Freie Menschen in freien Vereinbarungen - Autor, Ausgabe und bibliografische Daten
09/06/2026
Lesedauer: 22 min
Freie Menschen in freien Vereinbarungen von Annette Schlemm, Jörg Bergstedt, Stefan Meretz auf einen Blick: Buchprofil, Inhalt und zentrale Daten. Klicke für klare Fakten statt vager Kurztexte.
Freie Menschen in freien Vereinbarungen von Annette Schlemm, Jörg Bergstedt, Stefan Meretz - Informationen zur Ausgabe
Freie Menschen in freien Vereinbarungen ist ein Werk von Annette Schlemm, Jörg Bergstedt, Stefan Meretz, das innerhalb der Kategorie Sachbuch eingeordnet wird und bereits durch seine klare thematische Ausrichtung überzeugt. Der Untertitel Gegenbilder zu Markt und Staat ergänzt den Haupttitel Freie Menschen in freien Vereinbarungen sinnvoll und gibt bereits früh einen konkreten Hinweis auf die inhaltliche Ausrichtung des Buches. Die Kurzbeschreibung von Freie Menschen in freien Vereinbarungen zeigt, welche Inhalte Leserinnen und Leser erwarten dürfen: Der Mensch kann sich und seine Umwelt abstrahieren. Das heißt, er kann so tun, als stände er außerhalb seiner selbst und beobachte sich. Er kann überlegen, ob das sinnvoll ist oder nicht, was er gerade tut, getan hat oder tun will. Gleiches lässt sich zur eigenen Umwelt sagen – je sogar zu einer entfernten Umwelt, die gerade gar nicht direkt vor Augen steht. Der Körper, allen voran die Hände, bieten hervorragende Möglichkeiten, konkrete Ideen zur Veränderung der äußeren Erscheiungen auch umzusetzen. Der Kopf mit dem leistungsfähigen Gehirn spielt mit, das in sehr komplexen Handlungsabläufen zu tun. Nicht nur lässt sich so die Natur direkt verändern, z.B. kann ein Boden aufgelockert, Wasser umgeleitet oder Holz zu Papier werden. Es lassen sich auch nicht nur einfache Hilfsmittel herstellen, sondern mehr verschachtelte Vorgänge entwerfen, bei denen z.B. ein Werkzeug hergestellt wird, das ein Werkzeug herstellt, mit der eine Maschine hergestellt wird, die die Umgebungsbedingungen verändert. Selbst das ist noch recht einfach – kommen noch Kooperationen vieler Beteiligter und programmierte Algorithmen wie die Software von Computern hinzu, so entsteht ein sehr komplexer Ablauf, der am Ende die Auffassungsfähigkeiten der Einzelnen schnell übersteigt. Allerdings lassen sich wieder Hilfsmittel erzeugen, die die Steuer- und Überschaubarkeit von Vorgängen verbessern – oder verschlechtern. Die Grenzen menschlicher Gestaltungsfähigkeit sind also weit gesteckt und lassen sich ständig weiter dehnen. Die entscheidende Frage ist, wofür diese Fähigkeiten genutzt werden. Wohin wird die Produktivkraft gelenkt? Wie sehen die Entscheidungswege aus? Auf welche Weise entstehen Kooperationen, wie können Entwicklungen beeinflusst werden – und durch wen? All das kann nicht "wissenschaftlich" oder technisch entschieden werden. Wohl können für alle Entscheidungen dann wieder die passenden Hilfsmittel erstellt werden, aber die Richtung selbst ist eine politische. Eine, die den Menschen angeht und, aus emanzipatorischer Sicht, von ihnen ausgehen sollte. Zur Zeit dient gesellschaftliche Aktivität überwiegend der Steigerung von Profiten und der Kontrolle. Beide sind mitunter auch verbunden und bestehen wieder aus vielen Teilaspekten, bilden die dominanten Säulen gesellschaftlicher Organisation. Seit Jahrhunderten. Der lange Gewöhnungsprozess lässt sie wie Naturgesetze erscheinen, doch bei näherer Betrachtung sind sie mit allen verfügbaren Mitteln der Herrschaftsausübung durchgesetzt und immer wieder neu inszeniert – von formal begründeten Drohkulissen (Gesetze, Strafe) bis zu diskursiver Vermittlung. Emanzipation als Ringen um gesellschaftliche Bedingungen bedeutet also zunächst, die Metafrage immer wieder zu stellen. Es reicht nicht, nur über die technische Lösung der Energieversorgung, der Nahrungsmittelerzeugung, zu Medikamenten und ärztlicher Behandlung, zu Wissen, Kommunikationsformen und Entscheidungsfindung