Die Orgelwerke von Louis Vierne | Buchbeschreibung, Autor und Verlag
10/06/2026
Lesedauer: 13 min
Kompakte Infos zu Die Orgelwerke von Louis Vierne von Markus Frank Hollingshaus: Thema, Ausgabe und bibliografische Daten. Nützlich für alle, die gezielt prüfen statt nur überfliegen wollen.
Die Orgelwerke von Louis Vierne - Buchbeschreibung, Ausstattung und ISBN
Mit Die Orgelwerke von Louis Vierne liegt ein Buch von Markus Frank Hollingshaus vor, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und sich für alle eignet, die gezielt nach Literatur mit diesem Schwerpunkt suchen. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Die Orgelwerke von Louis Vierne den Fokus legt: Der französische Organist Louis Vierne (1870-1937) war auch als Pianist und Komponist tätig. Sein Œuvre umfaßt Kammermusik, Lieder und Kirchenmusik, Werke für Klavier, Harmonium und Orgel. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit den Werken Viernes, die für eine Aufführung auf der Orgel gedacht sind. Dabei werden die Untersuchungen nicht auf die sechs Orgelsymphonien beschränkt, sondern auf sämtliche Kompositionen für dieses Instrument ausgedehnt. Dabei treten vielfältige Beziehungen und Übereinstimmungen der kompositorischen Anlage zwischen Symphoniesätzen und Einzelstücken (bzw. Stücken aus den beiden Messen und den beiden Sammlungen Pièces de fantaisie und Pièces en style libre) zutage. Alle Kompositionen werden klassifiziert und formal analysiert. Es stellt sich heraus, daß Vierne gerne auf die Sonatenform zurückgreift, die Themen oft aber nicht nur in einem einzigen Symphoniesatz verwendet, sondern auf die gesamte Symphonie ausdehnt. Die Anwendung des Zyklischen Prinzips befördert den Eindruck einer äußerst geschlossenen Gesamtanlage. Das formale Denken Viernes ist blockhaft, die einzelnen Abschnitte der Musik sind klar voneinander getrennt. Es kommt häufig zu Verschachtelungen verschiedener Themen bzw. Motive übereinander. Weitere Kapitel der Arbeit beschäftigen sich mit der Entwicklung der Harmonik Viernes, deren chromatische Färbung ein Charakteristikum der Musik darstellt. Dabei wird herausgestellt, wie stark die chromatische Konzeption der Einzelstimmen das klangliche Gesamtgeschehen überwölbt, so daß die einzelnen Zusammenklänge stark dissonant erscheinen. Es wird gezeigt, daß sich eine solche Harmonik den Analysemethoden der Funktionsharmonik entzieht. Ein weiteres Thema ist die liturgische Verwendbarkeit der Stücke, wobei auffällt, wie wenige Stücke explizit für die gottesdienstliche Praxis geschrieben sind – immerhin war Vierne 37 Jahre lang als Titularorganist an Notre-Dame in Paris tätig. Der Anteil der Programmusik im Schaffen Viernes wird untersucht, der sich bis auf wenige Ausnahmen auf Assoziationen, die im Titel angesprochen werden, beschränkt. Ausführlich werden die Spezifika der französischen Orgel erläutert. Dabei werden die Registrierungsangaben Viernes diskutiert und seine Vorstellungen der symphonischen Orgel dargestellt. Das letzte Kapitel widmet sich den musikalischen Vorbildern Viernes. Obwohl Vierne für lange Zeit Privatschüler des Kompositionsprofessors Charles-Marie Widor war, scheint dem Autor der Einfluß von Viernes erstem Lehrer, César Franck, größer gewesen zu sein. Von ihm übernimmt Vierne die stark modulierende Harmonik, die auf das Vorbild Richard Wagner verweist. Doch auch die formale Komponente, namentlich die Verwendung des Zyklischen Prinzips, geht auf Franck zurück. Einflüsse von Claude Debussy finden sich im Bereich der Harmonik, nicht jedoch in der formalen Konzeption der Orgelwerke Viernes. Der Einfluß Viernes auf die Musik seiner Schüler und Zeitgenossen war gering. Dazu war seine musikalische Sprache zu persönlich und – zumindest in der letzten Lebensphase – veraltet. Vierne konnte von der spätromantischen Ästhetik nicht loskommen. Er lobte die Kompositionen seines Schülers Maurice Duruflé, die aber nur wenig Gemeinsamkeiten mit den seinigen aufweisen. Weder die chromatische Schreibweise Viernes, noch die motivisch-thematische Arbeit war steigerungs- oder entwicklungsfähig. Verbunden mit einer depressiven Grundhaltung, findet seine Musik zwar zu einer großen Ausdruckskraft mit individueller Farbe, sie markiert aber zugleich den Endpunkt einer musikhistorischen Epoche Die Ausgabe erschien am 2005 bei Verlag Dohr und ist dem Verlagsstandort Köln, Germany zugeordnet.
