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zeichen von zeichen für zeichen | Buchdetails & ISBN

18.10.2026

Lesedauer: 16 min

Alle Kerninfos zu zeichen von zeichen für zeichen von Elisabeth Walther, Udo Bayer auf einen Blick: Inhalt und Buchdetails. Klicke für klare Fakten statt vager Kurztexte.

zeichen von zeichen für zeichen | Buchdetails & ISBN

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zeichen von zeichen für zeichen: Inhalt, Einordnung und bibliografische Details

zeichen von zeichen für zeichen gehört zur Kategorie Sachbuch und stammt von Elisabeth Walther, Udo Bayer - eine Kombination, die den Titel sowohl fachlich als auch bibliografisch interessant macht. Festschrift für Max Bense fungiert als präzisierende Ergänzung zu zeichen von zeichen für zeichen und macht die Zielsetzung des Buches schneller erfassbar. Aus der Buchbeschreibung zu zeichen von zeichen für zeichen ergibt sich ein klares Bild der thematischen Schwerpunkte: Die Festschrift, herausgegeben von Elisabeth Walther-Bense und Udo Bayer, erschien mit Text- und Bildbeiträgen von 71 Gratulanten zum 80. Geburtstag Max Benses in einer Auflage von 1000 Exemplaren. VORWORT Schüler, Freunde und Kollegen gratulieren mit dieser Festschrift Max Bense zum achtzigsten Geburtstag am 7. Februar 1990. Sie fühlen sich einem Lehrer und Diskussionspartner verpflichtet und verbunden, dessen Weite des Horizonts die traditionellen Disziplinen übergreift und somit ein Phänomen darstellt, das in einem zunehmend spezialisierten Wissenschaftsbetrieb immer seltener wird. Wie es schon in den Festschriften zum sechzigsten, siebzigsten und fünfundsiebzigsten Geburtstag* deutlich wurde, sind die Beiträge dort – und nun auch in diesem Band – unterschiedlich in der Thematik und in den Ausdrucksformen. Es spiegelt sich auch in dieser Festschrift die Verbindung von geisteswissenschaftlich-philosophischem mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Denken, von literarischer mit bildnerischer Gestaltung. Wissenschaftliche Reflexion und künstlerische Produktion ergänzen sich ja auch im Werk Max Benses in einer für einen Hochschullehrer sicher nicht typischen Weise. Neben Physik und Mathematik sah er seit seinen Studienjahren Philosophie und Kunst, insbesondere Literatur und Malerei, als ebenso unerläßlich für die eigene Arbeit an. Im Gegensatz zum Ordnen und Verwalten fremder Gedanken ist Max Benses kritische und schöpferische Auseinandersetzung mit dem, was andere gedacht haben, ein vorbildliches Beispiel für das Weiterdenken – ein geistiger Prozeß, der nie die Subjektivität des denkenden und bisweilen streitbaren Ichs hinter dem Gedachten zum Verschwinden bringen will. Von der »technischen Existenz« und einem »existentiellen Rationalismus« bis zum »semiotischen Tier« oder dem »Menschen, der selbst ein Zeichen« ist sind die Übergänge in seinem wissenschaftlichen und literarischen Werk leicht nachzuvollziehen. Daß die Mathematik nicht nur für Naturwissenschaft und