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Platons Musen | Buchbeschreibung, Autor und Verlag

20.10.2026

Lesedauer: 17 min

Platons Musen von Harald Haarmann im Überblick mit Inhalt, Buchdaten und Einordnung. So siehst du sofort, ob das Buch zu deiner Suche passt.

Platons Musen | Buchbeschreibung, Autor und Verlag

Platons Musen | Buchbeschreibung, Autor und Verlag

Platons Musen von Harald Haarmann - Informationen zur Ausgabe

Wer nach einem Buch von Harald Haarmann aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Platons Musen eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Der Untertitel Philosophie im Licht weiblicher Intellektualität ergänzt den Haupttitel Platons Musen sinnvoll und gibt bereits früh einen konkreten Hinweis auf die inhaltliche Ausrichtung des Buches. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Platons Musen den Fokus legt: In der Geschichtsschreibung der Philosophie und in der Tradition der Platon-Interpretation wird die eminente Rolle dieses Philosophen verstanden als eines der wichtigsten Phänomene einer Neuorientierung, als Ablösung von der vorsokratischen Denktradition. Diese Einschätzungen gehen wie selbstverständlich davon aus, dass sich der Innovationsschub allein aus der intellektuellen Leistung Platons erklärt, denn angeblich hatte er keine Vorbilder.0Bei genauerer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass Platon selbst eingebunden war in intellektuelle Strömungen mit Langzeittradition, die in die Ära der klassisch-griechischen Antike nachwirkten, sein näheres Umfeld prägten und ihm wichtige Impulse für seine Orientierung vermittelten. Verbindungsstränge zwischen diesen Wirkungsströmen und vorgriechischen Kulturschichten sind in den letzten Jahren verstärkt erforscht worden.0Die vorliegende Studie macht sich zur Aufgabe, die Einwirkung von Frauen ? als Garanten traditionsorientierter Erfahrungswerte und Erziehungsideale ? und von weiblichen Gestalten der griechischen Mythologie als Impulsgeber für Platons philosophisches Lehrgebäude auszuleuchten. Die feministische Forschung hat den Frauen im kreativen Schaffen Platons bisher lediglich Nischenplätze eingeräumt. In wichtigen Etappen für die Strukturierung von Platons Ideenwelt zeigt sich die Einflussnahme von Frauen mit hohem Bildungsniveau, wie der Philosophin Periktione, Platons Mutter, der Seherin Diotima, die Sokrates ? Platons Protagonisten in vielen seiner Dialoge ? zur Umstellung des philosophischen Diskurses auf die Dialogform motiviert, sowie auch von Themistokleia, der Orakelpriesterin von Delphi, deren Wirken über die Vermittlung von Pythagoras zum Tragen kommt. Diese Interaktion Platons mit weiblicher Intellektualität gilt es, im Kontext zu erschliessen und in ihrer Gesamtwirkung zu würdigen. Ohne die Aktivierung weiblicher Inspirationsquellen wäre Platons philosophisches Projekt Stückwerk geblieben Platons Musen wurde am 2020 publiziert und dem Verlag Georg Olms Verlag mit Verlagsort Hildesheim zugeordnet.

Was diese Ausgabe besonders interessant macht

Gerade wer nach Werken von Harald Haarmann sucht, sollte Platons Musen näher betrachten. Dass Platons Musen in Deutsch erschienen ist, erleichtert die gezielte Auswahl für sprachspezifische Recherchen. Verlagsname und Verlagsort - Georg Olms Verlag und Hildesheim - helfen dabei, die Ausgabe eindeutig zu identifizieren. Das hinterlegte Publikationsdatum 2020 unterstützt dabei, Platons Musen zeitlich korrekt zu klassifizieren. Innerhalb von Sachbuch bietet Platons Musen eine klar erkennbare thematische Zuordnung.