Relevante Merkmale auf einen Blick
Mit dem Erscheinungszeitpunkt 2005 lässt sich Die Orgelwerke von Louis Vierne sauber in einen bibliografischen Kontext einordnen. Wer Literatur aus dem Bereich Sachbuch sucht, findet in Die Orgelwerke von Louis Vierne einen gut klassifizierbaren Titel. Die Orgelwerke von Louis Vierne liegt in Deutsch vor, was für die inhaltliche Nutzung ebenso wichtig ist wie für die bibliografische Suche. Im Kontext des Gesamtwerks von Markus Frank Hollingshaus lässt sich Die Orgelwerke von Louis Vierne gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Verlagsname und Verlagsort - Verlag Dohr und Köln, Germany - helfen dabei, die Ausgabe eindeutig zu identifizieren.
Thematische Einordnung von Die Orgelwerke von Louis Vierne
Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt Die Orgelwerke von Louis Vierne laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: Der französische Organist Louis Vierne (1870-1937) war auch als Pianist und Komponist tätig. Sein Œuvre umfaßt Kammermusik, Lieder und Kirchenmusik, Werke für Klavier, Harmonium und Orgel. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit den Werken Viernes, die für eine Aufführung auf der Orgel gedacht sind. Dabei werden die Untersuchungen nicht auf die sechs Orgelsymphonien beschränkt, sondern auf sämtliche Kompositionen für dieses Instrument ausgedehnt. Dabei treten vielfältige Beziehungen und Übereinstimmungen der kompositorischen Anlage zwischen Symphoniesätzen und Einzelstücken (bzw. Stücken aus den beiden Messen und den beiden Sammlungen Pièces de fantaisie und Pièces en style libre) zutage. Alle Kompositionen werden klassifiziert und formal analysiert. Es stellt sich heraus, daß Vierne gerne auf die Sonatenform zurückgreift, die Themen oft aber nicht nur in einem einzigen Symphoniesatz verwendet, sondern auf die gesamte Symphonie ausdehnt. Die Anwendung des Zyklischen Prinzips befördert den Eindruck einer äußerst geschlossenen Gesamtanlage. Das formale Denken Viernes ist blockhaft, die einzelnen Abschnitte der Musik sind klar voneinander getrennt. Es kommt häufig zu Verschachtelungen verschiedener Themen bzw. Motive übereinander. Weitere Kapitel der Arbeit beschäftigen sich mit der Entwicklung der Harmonik Viernes, deren chromatische Färbung ein Charakteristikum der Musik darstellt. Dabei wird herausgestellt, wie stark die chromatische Konzeption der Einzelstimmen das klangliche Gesamtgeschehen überwölbt, so daß die einzelnen Zusammenklänge stark dissonant erscheinen. Es wird gezeigt, daß sich eine solche Harmonik den Analysemethoden der Funktionsharmonik entzieht. Ein weiteres Thema ist die liturgische Verwendbarkeit der Stücke, wobei auffällt, wie wenige Stücke explizit für die gottesdienstliche Praxis geschrieben sind – immerhin war Vierne 37 Jahre lang als Titularorganist an Notre-Dame in Paris tätig. Der Anteil der Programmusik im Schaffen Viernes wird untersucht, der sich bis auf wenige Ausnahmen auf Assoziationen, die im Titel angesprochen werden, beschränkt. Ausführlich werden die Spezifika der französischen Orgel erläutert. Dabei werden die Registrierungsangaben Viernes diskutiert und