Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 | Beschreibung und Metadaten
25.08.2026
Lesedauer: 7 min
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Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 von Mathias Krempl, Johannes Thaler - Informationen zur Ausgabe
Wer nach einem Buch von Mathias Krempl, Johannes Thaler aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Der Untertitel Bürokratie und Praxis ergänzt den Haupttitel Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 sinnvoll und gibt bereits früh einen konkreten Hinweis auf die inhaltliche Ausrichtung des Buches. Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 wird in der Beschreibung wie folgt charakterisiert: Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs im Zusammenhang mit der Demobilisierung zeigten, dass es staatlich koordinierter Mechanismen bedurfte, um der Arbeitslosigkeit strukturell entgegentreten zu können. Diese Aufgabe zählte zu den Kerngeschäften des weltweit ersten Sozialministeriums, welches noch in der Monarchie unter dem "Ministerium Seidler" 1917 geschaffen wurde. Die Zuständigkeit der Arbeitsmarktbehörden auf österreichischem Gebiet beschränkte sich im Betrachtungszeitraum aber bei Weitem nicht nur auf die Arbeitsmarktverwaltung im engeren Sinn. Wie stark spätere Verwaltungsaufgaben von den ursprünglichen Kernaufgaben abwichen, zeigt die massive Einbindung der (Landes-)Arbeitsämter in die Schaffung und Beseitigung diktatorischer Strukturen: Im Austrofaschismus betrieben die Ämter massiv parteipolitisch motivierte Arbeitsvermittlung. Im Nationalsozialismus betrug der Anteil der von den Arbeitsämtern verwalteten ZwangsarbeiterInnen im Jahr 1944 ein sattes Drittel der Arbeitskräfte. Andererseits schien die Arbeitsmarktverwaltung am Beginn der Zweiten Republik bis zur "Belastetenamnestie" von 1957 ganz im Zeichen der Entnazifizierung zu stehen. Im vorliegenden Buch werden die institutionellen und materiellen Rahmenbedingungen der österreichischen Arbeitsmarktverwaltung untersucht und die archivarisch überlieferte Behördentätigkeit kontextualisiert. Ein seperater Abschnitt befasst sich mit den Eliten des Behördenapparats und geht der Frage nach personellen Kontinuitäten und Diskontinuitäten durch politische Umbrüche und Regimewechsel auf den Grund Die Ausgabe erschien am 2015 bei ÖGB Verlag und ist dem Verlagsstandort Wien zugeordnet.
Relevante Merkmale auf einen Blick
Für Recherchen nach Veröffentlichungszeitraum ist Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 mit dem Datum 2015 eindeutig zuordenbar. Im Kontext des Gesamtwerks von Mathias Krempl, Johannes Thaler lässt sich Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren. Dass Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 in Deutsch erschienen ist, erleichtert die gezielte Auswahl für sprachspezifische Recherchen. Der Verlag ÖGB Verlag und der Verlagsort Wien liefern zusätzliche Orientierung bei der Einordnung dieser Ausgabe.
Inhalt und thematische Schwerpunkte
Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957 laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs im Zusammenhang mit der Demobilisierung zeigten, dass es staatlich koordinierter Mechanismen bedurfte, um der Arbeitslosigkeit strukturell entgegentreten zu können. Diese Aufgabe zählte zu den Kerngeschäften des weltweit ersten Sozialministeriums, welches noch in der Monarchie unter dem "Ministerium Seidler" 1917 geschaffen wurde. Die Zuständigkeit der Arbeitsmarktbehörden auf österreichischem Gebiet beschränkte sich im Betrachtungszeitraum aber bei Weitem nicht nur auf die Arbeitsmarktverwaltung im engeren Sinn. Wie stark spätere Verwaltungsaufgaben von den ursprünglichen Kernaufgaben abwichen, zeigt die massive Einbindung der (Landes-)Arbeitsämter in die Schaffung und Beseitigung diktatorischer Strukturen: Im Austrofaschismus betrieben die Ämter massiv parteipolitisch motivierte Arbeitsvermittlung. Im Nationalsozialismus betrug der Anteil der von den Arbeitsämtern verwalteten ZwangsarbeiterInnen im Jahr 1944 ein sattes Drittel der Arbeitskräfte. Andererseits schien die Arbeitsmarktverwaltung am Beginn der Zweiten Republik bis zur "Belastetenamnestie" von 1957 ganz im Zeichen der Entnazifizierung zu stehen. Im vorliegenden Buch werden die institutionellen und materiellen Rahmenbedingungen der österreichischen Arbeitsmarktverwaltung untersucht und die archivarisch überlieferte Behördentätigkeit kontextualisiert. Ein seperater Abschnitt befasst sich mit den Eliten des Behördenapparats und geht der Frage nach personellen Kontinuitäten und Diskontinuitäten durch politische Umbrüche und Regimewechsel auf den Grund Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: History, Politics and government, Civil service, Employment agencies
Wichtige Kennzeichen dieser Ausgabe
Die Ausgabe ist über den Verlag ÖGB Verlag, den Ort Wien und das Datum 2015 klar kontextualisiert. Mit 3990461788 und 9783990461785 stehen zwei zentrale ISBN-Varianten zur Verfügung, die die Ausgabe eindeutig beschreiben. Für weiterführende bibliografische Verknüpfungen sind die Kennungen OL44277979W und OL60518089M besonders hilfreich.