Inhalt und thematische Schwerpunkte

Platons Musen lässt sich inhaltlich innerhalb von Sachbuch verorten und wird in der Beschreibung wie folgt umrissen: In der Geschichtsschreibung der Philosophie und in der Tradition der Platon-Interpretation wird die eminente Rolle dieses Philosophen verstanden als eines der wichtigsten Phänomene einer Neuorientierung, als Ablösung von der vorsokratischen Denktradition. Diese Einschätzungen gehen wie selbstverständlich davon aus, dass sich der Innovationsschub allein aus der intellektuellen Leistung Platons erklärt, denn angeblich hatte er keine Vorbilder.0Bei genauerer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass Platon selbst eingebunden war in intellektuelle Strömungen mit Langzeittradition, die in die Ära der klassisch-griechischen Antike nachwirkten, sein näheres Umfeld prägten und ihm wichtige Impulse für seine Orientierung vermittelten. Verbindungsstränge zwischen diesen Wirkungsströmen und vorgriechischen Kulturschichten sind in den letzten Jahren verstärkt erforscht worden.0Die vorliegende Studie macht sich zur Aufgabe, die Einwirkung von Frauen ? als Garanten traditionsorientierter Erfahrungswerte und Erziehungsideale ? und von weiblichen Gestalten der griechischen Mythologie als Impulsgeber für Platons philosophisches Lehrgebäude auszuleuchten. Die feministische Forschung hat den Frauen im kreativen Schaffen Platons bisher lediglich Nischenplätze eingeräumt. In wichtigen Etappen für die Strukturierung von Platons Ideenwelt zeigt sich die Einflussnahme von Frauen mit hohem Bildungsniveau, wie der Philosophin Periktione, Platons Mutter, der Seherin Diotima, die Sokrates ? Platons Protagonisten in vielen seiner Dialoge ? zur Umstellung des philosophischen Diskurses auf die Dialogform motiviert, sowie auch von Themistokleia, der Orakelpriesterin von Delphi, deren Wirken über die Vermittlung von Pythagoras zum Tragen kommt. Diese Interaktion Platons mit weiblicher Intellektualität gilt es, im Kontext zu erschliessen und in ihrer Gesamtwirkung zu würdigen. Ohne die Aktivierung weiblicher Inspirationsquellen wäre Platons philosophisches Projekt Stückwerk geblieben Die Kapitel- und Inhaltsübersicht macht deutlich, wie das Buch aufgebaut ist: Einleitung : die Ideenwelt Platons mit Blick auf deren vor-antike Inspirationsquellen | Teil I : Platons Lebenswelt und ihre Kontextualisierung in der klassisch-griechischen Antike -- | Institutionen Alteuropas und ihr Nachhall in der klassisch-griechischen Antike -- | Der Commonwealth Alteuropa und seine zivilisatorischen Errungenschaften -- | Das Ideal eines Interessenausgleichs in der griechischen Gesellschaft : die vorgriechische Friedenstradition in Olympia -- | Eirene, Schutzpatronin des Friedens -- | Olympia und seine vorgriechische Herrin -- | Der nodale Mittelpunkt des Gemeinwesens : das heimische Herdfeuer -- | Oikos : die sozioökonomische und religiöse Hausgemeinschaft -- | Feste und Prozessionen : Kristallisationspunkte für Frauensolidarität und Gemeinschaftsbewusstsein -- | Das traditionsorientierte Wertesystem unter dem Patronat weiblicher Gottheiten -- | Die Personifikation antiker Wertesysteme durch Gestalten vorgriechischer Göttinnen -- | Traditionsorientierte Normen des SozialverhaltensWeltanschauliche Grundlagen des antiken Gewohnheitsrechts -- | Die vorgriechische Rechtstradition und göttlich inspirierte kommunale Harmonie -- | Athene als Hüterin des Gemeinwesens : Konzepte der Gemeinschaftsbildung aus vorgriechischer Zeit -- | Die Anbindung der vorsokratischen Philosophie