seine Vorstellungen der symphonischen Orgel dargestellt. Das letzte Kapitel widmet sich den musikalischen Vorbildern Viernes. Obwohl Vierne für lange Zeit Privatschüler des Kompositionsprofessors Charles-Marie Widor war, scheint dem Autor der Einfluß von Viernes erstem Lehrer, César Franck, größer gewesen zu sein. Von ihm übernimmt Vierne die stark modulierende Harmonik, die auf das Vorbild Richard Wagner verweist. Doch auch die formale Komponente, namentlich die Verwendung des Zyklischen Prinzips, geht auf Franck zurück. Einflüsse von Claude Debussy finden sich im Bereich der Harmonik, nicht jedoch in der formalen Konzeption der Orgelwerke Viernes. Der Einfluß Viernes auf die Musik seiner Schüler und Zeitgenossen war gering. Dazu war seine musikalische Sprache zu persönlich und – zumindest in der letzten Lebensphase – veraltet. Vierne konnte von der spätromantischen Ästhetik nicht loskommen. Er lobte die Kompositionen seines Schülers Maurice Duruflé, die aber nur wenig Gemeinsamkeiten mit den seinigen aufweisen. Weder die chromatische Schreibweise Viernes, noch die motivisch-thematische Arbeit war steigerungs- oder entwicklungsfähig. Verbunden mit einer depressiven Grundhaltung, findet seine Musik zwar zu einer großen Ausdruckskraft mit individueller Farbe, sie markiert aber zugleich den Endpunkt einer musikhistorischen Epoche Ergänzend helfen die hinterlegten Schlagwörter dabei, Die Orgelwerke von Louis Vierne thematisch schneller einzuordnen: History and criticism, Criticism and interpretation, Organ music
Wichtige Kennzeichen dieser Ausgabe
Für die physische Beschreibung des Buches sind das Format hard, das Gewicht 820 g und die Maße 24,6 x 17,2 x 4 cm dokumentiert. Die Ausgabe ist über den Verlag Verlag Dohr, den Ort Köln, Germany und das Datum 2005 klar kontextualisiert. Für weiterführende bibliografische Verknüpfungen sind die Kennungen OL12782527W und OL19489289M besonders hilfreich.
Wichtige Buchdaten im Überblick
- Hinterlegtes Buchgewicht: 820 g
- Verlag: Verlag Dohr
- Autor beziehungsweise Autoren: Markus Frank Hollingshaus
- Ausgabeform: hard
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Abmessungen: 24,6 x 17,2 x 4 cm
- Erscheinungsdatum: 2005
- Open-Library-Editions-IDs: OL19489289M
- Sprache: Deutsch
- Titel: Die Orgelwerke von Louis Vierne
- Externe Work-Referenz: OL12782527W
- Kurzbeschreibung: Der französische Organist Louis Vierne (1870-1937) war auch als Pianist und Komponist tätig. Sein Œuvre umfaßt Kammermusik, Lieder und Kirchenmusik, Werke für Klavier, Harmonium und Orgel. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit den Werken Viernes, die für eine Aufführung auf der Orgel gedacht sind. Dabei werden die Untersuchungen nicht auf die sechs Orgelsymphonien beschränkt, sondern auf sämtliche Kompositionen für dieses Instrument ausgedehnt. Dabei treten vielfältige Beziehungen und Übereinstimmungen der kompositorischen Anlage zwischen Symphoniesätzen und Einzelstücken (bzw. Stücken aus den beiden Messen und den beiden Sammlungen Pièces de fantaisie und Pièces en style libre) zutage. Alle Kompositionen werden klassifiziert und formal analysiert. Es stellt sich