Philosophie, sondern auch für Ästhetik und Semiotik eine unerläßliche Grundlage bildet, wird sogar in seinen Gedichten spürbar. Ein Moment der angesprochenen Universalität ist die Förderung moderner experimenteller Literatur und die kritische Auseinandersetzung mit den kulturell-politischen Phänomenen der Nachkriegszeit, die ihren publizistischen Niederschlag in der Zeitschrift »augenblick« fanden, die von ihm von 1955 bis 1960 herausgegeben und in der »reihe rot« (Heft 1-52) fortgesetzt wurde. Die Festgaben seiner Freunde aus Kunst und Literatur erinnern an einen zweiten großen Wirkungskreis, der seine ästhetischen Vorstellungen betrifft: seine jahrzehntelange Tätigkeit als Förderer und Kritiker von Malern und Bildhauern – insbesondere in der von ihm betreuten Studiengalerie der Universität Stuttgart, wie sie aus den so anregenden Reden zu den Vernissagen noch vielen gegenwärtig sein wird. Galerien und Museen haben von seinen ästhetischen Vorstellungen häufig profitiert. Erinnert sei auch an seinen maßgeblichen Impuls zur Schaffung computergenerierter Grafiken und Texte; denn er hatte sich bereits Ende der fünfziger Jahre für den Ausbau der Kybernetikforschung (heute Informatik) eingesetzt. Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Werkes der letzten beiden Jahrzehnte war und ist jedoch die semiotische Forschung auf den Grundlagen der Peirceschen Theorie. Im Entwurf einer möglichst tiefen und umfassenden Fundierung der Aktionen des menschlichen Bewußtseins konvergieren die genannten Disziplinen, die Max Benses intellektueller Horizont schon seit seinen ersten Publikationen in Beziehung setzt – etwa in seiner Dissertation »Quantenmechanik und Daseinsrelativität« von 1938. Seine innovative Weiterentwicklung der Peirceschen Grundgedanken zu einer allgemeinen Zeichenlehre, die er durch Rezeption und Analyse in schöpferischer Synthese zu einem relativ abgeschlossenen System fortzuführen unternahm, umfassen selbstverständlich bewußtseins- und erkenntnistheoretische Probleme. Die Initiative für ein Publikationsforum zur Verbreitung dieser in der Entfaltung begriffenen theoretischen Semiotik, nämlich die internationale Zeitschrift für Semiotik und Ästhetik, SEMIOSIS, ging 1975 im wesentlichen von ihm aus und wurde zum Sprachrohr vieler Kollegen und Schüler in aller Welt. Max Bense hat den hier kurz geschilderten Begriff von Wissenschaft nicht nur als Forscher in seinem eigenen Werk realisiert, sondern als Lehrer auch dem heterogenen Kreis seiner Schüler zu vermitteln gewußt, wie es die Vielfalt der Beiträge dieses Bandes auch deutlich macht. So gelten Dank und Glückwunsch gleichermaßen dem Forscher, Lehrer und Organisator, dem Freund und Kollegen. Stuttgart, Dezember 1989 | Elisabeth Walther-Bense | Udo Bayer (*) Muster möglicher Welten, Wiesbaden 1970; Semiosis 17/18 (1980); Semiosis 36/37/38 und 39/40 (1985) Bibliografisch ist zeichen von zeichen für zeichen mit dem Erscheinungsdatum 1990, dem Verlag AGIS Verlag und dem Ort Baden-Baden erfasst.