an alteuropäische Denktraditionen -- | Teil II : der junge Platon und seine frühen Berührungen mit der Philosophie -- | Philosophische Primärerziehung : Platons Mutter, die Philosophin Periktione, und ihre Rolle als Vermittlerin des tradierten Wertesystems -- | Periktione : Frau und Mutter -- | Periktiones Erziehungsideale -- | Periktione und Sokrates -- | Der Nachhall von Periktiones Ideengut : das Ideal einer harmonischen Kooperation zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft -- | Periktiones philosophisches Werk -- | Die prinzipielle Gleichstellung der Frau -- | Die Verantwortlichkeit der Frau -- | Die Förderung des Seelenheils als Maxime -- | Platon als radikaler Denker : Was es heisst, das demokratische Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz (isonomia) wörtlich zu nehmen -- | Möglichkeiten der Kooperation von Vertretern beiderlei Geschlechts : der zentrale Begriff der koinonia -- | Teil III : Platon und die Rolle weiser Frauen in der vorsokratischen Ära -- | Die Rolle der Themistokleia von Delphi : die Vermittlung von geistig-kulturellem Know-how durch Pythagoras und die Pythagoreer -- | Das Heiligtum von Delphi als nodales Zentrum für den Austausch von Wissen -- | Die Orakelpriesterin von Delphi als Hüterin des althergebrachten Wissensguts -- | Das Vermächtnis der Themis : Göttlich inspiriertes Gewohnheitsrecht -- | Philosophie als Aufbauplan für das SeelenheilTugend und Verantwortungsbewusstsein im Dienst des Gemeinwohls -- | Seelenwanderung und Unsterblichkeit der Seele als Konzepte alteuropäischer Herkunft -- | Elysion : das Sehnen der tugendhaften Seele nach Erfüllung -- | Kosmologie und die Leitfunktion einer Weltseele : die vorgriechische Göttin Hekate in Platons Konzept einer politischen Theologie -- | Teil IV : Platon und die Rolle weiser Frauen in der sokratischen Ära -- | Diotima und die Neuorientierung im philosophischen Diskurs : Unterweisungen der Seherin für Sokrates -- | Die Umstellung auf die Dialogform -- | Diotimas Lehre vom Wesen der Liebe -- | Die Lehre der Diotima und ihre Verzerrungen in der Geschichte der Philosophie -- | Teil V : Platon und die Göttinnenkulte : die Rolle weiblicher Kreativität und Schöpferkraft -- | Athene alsIkone göttlich-inspirierter Lebensqualität Platons Wertschätzung weiblicher Intellektualität -- | Die Supergöttin Athene und ihre vielfältigen Rollen -- | Parmenides und die Göttin als Weltschöpferin : Parallelen zum Athene-Kult bei Platon -- | Athene in ihrer Schlüsselfunktion für Platons Ideen über Kunst -- | Die Kolossalstatue der Athene im Parthenon-Tempel auf der Akropolis -- | Platons Bewunderung des Bildnisses der Athene im Parthenon -- | Teil VI : Platon im Kreis kluger Zeitgenossinnen der Athener Gesellschaft -- | Lasthenia und andere Frauen an Platons Akademie : Erkenntnisinteresse und Wissensbildung für den Aufbau einer harmonischen Gesellschaft -- | Die Akademie als Ort der Musenverehrung -- | Lasthenia von Mantinea -- | Axiothea von Phlios -- | Aspasia und die Redekunst : Bildungsstandards einer begabten Frau -- | Aspasia : zur Biographie -- | Aspasias Redekunst und ihre Leichenrede in Platons Dialog Menexenos -- | Aspasia : Erinnerungen der Nachwelt -- | Epilog : eine neue platonische Aufklärung als Richtungspfeil für gesellschaftliche Zukunftsorientierung ---- Bibliographie-- Abbildungen-- Appendices-- Index-- Personenregister. Über die Schlagwörter Classical Civilization, Ancient Philosophy, Women's studies lässt sich Platons Musen auch in größeren Beständen gezielt auffinden.