zu debattieren. Sondern zur Disposition steht die Frage, wie darüber entschieden wird – also die Eigentumsfrage, die Frage der Transparenz aller Abläufe, die Methoden der Entscheidungsfindung, ja sogar schon die Frage, wie über diese Fragen diskutiert und entschieden wird. Auch gehört dazu die Klärung, ob überhaupt etwas für alle festgelegt werden soll, was also Entscheidungen überhaupt bedeuten und nach sich ziehen.Schnell können schwindelerregende Höhen mehrfach verknoteter Gedankenstränge erreicht werden, die bei allem zu berücksichtigen sind. Denn soziale Gefüge sind hochkomplex. Einfache Einzellösungen werden ihnen selten oder nie gerecht. Daher sei eine der wichtigsten Schlussfolgerungen schon am Beginn genannt. Es wird keine neue Norm, kein neues Gesetz geben können, dass Emanzipation passgenau beschreibt und sichert. Nur der Mensch selbst, allein oder in der Kommunikation mit anderen, ist in der Lage, komplex wirkende Lösungen zu entwerfen und – da diese immer nur für den Moment gelten können – weiterzuentwickeln. Es gibt also keinen Anfang und kein Ende. Es gibt immer Alternativen, aber uns werden nicht immer alle einfallen. Fortschritt basiert daher auf der Offenheit der Gegenwart und der Reflexion, ob nicht noch Anderes oder Besseres möglich wäre. Das wiederholt sich nach jedem Schritt voran… (Quelle: [SeitenHieb-Verlag](https://www.projektwerkstatt.de/index.php?p=10174)) Die Ausgabe erschien am 2012 bei SeitenHieb-Verlag und ist dem Verlagsstandort Reiskirchen, Germany zugeordnet.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Freie Menschen in freien Vereinbarungen spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren. Gerade wer nach Werken von Annette Schlemm, Jörg Bergstedt, Stefan Meretz sucht, sollte Freie Menschen in freien Vereinbarungen näher betrachten. Mit dem Erscheinungszeitpunkt 2012 lässt sich Freie Menschen in freien Vereinbarungen sauber in einen bibliografischen Kontext einordnen. Die Angaben zu SeitenHieb-Verlag und Reiskirchen, Germany stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Dass Freie Menschen in freien Vereinbarungen in Deutsch erschienen ist, erleichtert die gezielte Auswahl für sprachspezifische Recherchen.
Inhalt und thematische Schwerpunkte
Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt Freie Menschen in freien Vereinbarungen laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: Der Mensch kann sich und seine Umwelt abstrahieren. Das heißt, er kann so tun, als stände er außerhalb seiner selbst und beobachte sich. Er kann überlegen, ob das sinnvoll ist oder nicht, was er gerade tut, getan hat oder tun will. Gleiches lässt sich zur eigenen Umwelt sagen – je sogar zu einer entfernten Umwelt, die gerade gar nicht direkt vor Augen steht. Der Körper, allen voran die Hände, bieten hervorragende Möglichkeiten, konkrete Ideen zur Veränderung der äußeren Erscheiungen auch umzusetzen. Der Kopf mit dem leistungsfähigen Gehirn spielt mit, das in sehr komplexen Handlungsabläufen zu tun. Nicht nur lässt sich so die Natur direkt verändern, z.B. kann ein Boden aufgelockert, Wasser umgeleitet oder Holz zu Papier werden. Es lassen sich auch nicht nur einfache Hilfsmittel herstellen, sondern mehr verschachtelte Vorgänge entwerfen, bei denen z.B. ein Werkzeug hergestellt wird, das ein Werkzeug herstellt, mit der eine Maschine hergestellt wird, die die Umgebungsbedingungen verändert. Selbst das ist noch recht einfach – kommen noch Kooperationen vieler Beteiligter und programmierte Algorithmen wie die Software von Computern hinzu, so entsteht ein sehr komplexer Ablauf, der am Ende die Auffassungsfähigkeiten der Einzelnen schnell übersteigt. Allerdings lassen sich wieder Hilfsmittel erzeugen, die die Steuer- und Überschaubarkeit von Vorgängen verbessern – oder verschlechtern. Die Grenzen menschlicher Gestaltungsfähigkeit sind also weit gesteckt und lassen sich ständig weiter dehnen. Die