„…die beste Sensation ist das Ewige…“ | Inhalt, Autor und bibliografische Daten
02.09.2026
Lesedauer: 17 min
„…die beste Sensation ist das Ewige…“ von Michael Matzigkeit kurz erklärt: Worum es geht und welche Ausgabe vorliegt. Nützlich für alle, die gezielt prüfen statt nur überfliegen wollen.
Alles Wichtige zu „…die beste Sensation ist das Ewige…“
„…die beste Sensation ist das Ewige…“ ist ein Werk von Michael Matzigkeit, das innerhalb der Kategorie Sachbuch eingeordnet wird und bereits durch seine klare thematische Ausrichtung überzeugt. Der Zusatz Gustav Landauer – Leben, Werk und Wirkung schärft das Profil von „…die beste Sensation ist das Ewige…“ und unterstützt die thematische Einordnung bereits auf den ersten Blick. Aus der Buchbeschreibung zu „…die beste Sensation ist das Ewige…“ ergibt sich ein klares Bild der thematischen Schwerpunkte: Gustav Landauer, den homme de lettre und revolutionären Geist in seiner Ganzheit verstehen zu wollen, scheint fast aussichtslos. Wer sich dennoch der Herausforderung stellt, stößt auf einen Kosmos von verwirrender Komplexität. Schon die Zeitgenossen hatten große Schwierigkeiten, sich ein Bild von Gustav Landauer zu machen, das vor der Wirklichkeit standhielt. War er nun tatsächlich der „Idealist“, „Feuerkopf“, „Schwarmgeist“? Die zahlreichen, völlig widersprüchlichen, schriftlichen Zeugnisse, deren zeitlicher Schwerpunkt in der Revolutionszeit 1918/19 liegt, zeigen die ganze Stimmungsbreite von antisemitischen Anwürfen bis hin zur hemmungslosen Verehrung des Lehrers und „heimlichen Führers“. Fast immer wird Gustav Landauer zu einer Projektionsfläche für stark polarisierende, negative wie positive Gefühle, die verhindern, dass echte Wertungen vorgenommen werden können. So spiegeln die kritischen Äußerungen, aber auch die lobenden Würdigungen häufig eher die Seelenlage ihrer Urheber wider, als dass sie für Erkenntnisse in der Sache förderlich wären. (…) Landauer wollte es seinen Zeitgenossen nicht leicht machen. Seine letztlich fehlende Massenwirksamkeit ist sehr stark auf seinen Anspruch zurückzuführen, dass Denken und kritisch vermitteltes Handeln eine unabdingbare Einheit bilden sollen, dass Denken ohne zu Handeln sinnlos bleibt. Hier bewahrheitet sich eine Sentenz Ernst Simons: „Die Heiligen sind die faulen Ausreden des Gewissens. Der Gerechte ist sein Sporn.“ Für den, der sich darauf einlässt, wird Gustav Landauer zu einer Herausforderung: eine Herausforderung, die nicht jeder ertragen kann und die Landauer auf tragische Weise das Leben gekostet hat. Dieser „Prophet des Friedens“ war in München neben Mühsam und Toller der meistgehasste Mann der Rätezeit. Mit seinem „anderen Blick“, seiner „anderen Sicht“ der Dinge und Zusammenhänge verlangt er häufige Perspektivwechsel, bietet Reibungsflächen, wird zur Strapaze, wenn er gelegentlich Bildungsvoraussetzungen anmahnt, die auch bei der heutigen geistigen Elite keineswegs Allgemeingut sind. Seine Skepsis gegenüber der Aussagefähigkeit und Wirksamkeit von Sprache, die er an den sprachkritischen Werken seines Freundes Fritz Mauthner geschult hat, beinhaltet gleichzeitig den – sehr modern anmutenden – Verzicht auf ein konzises geistiges System, dem man sein Denken getrost empfehlen kann. Die neuerlich in Gang gekommene wissenschaftliche Rezeption seines Werkes auf der Basis