Halbierte Köpfe? - Buch im Überblick
18.10.2026
Lesedauer: 8 min
Schneller Überblick zu Halbierte Köpfe? von Klaus Fittschen mit den wichtigsten Buchangaben. Ideal, um Relevanz, Ausgabe und Details schnell zu prüfen.

Halbierte Köpfe? - Buchbeschreibung, Ausstattung und ISBN
Halbierte Köpfe? ist ein Werk von Klaus Fittschen, das innerhalb der Kategorie Sachbuch eingeordnet wird und bereits durch seine klare thematische Ausrichtung überzeugt. Inhaltlich lässt sich Halbierte Köpfe? folgendermaßen zusammenfassen: Im 18. Jahrhundert waren medaillonartig gefasste Profilbildnisse sehr beliebt. Dafür hat man sogar intakt erhaltene, rundplastische antike Bildnisse zersägt; mehrere Fälle lassen sich nachweisen. Die Forschung hat daraus geschlossen, dass auch andere antike Profilbildnisse erst in der Neuzeit aus ehemals rundplastischen Bildnissen hergestellt worden seien. Das ist aber nicht immer der Fall. Bildnisse im Profil waren auch schon in der Antike sehr verbreitet und geschätzt, u.a. deswegen, weil sie effektvoll auf Flächen aus kostbarem Material (Porphyr, Serpentin, Basalt) montiert werden konnten. 0Auch wenn sich keine antiken Beispiele für dieses Verfahren erhalten haben, gibt es dafür doch überzeugende Indizien: So haben diese Profilbildnisse nicht den Umfang halber Köpfe, sondern sind schmaler und perspektivisch verkürzt. Wenn man die erhaltenen Teile durch Spiegelung graphisch vervollständigt, ergeben sich keine vollplastischen Köpfe. Das gilt z.B. für das bekannte Tondo-Bildnis in Berlin, das seit langem auf Kaiser Augustus bezogen wird. Da es dessen Bildnissen aber nicht genau entspricht, ist es auch schon für falsch erklärt worden. Wie erst vor kurzem bekannt wurde, gehörte es zur berühmten Antikensammlung Montalto Peretti in Rom, die im späten 16. Jahrhundert entstanden ist. Aus derselben Sammlung stammen noch andere Bildnisse, sowohl weitere Profilbildnisse als auch rundplastische Bildnisse, die sich stilistisch alle so ähnlich sind, dass man vermuten kann, dass sie schon in der Antike zusammengehört haben und einer der reichen Familien der stadtrömischen Oberschicht frühaugusteischer Zeit zugeordnet werden können. Das Tondo-Bildnis in Berlin gibt danach nicht Augustus selbst wieder, sondern ein Mitglied einer dieser Familien, das sich ähnlich wie Augustus darstellen liess (Bildnisangleichung), ein Phänomen, das auch in späteren Perioden der europäischen Geschichte zu finden ist Bibliografisch ist Halbierte Köpfe? mit dem Erscheinungsdatum 2019, dem Verlag Harrassowitz Verlag und dem Ort Wiesbaden erfasst.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Durch die Zuordnung zur Kategorie Sachbuch wird Halbierte Köpfe? auch für thematische Recherchen besonders relevant. Das hinterlegte Publikationsdatum 2019 unterstützt dabei, Halbierte Köpfe? zeitlich korrekt zu klassifizieren. Für alle, die Bücher von Klaus Fittschen recherchieren oder vergleichen, ist Halbierte Köpfe? eine relevante Ausgabe. Mit der Sprache Deutsch lässt sich Halbierte Köpfe? auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern. Verlagsname und Verlagsort - Harrassowitz Verlag und Wiesbaden - helfen dabei, die Ausgabe eindeutig zu identifizieren.