entscheidende Frage ist, wofür diese Fähigkeiten genutzt werden. Wohin wird die Produktivkraft gelenkt? Wie sehen die Entscheidungswege aus? Auf welche Weise entstehen Kooperationen, wie können Entwicklungen beeinflusst werden – und durch wen? All das kann nicht "wissenschaftlich" oder technisch entschieden werden. Wohl können für alle Entscheidungen dann wieder die passenden Hilfsmittel erstellt werden, aber die Richtung selbst ist eine politische. Eine, die den Menschen angeht und, aus emanzipatorischer Sicht, von ihnen ausgehen sollte. Zur Zeit dient gesellschaftliche Aktivität überwiegend der Steigerung von Profiten und der Kontrolle. Beide sind mitunter auch verbunden und bestehen wieder aus vielen Teilaspekten, bilden die dominanten Säulen gesellschaftlicher Organisation. Seit Jahrhunderten. Der lange Gewöhnungsprozess lässt sie wie Naturgesetze erscheinen, doch bei näherer Betrachtung sind sie mit allen verfügbaren Mitteln der Herrschaftsausübung durchgesetzt und immer wieder neu inszeniert – von formal begründeten Drohkulissen (Gesetze, Strafe) bis zu diskursiver Vermittlung. Emanzipation als Ringen um gesellschaftliche Bedingungen bedeutet also zunächst, die Metafrage immer wieder zu stellen. Es reicht nicht, nur über die technische Lösung der Energieversorgung, der Nahrungsmittelerzeugung, zu Medikamenten und ärztlicher Behandlung, zu Wissen, Kommunikationsformen und Entscheidungsfindung zu debattieren. Sondern zur Disposition steht die Frage, wie darüber entschieden wird – also die Eigentumsfrage, die Frage der Transparenz aller Abläufe, die Methoden der Entscheidungsfindung, ja sogar schon die Frage, wie über diese Fragen diskutiert und entschieden wird. Auch gehört dazu die Klärung, ob überhaupt etwas für alle festgelegt werden soll, was also Entscheidungen überhaupt bedeuten und nach sich ziehen.Schnell können schwindelerregende Höhen mehrfach verknoteter Gedankenstränge erreicht werden, die bei allem zu berücksichtigen sind. Denn soziale Gefüge sind hochkomplex. Einfache Einzellösungen werden ihnen selten oder nie gerecht. Daher sei eine der wichtigsten Schlussfolgerungen schon am Beginn genannt. Es wird keine neue Norm, kein neues Gesetz geben können, dass Emanzipation passgenau beschreibt und sichert. Nur der Mensch selbst, allein oder in der Kommunikation mit anderen, ist in der Lage, komplex wirkende Lösungen zu entwerfen und – da diese immer nur für den Moment gelten können – weiterzuentwickeln. Es gibt also keinen Anfang und kein Ende. Es gibt immer Alternativen, aber uns werden nicht immer alle einfallen. Fortschritt basiert daher auf der Offenheit der Gegenwart und der Reflexion, ob nicht noch Anderes oder Besseres möglich wäre. Das wiederholt sich nach jedem Schritt voran… (Quelle: [SeitenHieb-Verlag](https://www.projektwerkstatt.de/index.php?p=10174)) Die Struktur des Werkes wird besonders gut über folgende Inhaltsübersicht sichtbar: Intro: Inhalt | Vorweg | Worum geht es? | Grundlagen und Geschichte von Herrschaft – Geschichte sozialer Organisierung | Soziale Organisation als Grundform menschlichen Lebens | Wer macht Geschichte? Was prägt die Gesellschaft? | Emanzipation: Das Herrschaftsförmige aus den Beziehungen verdrängen | Masse… in Form gegossen: Wird aus Vielen Vielfalt? | Soziale Organisierung als Teil des Menschseins | Eine Menge von Menschen kann sehr unterschiedlich aussehen | In welcher Form leben wir? | Biologie und Kultur des Menschen bieten mehr | Plädoyer für Vielfalt ohne Hierarchie | Geschichte formaler Herrschaft | Normierung, Kontrolle und Sanktion im Wandel der Zeit | Was lange währt…: Die klassischen Formen formaler Macht | Neue Weltordnung: Modernisierte, formale Herrschaft | Erscheinungsformen institutionalisierter Macht | Kein ruhiges Leben ohne Verdrängung | Geschichte der Produktivkraft als ökonomische Unterdrückung des Menschen | Geschichtliche Entwicklung der Produktivkraft | Von der personal-konkreten