Warum zeichen von zeichen für zeichen relevant sein kann

Die Angaben zu AGIS Verlag und Baden-Baden stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Durch die Zuordnung zur Kategorie Sachbuch wird zeichen von zeichen für zeichen auch für thematische Recherchen besonders relevant. Auch das Veröffentlichungsdatum 1990 macht zeichen von zeichen für zeichen für zeitlich eingegrenzte Suchen besonders interessant. zeichen von zeichen für zeichen ist besonders für Leserinnen und Leser interessant, die sich gezielt mit Veröffentlichungen von Elisabeth Walther, Udo Bayer beschäftigen möchten. Dass zeichen von zeichen für zeichen in Deutsch erschienen ist, erleichtert die gezielte Auswahl für sprachspezifische Recherchen.

Worum geht es in zeichen von zeichen für zeichen?

Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt zeichen von zeichen für zeichen laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: Die Festschrift, herausgegeben von Elisabeth Walther-Bense und Udo Bayer, erschien mit Text- und Bildbeiträgen von 71 Gratulanten zum 80. Geburtstag Max Benses in einer Auflage von 1000 Exemplaren. VORWORT Schüler, Freunde und Kollegen gratulieren mit dieser Festschrift Max Bense zum achtzigsten Geburtstag am 7. Februar 1990. Sie fühlen sich einem Lehrer und Diskussionspartner verpflichtet und verbunden, dessen Weite des Horizonts die traditionellen Disziplinen übergreift und somit ein Phänomen darstellt, das in einem zunehmend spezialisierten Wissenschaftsbetrieb immer seltener wird. Wie es schon in den Festschriften zum sechzigsten, siebzigsten und fünfundsiebzigsten Geburtstag* deutlich wurde, sind die Beiträge dort – und nun auch in diesem Band – unterschiedlich in der Thematik und in den Ausdrucksformen. Es spiegelt sich auch in dieser Festschrift die Verbindung von geisteswissenschaftlich-philosophischem mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Denken, von literarischer mit bildnerischer Gestaltung. Wissenschaftliche Reflexion und künstlerische Produktion ergänzen sich ja auch im Werk Max Benses in einer für einen Hochschullehrer sicher nicht typischen Weise. Neben Physik und Mathematik sah er seit seinen Studienjahren Philosophie und Kunst, insbesondere Literatur und Malerei, als ebenso unerläßlich für die eigene Arbeit an. Im Gegensatz zum Ordnen und Verwalten fremder Gedanken ist Max Benses kritische und schöpferische Auseinandersetzung mit dem, was andere gedacht haben, ein vorbildliches Beispiel für das Weiterdenken – ein geistiger Prozeß, der nie die Subjektivität des denkenden und bisweilen streitbaren Ichs hinter dem Gedachten zum Verschwinden bringen will. Von der »technischen Existenz« und einem »existentiellen Rationalismus« bis zum »semiotischen Tier« oder dem »Menschen, der selbst ein Zeichen« ist sind die Übergänge in seinem wissenschaftlichen und literarischen Werk leicht nachzuvollziehen. Daß die Mathematik nicht nur für Naturwissenschaft und Philosophie, sondern auch für Ästhetik und Semiotik eine unerläßliche Grundlage bildet, wird sogar in seinen Gedichten spürbar. Ein Moment der angesprochenen Universalität ist die Förderung moderner experimenteller