Für und wider den Wahn - Alle wichtigen Infos zur Ausgabe
01.09.2026
Lesedauer: 11 min
Für und wider den Wahn von Joachim Lehrmann im Überblick mit Inhalt, Buchdaten und Einordnung. Praktisch, wenn du Titel prüfen oder Ausgaben vergleichen willst.
Für und wider den Wahn: Inhalt, Einordnung und bibliografische Details
Mit Für und wider den Wahn liegt ein Buch von Joachim Lehrmann vor, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und sich für alle eignet, die gezielt nach Literatur mit diesem Schwerpunkt suchen. Der Zusatz die Geschichte der Hexenverfolgung im Hochstift Hildesheim, erstmals dokumentiert, und, ein Streiter wider den Hexenwahn, Niedersachsens unbekannter Vordenker der Aufklärung! schärft das Profil von Für und wider den Wahn und unterstützt die thematische Einordnung bereits auf den ersten Blick. Für und wider den Wahn wird in der Beschreibung wie folgt charakterisiert: Das Buch beschreibt erstmals die Situation der Hexenverfolgung im Hochstift Hildesheim. Auffällig ist, wie ungewöhnlich früh – selbst reichsweit gesehen – vor dem Rat der Stadt Hildesheim Hexenprozesse nachweisbar sind. Sie gab es erwiesenermaßen bereits seit 1428, mithin schon weit vor dem Erscheinen des epochalen Hexenhammers (1486/87). Dennoch wurden es über alles gesehen in Hildesheim eher wenige Opfer, wie dies in den größeren deutschen Städten mit ihrer „hansisch weltoffenen“ Bürgerschaft die Regel ist. Das hier vorgestellte Buch hat als zweites Hauptthema einen bisher beinahe unbekannten und dennoch engagierten Vorkämpfer gegen den Hexenwahn: Der evangelische Jurist und Diplomat Justus Oldekop (1597-1667) wirkte schwerpunktmäßig in den Städten Hildesheim, Braunschweig, Halberstadt und Hannover und äußerte sich dabei deutlich fortschrittlicher als der viel gefeierte "Hexenpater" Friedrich v. Spee. So ist es eine große Entdeckung für unsere Region, einen noch dazu ungewöhnlich aufgeklärten Kämpfer wider den damals ja längst zu wissenschaftlichen Ehren gelangten Hexenwahn „ausgegraben“ zu haben, der sich eben nicht nur gegen die Folter und die ungerechten Verfahren einsetzte wie seine schon an einer Hand abzuzählenden berühmten „Mitstreiter“ von Dr. Weyer bis hin zum „Hexenpater“ v. Spee. Selbstlos und engagiert focht der aus angesehenem Hildesheimer Geschlecht stammende evangelische Jurist und Diplomat Justus Oldekop (1597-1667) in dicken Büchern gegen die ungerechte Verfahrenspraxis des Inquisitionsprozesses. Dabei konnte er den Hexenprozess, jenen Extrembereich abendländischer Gerichtspraxis, natürlich nicht übersehen. Gerade er war auch ein Mann der Praxis. Das sehen wir in der Stadt Braunschweig, wo er sich für ein mittelloses Bauernmädchen „zu heftig“ eingesetzt hatte. Das trug ihm ein, zunächst „incarzeriert“ und darauf ehrenrührigst unter dem Geläut der Schandglocke der Stadt verwiesen zu werden. Selbstlos, furchtlos, energisch und in einer Zeit, als auch um ihn herum die Scheiterhaufen noch rauchten und das Einschreiten zugunsten der Opfer noch immer gefährlich war, erhob er seine Stimme der Vernunft – ein Kampf, den er sein ganzes Leben hindurch verfolgte. Man stelle sich das einmal vor: während sich selbst der weltberühmte v. Spee (der übrigens auch im Bistum Hildesheim wirkte) anonym gegen die Prozess- und Folterpraxis der „Hexen“ einsetzt und man seine Ablehnung des wohlfundierten Wahns gerade einmal zwischen den Zeilen herauslesen muss, erklärt „unser“ Oldekop all die irrationalen Elemente der Hexenlehre unter voller Nennung seines Namens auf das Heftigste ad absurdum und als „altweibermäßiges Possengeschwätz“, und dies Jahrzehnte vor dem großen Thomasius und ca. 100 Jahre vor dem so viel gerühmten Zeitalter der gefeierten Aufklärung (Voltaire, Kant, Lessing ...). Und selbst noch damals (Mitte des 18. Jahrhunderts und also 100 Jahre nach Oldekop!) war in den deutschen Staaten noch immer die volle Hexengesetzgebung mit allen Konsequenzen in Kraft und wurden in katholischen Gebieten insbesondere Süddeutschlands weiter offiziell und öffentlich Hexen verbrannt! So wenig bekannt er bisher auch ist, ihm gebührt das Verdienst als Niedersachsens Frühaufklärer in die Geschichte einzugehen, der am Zustandekommen der Abschaffung der Folter und überhaupt der Grundlagen der noch unbekannten Menschenrechte seinen Anteil hat! Für und wider den Wahn wurde am 2003 publiziert und dem Verlag Lehrmann mit Verlagsort Lehrte zugeordnet.
