Die wilden Schafe - Inhalt, Kategorie und bibliografische Infos
06.09.2026
Lesedauer: 14 min
Die wilden Schafe von Werner Portmann auf einen Blick: Buchprofil, Inhalt und zentrale Daten. Gut, wenn du Inhalt und Eckdaten ohne Umwege sehen willst.
Die wilden Schafe - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung
Die wilden Schafe von Werner Portmann ist ein Titel aus dem Bereich Sachbuch, der thematisch klar positioniert ist und für Leserinnen und Leser mit Interesse an diesem Fach- oder Themengebiet besonders relevant sein kann. Mit dem Untertitel Max und Siegfried Nacht – zwei radikale, jüdische Existenzen wird bei Die wilden Schafe noch deutlicher, in welche Richtung das Werk inhaltlich argumentiert und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Die Kurzbeschreibung von Die wilden Schafe zeigt, welche Inhalte Leserinnen und Leser erwarten dürfen: Das Buch „Die wilden Schafe“ erinnert an zwei fast vergessene radikale jüdische Aktivisten und Theoretiker: Siegfried und Max Nacht, die sich später Stephen Naft und Max Nomad nannten, gehören in der Geschichte der radikalen europäischen und amerikanisch/jüdischen ArbeiterInnenbewegung – und nicht nur dort – zu den interessantesten Figuren. Ihre Texte, teilweise unter Pseudonym geschrieben, sind Bestandteil eines radikalen, gesellschaftskritischen Diskurses geblieben, der sich gegen jede Art von Herrschaft und Totalitarismus wendet. Der Diskurs, der anhand ihrer Schriften, z.B. über Formen der „Direkten Aktion“, geführt wurde und wird, findet aber ohne Kenntnis der eigentlichen Geschichte und der biographischen Hintergründe der Verfasser statt. Denn bis heute sind ihre spannenden Lebensgeschichten nicht aufgearbeitet worden. Das Buch ist ein erstmaliger Versuch, die Biographien von Max Nomad und Siegfried Nacht nachzuzeichnen. Es untersucht ihre Lebenswege, die von Buczacz, einem ostgalizischen Schtetl über Zürich, Paris und London nach New York führten und zeigt ihren praktischen und theoretischen Einfluss auf verschiedene Bewegungen. Dabei wird dokumentiert, wie Siegfried Nacht im deutschen Sprachraum einen wesentlichen Beitrag leistete zur Bekanntmachung und Verbreitung des revolutionären Syndikalismus, inspiriert von der spanischen und französischen syndikalistischen ArbeiterInnenbewegung. Ebenso wird die damit verbundene antimilitaristische Propaganda in verschiedenen Ländern untersucht. Das Buch thematisiert Siegfried Nachts Freundschaft mit Rudolf Rocker und dessen Einfluss auf ihn. Ebenso seine Rolle im Leben und Werk von Max Nettlau, dem er – wie auch sein Bruder Max – wichtige existentielle Hilfe leistete. Daneben wird Max Nachts Mitwirken bei der Verbreitung anarchistischer Ideen in Galizien und seine zeitweilige Arbeit im russischen Untergrund beleuchtet. Weiter geht das Buch auf Max Nachts, in späten Jahren entwickelten, „skeptischen Anarchismus“ ein, der sich aus den Ideen des polnisch-russischen Revolutionärs Jan Waclav Makhaïski speist. Noch immer könnte dieser „skeptische Anarchismus“ ein wichtiger Diskussionsbeitrag für alle diejenigen sein, die nicht ausschliessen, dass die AnarchistInnen von heute die ChefInnen von morgen sein könnten und für die es keine heiligen Kühe der Kritik und Selbstkritik gibt. Max Nachts manchmal polemische Beurteilung des Anarchismus, gehört trotz aller Überzeichnungen bis heute zum Besten, Ehrlichsten und Radikalsten, was gegen den Anarchismus geschrieben wurde und zeugt von einer gewissen Hassliebe von einem, der sich längst nicht mehr als Anarchist verstand, aber im Innersten nie die Hoffnung auf eine herrschaftslose Gesellschaft aufgegeben hat. Das Buch ist nicht zuletzt ein Versuch, sich den Beiden anhand ihrer jüdischen Identität oder Nicht-Identität zu nähern. Zweier Juden ohne Gott, die sich immer als Assimilisten betrachtet haben, die auf und in die jüdische Kultur keine grosse Hoffnung mehr setzten und trotzdem lebenslang im Disput mit dieser Kultur und ihren ExponentInnen standen und nie aufhörten, sich in ihrem Umfeld zu bewegen. (Quelle: [Unrast Verlag](https://unrast-verlag.de/produkt/die-wilden-schafe/)) Als Veröffentlichungsdatum ist 2008 hinterlegt; verlegt wurde der Titel von Unrast Verlag in Münster, Germany.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Für alle, die Bücher von Werner Portmann recherchieren oder vergleichen, ist Die wilden Schafe eine relevante Ausgabe. Die Angaben zu Unrast Verlag und Münster, Germany stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Mit der Sprache Deutsch lässt sich Die wilden Schafe auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern. Wer Literatur aus dem Bereich Sachbuch sucht, findet in Die wilden Schafe einen gut klassifizierbaren Titel. Mit dem Erscheinungszeitpunkt 2008 lässt sich Die wilden Schafe sauber in einen bibliografischen Kontext einordnen.