zur abstrakten Vergesellschaftung | Ökonomische Zwänge, Abhängigkeit und Kapitalverteilung | Diskursive Herrschaft | Wie sich Traditionen, Normen und Wahrheiten einbrennen | Diskurssteuerung | Beispiele für Diskurssteuerung | Rollen und Zurichtung | Aufklärung: Demaskieren als Ziel | Wir, alle und die Stimmen des Ganzen | Repräsentation und Vereinnahmung | Schlussgedanke | Was sind Welt und Leben? | Der ewige Streit um Diesseits und Jenseits | Dynamische Materie in Selbstorganisierung | Materie im Wandel — an Beispielen | Wahrheit und Wahrnehmung | Was ist der Mensch? | Was prägt den Menschen? | Abhängigkeit, Geborgenheit, Losgelöstsein | Fluchten: Die Matrix der Geborgenheit | Statt Fluchten: Subjekt des eigenen Lebens werden | Selbstentfaltung | Egoismus als Antrieb | Wie geht’s? | Was hindert uns? | Autonomie & Kooperation | Wo Eigennutz und Gemeinnutz sich gegenseitig fördern | Autonomie und Kooperation | Beziehungskisten: Auf die Art der Kooperation kommt es an | Voraussetzungen für „Autonomie und Kooperation” | Der Weg zu Autonomie und Kooperation | Mensch – Natur – Technik | Mensch und Natur | Natur und Natürlichkeit | Naturnutzung als Allianztechnologie | Technik: Heilsbringer, teuflisch oder einfach nur Werkzeug? | Forschung und Forschungsfreiheit | Strategien | Die Brücke von der Theorie zur Praxis | Heute beginnen, nie aufhören | Emanzipation und Selbstentfaltung als offener Prozess | Fragend schreiten wir voran | Mut zur Vision bei kritischer Reflexion | Horizontalität und offene Systeme | Räume, Kommunikation und mehr ohne Privilegien | Verhandeln ohne Regeln und Metaebenen | Worauf ist dann noch Verlass? | Anwendungsfelder | Koordinierung und Kooperation | Auf der Metaebene der Gesellschaft | Zentrale Steuerung | Demokratische Legitimation | Räte | Die übersehenen Problem aller Modelle: Eliten, Ressourcen, diskursive Macht | Perspektiven | Ökonomie ohne Zwang und Unterdrückung | Herrschaftsfrei wirtschaften | Eine andere Produktionswelt ist möglich! | Klarstellung: Emanzipation ist etwas anderes als (Neo-)Liberalismus | Möglichkeiten und Grenzen dezentraler Wirtschaftsformen | Praxis: Experiment, Aktion und Alltag | Demaskierung des Herrschaftsförmigen in Verhältnissen und Beziehungen | Herrschaft abwickeln | Aneignung und Austeilen | Beteiligungsmöglichkeiten ausdehnen, Hemmnisse abbauen | Utopien entwickeln, benennen und vorantreiben | Experimente und Anwendungsfelder | Aktion: Öffentlichkeit und Widerstand | Gemeingüter und frei zugängliche Ressourcen | Commons, Open Access und der kleine Unterschied | Organisationsformen | Hürden und Hemmnisse | Beispiele für Commons und Open Access | Streit: Organisierte Vielfalt und Antrieb für den weiteren Prozess | Anbahnung von Kommunikation und Kooperation | Orte schaffen und Methoden „erfinden“ | Alltagstauglichkeit: Direkte Intervention üben | Umwelt und Ressourcen | Zentrale Steuerung oder Umweltschutz von unten? | Umwelt oder Mitwelt? | Flächen- und Rohstoffverbrauch | Fazit: Umweltschutz ist eine Machtfrage | Experimente und Aktionen | Über das Örtliche hinaus: Wie entsteht das Große? | Direkte und gesamtgesellschaftliche Kooperation | Beispiel Wasserversorgung | Energieversorgung | Beispiel Mobilität | Konversion: Das Neue aus dem Alten formen | Widerstand als utopisches Feld | Emanzipatorische Organisierung und Strategie | Widerstand… ohne sich an Machtkämpfen zu beteiligen | Und was heißt das praktisch? | Wer schafft den Wandel? | Anhang: Glossar | Literatur | Bücher und Materialien Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: Anarchism, Expo (International Exhibitions Bureau) (2000 : Hannover, Germany) Mit einem Umfang von 352 Seiten und dem Format pocket verbindet die Ausgabe inhaltliche Tiefe mit einer klar beschriebenen physischen Form. Auch die unter Jörg Bergstedt (Contributor) geführten Mitwirkenden tragen zur vollständigen bibliografischen Einordnung bei.