Literatur und die kritische Auseinandersetzung mit den kulturell-politischen Phänomenen der Nachkriegszeit, die ihren publizistischen Niederschlag in der Zeitschrift »augenblick« fanden, die von ihm von 1955 bis 1960 herausgegeben und in der »reihe rot« (Heft 1-52) fortgesetzt wurde. Die Festgaben seiner Freunde aus Kunst und Literatur erinnern an einen zweiten großen Wirkungskreis, der seine ästhetischen Vorstellungen betrifft: seine jahrzehntelange Tätigkeit als Förderer und Kritiker von Malern und Bildhauern – insbesondere in der von ihm betreuten Studiengalerie der Universität Stuttgart, wie sie aus den so anregenden Reden zu den Vernissagen noch vielen gegenwärtig sein wird. Galerien und Museen haben von seinen ästhetischen Vorstellungen häufig profitiert. Erinnert sei auch an seinen maßgeblichen Impuls zur Schaffung computergenerierter Grafiken und Texte; denn er hatte sich bereits Ende der fünfziger Jahre für den Ausbau der Kybernetikforschung (heute Informatik) eingesetzt. Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Werkes der letzten beiden Jahrzehnte war und ist jedoch die semiotische Forschung auf den Grundlagen der Peirceschen Theorie. Im Entwurf einer möglichst tiefen und umfassenden Fundierung der Aktionen des menschlichen Bewußtseins konvergieren die genannten Disziplinen, die Max Benses intellektueller Horizont schon seit seinen ersten Publikationen in Beziehung setzt – etwa in seiner Dissertation »Quantenmechanik und Daseinsrelativität« von 1938. Seine innovative Weiterentwicklung der Peirceschen Grundgedanken zu einer allgemeinen Zeichenlehre, die er durch Rezeption und Analyse in schöpferischer Synthese zu einem relativ abgeschlossenen System fortzuführen unternahm, umfassen selbstverständlich bewußtseins- und erkenntnistheoretische Probleme. Die Initiative für ein Publikationsforum zur Verbreitung dieser in der Entfaltung begriffenen theoretischen Semiotik, nämlich die internationale Zeitschrift für Semiotik und Ästhetik, SEMIOSIS, ging 1975 im wesentlichen von ihm aus und wurde zum Sprachrohr vieler Kollegen und Schüler in aller Welt. Max Bense hat den hier kurz geschilderten Begriff von Wissenschaft nicht nur als Forscher in seinem eigenen Werk realisiert, sondern als Lehrer auch dem heterogenen Kreis seiner Schüler zu vermitteln gewußt, wie es die Vielfalt der Beiträge dieses Bandes auch deutlich macht. So gelten Dank und Glückwunsch gleichermaßen dem Forscher, Lehrer und Organisator, dem Freund und Kollegen. Stuttgart, Dezember 1989 | Elisabeth Walther-Bense | Udo Bayer (*) Muster möglicher Welten, Wiesbaden 1970; Semiosis 17/18 (1980); Semiosis 36/37/38 und 39/40 (1985) Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: Aesthetics, Semiotics

Wichtige Kennzeichen dieser Ausgabe

Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch AGIS Verlag, Baden-Baden und 1990 präzise ergänzt. Für weiterführende bibliografische Verknüpfungen sind die Kennungen OL19204388W und OL1971928M besonders hilfreich. Für die eindeutige Identifikation der Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 3870070366 als auch die ISBN-13 9783870070366 hinterlegt.