heraus, daß Vierne gerne auf die Sonatenform zurückgreift, die Themen oft aber nicht nur in einem einzigen Symphoniesatz verwendet, sondern auf die gesamte Symphonie ausdehnt. Die Anwendung des Zyklischen Prinzips befördert den Eindruck einer äußerst geschlossenen Gesamtanlage. Das formale Denken Viernes ist blockhaft, die einzelnen Abschnitte der Musik sind klar voneinander getrennt. Es kommt häufig zu Verschachtelungen verschiedener Themen bzw. Motive übereinander. Weitere Kapitel der Arbeit beschäftigen sich mit der Entwicklung der Harmonik Viernes, deren chromatische Färbung ein Charakteristikum der Musik darstellt. Dabei wird herausgestellt, wie stark die chromatische Konzeption der Einzelstimmen das klangliche Gesamtgeschehen überwölbt, so daß die einzelnen Zusammenklänge stark dissonant erscheinen. Es wird gezeigt, daß sich eine solche Harmonik den Analysemethoden der Funktionsharmonik entzieht. Ein weiteres Thema ist die liturgische Verwendbarkeit der Stücke, wobei auffällt, wie wenige Stücke explizit für die gottesdienstliche Praxis geschrieben sind – immerhin war Vierne 37 Jahre lang als Titularorganist an Notre-Dame in Paris tätig. Der Anteil der Programmusik im Schaffen Viernes wird untersucht, der sich bis auf wenige Ausnahmen auf Assoziationen, die im Titel angesprochen werden, beschränkt. Ausführlich werden die Spezifika der französischen Orgel erläutert. Dabei werden die Registrierungsangaben Viernes diskutiert und seine Vorstellungen der symphonischen Orgel dargestellt. Das letzte Kapitel widmet sich den musikalischen Vorbildern Viernes. Obwohl Vierne für lange Zeit Privatschüler des Kompositionsprofessors Charles-Marie Widor war, scheint dem Autor der Einfluß von Viernes erstem Lehrer, César Franck, größer gewesen zu sein. Von ihm übernimmt Vierne die stark modulierende Harmonik, die auf das Vorbild Richard Wagner verweist. Doch auch die formale Komponente, namentlich die Verwendung des Zyklischen Prinzips, geht auf Franck zurück. Einflüsse von Claude Debussy finden sich im Bereich der Harmonik, nicht jedoch in der formalen Konzeption der Orgelwerke Viernes. Der Einfluß Viernes auf die Musik seiner Schüler und Zeitgenossen war gering. Dazu war seine musikalische Sprache zu persönlich und – zumindest in der letzten Lebensphase – veraltet. Vierne konnte von der spätromantischen Ästhetik nicht loskommen. Er lobte die Kompositionen seines Schülers Maurice Duruflé, die aber nur wenig Gemeinsamkeiten mit den seinigen aufweisen. Weder die chromatische Schreibweise Viernes, noch die motivisch-thematische Arbeit war steigerungs- oder entwicklungsfähig. Verbunden mit einer depressiven Grundhaltung, findet seine Musik zwar zu einer großen Ausdruckskraft mit individueller Farbe, sie markiert aber zugleich den Endpunkt einer musikhistorischen Epoche
- ISBN-10: 3936655251
- Verlagsort: Köln, Germany
- Thematische Tags: History and criticism, Criticism and interpretation, Organ music
Warum sich Die Orgelwerke von Louis Vierne gut einordnen lässt
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Häufige Fragen zu Die Orgelwerke von Louis Vierne
Gibt es eine inhaltliche Zusammenfassung?