Ausgabe, Identifikatoren und Referenzen
Die Ausgabe ist über den Verlag SeitenHieb-Verlag, den Ort Reiskirchen, Germany und das Datum 2012 klar kontextualisiert. Sowohl die ISBN-10 3867470057 als auch die ISBN-13 9783867470056 erleichtern das Auffinden und Vergleichen dieser Ausgabe erheblich. Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL17755408W sowie die Editionszuordnungen OL26353321M, OL37040854M referenzierbar. Für die physische Beschreibung des Buches sind das Format pocket, das Gewicht 500 g und die Maße 21 x 15 x 1.5 cm dokumentiert.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Publiziert bei: SeitenHieb-Verlag
- ISBN-13: 9783867470056
- Format: pocket
- Autor beziehungsweise Autoren: Annette Schlemm, Jörg Bergstedt, Stefan Meretz
- Veröffentlicht am: 2012
- Thematische Tags: Anarchism, Expo (International Exhibitions Bureau) (2000 : Hannover, Germany)
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Der Mensch kann sich und seine Umwelt abstrahieren. Das heißt, er kann so tun, als stände er außerhalb seiner selbst und beobachte sich. Er kann überlegen, ob das sinnvoll ist oder nicht, was er gerade tut, getan hat oder tun will. Gleiches lässt sich zur eigenen Umwelt sagen – je sogar zu einer entfernten Umwelt, die gerade gar nicht direkt vor Augen steht. Der Körper, allen voran die Hände, bieten hervorragende Möglichkeiten, konkrete Ideen zur Veränderung der äußeren Erscheiungen auch umzusetzen. Der Kopf mit dem leistungsfähigen Gehirn spielt mit, das in sehr komplexen Handlungsabläufen zu tun. Nicht nur lässt sich so die Natur direkt verändern, z.B. kann ein Boden aufgelockert, Wasser umgeleitet oder Holz zu Papier werden. Es lassen sich auch nicht nur einfache Hilfsmittel herstellen, sondern mehr verschachtelte Vorgänge entwerfen, bei denen z.B. ein Werkzeug hergestellt wird, das ein Werkzeug herstellt, mit der eine Maschine hergestellt wird, die die Umgebungsbedingungen verändert. Selbst das ist noch recht einfach – kommen noch Kooperationen vieler Beteiligter und programmierte Algorithmen wie die Software von Computern hinzu, so entsteht ein sehr komplexer Ablauf, der am Ende die Auffassungsfähigkeiten der Einzelnen schnell übersteigt. Allerdings lassen sich wieder Hilfsmittel erzeugen, die die Steuer- und Überschaubarkeit von Vorgängen verbessern – oder verschlechtern. Die Grenzen menschlicher Gestaltungsfähigkeit sind also weit gesteckt und lassen sich ständig weiter dehnen. Die entscheidende Frage ist, wofür diese Fähigkeiten genutzt werden. Wohin wird die Produktivkraft gelenkt? Wie sehen die Entscheidungswege aus? Auf welche Weise entstehen Kooperationen, wie können Entwicklungen beeinflusst werden – und durch wen? All das kann nicht "wissenschaftlich" oder technisch entschieden werden. Wohl können für alle Entscheidungen dann wieder die passenden Hilfsmittel erstellt werden, aber die Richtung selbst ist eine politische. Eine, die den Menschen angeht und, aus emanzipatorischer Sicht, von ihnen ausgehen sollte. Zur Zeit dient gesellschaftliche Aktivität überwiegend der Steigerung von Profiten und der Kontrolle. Beide sind mitunter auch verbunden und bestehen wieder aus vielen Teilaspekten, bilden die dominanten Säulen gesellschaftlicher Organisation. Seit Jahrhunderten. Der lange Gewöhnungsprozess lässt sie wie Naturgesetze erscheinen, doch bei näherer Betrachtung sind sie mit allen verfügbaren Mitteln der Herrschaftsausübung durchgesetzt und immer wieder neu inszeniert – von formal begründeten Drohkulissen (Gesetze, Strafe) bis zu diskursiver Vermittlung. Emanzipation als Ringen um gesellschaftliche Bedingungen bedeutet also zunächst, die Metafrage immer wieder zu stellen. Es reicht nicht, nur über die technische Lösung der Energieversorgung, der Nahrungsmittelerzeugung, zu Medikamenten und ärztlicher Behandlung, zu Wissen, Kommunikationsformen und Entscheidungsfindung