Bibliografische Daten auf einen Blick

  1. Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
  2. Verlag: AGIS Verlag
  3. Veröffentlicht am: 1990
  4. Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783870070366
  5. Ort der Veröffentlichung: Baden-Baden
  6. Maße der Ausgabe: 23,8 x 17,0 cm
  7. Seitenzahl: 368
  8. Schlagwörter: Aesthetics, Semiotics
  9. Ergänzender Titelzusatz: Festschrift für Max Bense
  10. Autor beziehungsweise Autoren: Elisabeth Walther, Udo Bayer
  11. Externe Work-Referenz: OL19204388W
  12. Open-Library-Editions-IDs: OL1971928M
  13. ISBN-10: 3870070366
  14. Titel: zeichen von zeichen für zeichen
  15. Sprache: Deutsch
  16. Kurzbeschreibung: Die Festschrift, herausgegeben von Elisabeth Walther-Bense und Udo Bayer, erschien mit Text- und Bildbeiträgen von 71 Gratulanten zum 80. Geburtstag Max Benses in einer Auflage von 1000 Exemplaren. VORWORT Schüler, Freunde und Kollegen gratulieren mit dieser Festschrift Max Bense zum achtzigsten Geburtstag am 7. Februar 1990. Sie fühlen sich einem Lehrer und Diskussionspartner verpflichtet und verbunden, dessen Weite des Horizonts die traditionellen Disziplinen übergreift und somit ein Phänomen darstellt, das in einem zunehmend spezialisierten Wissenschaftsbetrieb immer seltener wird. Wie es schon in den Festschriften zum sechzigsten, siebzigsten und fünfundsiebzigsten Geburtstag* deutlich wurde, sind die Beiträge dort – und nun auch in diesem Band – unterschiedlich in der Thematik und in den Ausdrucksformen. Es spiegelt sich auch in dieser Festschrift die Verbindung von geisteswissenschaftlich-philosophischem mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Denken, von literarischer mit bildnerischer Gestaltung. Wissenschaftliche Reflexion und künstlerische Produktion ergänzen sich ja auch im Werk Max Benses in einer für einen Hochschullehrer sicher nicht typischen Weise. Neben Physik und Mathematik sah er seit seinen Studienjahren Philosophie und Kunst, insbesondere Literatur und Malerei, als ebenso unerläßlich für die eigene Arbeit an. Im Gegensatz zum Ordnen und Verwalten fremder Gedanken ist Max Benses kritische und schöpferische Auseinandersetzung mit dem, was andere gedacht haben, ein vorbildliches Beispiel für das Weiterdenken – ein geistiger Prozeß, der nie die Subjektivität des denkenden und bisweilen streitbaren Ichs hinter dem Gedachten zum Verschwinden bringen will. Von der »technischen Existenz« und einem »existentiellen Rationalismus« bis zum »semiotischen Tier« oder dem »Menschen, der selbst ein Zeichen« ist sind die Übergänge in seinem wissenschaftlichen und literarischen Werk leicht nachzuvollziehen. Daß die Mathematik nicht nur für Naturwissenschaft und Philosophie, sondern auch für Ästhetik und Semiotik eine unerläßliche Grundlage bildet, wird sogar in seinen Gedichten spürbar. Ein Moment der angesprochenen Universalität ist die Förderung moderner experimenteller Literatur und die kritische Auseinandersetzung mit den kulturell-politischen Phänomenen der Nachkriegszeit, die ihren publizistischen Niederschlag in der Zeitschrift »augenblick« fanden, die von ihm von 1955 bis 1960 herausgegeben und in der »reihe rot« (Heft 1-52) fortgesetzt wurde. Die Festgaben seiner Freunde aus Kunst und Literatur erinnern an einen zweiten großen Wirkungskreis, der seine ästhetischen Vorstellungen betrifft: seine jahrzehntelange Tätigkeit als Förderer und Kritiker von Malern und Bildhauern – insbesondere in der von ihm betreuten Studiengalerie der Universität Stuttgart, wie sie aus den so anregenden Reden zu den Vernissagen noch vielen gegenwärtig sein wird. Galerien und Museen haben von seinen ästhetischen Vorstellungen häufig profitiert. Erinnert sei auch an seinen maßgeblichen Impuls zur Schaffung computergenerierter Grafiken und Texte; denn er hatte sich bereits Ende der fünfziger Jahre für den Ausbau der Kybernetikforschung (heute Informatik) eingesetzt. Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Werkes der letzten beiden Jahrzehnte war und ist jedoch die semiotische Forschung auf den Grundlagen der Peirceschen Theorie. Im Entwurf einer möglichst tiefen und umfassenden Fundierung der Aktionen des menschlichen Bewußtseins konvergieren die genannten Disziplinen, die Max Benses intellektueller Horizont schon seit seinen ersten Publikationen in Beziehung setzt – etwa in seiner Dissertation »Quantenmechanik und Daseinsrelativität« von 1938. Seine innovative Weiterentwicklung der Peirceschen Grundgedanken zu einer allgemeinen Zeichenlehre, die er durch Rezeption und Analyse in schöpferischer Synthese zu einem relativ abgeschlossenen System fortzuführen unternahm, umfassen selbstverständlich bewußtseins- und erkenntnistheoretische Probleme. Die Initiative für ein Publikationsforum zur Verbreitung dieser in der Entfaltung begriffenen theoretischen Semiotik, nämlich die internationale Zeitschrift für Semiotik und Ästhetik, SEMIOSIS, ging 1975 im wesentlichen von ihm aus und wurde zum Sprachrohr vieler Kollegen und Schüler in aller Welt. Max Bense hat den hier kurz geschilderten Begriff von Wissenschaft nicht nur als Forscher in seinem eigenen Werk realisiert, sondern als Lehrer auch dem heterogenen Kreis seiner Schüler zu vermitteln gewußt, wie es die Vielfalt der Beiträge dieses Bandes auch deutlich macht. So gelten Dank und Glückwunsch gleichermaßen dem Forscher, Lehrer und Organisator, dem Freund und Kollegen. Stuttgart, Dezember 1989 | Elisabeth Walther-Bense | Udo Bayer (*) Muster möglicher Welten, Wiesbaden 1970; Semiosis 17/18 (1980); Semiosis 36/37/38 und 39/40 (1985)