Ja, die Beschreibung fasst die Ausrichtung des Buches so zusammen: Der französische Organist Louis Vierne (1870-1937) war auch als Pianist und Komponist tätig. Sein Œuvre umfaßt Kammermusik, Lieder und Kirchenmusik, Werke für Klavier, Harmonium und Orgel. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit den Werken Viernes, die für eine Aufführung auf der Orgel gedacht sind. Dabei werden die Untersuchungen nicht auf die sechs Orgelsymphonien beschränkt, sondern auf sämtliche Kompositionen für dieses Instrument ausgedehnt. Dabei treten vielfältige Beziehungen und Übereinstimmungen der kompositorischen Anlage zwischen Symphoniesätzen und Einzelstücken (bzw. Stücken aus den beiden Messen und den beiden Sammlungen Pièces de fantaisie und Pièces en style libre) zutage. Alle Kompositionen werden klassifiziert und formal analysiert. Es stellt sich heraus, daß Vierne gerne auf die Sonatenform zurückgreift, die Themen oft aber nicht nur in einem einzigen Symphoniesatz verwendet, sondern auf die gesamte Symphonie ausdehnt. Die Anwendung des Zyklischen Prinzips befördert den Eindruck einer äußerst geschlossenen Gesamtanlage. Das formale Denken Viernes ist blockhaft, die einzelnen Abschnitte der Musik sind klar voneinander getrennt. Es kommt häufig zu Verschachtelungen verschiedener Themen bzw. Motive übereinander. Weitere Kapitel der Arbeit beschäftigen sich mit der Entwicklung der Harmonik Viernes, deren chromatische Färbung ein Charakteristikum der Musik darstellt. Dabei wird herausgestellt, wie stark die chromatische Konzeption der Einzelstimmen das klangliche Gesamtgeschehen überwölbt, so daß die einzelnen Zusammenklänge stark dissonant erscheinen. Es wird gezeigt, daß sich eine solche Harmonik den Analysemethoden der Funktionsharmonik entzieht. Ein weiteres Thema ist die liturgische Verwendbarkeit der Stücke, wobei auffällt, wie wenige Stücke explizit für die gottesdienstliche Praxis geschrieben sind – immerhin war Vierne 37 Jahre lang als Titularorganist an Notre-Dame in Paris tätig. Der Anteil der Programmusik im Schaffen Viernes wird untersucht, der sich bis auf wenige Ausnahmen auf Assoziationen, die im Titel angesprochen werden, beschränkt. Ausführlich werden die Spezifika der französischen Orgel erläutert. Dabei werden die Registrierungsangaben Viernes diskutiert und seine Vorstellungen der symphonischen Orgel dargestellt. Das letzte Kapitel widmet sich den musikalischen Vorbildern Viernes. Obwohl Vierne für lange Zeit Privatschüler des Kompositionsprofessors Charles-Marie Widor war, scheint dem Autor der Einfluß von Viernes erstem Lehrer, César Franck, größer gewesen zu sein. Von ihm übernimmt Vierne die stark modulierende Harmonik, die auf das Vorbild Richard Wagner verweist. Doch auch die formale Komponente, namentlich die Verwendung des Zyklischen Prinzips, geht auf Franck zurück. Einflüsse von Claude Debussy finden sich im Bereich der Harmonik, nicht jedoch in der formalen Konzeption der Orgelwerke Viernes. Der Einfluß Viernes auf die Musik seiner Schüler und Zeitgenossen war gering. Dazu war seine musikalische Sprache zu persönlich und – zumindest in der letzten Lebensphase – veraltet. Vierne konnte von der spätromantischen Ästhetik nicht loskommen. Er lobte die Kompositionen seines Schülers Maurice Duruflé, die aber nur wenig Gemeinsamkeiten mit den seinigen aufweisen. Weder die chromatische Schreibweise Viernes, noch die motivisch-thematische Arbeit war steigerungs- oder entwicklungsfähig. Verbunden mit einer depressiven Grundhaltung, findet seine Musik zwar zu einer großen Ausdruckskraft mit individueller Farbe, sie markiert aber zugleich den Endpunkt einer musikhistorischen Epoche
Wie ist die Ausgabe verlegerisch einzuordnen?
Bibliografisch wird die Ausgabe über Verlag Dohr, Köln, Germany und das Datum 2005 beschrieben.
Gibt es externe Referenzdaten für das Werk?
Ja, das Werk ist über die Open-Library-Work-ID OL12782527W sowie die Editions-IDs OL19489289M referenzierbar.
Wer sollte sich für Die Orgelwerke von Louis Vierne interessieren?
Besonders relevant ist Die Orgelwerke von Louis Vierne für Leserinnen und Leser, die nach Literatur aus dem Bereich Sachbuch suchen oder gezielt Veröffentlichungen von Markus Frank Hollingshaus betrachten möchten.
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