Inhalte, Themen und Relevanz
Wer wissen möchte, worauf Halbierte Köpfe? inhaltlich abzielt, findet in dieser Zusammenfassung einen ersten Ansatzpunkt: Im 18. Jahrhundert waren medaillonartig gefasste Profilbildnisse sehr beliebt. Dafür hat man sogar intakt erhaltene, rundplastische antike Bildnisse zersägt; mehrere Fälle lassen sich nachweisen. Die Forschung hat daraus geschlossen, dass auch andere antike Profilbildnisse erst in der Neuzeit aus ehemals rundplastischen Bildnissen hergestellt worden seien. Das ist aber nicht immer der Fall. Bildnisse im Profil waren auch schon in der Antike sehr verbreitet und geschätzt, u.a. deswegen, weil sie effektvoll auf Flächen aus kostbarem Material (Porphyr, Serpentin, Basalt) montiert werden konnten. 0Auch wenn sich keine antiken Beispiele für dieses Verfahren erhalten haben, gibt es dafür doch überzeugende Indizien: So haben diese Profilbildnisse nicht den Umfang halber Köpfe, sondern sind schmaler und perspektivisch verkürzt. Wenn man die erhaltenen Teile durch Spiegelung graphisch vervollständigt, ergeben sich keine vollplastischen Köpfe. Das gilt z.B. für das bekannte Tondo-Bildnis in Berlin, das seit langem auf Kaiser Augustus bezogen wird. Da es dessen Bildnissen aber nicht genau entspricht, ist es auch schon für falsch erklärt worden. Wie erst vor kurzem bekannt wurde, gehörte es zur berühmten Antikensammlung Montalto Peretti in Rom, die im späten 16. Jahrhundert entstanden ist. Aus derselben Sammlung stammen noch andere Bildnisse, sowohl weitere Profilbildnisse als auch rundplastische Bildnisse, die sich stilistisch alle so ähnlich sind, dass man vermuten kann, dass sie schon in der Antike zusammengehört haben und einer der reichen Familien der stadtrömischen Oberschicht frühaugusteischer Zeit zugeordnet werden können. Das Tondo-Bildnis in Berlin gibt danach nicht Augustus selbst wieder, sondern ein Mitglied einer dieser Familien, das sich ähnlich wie Augustus darstellen liess (Bildnisangleichung), ein Phänomen, das auch in späteren Perioden der europäischen Geschichte zu finden ist Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: Profile portraits
Edition und bibliografische Einordnung
Für die eindeutige Identifikation der Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 3447112514 als auch die ISBN-13 9783447112512 hinterlegt. Auch externe Referenzen sind vorhanden: Die Work-ID lautet OL32582765W, die zugehörigen Editions-IDs sind OL44392290M. Durch die Kombination aus Harrassowitz Verlag, Wiesbaden und 2019 lässt sich die Ausgabe sauber verorten.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Ort der Veröffentlichung: Wiesbaden
- Kurzbeschreibung: Im 18. Jahrhundert waren medaillonartig gefasste Profilbildnisse sehr beliebt. Dafür hat man sogar intakt erhaltene, rundplastische antike Bildnisse zersägt; mehrere Fälle lassen sich nachweisen. Die Forschung hat daraus geschlossen, dass auch andere antike Profilbildnisse erst in der Neuzeit aus ehemals rundplastischen Bildnissen hergestellt worden seien. Das ist aber nicht immer der Fall. Bildnisse im Profil waren auch schon in der Antike sehr verbreitet und geschätzt, u.a. deswegen, weil sie effektvoll auf Flächen aus kostbarem Material (Porphyr, Serpentin, Basalt) montiert werden konnten. 0Auch wenn sich keine antiken Beispiele für dieses Verfahren erhalten haben, gibt es dafür doch überzeugende Indizien: So haben diese Profilbildnisse nicht den Umfang halber Köpfe, sondern sind schmaler und perspektivisch verkürzt. Wenn man die erhaltenen Teile durch Spiegelung graphisch vervollständigt, ergeben sich keine vollplastischen Köpfe. Das gilt z.B. für das bekannte Tondo-Bildnis in Berlin, das seit langem auf Kaiser Augustus bezogen wird. Da es dessen Bildnissen aber nicht genau entspricht, ist es auch schon für falsch erklärt worden. Wie erst vor kurzem bekannt wurde, gehörte es zur berühmten Antikensammlung Montalto Peretti in Rom, die im späten 16. Jahrhundert entstanden ist. Aus derselben Sammlung stammen noch andere Bildnisse, sowohl weitere Profilbildnisse als auch rundplastische Bildnisse, die sich stilistisch alle so ähnlich sind, dass man vermuten kann, dass sie schon in der Antike zusammengehört haben und einer der reichen Familien der stadtrömischen Oberschicht frühaugusteischer Zeit zugeordnet werden können. Das Tondo-Bildnis in Berlin gibt danach nicht Augustus selbst wieder, sondern ein Mitglied einer dieser Familien, das sich ähnlich wie Augustus darstellen liess (Bildnisangleichung), ein Phänomen, das auch in späteren Perioden der europäischen Geschichte zu finden ist
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- ISBN-13: 9783447112512
- Schlagwörter: Profile portraits
- Titel: Halbierte Köpfe?