Edition und bibliografische Einordnung

Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Georg Olms Verlag, Hildesheim und 2020 präzise ergänzt. Mit 3487159228 und 9783487159225 stehen zwei zentrale ISBN-Varianten zur Verfügung, die die Ausgabe eindeutig beschreiben. Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL32320502W sowie die Editionszuordnungen OL44070744M referenzierbar.

Die zentralen Metadaten zu Platons Musen

  1. Seitenzahl: 242
  2. Buchtitel: Platons Musen
  3. Inhaltsübersicht: Einleitung : die Ideenwelt Platons mit Blick auf deren vor-antike Inspirationsquellen | Teil I : Platons Lebenswelt und ihre Kontextualisierung in der klassisch-griechischen Antike -- | Institutionen Alteuropas und ihr Nachhall in der klassisch-griechischen Antike -- | Der Commonwealth Alteuropa und seine zivilisatorischen Errungenschaften -- | Das Ideal eines Interessenausgleichs in der griechischen Gesellschaft : die vorgriechische Friedenstradition in Olympia -- | Eirene, Schutzpatronin des Friedens -- | Olympia und seine vorgriechische Herrin -- | Der nodale Mittelpunkt des Gemeinwesens : das heimische Herdfeuer -- | Oikos : die sozioökonomische und religiöse Hausgemeinschaft -- | Feste und Prozessionen : Kristallisationspunkte für Frauensolidarität und Gemeinschaftsbewusstsein -- | Das traditionsorientierte Wertesystem unter dem Patronat weiblicher Gottheiten -- | Die Personifikation antiker Wertesysteme durch Gestalten vorgriechischer Göttinnen -- | Traditionsorientierte Normen des SozialverhaltensWeltanschauliche Grundlagen des antiken Gewohnheitsrechts -- | Die vorgriechische Rechtstradition und göttlich inspirierte kommunale Harmonie -- | Athene als Hüterin des Gemeinwesens : Konzepte der Gemeinschaftsbildung aus vorgriechischer Zeit -- | Die Anbindung der vorsokratischen Philosophie an alteuropäische Denktraditionen -- | Teil II : der junge Platon und seine frühen Berührungen mit der Philosophie -- | Philosophische Primärerziehung : Platons Mutter, die Philosophin Periktione, und ihre Rolle als Vermittlerin des tradierten Wertesystems -- | Periktione : Frau und Mutter -- | Periktiones Erziehungsideale -- | Periktione und Sokrates -- | Der Nachhall von Periktiones Ideengut : das Ideal einer harmonischen Kooperation zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft -- | Periktiones philosophisches Werk -- | Die prinzipielle Gleichstellung der Frau -- | Die Verantwortlichkeit der Frau -- | Die Förderung des Seelenheils als Maxime -- | Platon als radikaler Denker : Was es heisst, das demokratische Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz (isonomia) wörtlich zu nehmen -- | Möglichkeiten der Kooperation von Vertretern beiderlei Geschlechts : der zentrale Begriff der koinonia -- | Teil III : Platon und die Rolle weiser Frauen in der vorsokratischen Ära -- | Die Rolle der Themistokleia von Delphi : die Vermittlung von geistig-kulturellem Know-how durch Pythagoras und die Pythagoreer -- | Das Heiligtum von Delphi als nodales Zentrum für den Austausch von Wissen -- | Die Orakelpriesterin von Delphi als Hüterin des althergebrachten Wissensguts -- | Das Vermächtnis der Themis : Göttlich inspiriertes Gewohnheitsrecht -- | Philosophie als Aufbauplan für das SeelenheilTugend und Verantwortungsbewusstsein im Dienst des Gemeinwohls -- | Seelenwanderung und Unsterblichkeit der Seele als Konzepte alteuropäischer Herkunft -- | Elysion : das Sehnen der tugendhaften Seele nach Erfüllung -- | Kosmologie und die Leitfunktion einer Weltseele : die vorgriechische Göttin Hekate in Platons Konzept einer politischen Theologie -- | Teil IV : Platon und die Rolle weiser Frauen in der sokratischen Ära -- | Diotima und die Neuorientierung im philosophischen Diskurs : Unterweisungen der Seherin für Sokrates -- | Die Umstellung auf die Dialogform -- | Diotimas Lehre vom Wesen der Liebe -- | Die Lehre der Diotima und ihre Verzerrungen in der Geschichte der