Jahrhundertwende | Heinrich Manns Novelle „Das Wunderbare“: Neomystisches Erleben und Künstlertum | Heinrich Mann in den 90er Jahren | Heinrich Mann und der Dilettantismus | Die zwei Fassungen der Novelle | Der Rahmen der Novelle: Rohde als Synthese von Künstler und Bürger | Das Wunderbare, die Schönheit und die Kunst | Das mystische Erlebnis des Wunderbaren | Rationalität und neomystisches Erleben: Robert Musils „Verwirrungen des Zöglings Törleß“ | Musil zwischen Technik, Philosophie und Kunst | Törleß als Figur in einem Experiment | Törleß’ neomystische Erlebnisse im Zusammenhang seiner „Verwirrungen“ | Erzählperspektive, Sprache und Form des Romans | Rainer Maria Rilke als Dichter von Alleinheit und neomystischem Erleben | Rilke als „mystischer“ Dichter | Maeterlinck, Kassner und Rilke | „Im All-Einen“. Lieder über die Einheit von Ich und Welt | Rilkes „Erlebnisse“ von 1913 | Gerhart Hauptmann und die künstlerische Phänomenologie der Religiosität | Hauptmanns weltanschaulicher Hintergrund | „Der Apostel“ | „Hanneles Himmelfahrt“ | „Der Narr in Christo Emanuel Quint“ | „Der Ketzer von Soana“ | Hugo von Hofmannsthals „Chandos-Brief“: Spiel mit dem neomystischen Erlebnis | Landauers Trugschluß | Hofmannsthal, der Literat | Hofmannsthals vermittelte Erlebnisse | Literatentum als Ausgangspunkt des „Briefes“ | Chandos vor der Krise | Francis Bacon und der „Brief“ | Bacon, Chandos und Shakespeare | Der „Gehalt“ des „Briefes“: die Sprache | Der „Gehalt“ des „Briefes“: die Mystik | Exkurs: Chandos’ Subjektivität | Schluß | Peter Altenbergs Skizzenreihe „See-Ufer“ aus „Wie ich es sehe“: Wesenserkenntnis an der Erscheinungsoberfläche | Die „Skizzenreihe“ „See-Ufer“ | Altenbergs Skizzen als impressionistische Literatur? | Die Erkenntnis des Wesentlichen in Geste, Blick und „Seelen“-Vereinigung | Physiognomische „Erkenntnis“ als Grundlage der Skizzen-Poetik | Altenbergs Skizzen als Prosagedichte? | Anhang: Literaturverzeichnisse | Anhang 1: Primärliteratur | Anhang 2: Moderne Sekundärliteratur | Anhang 3: Lexika
Wie lässt sich die Ausgabe eindeutig identifizieren?
Die eindeutige Identifikation erfolgt unter anderem über die ISBN-10 3506786105 und die ISBN-13 9783506786104.
Wie lässt sich Gottlose Mystik in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende thematisch einordnen?
Die Ausgabe wird dem Bereich Sachbuch zugeordnet und ist damit für thematisch fokussierte Recherchen gut geeignet.
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