- Autor beziehungsweise Autoren: Klaus Fittschen
- Publiziert bei: Harrassowitz Verlag
- Umfang: 22 Seiten
- Sprache: Deutsch
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3447112514
- Erscheinungsdatum: 2019
- Externe Work-Referenz: OL32582765W
- Externe Editionsreferenzen: OL44392290M
Auffindbarkeit und bibliografische Präzision
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Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe
Warum sind ISBN-10 und ISBN-13 relevant?
Mit 3447112514 und 9783447112512 lässt sich die Ausgabe in Katalogen, Shops und Bibliotheksdatenbanken zuverlässig zuordnen.
Gibt es externe Referenzdaten für das Werk?
Ja, das Werk ist über die Open-Library-Work-ID OL32582765W sowie die Editions-IDs OL44392290M referenzierbar.
Welche Sprache und Schlagwörter sind hinterlegt?
Verzeichnet sind die Sprache Deutsch sowie die Tags Profile portraits, die die thematische Zuordnung erleichtern.
Was sagt die Beschreibung über das Buch aus?
Im 18. Jahrhundert waren medaillonartig gefasste Profilbildnisse sehr beliebt. Dafür hat man sogar intakt erhaltene, rundplastische antike Bildnisse zersägt; mehrere Fälle lassen sich nachweisen. Die Forschung hat daraus geschlossen, dass auch andere antike Profilbildnisse erst in der Neuzeit aus ehemals rundplastischen Bildnissen hergestellt worden seien. Das ist aber nicht immer der Fall. Bildnisse im Profil waren auch schon in der Antike sehr verbreitet und geschätzt, u.a. deswegen, weil sie effektvoll auf Flächen aus kostbarem Material (Porphyr, Serpentin, Basalt) montiert werden konnten. 0Auch wenn sich keine antiken Beispiele für dieses Verfahren erhalten haben, gibt es dafür doch überzeugende Indizien: So haben diese Profilbildnisse nicht den Umfang halber Köpfe, sondern sind schmaler und perspektivisch verkürzt. Wenn man die erhaltenen Teile durch Spiegelung graphisch vervollständigt, ergeben sich keine vollplastischen Köpfe. Das gilt z.B. für das bekannte Tondo-Bildnis in Berlin, das seit langem auf Kaiser Augustus bezogen wird. Da es dessen Bildnissen aber nicht genau entspricht, ist es auch schon für falsch erklärt worden. Wie erst vor kurzem bekannt wurde, gehörte es zur berühmten Antikensammlung Montalto Peretti in Rom, die im späten 16. Jahrhundert entstanden ist. Aus derselben Sammlung stammen noch andere Bildnisse, sowohl weitere Profilbildnisse als auch rundplastische Bildnisse, die sich stilistisch alle so ähnlich sind, dass man vermuten kann, dass sie schon in der Antike zusammengehört haben und einer der reichen Familien der stadtrömischen Oberschicht frühaugusteischer Zeit zugeordnet werden können. Das Tondo-Bildnis in Berlin gibt danach nicht Augustus selbst wieder, sondern ein Mitglied einer dieser Familien, das sich ähnlich wie Augustus darstellen liess (Bildnisangleichung), ein Phänomen, das auch in späteren Perioden der europäischen Geschichte zu finden ist
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