Thematische Einordnung von Die wilden Schafe
Die Beschreibung zeigt, dass Die wilden Schafe klar dem Bereich Sachbuch zugeordnet werden kann: Das Buch „Die wilden Schafe“ erinnert an zwei fast vergessene radikale jüdische Aktivisten und Theoretiker: Siegfried und Max Nacht, die sich später Stephen Naft und Max Nomad nannten, gehören in der Geschichte der radikalen europäischen und amerikanisch/jüdischen ArbeiterInnenbewegung – und nicht nur dort – zu den interessantesten Figuren. Ihre Texte, teilweise unter Pseudonym geschrieben, sind Bestandteil eines radikalen, gesellschaftskritischen Diskurses geblieben, der sich gegen jede Art von Herrschaft und Totalitarismus wendet. Der Diskurs, der anhand ihrer Schriften, z.B. über Formen der „Direkten Aktion“, geführt wurde und wird, findet aber ohne Kenntnis der eigentlichen Geschichte und der biographischen Hintergründe der Verfasser statt. Denn bis heute sind ihre spannenden Lebensgeschichten nicht aufgearbeitet worden. Das Buch ist ein erstmaliger Versuch, die Biographien von Max Nomad und Siegfried Nacht nachzuzeichnen. Es untersucht ihre Lebenswege, die von Buczacz, einem ostgalizischen Schtetl über Zürich, Paris und London nach New York führten und zeigt ihren praktischen und theoretischen Einfluss auf verschiedene Bewegungen. Dabei wird dokumentiert, wie Siegfried Nacht im deutschen Sprachraum einen wesentlichen Beitrag leistete zur Bekanntmachung und Verbreitung des revolutionären Syndikalismus, inspiriert von der spanischen und französischen syndikalistischen ArbeiterInnenbewegung. Ebenso wird die damit verbundene antimilitaristische Propaganda in verschiedenen Ländern untersucht. Das Buch thematisiert Siegfried Nachts Freundschaft mit Rudolf Rocker und dessen Einfluss auf ihn. Ebenso seine Rolle im Leben und Werk von Max Nettlau, dem er – wie auch sein Bruder Max – wichtige existentielle Hilfe leistete. Daneben wird Max Nachts Mitwirken bei der Verbreitung anarchistischer Ideen in Galizien und seine zeitweilige Arbeit im russischen Untergrund beleuchtet. Weiter geht das Buch auf Max Nachts, in späten Jahren entwickelten, „skeptischen Anarchismus“ ein, der sich aus den Ideen des polnisch-russischen Revolutionärs Jan Waclav Makhaïski speist. Noch immer könnte dieser „skeptische Anarchismus“ ein wichtiger Diskussionsbeitrag für alle diejenigen sein, die nicht ausschliessen, dass die AnarchistInnen von heute die ChefInnen von morgen sein könnten und für die es keine heiligen Kühe der Kritik und Selbstkritik gibt. Max Nachts manchmal polemische Beurteilung des Anarchismus, gehört trotz aller Überzeichnungen bis heute zum Besten, Ehrlichsten und Radikalsten, was gegen den Anarchismus geschrieben wurde und zeugt von einer gewissen Hassliebe von einem, der sich längst nicht mehr als Anarchist verstand, aber im Innersten nie die Hoffnung auf eine herrschaftslose Gesellschaft aufgegeben hat. Das Buch ist nicht zuletzt ein Versuch, sich den Beiden anhand ihrer jüdischen Identität oder Nicht-Identität zu nähern. Zweier Juden ohne Gott, die sich immer als Assimilisten betrachtet haben, die auf und in die jüdische Kultur keine grosse Hoffnung mehr setzten und trotzdem lebenslang im Disput mit dieser Kultur und ihren ExponentInnen standen und nie aufhörten, sich in ihrem Umfeld zu bewegen. (Quelle: [Unrast Verlag](https://unrast-verlag.de/produkt/die-wilden-schafe/)) Aus dem Inhaltsverzeichnis ergeben sich die zentralen Themenfelder und Ordnungspunkte: Vorwort von Siegbert Wolf | Danksagung | Die wilden Schafe | Jugend zwischen altem und neuem Glauben | Der Doktor aus Wien | Der rote Doktor | Wie der Sozialismus ins Schtetl kam | Kindheit sozialistischer Rebellen | Der Buczaczer Arbeiterbildungsverein | Wiener Studienjahre | Wie der Anarchismus nach Buczacz kam | Kampf der Sozialismen im Schtetl | Berliner Luft und Pariser Erleuchtung | Die Londoner Generalstreik-Verkünder | Umschau nach neuen Welten | Ein vermeintlicher Königsmeuchler auf Nordafrikareise | Die beschlagnahmte Freie Welt und die erzwungene Vagabondage | Der Weckruf | Amsterdam, Paris, Zürich – Prag oder Das Leben eines Wanderredakteurs | Zürich in Aufruhr | Herumschweifende Rebellen oder Nowhere at home | Neue Ideologien oder Wer ist der Radikalste im Land? | Gewaltige Worte | Freund und Feind | (Bildseiten) | Vom revolutionären Syndikalismus zum Anarchosyndikalismus | Die Wege trennen sich | Die Spitzelaffäre oder Arrivederci Roma | Over the sea | Von Rocker und Roller | Nomade der Gedanken | Lebensabend im neuen Anarchismus | Epilog oder Das Judentum von Zweien | Anhang | Abkürzungen | Bibliographie I | Bibliographie II | Literaturverzeichnis | Personenregister Über die Schlagwörter Biography, Jews, Socialists, Anarchists, Radicals, Syndicalists lässt sich Die wilden Schafe auch in größeren Beständen gezielt auffinden. Seitenzahl und Ausgabeform - 163 Seiten im Format pocket - liefern zusätzliche Orientierung für Kauf- und Rechercheentscheidungen. Neben den Hauptverantwortlichen sind auch folgende Mitwirkende erfasst: Siegbert Wolf (Foreword)
Ausgabe, Identifikatoren und Referenzen
Die Kombination aus ISBN-10 3897714558 und ISBN-13 9783897714557 ermöglicht eine besonders präzise bibliografische Zuordnung. Die Open-Library-Zuordnung über OL17865911W und OL26448593M verbessert die externe Nachvollziehbarkeit des Werkes. Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Unrast Verlag, Münster, Germany und 2008 präzise ergänzt.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Ort der Veröffentlichung: Münster, Germany
- Erscheinungsdatum: 2008
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Verzeichnetes Inhaltsverzeichnis: Vorwort von Siegbert Wolf | Danksagung | Die wilden Schafe | Jugend zwischen altem und neuem Glauben | Der Doktor aus Wien | Der rote Doktor | Wie der Sozialismus ins Schtetl kam | Kindheit sozialistischer Rebellen | Der Buczaczer Arbeiterbildungsverein | Wiener Studienjahre | Wie der Anarchismus nach Buczacz kam | Kampf der Sozialismen im Schtetl | Berliner Luft und Pariser Erleuchtung | Die Londoner Generalstreik-Verkünder | Umschau nach neuen Welten | Ein vermeintlicher Königsmeuchler auf Nordafrikareise | Die beschlagnahmte Freie Welt und die erzwungene Vagabondage | Der Weckruf | Amsterdam, Paris, Zürich – Prag oder Das Leben eines Wanderredakteurs | Zürich in Aufruhr | Herumschweifende Rebellen oder Nowhere at home | Neue Ideologien oder Wer ist der Radikalste im Land? | Gewaltige Worte | Freund und Feind | (Bildseiten) | Vom revolutionären Syndikalismus zum Anarchosyndikalismus | Die Wege trennen sich | Die Spitzelaffäre oder Arrivederci Roma | Over the sea | Von Rocker und Roller | Nomade der Gedanken | Lebensabend im neuen Anarchismus | Epilog oder Das Judentum von Zweien | Anhang | Abkürzungen | Bibliographie I | Bibliographie II | Literaturverzeichnis | Personenregister
- Verlag: Unrast Verlag
- Abmessungen: 21 x x cm