der Originalquellen, insbesondere aber Studien zu seinem Wirken könnten ein anderes Bild ergeben, als es die bisherige Literatur zum Thema zuließ. Es gilt auch bei Landauer Abschied zu nehmen von tradierten Denkformeln, von Sprachhülsen und eigenen Lieblingsgedanken. Bisher stellen sich mehr Fragen als Antworten. Z.B.: Wie groß war der immer wieder behauptete Einfluss Gustav Landauers auf Teile der expressionistischen Generation, der deutschen und jüdischen Jugendbewegung und auf Teile der kritischen Intelligenz bis hin zu den jüdischen Siedlern der zweiten Generation wirklich? Die vorliegende Publikation will in konzentrierter, anschaulicher Form durch eine ausgewählte Dokumentation bisher weitgehend unveröffentlichter Quellen einen Anstoß in die vorgezeichnete Richtung geben. Denn nach wie vor gilt die Einschätzung Ernst Simons, der kurze Zeit nach Landauers Ermordung feststellen musste: „[…] schon droht Nebel, sein klares Bild fälschend zu umhüllen. Schon sieht man Gustav Landauer als den Typ des ›reinen Dulders‹ an, wenn man ihm wohl will – als den des ›unpraktischen Schwärmers‹, wenn man ihn fürchtet.“ (Aus dem einleitenden Beitrag „Gustav Landauer – Zu Leben, Werk und Wirkung“ von Michael Matzigkeit) Als Veröffentlichungsdatum ist 1995 hinterlegt; verlegt wurde der Titel von Dumont-Lindemann-Archiv in Düsseldorf, Germany.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Auch das Veröffentlichungsdatum 1995 macht „…die beste Sensation ist das Ewige…“ für zeitlich eingegrenzte Suchen besonders interessant. „…die beste Sensation ist das Ewige…“ spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren. Im Kontext des Gesamtwerks von Michael Matzigkeit lässt sich „…die beste Sensation ist das Ewige…“ gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Die Angaben zu Dumont-Lindemann-Archiv und Düsseldorf, Germany stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Mit der Sprache Deutsch lässt sich „…die beste Sensation ist das Ewige…“ auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern.
Worum geht es in „…die beste Sensation ist das Ewige…“?
Die Beschreibung zeigt, dass „…die beste Sensation ist das Ewige…“ klar dem Bereich Sachbuch zugeordnet werden kann: Gustav Landauer, den homme de lettre und revolutionären Geist in seiner Ganzheit verstehen zu wollen, scheint fast aussichtslos. Wer sich dennoch der Herausforderung stellt, stößt auf einen Kosmos von verwirrender Komplexität. Schon die Zeitgenossen hatten große Schwierigkeiten, sich ein Bild von Gustav Landauer zu machen, das vor der Wirklichkeit standhielt. War er nun tatsächlich der „Idealist“, „Feuerkopf“, „Schwarmgeist“? Die zahlreichen, völlig widersprüchlichen, schriftlichen Zeugnisse, deren zeitlicher Schwerpunkt in der Revolutionszeit 1918/19 liegt, zeigen die ganze Stimmungsbreite von antisemitischen Anwürfen bis hin zur hemmungslosen Verehrung des Lehrers und „heimlichen Führers“. Fast immer wird Gustav Landauer zu einer Projektionsfläche für stark polarisierende, negative wie positive Gefühle, die verhindern, dass echte Wertungen vorgenommen werden können. So spiegeln die kritischen Äußerungen, aber auch die lobenden Würdigungen häufig eher die Seelenlage ihrer Urheber wider, als dass sie für Erkenntnisse in der Sache förderlich wären. (…) Landauer wollte es seinen Zeitgenossen nicht leicht machen. Seine letztlich fehlende Massenwirksamkeit ist sehr stark auf seinen Anspruch zurückzuführen, dass Denken und kritisch vermitteltes Handeln eine unabdingbare Einheit bilden sollen, dass Denken ohne zu Handeln sinnlos bleibt. Hier bewahrheitet sich eine Sentenz Ernst Simons: „Die Heiligen sind die faulen Ausreden des Gewissens. Der Gerechte ist sein Sporn.