zu debattieren. Sondern zur Disposition steht die Frage, wie darüber entschieden wird – also die Eigentumsfrage, die Frage der Transparenz aller Abläufe, die Methoden der Entscheidungsfindung, ja sogar schon die Frage, wie über diese Fragen diskutiert und entschieden wird. Auch gehört dazu die Klärung, ob überhaupt etwas für alle festgelegt werden soll, was also Entscheidungen überhaupt bedeuten und nach sich ziehen.Schnell können schwindelerregende Höhen mehrfach verknoteter Gedankenstränge erreicht werden, die bei allem zu berücksichtigen sind. Denn soziale Gefüge sind hochkomplex. Einfache Einzellösungen werden ihnen selten oder nie gerecht. Daher sei eine der wichtigsten Schlussfolgerungen schon am Beginn genannt. Es wird keine neue Norm, kein neues Gesetz geben können, dass Emanzipation passgenau beschreibt und sichert. Nur der Mensch selbst, allein oder in der Kommunikation mit anderen, ist in der Lage, komplex wirkende Lösungen zu entwerfen und – da diese immer nur für den Moment gelten können – weiterzuentwickeln. Es gibt also keinen Anfang und kein Ende. Es gibt immer Alternativen, aber uns werden nicht immer alle einfallen. Fortschritt basiert daher auf der Offenheit der Gegenwart und der Reflexion, ob nicht noch Anderes oder Besseres möglich wäre. Das wiederholt sich nach jedem Schritt voran… (Quelle: [SeitenHieb-Verlag](https://www.projektwerkstatt.de/index.php?p=10174))
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Verzeichnetes Inhaltsverzeichnis: Intro: Inhalt | Vorweg | Worum geht es? | Grundlagen und Geschichte von Herrschaft – Geschichte sozialer Organisierung | Soziale Organisation als Grundform menschlichen Lebens | Wer macht Geschichte? Was prägt die Gesellschaft? | Emanzipation: Das Herrschaftsförmige aus den Beziehungen verdrängen | Masse… in Form gegossen: Wird aus Vielen Vielfalt? | Soziale Organisierung als Teil des Menschseins | Eine Menge von Menschen kann sehr unterschiedlich aussehen | In welcher Form leben wir? | Biologie und Kultur des Menschen bieten mehr | Plädoyer für Vielfalt ohne Hierarchie | Geschichte formaler Herrschaft | Normierung, Kontrolle und Sanktion im Wandel der Zeit | Was lange währt…: Die klassischen Formen formaler Macht | Neue Weltordnung: Modernisierte, formale Herrschaft | Erscheinungsformen institutionalisierter Macht | Kein ruhiges Leben ohne Verdrängung | Geschichte der Produktivkraft als ökonomische Unterdrückung des Menschen | Geschichtliche Entwicklung der Produktivkraft | Von der personal-konkreten zur abstrakten Vergesellschaftung | Ökonomische Zwänge, Abhängigkeit und Kapitalverteilung | Diskursive Herrschaft | Wie sich Traditionen, Normen und Wahrheiten einbrennen | Diskurssteuerung | Beispiele für Diskurssteuerung | Rollen und Zurichtung | Aufklärung: Demaskieren als Ziel | Wir, alle und die Stimmen des Ganzen | Repräsentation und Vereinnahmung | Schlussgedanke | Was sind Welt und Leben? | Der ewige Streit um Diesseits und Jenseits | Dynamische Materie in Selbstorganisierung | Materie im Wandel — an Beispielen | Wahrheit und Wahrnehmung | Was ist der Mensch? | Was prägt den Menschen? | Abhängigkeit, Geborgenheit, Losgelöstsein | Fluchten: Die Matrix der Geborgenheit | Statt Fluchten: Subjekt des eigenen Lebens werden | Selbstentfaltung | Egoismus als Antrieb | Wie geht’s? | Was hindert uns? | Autonomie & Kooperation | Wo Eigennutz und Gemeinnutz sich gegenseitig fördern | Autonomie und Kooperation | Beziehungskisten: Auf die Art der Kooperation kommt es an | Voraussetzungen für „Autonomie und Kooperation” | Der Weg zu Autonomie und Kooperation | Mensch – Natur – Technik | Mensch und Natur | Natur und Natürlichkeit | Naturnutzung als Allianztechnologie | Technik: Heilsbringer, teuflisch oder einfach nur Werkzeug? | Forschung und Forschungsfreiheit | Strategien | Die Brücke von der Theorie zur Praxis | Heute beginnen, nie aufhören | Emanzipation und Selbstentfaltung als offener Prozess | Fragend schreiten wir voran | Mut zur Vision bei kritischer Reflexion | Horizontalität und offene Systeme | Räume, Kommunikation und mehr ohne Privilegien | Verhandeln ohne Regeln und Metaebenen | Worauf ist dann noch Verlass? | Anwendungsfelder | Koordinierung und Kooperation | Auf der Metaebene der Gesellschaft | Zentrale Steuerung | Demokratische Legitimation | Räte | Die übersehenen Problem aller Modelle: Eliten, Ressourcen, diskursive Macht | Perspektiven | Ökonomie ohne Zwang und Unterdrückung | Herrschaftsfrei wirtschaften | Eine andere Produktionswelt ist möglich! | Klarstellung: Emanzipation ist etwas anderes als (Neo-)Liberalismus | Möglichkeiten und Grenzen dezentraler Wirtschaftsformen | Praxis: Experiment, Aktion und Alltag | Demaskierung des Herrschaftsförmigen in Verhältnissen und Beziehungen | Herrschaft abwickeln | Aneignung und Austeilen | Beteiligungsmöglichkeiten ausdehnen, Hemmnisse abbauen | Utopien entwickeln, benennen und vorantreiben | Experimente und Anwendungsfelder | Aktion: Öffentlichkeit und Widerstand | Gemeingüter und frei zugängliche Ressourcen | Commons, Open Access und der kleine Unterschied | Organisationsformen | Hürden und Hemmnisse | Beispiele für Commons und Open Access | Streit: Organisierte Vielfalt und Antrieb für den weiteren Prozess | Anbahnung von Kommunikation und Kooperation | Orte schaffen und Methoden „erfinden“ | Alltagstauglichkeit: Direkte Intervention üben | Umwelt und Ressourcen | Zentrale Steuerung oder Umweltschutz von unten? | Umwelt oder Mitwelt? | Flächen- und Rohstoffverbrauch | Fazit: Umweltschutz ist eine Machtfrage | Experimente und Aktionen | Über das Örtliche hinaus: Wie entsteht das Große? | Direkte und gesamtgesellschaftliche Kooperation | Beispiel Wasserversorgung | Energieversorgung | Beispiel Mobilität | Konversion: Das Neue aus dem Alten formen | Widerstand als utopisches Feld | Emanzipatorische Organisierung und Strategie | Widerstand… ohne sich an Machtkämpfen zu beteiligen | Und was heißt das praktisch? | Wer schafft den Wandel? | Anhang: Glossar | Literatur | Bücher und Materialien
- Titel: Freie Menschen in freien Vereinbarungen
- Externe Work-Referenz: OL17755408W
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3867470057
- Umfang: 352 Seiten
- Hinterlegtes Buchgewicht: 500 g
- Untertitel: Gegenbilder zu Markt und Staat
- Open-Library-Editions-IDs: OL26353321M, OL37040854M
- Ort der Veröffentlichung: Reiskirchen, Germany
- Maße der Ausgabe: 21 x 15 x 1.5 cm
- Mitwirkende: Jörg Bergstedt (Contributor)
Auffindbarkeit und bibliografische Präzision
Freie Menschen in freien Vereinbarungen profitiert für die Auffindbarkeit besonders von der Verbindung zwischen Annette Schlemm, Jörg Bergstedt, Stefan Meretz, Sachbuch und den Tags Anarchism, Expo (International Exhibitions Bureau) (2000 : Hannover, Germany), weil dadurch eine starke semantische Einordnung entsteht. Zusätzliche Präzision entsteht durch Identifikatoren wie 3867470057, 9783867470056 und OL17755408W, die die Ausgabe in verschiedenen Katalog- und Suchkontexten eindeutig referenzierbar machen. Auch Angaben wie Format, Maße, Gewicht und Seitenzahl - pocket, 21 x 15 x 1.5 cm, 500 g und 352 Seiten - helfen dabei, diese Ausgabe klar von anderen Varianten zu unterscheiden.
Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe
Welche ISBN-Nummern sind für diese Ausgabe hinterlegt?
Für diese Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 3867470057 als auch die ISBN-13 9783867470056 verfügbar.
Worum handelt es sich bei Freie Menschen in freien Vereinbarungen?
Freie Menschen in freien Vereinbarungen ist ein Buch von Annette Schlemm, Jörg Bergstedt, Stefan Meretz, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und damit thematisch klar eingeordnet werden kann.
Gibt es Informationen zum Inhaltsverzeichnis?