Warum Für und wider den Wahn relevant sein kann
Durch die Zuordnung zur Kategorie Sachbuch wird Für und wider den Wahn auch für thematische Recherchen besonders relevant. Dass Für und wider den Wahn in Deutsch erschienen ist, erleichtert die gezielte Auswahl für sprachspezifische Recherchen. Auch das Veröffentlichungsdatum 2003 macht Für und wider den Wahn für zeitlich eingegrenzte Suchen besonders interessant. Mit Lehrmann in Lehrte ist die verlegerische Zuordnung der Ausgabe klar nachvollziehbar. Für und wider den Wahn ist besonders für Leserinnen und Leser interessant, die sich gezielt mit Veröffentlichungen von Joachim Lehrmann beschäftigen möchten.
Thematische Einordnung von Für und wider den Wahn
Wer wissen möchte, worauf Für und wider den Wahn inhaltlich abzielt, findet in dieser Zusammenfassung einen ersten Ansatzpunkt: Das Buch beschreibt erstmals die Situation der Hexenverfolgung im Hochstift Hildesheim. Auffällig ist, wie ungewöhnlich früh – selbst reichsweit gesehen – vor dem Rat der Stadt Hildesheim Hexenprozesse nachweisbar sind. Sie gab es erwiesenermaßen bereits seit 1428, mithin schon weit vor dem Erscheinen des epochalen Hexenhammers (1486/87). Dennoch wurden es über alles gesehen in Hildesheim eher wenige Opfer, wie dies in den größeren deutschen Städten mit ihrer „hansisch weltoffenen“ Bürgerschaft die Regel ist. Das hier vorgestellte Buch hat als zweites Hauptthema einen bisher beinahe unbekannten und dennoch engagierten Vorkämpfer gegen den Hexenwahn: Der evangelische Jurist und Diplomat Justus Oldekop (1597-1667) wirkte schwerpunktmäßig in den Städten Hildesheim, Braunschweig, Halberstadt und Hannover und äußerte sich dabei deutlich fortschrittlicher als der viel gefeierte "Hexenpater" Friedrich v. Spee. So ist es eine große Entdeckung für unsere Region, einen noch dazu ungewöhnlich aufgeklärten Kämpfer wider den damals ja längst zu wissenschaftlichen Ehren gelangten Hexenwahn „ausgegraben“ zu haben, der sich eben nicht nur gegen die Folter und die ungerechten Verfahren einsetzte wie seine schon an einer Hand abzuzählenden berühmten „Mitstreiter“ von Dr. Weyer bis hin zum „Hexenpater“ v. Spee. Selbstlos und engagiert focht der aus angesehenem Hildesheimer Geschlecht stammende evangelische Jurist und Diplomat Justus Oldekop (1597-1667) in dicken Büchern gegen die ungerechte Verfahrenspraxis des Inquisitionsprozesses. Dabei konnte er den Hexenprozess, jenen Extrembereich abendländischer Gerichtspraxis, natürlich nicht übersehen. Gerade er war auch ein Mann der Praxis. Das sehen wir in der Stadt Braunschweig, wo er sich für ein mittelloses Bauernmädchen „zu heftig“ eingesetzt hatte. Das trug ihm ein, zunächst „incarzeriert“ und darauf ehrenrührigst unter dem Geläut der Schandglocke der Stadt verwiesen zu werden. Selbstlos, furchtlos, energisch und in einer Zeit, als auch um ihn herum die Scheiterhaufen noch rauchten und das Einschreiten zugunsten der Opfer noch immer gefährlich war, erhob er seine Stimme der Vernunft – ein Kampf, den er sein ganzes Leben hindurch verfolgte. Man stelle sich das einmal vor: während sich selbst der weltberühmte v. Spee (der übrigens auch im Bistum Hildesheim wirkte) anonym gegen die Prozess- und Folterpraxis der „Hexen“ einsetzt und man seine Ablehnung des wohlfundierten Wahns gerade einmal zwischen den Zeilen herauslesen muss, erklärt „unser“ Oldekop all die irrationalen Elemente der Hexenlehre unter voller Nennung seines Namens auf das Heftigste