“ Für den, der sich darauf einlässt, wird Gustav Landauer zu einer Herausforderung: eine Herausforderung, die nicht jeder ertragen kann und die Landauer auf tragische Weise das Leben gekostet hat. Dieser „Prophet des Friedens“ war in München neben Mühsam und Toller der meistgehasste Mann der Rätezeit. Mit seinem „anderen Blick“, seiner „anderen Sicht“ der Dinge und Zusammenhänge verlangt er häufige Perspektivwechsel, bietet Reibungsflächen, wird zur Strapaze, wenn er gelegentlich Bildungsvoraussetzungen anmahnt, die auch bei der heutigen geistigen Elite keineswegs Allgemeingut sind. Seine Skepsis gegenüber der Aussagefähigkeit und Wirksamkeit von Sprache, die er an den sprachkritischen Werken seines Freundes Fritz Mauthner geschult hat, beinhaltet gleichzeitig den – sehr modern anmutenden – Verzicht auf ein konzises geistiges System, dem man sein Denken getrost empfehlen kann. Die neuerlich in Gang gekommene wissenschaftliche Rezeption seines Werkes auf der Basis der Originalquellen, insbesondere aber Studien zu seinem Wirken könnten ein anderes Bild ergeben, als es die bisherige Literatur zum Thema zuließ. Es gilt auch bei Landauer Abschied zu nehmen von tradierten Denkformeln, von Sprachhülsen und eigenen Lieblingsgedanken. Bisher stellen sich mehr Fragen als Antworten. Z.B.: Wie groß war der immer wieder behauptete Einfluss Gustav Landauers auf Teile der expressionistischen Generation, der deutschen und jüdischen Jugendbewegung und auf Teile der kritischen Intelligenz bis hin zu den jüdischen Siedlern der zweiten Generation wirklich? Die vorliegende Publikation will in konzentrierter, anschaulicher Form durch eine ausgewählte Dokumentation bisher weitgehend unveröffentlichter Quellen einen Anstoß in die vorgezeichnete Richtung geben. Denn nach wie vor gilt die Einschätzung Ernst Simons, der kurze Zeit nach Landauers Ermordung feststellen musste: „[…] schon droht Nebel, sein klares Bild fälschend zu umhüllen. Schon sieht man Gustav Landauer als den Typ des ›reinen Dulders‹ an, wenn man ihm wohl will – als den des ›unpraktischen Schwärmers‹, wenn man ihn fürchtet.“ (Aus dem einleitenden Beitrag „Gustav Landauer – Zu Leben, Werk und Wirkung“ von Michael Matzigkeit) Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis zeigt die thematische Struktur der Ausgabe: Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen | Ilka Kügler: Zum Geleit | Michael Matzigkeit: Gustav Landauer – Zu Leben, Werk und Wirkung | Wolfgang Frühwald: Die Solidarität der Künstler. Zu Gustav Landauers ethischem Anarchismus | Kindheit, Jugend, Studium | Rolf Kauffeldt: Gustav Landauer und die Müggelseerepublik. Berlin-Friedrichshagen als kulturrevolutionärer Bezugsort | Dokumentation | Winrich Meiszies: „Zur Kunst, zum Leben und zu voller Kultur und Aktion“ – Gustav Landauer und die Volksbühne | Dokumentation | Heiner M. Becker: Gustav Landauer und die internationale anarchistische Bewegung | Dokumentation | Ulrike de Kruijf, Michael Matzigkeit: Fritz Mauthner und Gustav Landauer – eine Freundschaft mit Brüchen | Dokumentation | Annegret Walz: „Was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“. Gustav Landauer und Hedwig Lachmann, eine Lebens- und Künstlergemeinschaft | Dokumentation | Bernhard Braun: „…das andere Leben beginnen …“. Die Utopie als Antriebskraft der Revolution | Dokumentation | Der Sozialistische Bund (1908–1915) | Hanna Delf: „Manuskript kann ich dir keines schicken“. Gustav Landauer oder: Die freie Rede, ein Stilmittel | Dokumentation | Gustav Landauer – Theaterkritiker, Vortragsredner, Dramaturg | Christine Holste: Gustav Landauer und der Forte-Kreis | Dokumentation | Pazifismus – Aktivismus | Norbert Seitz: Gustav Landauer und die Münchener Räterepublik | Dokumentation | Gabriele Ewenz: „…mir fällt der Schatten Landauers auf alle meine Pläne …“ – Zum Verhältnis von Arnold Zweig zu Gustav Landauer | Dokumentation | Stimmen zu Gustav Landauer | Anhang | Gustav Landauer – eine Chronologie | Gustav Landauer – öffentliche Reden und Vorträge | Gustav Landauer – eine Bibliographie in Auswahl | Dank Die vorhandenen Tags verdichten die inhaltliche Einordnung des Buches zusätzlich: History, Theater, Biography, Exhibitions, Socialists, Utopian socialism, Theater and society Seitenzahl und Ausgabeform - 349 Seiten im Format pocket - liefern zusätzliche Orientierung für Kauf- und Rechercheentscheidungen. Auch die unter Michael Matzigkeit (Introduction) geführten Mitwirkenden tragen zur vollständigen bibliografischen Einordnung bei.
ISBN, Revision und weitere Referenzdaten
Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Dumont-Lindemann-Archiv, Düsseldorf, Germany und 1995 präzise ergänzt. Für die eindeutige Identifikation der Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 392994510X als auch die ISBN-13 9783929945102 hinterlegt. Auch externe Referenzen sind vorhanden: Die Work-ID lautet OL19396536W, die zugehörigen Editions-IDs sind OL21892288M, OL560077M.
Die zentralen Metadaten zu „…die beste Sensation ist das Ewige…“
- Format: pocket
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783929945102
- ISBN-10: 392994510X
- Verfasst von: Michael Matzigkeit
- Verlagsort: Düsseldorf, Germany
- Externe Work-Referenz: OL19396536W
- Buchtitel: „…die beste Sensation ist das Ewige…“
- Verlag: Dumont-Lindemann-Archiv
- Kurzbeschreibung: Gustav Landauer, den homme de lettre und revolutionären Geist in seiner Ganzheit verstehen zu wollen, scheint fast aussichtslos. Wer sich dennoch der Herausforderung stellt, stößt auf einen Kosmos von verwirrender Komplexität. Schon die Zeitgenossen hatten große Schwierigkeiten, sich ein Bild von Gustav Landauer zu machen, das vor der Wirklichkeit standhielt. War er nun tatsächlich der „Idealist“, „Feuerkopf“, „Schwarmgeist“? Die zahlreichen, völlig widersprüchlichen, schriftlichen Zeugnisse, deren zeitlicher Schwerpunkt in der Revolutionszeit 1918/19 liegt, zeigen die ganze Stimmungsbreite von antisemitischen Anwürfen bis hin zur hemmungslosen Verehrung des Lehrers und „heimlichen Führers“. Fast immer wird Gustav Landauer zu einer Projektionsfläche für stark polarisierende, negative wie positive Gefühle, die verhindern, dass echte Wertungen vorgenommen werden können. So spiegeln die kritischen Äußerungen, aber