Philosophie -- | Teil V : Platon und die Göttinnenkulte : die Rolle weiblicher Kreativität und Schöpferkraft -- | Athene alsIkone göttlich-inspirierter Lebensqualität Platons Wertschätzung weiblicher Intellektualität -- | Die Supergöttin Athene und ihre vielfältigen Rollen -- | Parmenides und die Göttin als Weltschöpferin : Parallelen zum Athene-Kult bei Platon -- | Athene in ihrer Schlüsselfunktion für Platons Ideen über Kunst -- | Die Kolossalstatue der Athene im Parthenon-Tempel auf der Akropolis -- | Platons Bewunderung des Bildnisses der Athene im Parthenon -- | Teil VI : Platon im Kreis kluger Zeitgenossinnen der Athener Gesellschaft -- | Lasthenia und andere Frauen an Platons Akademie : Erkenntnisinteresse und Wissensbildung für den Aufbau einer harmonischen Gesellschaft -- | Die Akademie als Ort der Musenverehrung -- | Lasthenia von Mantinea -- | Axiothea von Phlios -- | Aspasia und die Redekunst : Bildungsstandards einer begabten Frau -- | Aspasia : zur Biographie -- | Aspasias Redekunst und ihre Leichenrede in Platons Dialog Menexenos -- | Aspasia : Erinnerungen der Nachwelt -- | Epilog : eine neue platonische Aufklärung als Richtungspfeil für gesellschaftliche Zukunftsorientierung ---- Bibliographie-- Abbildungen-- Appendices-- Index-- Personenregister.
  4. Kurzbeschreibung: In der Geschichtsschreibung der Philosophie und in der Tradition der Platon-Interpretation wird die eminente Rolle dieses Philosophen verstanden als eines der wichtigsten Phänomene einer Neuorientierung, als Ablösung von der vorsokratischen Denktradition. Diese Einschätzungen gehen wie selbstverständlich davon aus, dass sich der Innovationsschub allein aus der intellektuellen Leistung Platons erklärt, denn angeblich hatte er keine Vorbilder.0Bei genauerer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass Platon selbst eingebunden war in intellektuelle Strömungen mit Langzeittradition, die in die Ära der klassisch-griechischen Antike nachwirkten, sein näheres Umfeld prägten und ihm wichtige Impulse für seine Orientierung vermittelten. Verbindungsstränge zwischen diesen Wirkungsströmen und vorgriechischen Kulturschichten sind in den letzten Jahren verstärkt erforscht worden.0Die vorliegende Studie macht sich zur Aufgabe, die Einwirkung von Frauen ? als Garanten traditionsorientierter Erfahrungswerte und Erziehungsideale ? und von weiblichen Gestalten der griechischen Mythologie als Impulsgeber für Platons philosophisches Lehrgebäude auszuleuchten. Die feministische Forschung hat den Frauen im kreativen Schaffen Platons bisher lediglich Nischenplätze eingeräumt. In wichtigen Etappen für die Strukturierung von Platons Ideenwelt zeigt sich die Einflussnahme von Frauen mit hohem Bildungsniveau, wie der Philosophin Periktione, Platons Mutter, der Seherin Diotima, die Sokrates ? Platons Protagonisten in vielen seiner Dialoge ? zur Umstellung des philosophischen Diskurses auf die Dialogform motiviert, sowie auch von Themistokleia, der Orakelpriesterin von Delphi, deren Wirken über die Vermittlung von Pythagoras zum Tragen kommt. Diese Interaktion Platons mit weiblicher Intellektualität gilt es, im Kontext zu erschliessen und in ihrer Gesamtwirkung zu würdigen. Ohne die Aktivierung weiblicher Inspirationsquellen wäre Platons philosophisches Projekt Stückwerk geblieben
  5. Externe Work-Referenz: OL32320502W
  6. Autor beziehungsweise Autoren: Harald Haarmann
  7. Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
  8. Veröffentlicht am: 2020
  9. Thematische Tags: Classical Civilization, Ancient Philosophy, Women's studies
  10. Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783487159225
  11. Verlagsort: Hildesheim
  12. Externe Editionsreferenzen: OL44070744M
  13. Verlag: Georg Olms Verlag
  14. Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3487159228
  15. Ergänzender Titelzusatz: Philosophie im Licht weiblicher Intellektualität
  16. Primäre Kategorie: Sachbuch