ad absurdum und als „altweibermäßiges Possengeschwätz“, und dies Jahrzehnte vor dem großen Thomasius und ca. 100 Jahre vor dem so viel gerühmten Zeitalter der gefeierten Aufklärung (Voltaire, Kant, Lessing ...). Und selbst noch damals (Mitte des 18. Jahrhunderts und also 100 Jahre nach Oldekop!) war in den deutschen Staaten noch immer die volle Hexengesetzgebung mit allen Konsequenzen in Kraft und wurden in katholischen Gebieten insbesondere Süddeutschlands weiter offiziell und öffentlich Hexen verbrannt! So wenig bekannt er bisher auch ist, ihm gebührt das Verdienst als Niedersachsens Frühaufklärer in die Geschichte einzugehen, der am Zustandekommen der Abschaffung der Folter und überhaupt der Grundlagen der noch unbekannten Menschenrechte seinen Anteil hat! Ergänzend helfen die hinterlegten Schlagwörter dabei, Für und wider den Wahn thematisch schneller einzuordnen: Witchcraft, Trials (Witchcraft) Für und wider den Wahn umfasst 272 Seiten und erscheint im Format physical, was sowohl für die Nutzung als auch für den Vergleich mit anderen Ausgaben relevant ist.
ISBN, Revision und weitere Referenzdaten
Die Kombination aus ISBN-10 3980364232 und ISBN-13 9783980364232 ermöglicht eine besonders präzise bibliografische Zuordnung. Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL24242710W sowie die Editionszuordnungen OL19225279M referenzierbar. Durch die Kombination aus Lehrmann, Lehrte und 2003 lässt sich die Ausgabe sauber verorten.
Die zentralen Metadaten zu Für und wider den Wahn
- Ergänzender Titelzusatz: die Geschichte der Hexenverfolgung im Hochstift Hildesheim, erstmals dokumentiert, und, ein Streiter wider den Hexenwahn, Niedersachsens unbekannter Vordenker der Aufklärung!
- Maße der Ausgabe: 148x210
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Verlag: Lehrmann
- ISBN-10: 3980364232
- Ort der Veröffentlichung: Lehrte
- Umfang: 272 Seiten
- Externe Editionsreferenzen: OL19225279M
- ISBN-13: 9783980364232
- Buchtitel: Für und wider den Wahn
- Autor beziehungsweise Autoren: Joachim Lehrmann
- Open-Library-Work-ID: OL24242710W
- Veröffentlicht am: 2003
- Sprache: Deutsch
- Ausgabeform: physical
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Das Buch beschreibt erstmals die Situation der Hexenverfolgung im Hochstift Hildesheim. Auffällig ist, wie ungewöhnlich früh – selbst reichsweit gesehen – vor dem Rat der Stadt Hildesheim Hexenprozesse nachweisbar sind. Sie gab es erwiesenermaßen bereits seit 1428, mithin schon weit vor dem Erscheinen des epochalen Hexenhammers (1486/87). Dennoch wurden es über alles gesehen in Hildesheim eher wenige Opfer, wie dies in den größeren deutschen Städten mit ihrer „hansisch weltoffenen“ Bürgerschaft die Regel ist. Das hier vorgestellte Buch hat als zweites Hauptthema einen bisher beinahe unbekannten und dennoch engagierten Vorkämpfer gegen den Hexenwahn: Der evangelische Jurist und Diplomat Justus Oldekop (1597-1667) wirkte schwerpunktmäßig in den Städten Hildesheim, Braunschweig, Halberstadt und Hannover und äußerte sich dabei deutlich fortschrittlicher als der viel gefeierte "Hexenpater" Friedrich v. Spee. So ist es eine große Entdeckung für unsere Region, einen noch dazu ungewöhnlich aufgeklärten Kämpfer wider den damals ja längst zu wissenschaftlichen Ehren gelangten Hexenwahn „ausgegraben“ zu haben, der sich eben nicht nur gegen die Folter und die ungerechten Verfahren einsetzte wie seine schon an einer Hand abzuzählenden berühmten „Mitstreiter“ von Dr. Weyer bis hin zum „Hexenpater“ v. Spee. Selbstlos und engagiert focht der aus angesehenem Hildesheimer Geschlecht stammende evangelische Jurist und Diplomat Justus Oldekop (1597-1667) in dicken Büchern gegen die ungerechte Verfahrenspraxis des Inquisitionsprozesses. Dabei konnte er den Hexenprozess, jenen Extrembereich abendländischer Gerichtspraxis, natürlich nicht übersehen. Gerade er war auch ein Mann der Praxis. Das sehen wir in der Stadt Braunschweig, wo er sich für ein mittelloses Bauernmädchen „zu heftig“ eingesetzt hatte. Das trug ihm ein, zunächst „incarzeriert“ und darauf ehrenrührigst unter dem Geläut der Schandglocke der Stadt verwiesen zu werden. Selbstlos, furchtlos, energisch und in einer Zeit, als auch um ihn herum die Scheiterhaufen noch rauchten und das Einschreiten zugunsten der Opfer noch immer gefährlich war, erhob er seine Stimme der Vernunft – ein Kampf, den er sein ganzes Leben hindurch verfolgte. Man stelle sich das einmal vor: während sich selbst der weltberühmte v. Spee (der übrigens auch im Bistum Hildesheim wirkte) anonym gegen die Prozess- und Folterpraxis der „Hexen“ einsetzt und man seine Ablehnung des wohlfundierten Wahns gerade einmal zwischen den Zeilen herauslesen muss, erklärt „unser“ Oldekop all die irrationalen Elemente der Hexenlehre unter voller Nennung seines Namens auf das Heftigste ad absurdum und als „altweibermäßiges Possengeschwätz“, und dies Jahrzehnte vor dem großen Thomasius und ca. 100 Jahre vor dem so viel gerühmten Zeitalter der gefeierten Aufklärung (Voltaire, Kant, Lessing ...). Und selbst noch damals (Mitte des 18. Jahrhunderts und also 100 Jahre nach Oldekop!) war in den deutschen Staaten noch immer die volle Hexengesetzgebung mit allen Konsequenzen in Kraft und wurden in katholischen Gebieten insbesondere Süddeutschlands weiter offiziell und öffentlich Hexen verbrannt! So wenig bekannt er bisher auch ist, ihm gebührt das Verdienst als Niedersachsens Frühaufklärer in die Geschichte einzugehen, der am Zustandekommen der Abschaffung der Folter und überhaupt der Grundlagen der noch unbekannten Menschenrechte seinen Anteil hat!
- Thematische Tags: Witchcraft, Trials (Witchcraft)
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
Für und wider den Wahn profitiert für die Auffindbarkeit besonders von der Verbindung zwischen Joachim Lehrmann, Sachbuch und den Tags Witchcraft, Trials (Witchcraft), weil dadurch eine starke semantische Einordnung entsteht. Zusätzliche Präzision entsteht durch Identifikatoren wie 3980364232, 9783980364232 und OL24242710W, die die Ausgabe in verschiedenen Katalog- und Suchkontexten eindeutig referenzierbar machen.
Häufige Fragen zu Für und wider den Wahn
Welche Verlagsangaben sind vorhanden?
Hinterlegt sind das Erscheinungsdatum 2003, der Verlag Lehrmann und der Verlagsort Lehrte.
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL24242710W und die Editionsreferenzen OL19225279M.
Wie lässt sich das Buch sprachlich und thematisch filtern?
Über die Sprache Deutsch und die Schlagwörter Witchcraft, Trials (Witchcraft) kann die Ausgabe gezielt in Such- und Katalogsystemen eingegrenzt werden.
Wer sollte sich für Für und wider den Wahn interessieren?
Besonders relevant ist Für und wider den Wahn für Leserinnen und Leser, die nach Literatur aus dem Bereich Sachbuch suchen oder gezielt Veröffentlichungen von Joachim Lehrmann betrachten möchten.
Externe Links
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