Ja, folgende Inhaltsübersicht ist hinterlegt: Intro: Inhalt | Vorweg | Worum geht es? | Grundlagen und Geschichte von Herrschaft – Geschichte sozialer Organisierung | Soziale Organisation als Grundform menschlichen Lebens | Wer macht Geschichte? Was prägt die Gesellschaft? | Emanzipation: Das Herrschaftsförmige aus den Beziehungen verdrängen | Masse… in Form gegossen: Wird aus Vielen Vielfalt? | Soziale Organisierung als Teil des Menschseins | Eine Menge von Menschen kann sehr unterschiedlich aussehen | In welcher Form leben wir? | Biologie und Kultur des Menschen bieten mehr | Plädoyer für Vielfalt ohne Hierarchie | Geschichte formaler Herrschaft | Normierung, Kontrolle und Sanktion im Wandel der Zeit | Was lange währt…: Die klassischen Formen formaler Macht | Neue Weltordnung: Modernisierte, formale Herrschaft | Erscheinungsformen institutionalisierter Macht | Kein ruhiges Leben ohne Verdrängung | Geschichte der Produktivkraft als ökonomische Unterdrückung des Menschen | Geschichtliche Entwicklung der Produktivkraft | Von der personal-konkreten zur abstrakten Vergesellschaftung | Ökonomische Zwänge, Abhängigkeit und Kapitalverteilung | Diskursive Herrschaft | Wie sich Traditionen, Normen und Wahrheiten einbrennen | Diskurssteuerung | Beispiele für Diskurssteuerung | Rollen und Zurichtung | Aufklärung: Demaskieren als Ziel | Wir, alle und die Stimmen des Ganzen | Repräsentation und Vereinnahmung | Schlussgedanke | Was sind Welt und Leben? | Der ewige Streit um Diesseits und Jenseits | Dynamische Materie in Selbstorganisierung | Materie im Wandel — an Beispielen | Wahrheit und Wahrnehmung | Was ist der Mensch? | Was prägt den Menschen? | Abhängigkeit, Geborgenheit, Losgelöstsein | Fluchten: Die Matrix der Geborgenheit | Statt Fluchten: Subjekt des eigenen Lebens werden | Selbstentfaltung | Egoismus als Antrieb | Wie geht’s? | Was hindert uns? | Autonomie & Kooperation | Wo Eigennutz und Gemeinnutz sich gegenseitig fördern | Autonomie und Kooperation | Beziehungskisten: Auf die Art der Kooperation kommt es an | Voraussetzungen für „Autonomie und Kooperation” | Der Weg zu Autonomie und Kooperation | Mensch – Natur – Technik | Mensch und Natur | Natur und Natürlichkeit | Naturnutzung als Allianztechnologie | Technik: Heilsbringer, teuflisch oder einfach nur Werkzeug? | Forschung und Forschungsfreiheit | Strategien | Die Brücke von der Theorie zur Praxis | Heute beginnen, nie aufhören | Emanzipation und Selbstentfaltung als offener Prozess | Fragend schreiten wir voran | Mut zur Vision bei kritischer Reflexion | Horizontalität und offene Systeme | Räume, Kommunikation und mehr ohne Privilegien | Verhandeln ohne Regeln und Metaebenen | Worauf ist dann noch Verlass? | Anwendungsfelder | Koordinierung und Kooperation | Auf der Metaebene der Gesellschaft | Zentrale Steuerung | Demokratische Legitimation | Räte | Die übersehenen Problem aller Modelle: Eliten, Ressourcen, diskursive Macht | Perspektiven | Ökonomie ohne Zwang und Unterdrückung | Herrschaftsfrei wirtschaften | Eine andere Produktionswelt ist möglich! | Klarstellung: Emanzipation ist etwas anderes als (Neo-)Liberalismus | Möglichkeiten und Grenzen dezentraler Wirtschaftsformen | Praxis: Experiment, Aktion und Alltag | Demaskierung des Herrschaftsförmigen in Verhältnissen und Beziehungen | Herrschaft abwickeln | Aneignung und Austeilen | Beteiligungsmöglichkeiten ausdehnen, Hemmnisse abbauen | Utopien entwickeln, benennen und vorantreiben | Experimente und Anwendungsfelder | Aktion: Öffentlichkeit und Widerstand | Gemeingüter und frei zugängliche Ressourcen | Commons, Open Access und der kleine Unterschied | Organisationsformen | Hürden und Hemmnisse | Beispiele für Commons und Open Access | Streit: Organisierte Vielfalt und Antrieb für den weiteren Prozess | Anbahnung von Kommunikation und Kooperation | Orte schaffen und Methoden „erfinden“ | Alltagstauglichkeit: Direkte Intervention üben | Umwelt und Ressourcen | Zentrale Steuerung oder Umweltschutz von unten? | Umwelt oder Mitwelt? | Flächen- und Rohstoffverbrauch | Fazit: Umweltschutz ist eine Machtfrage | Experimente und Aktionen | Über das Örtliche hinaus: Wie entsteht das Große? | Direkte und gesamtgesellschaftliche Kooperation | Beispiel Wasserversorgung | Energieversorgung | Beispiel Mobilität | Konversion: Das Neue aus dem Alten formen | Widerstand als utopisches Feld | Emanzipatorische Organisierung und Strategie | Widerstand… ohne sich an Machtkämpfen zu beteiligen | Und was heißt das praktisch? | Wer schafft den Wandel? | Anhang: Glossar | Literatur | Bücher und Materialien
Gibt es externe Referenzdaten für das Werk?
Ja, das Werk ist über die Open-Library-Work-ID OL17755408W sowie die Editions-IDs OL26353321M, OL37040854M referenzierbar.
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