Warum sich Platons Musen gut einordnen lässt

Platons Musen profitiert für die Auffindbarkeit besonders von der Verbindung zwischen Harald Haarmann, Sachbuch und den Tags Classical Civilization, Ancient Philosophy, Women's studies, weil dadurch eine starke semantische Einordnung entsteht. Eindeutige Referenzdaten wie 3487159228, 9783487159225 und OL32320502W verbessern die bibliografische Verlässlichkeit zusätzlich.

Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe

Wie lässt sich die Ausgabe eindeutig identifizieren?

Die eindeutige Identifikation erfolgt unter anderem über die ISBN-10 3487159228 und die ISBN-13 9783487159225.

Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?

Vorhanden sind die Work-ID OL32320502W und die Editionsreferenzen OL44070744M.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Die Struktur der Ausgabe wird über das hinterlegte Inhaltsverzeichnis sichtbar: Einleitung : die Ideenwelt Platons mit Blick auf deren vor-antike Inspirationsquellen | Teil I : Platons Lebenswelt und ihre Kontextualisierung in der klassisch-griechischen Antike -- | Institutionen Alteuropas und ihr Nachhall in der klassisch-griechischen Antike -- | Der Commonwealth Alteuropa und seine zivilisatorischen Errungenschaften -- | Das Ideal eines Interessenausgleichs in der griechischen Gesellschaft : die vorgriechische Friedenstradition in Olympia -- | Eirene, Schutzpatronin des Friedens -- | Olympia und seine vorgriechische Herrin -- | Der nodale Mittelpunkt des Gemeinwesens : das heimische Herdfeuer -- | Oikos : die sozioökonomische und religiöse Hausgemeinschaft -- | Feste und Prozessionen : Kristallisationspunkte für Frauensolidarität und Gemeinschaftsbewusstsein -- | Das traditionsorientierte Wertesystem unter dem Patronat weiblicher Gottheiten -- | Die Personifikation antiker Wertesysteme durch Gestalten vorgriechischer Göttinnen -- | Traditionsorientierte Normen des SozialverhaltensWeltanschauliche Grundlagen des antiken Gewohnheitsrechts -- | Die vorgriechische Rechtstradition und göttlich inspirierte kommunale Harmonie -- | Athene als Hüterin des Gemeinwesens : Konzepte der Gemeinschaftsbildung aus vorgriechischer Zeit -- | Die Anbindung der vorsokratischen Philosophie an alteuropäische Denktraditionen -- | Teil II : der junge Platon und seine frühen Berührungen mit der Philosophie -- | Philosophische Primärerziehung : Platons Mutter, die Philosophin Periktione, und ihre Rolle als Vermittlerin des tradierten Wertesystems -- | Periktione : Frau und Mutter -- | Periktiones Erziehungsideale -- | Periktione und Sokrates -- | Der Nachhall von Periktiones Ideengut : das Ideal einer harmonischen Kooperation zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft -- | Periktiones philosophisches Werk -- | Die prinzipielle Gleichstellung der Frau -- | Die Verantwortlichkeit der Frau -- | Die Förderung des Seelenheils als Maxime -- | Platon als radikaler Denker : Was es heisst, das demokratische Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz (isonomia) wörtlich zu nehmen -- | Möglichkeiten der Kooperation von Vertretern beiderlei Geschlechts : der zentrale Begriff der koinonia -- | Teil III : Platon und die Rolle weiser Frauen in der vorsokratischen Ära -- | Die Rolle der Themistokleia von Delphi : die Vermittlung von geistig-kulturellem Know-how durch Pythagoras und die Pythagoreer -- | Das Heiligtum von Delphi als nodales Zentrum für den Austausch von Wissen -- | Die Orakelpriesterin von Delphi als Hüterin des althergebrachten Wissensguts -- | Das Vermächtnis der Themis : Göttlich inspiriertes Gewohnheitsrecht -- | Philosophie als Aufbauplan für das SeelenheilTugend und Verantwortungsbewusstsein im Dienst des Gemeinwohls -- | Seelenwanderung und Unsterblichkeit der Seele als Konzepte alteuropäischer Herkunft -- | Elysion : das Sehnen der tugendhaften Seele nach Erfüllung -- | Kosmologie und die Leitfunktion einer Weltseele : die vorgriechische Göttin Hekate in Platons Konzept einer politischen Theologie -- | Teil IV : Platon und die Rolle weiser Frauen in der sokratischen Ära -- | Diotima und die Neuorientierung im philosophischen Diskurs : Unterweisungen der Seherin für Sokrates -- | Die Umstellung auf die Dialogform -- | Diotimas Lehre vom Wesen der Liebe -- | Die Lehre der Diotima und ihre Verzerrungen in der Geschichte der Philosophie -- | Teil V : Platon und die Göttinnenkulte : die Rolle weiblicher Kreativität und Schöpferkraft -- | Athene alsIkone göttlich-inspirierter Lebensqualität Platons Wertschätzung weiblicher Intellektualität -- | Die Supergöttin Athene und ihre vielfältigen Rollen -- | Parmenides und die Göttin als Weltschöpferin : Parallelen zum Athene-Kult bei Platon -- | Athene in ihrer Schlüsselfunktion für Platons Ideen über Kunst -- | Die Kolossalstatue der Athene im Parthenon-Tempel auf der Akropolis -- | Platons Bewunderung des Bildnisses der Athene im Parthenon -- | Teil VI : Platon im Kreis kluger Zeitgenossinnen der Athener Gesellschaft -- | Lasthenia und andere Frauen an Platons Akademie : Erkenntnisinteresse und Wissensbildung für den Aufbau einer harmonischen Gesellschaft -- | Die Akademie als Ort der Musenverehrung -- | Lasthenia von Mantinea -- | Axiothea von Phlios -- | Aspasia und die Redekunst : Bildungsstandards einer begabten Frau -- | Aspasia : zur Biographie -- | Aspasias Redekunst und ihre Leichenrede in Platons Dialog Menexenos -- | Aspasia : Erinnerungen der Nachwelt -- | Epilog : eine neue platonische Aufklärung als Richtungspfeil für gesellschaftliche Zukunftsorientierung ---- Bibliographie-- Abbildungen-- Appendices-- Index-- Personenregister.