Auffindbarkeit und bibliografische Präzision

Durch die Kombination aus Titel, Autorenschaft, Kategorie und Schlagwörtern - also zeichen von zeichen für zeichen, Elisabeth Walther, Udo Bayer, Sachbuch und Aesthetics, Semiotics - ist der Datensatz sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzerinnen und Nutzer sehr gut interpretierbar. Eindeutige Referenzdaten wie 3870070366, 9783870070366 und OL19204388W verbessern die bibliografische Verlässlichkeit zusätzlich.

Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe

Welche Rolle spielt der Untertitel von zeichen von zeichen für zeichen?

Der Untertitel Festschrift für Max Bense präzisiert die thematische Stoßrichtung des Buches und ergänzt den Haupttitel sinnvoll.

Wann und wo wurde die Ausgabe veröffentlicht?

Die Ausgabe erschien am 1990 bei AGIS Verlag und ist dem Veröffentlichungsort Baden-Baden zugeordnet.

Was sagt die Beschreibung über das Buch aus?

Die Festschrift, herausgegeben von Elisabeth Walther-Bense und Udo Bayer, erschien mit Text- und Bildbeiträgen von 71 Gratulanten zum 80. Geburtstag Max Benses in einer Auflage von 1000 Exemplaren. VORWORT Schüler, Freunde und Kollegen gratulieren mit dieser Festschrift Max Bense zum achtzigsten Geburtstag am 7. Februar 1990. Sie fühlen sich einem Lehrer und Diskussionspartner verpflichtet und verbunden, dessen Weite des Horizonts die traditionellen Disziplinen übergreift und somit ein Phänomen darstellt, das in einem zunehmend spezialisierten Wissenschaftsbetrieb immer seltener wird. Wie es schon in den Festschriften zum sechzigsten, siebzigsten und fünfundsiebzigsten Geburtstag* deutlich wurde, sind die Beiträge dort – und nun auch in diesem Band – unterschiedlich in der Thematik und in den Ausdrucksformen. Es spiegelt sich auch in dieser Festschrift die Verbindung von geisteswissenschaftlich-philosophischem mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Denken, von literarischer mit bildnerischer Gestaltung. Wissenschaftliche Reflexion und künstlerische Produktion ergänzen sich ja auch im Werk Max Benses in einer für einen Hochschullehrer sicher nicht typischen Weise. Neben Physik und Mathematik sah er seit seinen Studienjahren Philosophie und Kunst, insbesondere Literatur und Malerei, als ebenso unerläßlich für die eigene Arbeit an. Im Gegensatz zum Ordnen und Verwalten fremder Gedanken ist Max Benses kritische und schöpferische Auseinandersetzung mit dem, was andere gedacht haben, ein vorbildliches Beispiel für das Weiterdenken – ein geistiger Prozeß, der nie die Subjektivität des denkenden und bisweilen streitbaren Ichs hinter dem Gedachten zum Verschwinden bringen will. Von der »technischen Existenz« und einem »existentiellen Rationalismus« bis zum »semiotischen Tier« oder dem »Menschen, der selbst ein Zeichen« ist sind die Übergänge in seinem wissenschaftlichen und literarischen Werk leicht nachzuvollziehen. Daß die Mathematik nicht nur für Naturwissenschaft und Philosophie, sondern auch für Ästhetik und Semiotik eine unerläßliche Grundlage bildet, wird sogar in seinen Gedichten spürbar. Ein Moment der angesprochenen Universalität ist die Förderung moderner experimenteller Literatur und die kritische Auseinandersetzung mit den kulturell-politischen Phänomenen der Nachkriegszeit, die ihren publizistischen Niederschlag in der Zeitschrift »augenblick« fanden, die von ihm von 1955 bis 1960 herausgegeben und in der »reihe rot« (Heft 1-52) fortgesetzt wurde. Die Festgaben seiner Freunde aus Kunst und Literatur erinnern an einen zweiten großen Wirkungskreis, der seine ästhetischen Vorstellungen betrifft: seine jahrzehntelange Tätigkeit als Förderer und Kritiker von Malern und Bildhauern – insbesondere in der von ihm betreuten Studiengalerie der Universität Stuttgart, wie sie aus den so anregenden Reden zu den Vernissagen noch vielen gegenwärtig sein wird. Galerien und Museen haben von seinen ästhetischen Vorstellungen häufig profitiert. Erinnert sei auch an seinen maßgeblichen Impuls zur Schaffung computergenerierter Grafiken und Texte; denn er hatte sich bereits Ende der fünfziger Jahre für den Ausbau der Kybernetikforschung (heute Informatik) eingesetzt. Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Werkes der letzten beiden Jahrzehnte war und ist jedoch die semiotische Forschung auf den Grundlagen der Peirceschen Theorie. Im Entwurf einer möglichst tiefen und umfassenden Fundierung der Aktionen des menschlichen Bewußtseins konvergieren die genannten Disziplinen, die Max Benses intellektueller Horizont schon seit seinen ersten Publikationen in Beziehung setzt – etwa in seiner Dissertation »Quantenmechanik und Daseinsrelativität« von 1938. Seine innovative Weiterentwicklung der Peirceschen Grundgedanken zu einer allgemeinen Zeichenlehre, die er durch Rezeption und Analyse in schöpferischer Synthese zu einem relativ abgeschlossenen System fortzuführen unternahm, umfassen selbstverständlich bewußtseins- und erkenntnistheoretische Probleme. Die Initiative für ein Publikationsforum zur Verbreitung dieser in der Entfaltung begriffenen theoretischen Semiotik, nämlich die internationale Zeitschrift für Semiotik und Ästhetik, SEMIOSIS, ging 1975 im wesentlichen von ihm aus und wurde zum Sprachrohr vieler Kollegen und Schüler in aller Welt. Max Bense hat den hier kurz geschilderten Begriff von Wissenschaft nicht nur als Forscher in seinem eigenen Werk realisiert, sondern als Lehrer auch dem heterogenen Kreis seiner Schüler zu vermitteln gewußt, wie es die Vielfalt der Beiträge dieses Bandes auch deutlich macht. So gelten Dank und Glückwunsch gleichermaßen dem Forscher, Lehrer und Organisator, dem Freund und Kollegen. Stuttgart, Dezember 1989 | Elisabeth Walther-Bense | Udo Bayer (*) Muster möglicher Welten, Wiesbaden 1970; Semiosis 17/18 (1980); Semiosis 36/37/38 und 39/40 (1985)

Welche ISBN-Nummern sind für diese Ausgabe hinterlegt?

Für diese Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 3870070366 als auch die ISBN-13 9783870070366 verfügbar.

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