Wichtige Buchdaten im Überblick
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3990461788
- Open-Library-Editions-IDs: OL60518089M
- Verlag: ÖGB Verlag
- Titel: Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957
- Seitenzahl: 331
- Veröffentlicht am: 2015
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Kurzbeschreibung: Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs im Zusammenhang mit der Demobilisierung zeigten, dass es staatlich koordinierter Mechanismen bedurfte, um der Arbeitslosigkeit strukturell entgegentreten zu können. Diese Aufgabe zählte zu den Kerngeschäften des weltweit ersten Sozialministeriums, welches noch in der Monarchie unter dem "Ministerium Seidler" 1917 geschaffen wurde. Die Zuständigkeit der Arbeitsmarktbehörden auf österreichischem Gebiet beschränkte sich im Betrachtungszeitraum aber bei Weitem nicht nur auf die Arbeitsmarktverwaltung im engeren Sinn. Wie stark spätere Verwaltungsaufgaben von den ursprünglichen Kernaufgaben abwichen, zeigt die massive Einbindung der (Landes-)Arbeitsämter in die Schaffung und Beseitigung diktatorischer Strukturen: Im Austrofaschismus betrieben die Ämter massiv parteipolitisch motivierte Arbeitsvermittlung. Im Nationalsozialismus betrug der Anteil der von den Arbeitsämtern verwalteten ZwangsarbeiterInnen im Jahr 1944 ein sattes Drittel der Arbeitskräfte. Andererseits schien die Arbeitsmarktverwaltung am Beginn der Zweiten Republik bis zur "Belastetenamnestie" von 1957 ganz im Zeichen der Entnazifizierung zu stehen. Im vorliegenden Buch werden die institutionellen und materiellen Rahmenbedingungen der österreichischen Arbeitsmarktverwaltung untersucht und die archivarisch überlieferte Behördentätigkeit kontextualisiert. Ein seperater Abschnitt befasst sich mit den Eliten des Behördenapparats und geht der Frage nach personellen Kontinuitäten und Diskontinuitäten durch politische Umbrüche und Regimewechsel auf den Grund
- Ergänzender Titelzusatz: Bürokratie und Praxis
- Schlagwörter: History, Politics and government, Civil service, Employment agencies
- Verlagsort: Wien
- Verfasst von: Mathias Krempl, Johannes Thaler
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783990461785
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Open-Library-Work-ID: OL44277979W
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
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Häufige Fragen zu Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL44277979W und die Editionsreferenzen OL60518089M.
Was sagt die Beschreibung über das Buch aus?
Die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs im Zusammenhang mit der Demobilisierung zeigten, dass es staatlich koordinierter Mechanismen bedurfte, um der Arbeitslosigkeit strukturell entgegentreten zu können. Diese Aufgabe zählte zu den Kerngeschäften des weltweit ersten Sozialministeriums, welches noch in der Monarchie unter dem "Ministerium Seidler" 1917 geschaffen wurde. Die Zuständigkeit der Arbeitsmarktbehörden auf österreichischem Gebiet beschränkte sich im Betrachtungszeitraum aber bei Weitem nicht nur auf die Arbeitsmarktverwaltung im engeren Sinn. Wie stark spätere Verwaltungsaufgaben von den ursprünglichen Kernaufgaben abwichen, zeigt die massive Einbindung der (Landes-)Arbeitsämter in die Schaffung und Beseitigung diktatorischer Strukturen: Im Austrofaschismus betrieben die Ämter massiv parteipolitisch motivierte Arbeitsvermittlung. Im Nationalsozialismus betrug der Anteil der von den Arbeitsämtern verwalteten ZwangsarbeiterInnen im Jahr 1944 ein sattes Drittel der Arbeitskräfte. Andererseits schien die Arbeitsmarktverwaltung am Beginn der Zweiten Republik bis zur "Belastetenamnestie" von 1957 ganz im Zeichen der Entnazifizierung zu stehen. Im vorliegenden Buch werden die institutionellen und materiellen Rahmenbedingungen der österreichischen Arbeitsmarktverwaltung untersucht und die archivarisch überlieferte Behördentätigkeit kontextualisiert. Ein seperater Abschnitt befasst sich mit den Eliten des Behördenapparats und geht der Frage nach personellen Kontinuitäten und Diskontinuitäten durch politische Umbrüche und Regimewechsel auf den Grund
Wie lässt sich die Ausgabe eindeutig identifizieren?
Die eindeutige Identifikation erfolgt unter anderem über die ISBN-10 3990461788 und die ISBN-13 9783990461785.
Was verrät der Untertitel über Arbeitsmarktverwaltung in Österreich, 1917-1957?
Mit Bürokratie und Praxis wird deutlich, in welche Richtung das Buch argumentiert oder welche Inhalte besonders hervorgehoben werden.
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