auch die lobenden Würdigungen häufig eher die Seelenlage ihrer Urheber wider, als dass sie für Erkenntnisse in der Sache förderlich wären. (…) Landauer wollte es seinen Zeitgenossen nicht leicht machen. Seine letztlich fehlende Massenwirksamkeit ist sehr stark auf seinen Anspruch zurückzuführen, dass Denken und kritisch vermitteltes Handeln eine unabdingbare Einheit bilden sollen, dass Denken ohne zu Handeln sinnlos bleibt. Hier bewahrheitet sich eine Sentenz Ernst Simons: „Die Heiligen sind die faulen Ausreden des Gewissens. Der Gerechte ist sein Sporn.“ Für den, der sich darauf einlässt, wird Gustav Landauer zu einer Herausforderung: eine Herausforderung, die nicht jeder ertragen kann und die Landauer auf tragische Weise das Leben gekostet hat. Dieser „Prophet des Friedens“ war in München neben Mühsam und Toller der meistgehasste Mann der Rätezeit. Mit seinem „anderen Blick“, seiner „anderen Sicht“ der Dinge und Zusammenhänge verlangt er häufige Perspektivwechsel, bietet Reibungsflächen, wird zur Strapaze, wenn er gelegentlich Bildungsvoraussetzungen anmahnt, die auch bei der heutigen geistigen Elite keineswegs Allgemeingut sind. Seine Skepsis gegenüber der Aussagefähigkeit und Wirksamkeit von Sprache, die er an den sprachkritischen Werken seines Freundes Fritz Mauthner geschult hat, beinhaltet gleichzeitig den – sehr modern anmutenden – Verzicht auf ein konzises geistiges System, dem man sein Denken getrost empfehlen kann. Die neuerlich in Gang gekommene wissenschaftliche Rezeption seines Werkes auf der Basis der Originalquellen, insbesondere aber Studien zu seinem Wirken könnten ein anderes Bild ergeben, als es die bisherige Literatur zum Thema zuließ. Es gilt auch bei Landauer Abschied zu nehmen von tradierten Denkformeln, von Sprachhülsen und eigenen Lieblingsgedanken. Bisher stellen sich mehr Fragen als Antworten. Z.B.: Wie groß war der immer wieder behauptete Einfluss Gustav Landauers auf Teile der expressionistischen Generation, der deutschen und jüdischen Jugendbewegung und auf Teile der kritischen Intelligenz bis hin zu den jüdischen Siedlern der zweiten Generation wirklich? Die vorliegende Publikation will in konzentrierter, anschaulicher Form durch eine ausgewählte Dokumentation bisher weitgehend unveröffentlichter Quellen einen Anstoß in die vorgezeichnete Richtung geben. Denn nach wie vor gilt die Einschätzung Ernst Simons, der kurze Zeit nach Landauers Ermordung feststellen musste: „[…] schon droht Nebel, sein klares Bild fälschend zu umhüllen. Schon sieht man Gustav Landauer als den Typ des ›reinen Dulders‹ an, wenn man ihm wohl will – als den des ›unpraktischen Schwärmers‹, wenn man ihn fürchtet.“ (Aus dem einleitenden Beitrag „Gustav Landauer – Zu Leben, Werk und Wirkung“ von Michael Matzigkeit)
- Inhaltsübersicht: Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen | Ilka Kügler: Zum Geleit | Michael Matzigkeit: Gustav Landauer – Zu Leben, Werk und Wirkung | Wolfgang Frühwald: Die Solidarität der Künstler. Zu Gustav Landauers ethischem Anarchismus | Kindheit, Jugend, Studium | Rolf Kauffeldt: Gustav Landauer und die Müggelseerepublik. Berlin-Friedrichshagen als kulturrevolutionärer Bezugsort | Dokumentation | Winrich Meiszies: „Zur Kunst, zum Leben und zu voller Kultur und Aktion“ – Gustav Landauer und die Volksbühne | Dokumentation | Heiner M. Becker: Gustav Landauer und die internationale anarchistische Bewegung | Dokumentation | Ulrike de Kruijf, Michael Matzigkeit: Fritz Mauthner und Gustav Landauer – eine Freundschaft mit Brüchen | Dokumentation | Annegret Walz: „Was ich schrieb, war alles zu Hedwig gesagt“. Gustav Landauer und Hedwig Lachmann, eine Lebens- und Künstlergemeinschaft | Dokumentation | Bernhard Braun: „…das andere Leben beginnen …“. Die Utopie als Antriebskraft der Revolution | Dokumentation | Der Sozialistische Bund (1908–1915) | Hanna Delf: „Manuskript kann ich dir keines schicken“. Gustav Landauer oder: Die freie Rede, ein Stilmittel | Dokumentation | Gustav Landauer – Theaterkritiker, Vortragsredner, Dramaturg | Christine Holste: Gustav Landauer und der Forte-Kreis | Dokumentation | Pazifismus – Aktivismus | Norbert Seitz: Gustav Landauer und die Münchener Räterepublik | Dokumentation | Gabriele Ewenz: „…mir fällt der Schatten Landauers auf alle meine Pläne …“ – Zum Verhältnis von Arnold Zweig zu Gustav Landauer | Dokumentation | Stimmen zu Gustav Landauer | Anhang | Gustav Landauer – eine Chronologie | Gustav Landauer – öffentliche Reden und Vorträge | Gustav Landauer – eine Bibliographie in Auswahl | Dank
- Untertitel: Gustav Landauer – Leben, Werk und Wirkung
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Mitwirkende: Michael Matzigkeit (Introduction)
- Thematische Tags: History, Theater, Biography, Exhibitions, Socialists, Utopian socialism, Theater and society
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Erscheinungsdatum: 1995
- Externe Editionsreferenzen: OL21892288M, OL560077M
- Abmessungen: 21 x x cm
- Seitenzahl: 349
Warum sich „…die beste Sensation ist das Ewige…“ gut einordnen lässt
Die Verbindung aus „…die beste Sensation ist das Ewige…“, Michael Matzigkeit, Sachbuch und History, Theater, Biography, Exhibitions, Socialists, Utopian socialism, Theater and society schafft eine solide Grundlage für eine präzise thematische Suche. Zusätzliche Präzision entsteht durch Identifikatoren wie 392994510X, 9783929945102 und OL19396536W, die die Ausgabe in verschiedenen Katalog- und Suchkontexten eindeutig referenzierbar machen.
Häufige Fragen zu „…die beste Sensation ist das Ewige…“
Gibt es eine inhaltliche Zusammenfassung?
Ja, die Beschreibung fasst die Ausrichtung des Buches so zusammen: Gustav Landauer, den homme de lettre und revolutionären Geist in seiner Ganzheit verstehen zu wollen, scheint fast aussichtslos. Wer sich dennoch der Herausforderung stellt, stößt auf einen Kosmos von verwirrender Komplexität. Schon die Zeitgenossen hatten große Schwierigkeiten, sich ein Bild von Gustav Landauer zu machen, das vor der Wirklichkeit standhielt. War er nun tatsächlich der „Idealist“, „Feuerkopf“, „Schwarmgeist“? Die zahlreichen, völlig widersprüchlichen, schriftlichen Zeugnisse, deren zeitlicher Schwerpunkt in der Revolutionszeit 1918/19 liegt, zeigen die ganze Stimmungsbreite von antisemitischen Anwürfen bis hin zur hemmungslosen Verehrung des Lehrers und „heimlichen Führers“. Fast immer wird Gustav Landauer zu einer Projektionsfläche für stark polarisierende, negative wie positive Gefühle, die verhindern, dass echte Wertungen vorgenommen werden können. So spiegeln die kritischen Äußerungen, aber auch die lobenden Würdigungen häufig eher die