Was sagt die Beschreibung über das Buch aus?

In der Geschichtsschreibung der Philosophie und in der Tradition der Platon-Interpretation wird die eminente Rolle dieses Philosophen verstanden als eines der wichtigsten Phänomene einer Neuorientierung, als Ablösung von der vorsokratischen Denktradition. Diese Einschätzungen gehen wie selbstverständlich davon aus, dass sich der Innovationsschub allein aus der intellektuellen Leistung Platons erklärt, denn angeblich hatte er keine Vorbilder.0Bei genauerer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass Platon selbst eingebunden war in intellektuelle Strömungen mit Langzeittradition, die in die Ära der klassisch-griechischen Antike nachwirkten, sein näheres Umfeld prägten und ihm wichtige Impulse für seine Orientierung vermittelten. Verbindungsstränge zwischen diesen Wirkungsströmen und vorgriechischen Kulturschichten sind in den letzten Jahren verstärkt erforscht worden.0Die vorliegende Studie macht sich zur Aufgabe, die Einwirkung von Frauen ? als Garanten traditionsorientierter Erfahrungswerte und Erziehungsideale ? und von weiblichen Gestalten der griechischen Mythologie als Impulsgeber für Platons philosophisches Lehrgebäude auszuleuchten. Die feministische Forschung hat den Frauen im kreativen Schaffen Platons bisher lediglich Nischenplätze eingeräumt. In wichtigen Etappen für die Strukturierung von Platons Ideenwelt zeigt sich die Einflussnahme von Frauen mit hohem Bildungsniveau, wie der Philosophin Periktione, Platons Mutter, der Seherin Diotima, die Sokrates ? Platons Protagonisten in vielen seiner Dialoge ? zur Umstellung des philosophischen Diskurses auf die Dialogform motiviert, sowie auch von Themistokleia, der Orakelpriesterin von Delphi, deren Wirken über die Vermittlung von Pythagoras zum Tragen kommt. Diese Interaktion Platons mit weiblicher Intellektualität gilt es, im Kontext zu erschliessen und in ihrer Gesamtwirkung zu würdigen. Ohne die Aktivierung weiblicher Inspirationsquellen wäre Platons philosophisches Projekt Stückwerk geblieben

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