- Kurzbeschreibung: Das Buch „Die wilden Schafe“ erinnert an zwei fast vergessene radikale jüdische Aktivisten und Theoretiker: Siegfried und Max Nacht, die sich später Stephen Naft und Max Nomad nannten, gehören in der Geschichte der radikalen europäischen und amerikanisch/jüdischen ArbeiterInnenbewegung – und nicht nur dort – zu den interessantesten Figuren. Ihre Texte, teilweise unter Pseudonym geschrieben, sind Bestandteil eines radikalen, gesellschaftskritischen Diskurses geblieben, der sich gegen jede Art von Herrschaft und Totalitarismus wendet. Der Diskurs, der anhand ihrer Schriften, z.B. über Formen der „Direkten Aktion“, geführt wurde und wird, findet aber ohne Kenntnis der eigentlichen Geschichte und der biographischen Hintergründe der Verfasser statt. Denn bis heute sind ihre spannenden Lebensgeschichten nicht aufgearbeitet worden. Das Buch ist ein erstmaliger Versuch, die Biographien von Max Nomad und Siegfried Nacht nachzuzeichnen. Es untersucht ihre Lebenswege, die von Buczacz, einem ostgalizischen Schtetl über Zürich, Paris und London nach New York führten und zeigt ihren praktischen und theoretischen Einfluss auf verschiedene Bewegungen. Dabei wird dokumentiert, wie Siegfried Nacht im deutschen Sprachraum einen wesentlichen Beitrag leistete zur Bekanntmachung und Verbreitung des revolutionären Syndikalismus, inspiriert von der spanischen und französischen syndikalistischen ArbeiterInnenbewegung. Ebenso wird die damit verbundene antimilitaristische Propaganda in verschiedenen Ländern untersucht. Das Buch thematisiert Siegfried Nachts Freundschaft mit Rudolf Rocker und dessen Einfluss auf ihn. Ebenso seine Rolle im Leben und Werk von Max Nettlau, dem er – wie auch sein Bruder Max – wichtige existentielle Hilfe leistete. Daneben wird Max Nachts Mitwirken bei der Verbreitung anarchistischer Ideen in Galizien und seine zeitweilige Arbeit im russischen Untergrund beleuchtet. Weiter geht das Buch auf Max Nachts, in späten Jahren entwickelten, „skeptischen Anarchismus“ ein, der sich aus den Ideen des polnisch-russischen Revolutionärs Jan Waclav Makhaïski speist. Noch immer könnte dieser „skeptische Anarchismus“ ein wichtiger Diskussionsbeitrag für alle diejenigen sein, die nicht ausschliessen, dass die AnarchistInnen von heute die ChefInnen von morgen sein könnten und für die es keine heiligen Kühe der Kritik und Selbstkritik gibt. Max Nachts manchmal polemische Beurteilung des Anarchismus, gehört trotz aller Überzeichnungen bis heute zum Besten, Ehrlichsten und Radikalsten, was gegen den Anarchismus geschrieben wurde und zeugt von einer gewissen Hassliebe von einem, der sich längst nicht mehr als Anarchist verstand, aber im Innersten nie die Hoffnung auf eine herrschaftslose Gesellschaft aufgegeben hat. Das Buch ist nicht zuletzt ein Versuch, sich den Beiden anhand ihrer jüdischen Identität oder Nicht-Identität zu nähern. Zweier Juden ohne Gott, die sich immer als Assimilisten betrachtet haben, die auf und in die jüdische Kultur keine grosse Hoffnung mehr setzten und trotzdem lebenslang im Disput mit dieser Kultur und ihren ExponentInnen standen und nie aufhörten, sich in ihrem Umfeld zu bewegen. (Quelle: [Unrast Verlag](https://unrast-verlag.de/produkt/die-wilden-schafe/))
- Umfang: 163 Seiten
- Ergänzender Titelzusatz: Max und Siegfried Nacht – zwei radikale, jüdische Existenzen
- Externe Editionsreferenzen: OL26448593M
- Autor beziehungsweise Autoren: Werner Portmann
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3897714558
- Mitwirkende: Siegbert Wolf (Foreword)
- Thematische Tags: Biography, Jews, Socialists, Anarchists, Radicals, Syndicalists
- Externe Work-Referenz: OL17865911W
- Titel: Die wilden Schafe
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783897714557
- Ausgabeform: pocket
Relevanz für Suche und Einordnung
Die Verbindung aus Die wilden Schafe, Werner Portmann, Sachbuch und Biography, Jews, Socialists, Anarchists, Radicals, Syndicalists schafft eine solide Grundlage für eine präzise thematische Suche. Zusätzliche Präzision entsteht durch Identifikatoren wie 3897714558, 9783897714557 und OL17865911W, die die Ausgabe in verschiedenen Katalog- und Suchkontexten eindeutig referenzierbar machen.
Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe
Welche Sprache und Schlagwörter sind hinterlegt?
Verzeichnet sind die Sprache Deutsch sowie die Tags Biography, Jews, Socialists, Anarchists, Radicals, Syndicalists, die die thematische Zuordnung erleichtern.
Was sagt die Beschreibung über das Buch aus?
Das Buch „Die wilden Schafe“ erinnert an zwei fast vergessene radikale jüdische Aktivisten und Theoretiker: Siegfried und Max Nacht, die sich später Stephen Naft und Max Nomad nannten, gehören in der Geschichte der radikalen europäischen und amerikanisch/jüdischen ArbeiterInnenbewegung – und nicht nur dort – zu den interessantesten Figuren. Ihre Texte, teilweise unter Pseudonym geschrieben, sind Bestandteil eines radikalen, gesellschaftskritischen Diskurses geblieben, der sich gegen jede Art von Herrschaft und Totalitarismus wendet. Der Diskurs, der anhand ihrer Schriften, z.B. über Formen der „Direkten Aktion“, geführt wurde und wird, findet aber ohne Kenntnis der eigentlichen Geschichte und der biographischen Hintergründe der Verfasser statt. Denn bis heute sind ihre spannenden Lebensgeschichten nicht aufgearbeitet worden. Das Buch ist ein erstmaliger Versuch, die Biographien von Max Nomad und Siegfried Nacht nachzuzeichnen. Es untersucht ihre Lebenswege, die von Buczacz, einem ostgalizischen Schtetl über Zürich, Paris und London nach New York führten und zeigt ihren praktischen und theoretischen Einfluss auf verschiedene Bewegungen. Dabei wird dokumentiert, wie Siegfried Nacht im deutschen Sprachraum einen wesentlichen Beitrag leistete zur Bekanntmachung und Verbreitung des revolutionären Syndikalismus, inspiriert von der spanischen und französischen syndikalistischen ArbeiterInnenbewegung. Ebenso wird die damit verbundene antimilitaristische Propaganda in verschiedenen Ländern untersucht. Das Buch thematisiert Siegfried Nachts Freundschaft mit Rudolf Rocker und dessen Einfluss auf ihn. Ebenso seine Rolle im Leben und Werk von Max Nettlau, dem er – wie auch sein Bruder Max – wichtige existentielle Hilfe leistete. Daneben wird Max Nachts Mitwirken bei der Verbreitung anarchistischer Ideen in Galizien und seine zeitweilige Arbeit im russischen Untergrund beleuchtet. Weiter geht das Buch auf Max Nachts, in späten Jahren entwickelten, „skeptischen Anarchismus“ ein, der sich aus den Ideen des polnisch-russischen Revolutionärs Jan Waclav Makhaïski speist. Noch immer könnte dieser „skeptische Anarchismus“ ein wichtiger Diskussionsbeitrag für alle diejenigen sein, die nicht ausschliessen, dass die AnarchistInnen von heute die ChefInnen von morgen sein könnten und für die es keine heiligen Kühe der Kritik und Selbstkritik gibt. Max Nachts manchmal polemische Beurteilung des Anarchismus, gehört trotz aller Überzeichnungen bis heute zum Besten, Ehrlichsten und Radikalsten, was gegen den Anarchismus geschrieben wurde und zeugt von einer gewissen Hassliebe von einem, der sich längst nicht mehr als Anarchist verstand, aber im Innersten nie die Hoffnung auf eine herrschaftslose Gesellschaft aufgegeben hat. Das Buch ist nicht zuletzt ein Versuch, sich den Beiden anhand ihrer jüdischen Identität oder Nicht-Identität zu nähern. Zweier Juden ohne Gott, die sich immer als Assimilisten betrachtet haben, die auf und in die jüdische Kultur keine grosse Hoffnung mehr setzten und trotzdem lebenslang im Disput mit dieser Kultur und ihren ExponentInnen standen und nie aufhörten, sich in ihrem Umfeld zu bewegen. (Quelle: [Unrast Verlag](https://unrast-verlag.de/produkt/die-wilden-schafe/))
Wie lässt sich Die wilden Schafe thematisch einordnen?
Die Ausgabe wird dem Bereich Sachbuch zugeordnet und ist damit für thematisch fokussierte Recherchen gut geeignet.
Wie ist die Ausgabe verlegerisch einzuordnen?
Bibliografisch wird die Ausgabe über Unrast Verlag, Münster, Germany und das Datum 2008 beschrieben.
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