Seelenlage ihrer Urheber wider, als dass sie für Erkenntnisse in der Sache förderlich wären. (…) Landauer wollte es seinen Zeitgenossen nicht leicht machen. Seine letztlich fehlende Massenwirksamkeit ist sehr stark auf seinen Anspruch zurückzuführen, dass Denken und kritisch vermitteltes Handeln eine unabdingbare Einheit bilden sollen, dass Denken ohne zu Handeln sinnlos bleibt. Hier bewahrheitet sich eine Sentenz Ernst Simons: „Die Heiligen sind die faulen Ausreden des Gewissens. Der Gerechte ist sein Sporn.“ Für den, der sich darauf einlässt, wird Gustav Landauer zu einer Herausforderung: eine Herausforderung, die nicht jeder ertragen kann und die Landauer auf tragische Weise das Leben gekostet hat. Dieser „Prophet des Friedens“ war in München neben Mühsam und Toller der meistgehasste Mann der Rätezeit. Mit seinem „anderen Blick“, seiner „anderen Sicht“ der Dinge und Zusammenhänge verlangt er häufige Perspektivwechsel, bietet Reibungsflächen, wird zur Strapaze, wenn er gelegentlich Bildungsvoraussetzungen anmahnt, die auch bei der heutigen geistigen Elite keineswegs Allgemeingut sind. Seine Skepsis gegenüber der Aussagefähigkeit und Wirksamkeit von Sprache, die er an den sprachkritischen Werken seines Freundes Fritz Mauthner geschult hat, beinhaltet gleichzeitig den – sehr modern anmutenden – Verzicht auf ein konzises geistiges System, dem man sein Denken getrost empfehlen kann. Die neuerlich in Gang gekommene wissenschaftliche Rezeption seines Werkes auf der Basis der Originalquellen, insbesondere aber Studien zu seinem Wirken könnten ein anderes Bild ergeben, als es die bisherige Literatur zum Thema zuließ. Es gilt auch bei Landauer Abschied zu nehmen von tradierten Denkformeln, von Sprachhülsen und eigenen Lieblingsgedanken. Bisher stellen sich mehr Fragen als Antworten. Z.B.: Wie groß war der immer wieder behauptete Einfluss Gustav Landauers auf Teile der expressionistischen Generation, der deutschen und jüdischen Jugendbewegung und auf Teile der kritischen Intelligenz bis hin zu den jüdischen Siedlern der zweiten Generation wirklich? Die vorliegende Publikation will in konzentrierter, anschaulicher Form durch eine ausgewählte Dokumentation bisher weitgehend unveröffentlichter Quellen einen Anstoß in die vorgezeichnete Richtung geben. Denn nach wie vor gilt die Einschätzung Ernst Simons, der kurze Zeit nach Landauers Ermordung feststellen musste: „[…] schon droht Nebel, sein klares Bild fälschend zu umhüllen. Schon sieht man Gustav Landauer als den Typ des ›reinen Dulders‹ an, wenn man ihm wohl will – als den des ›unpraktischen Schwärmers‹, wenn man ihn fürchtet.“ (Aus dem einleitenden Beitrag „Gustav Landauer – Zu Leben, Werk und Wirkung“ von Michael Matzigkeit)
Welche Rolle spielt der Untertitel von „…die beste Sensation ist das Ewige…“?
Der Untertitel Gustav Landauer – Leben, Werk und Wirkung präzisiert die thematische Stoßrichtung des Buches und ergänzt den Haupttitel sinnvoll.
Welche ISBN-Nummern sind für diese Ausgabe hinterlegt?
Für diese Ausgabe sind sowohl die ISBN-10 392994510X als auch die ISBN-13 9783929945102 verfügbar.
Wofür sind die Open-Library-IDs hilfreich?
Mit OL19396536W und OL21892288M, OL560077M lässt sich das Werk auch in externen bibliografischen Zusammenhängen besser verknüpfen.
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