Nachträgliche Sicherungsverwahrung | Autor, ISBN und Ausgabedetails
17/08/2026
Lesedauer: 8 min
Alle Kerninfos zu Nachträgliche Sicherungsverwahrung von Michael Alex auf einen Blick: Inhalt und Buchdetails. Hilft dir schnell zu entscheiden, ob sich ein genauer Blick lohnt.
Nachträgliche Sicherungsverwahrung - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung
Nachträgliche Sicherungsverwahrung von Michael Alex ist ein Titel aus dem Bereich Sachbuch, der thematisch klar positioniert ist und für Leserinnen und Leser mit Interesse an diesem Fach- oder Themengebiet besonders relevant sein kann. Der Zusatz Ein rechtsstaatliches und kriminalpolitisches Debakel schärft das Profil von Nachträgliche Sicherungsverwahrung und unterstützt die thematische Einordnung bereits auf den ersten Blick. Die Kurzbeschreibung von Nachträgliche Sicherungsverwahrung zeigt, welche Inhalte Leserinnen und Leser erwarten dürfen: Die Studie untersucht die Rückfälligkeit von 77 Gefangenen, die aus dem Vollzug entlassen wurden, obwohl (erfolglos) Anstrengungen unternommen worden waren, gegen sie nachträglich Sicherungsverwah-rung zu verhängen. Lediglich bei vier Entlassenen (5 %) erfolgte eine neue Verurteilung wegen Raub- oder Sexualdelinquenz – und dies, obwohl allen Entlassenen eine schlechte Prognose (in den meisten Fällen anhand eines psychiatrischen Gutachtens) erstellt worden war. „Die relativ niedrige Rückfalldelinquenz … bei attestierter hoher Gefährlichkeit erhärtet die Zweifel an der Zuverlässigkeit von Kriminalprognosen. Die Einführung von Standards für Sachverständigengutachten und die Entwicklung von standardisierten Prognoseinstrumenten rechtfertigen nicht das auch vom Bundesverfassungsgericht geteilte Vertrauen, gerade für die seltenen Fälle hochgradiger Gefährlichkeit bilde die Prognose eine taugliche Entscheidungsgrundlage. … Die Identifizierung gefährlicher Wiederholungstäter gelingt nach wie vor nur auf Kosten einer großen Zahl von ungefährlichen Menschen, die fälschlich für gefährlich gehalten werden. Grundsätzlich stellt sich außerdem die Frage, ob für die Kriminalprognose strafrechtlich verantwortlicher, „gesunder“ Täter die fast ausschließlich mit Gutachten beauftragten forensischen Psychiater und Psychologen geeigneter sind als Kriminologen, bei denen die Dynamik delinquenten Verhaltens im Mittelpunkt steht und nicht die Psychopathologie des Einzelnen.“ Die Studie zeigt auch, dass mit Rücksicht auf die angestrebte nachträgliche Anordnung von Sicherungsverwahrung notwendige Entlassungsvorbereitungen unterbleiben, so dass nach den Entlassungsverfügungen der Gerichte keine Zeit zur Wohnungssuche oder für die Organisation der Nachsorge bleibt. Die Untersuchung hat auch insoweit einige bemerkenswerte Einzelbefunde erbracht, die deutlich machen, wie „entsozialisierend“ die Begleitumstände und Nebenwirkungen dieses Instrumentes sind Als Veröffentlichungsdatum ist 2010 hinterlegt; verlegt wurde der Titel von Felix-Verlag in Holzkirchen (Oberbayern), Germany.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Die Ausgabe ist in Deutsch verfügbar und damit gezielt für Leserinnen und Leser mit entsprechender Sprachpräferenz interessant. Nachträgliche Sicherungsverwahrung ist besonders für Leserinnen und Leser interessant, die sich gezielt mit Veröffentlichungen von Michael Alex beschäftigen möchten. Innerhalb von Sachbuch bietet Nachträgliche Sicherungsverwahrung eine klar erkennbare thematische Zuordnung. Der Verlag Felix-Verlag und der Verlagsort Holzkirchen (Oberbayern), Germany liefern zusätzliche Orientierung bei der Einordnung dieser Ausgabe. Das hinterlegte Publikationsdatum 2010 unterstützt dabei, Nachträgliche Sicherungsverwahrung zeitlich korrekt zu klassifizieren.
Worum geht es in Nachträgliche Sicherungsverwahrung?
Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt Nachträgliche Sicherungsverwahrung laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: Die Studie untersucht die Rückfälligkeit von 77 Gefangenen, die aus dem Vollzug entlassen wurden, obwohl (erfolglos) Anstrengungen unternommen worden waren, gegen sie nachträglich Sicherungsverwah-rung zu verhängen. Lediglich bei vier Entlassenen (5 %) erfolgte eine neue Verurteilung wegen Raub- oder Sexualdelinquenz – und dies, obwohl allen Entlassenen eine schlechte Prognose (in den meisten Fällen anhand eines psychiatrischen Gutachtens) erstellt worden war. „Die relativ niedrige Rückfalldelinquenz … bei attestierter hoher Gefährlichkeit erhärtet die Zweifel an der Zuverlässigkeit von Kriminalprognosen. Die Einführung von Standards für Sachverständigengutachten und die Entwicklung von standardisierten Prognoseinstrumenten rechtfertigen nicht das auch vom Bundesverfassungsgericht geteilte Vertrauen, gerade für die seltenen Fälle hochgradiger Gefährlichkeit bilde die Prognose eine taugliche Entscheidungsgrundlage. … Die Identifizierung gefährlicher Wiederholungstäter gelingt nach wie vor nur auf Kosten einer großen Zahl von ungefährlichen Menschen, die fälschlich für gefährlich gehalten werden. Grundsätzlich stellt sich außerdem die Frage, ob für die Kriminalprognose strafrechtlich verantwortlicher, „gesunder“ Täter die fast ausschließlich mit Gutachten beauftragten forensischen Psychiater und Psychologen geeigneter sind als Kriminologen, bei denen die Dynamik delinquenten Verhaltens im Mittelpunkt steht und nicht die Psychopathologie des Einzelnen.“ Die Studie zeigt auch, dass mit Rücksicht auf die angestrebte nachträgliche Anordnung von Sicherungsverwahrung notwendige Entlassungsvorbereitungen unterbleiben, so dass nach den Entlassungsverfügungen der Gerichte keine Zeit zur Wohnungssuche oder für die Organisation der Nachsorge bleibt. Die Untersuchung hat auch insoweit einige bemerkenswerte Einzelbefunde erbracht, die deutlich machen, wie „entsozialisierend“ die Begleitumstände und Nebenwirkungen dieses Instrumentes sind Ergänzend helfen die hinterlegten Schlagwörter dabei, Nachträgliche Sicherungsverwahrung thematisch schneller einzuordnen: Preventive detention
ISBN, Revision und weitere Referenzdaten
Auch externe Referenzen sind vorhanden: Die Work-ID lautet OL15308451W, die zugehörigen Editions-IDs sind OL24331745M. Die Ausgabe ist über den Verlag Felix-Verlag, den Ort Holzkirchen (Oberbayern), Germany und das Datum 2010 klar kontextualisiert.
Die zentralen Metadaten zu Nachträgliche Sicherungsverwahrung
- Publiziert bei: Felix-Verlag
- Externe Editionsreferenzen: OL24331745M
- Kurzbeschreibung: Die Studie untersucht die Rückfälligkeit von 77 Gefangenen, die aus dem Vollzug entlassen wurden, obwohl (erfolglos) Anstrengungen unternommen worden waren, gegen sie nachträglich Sicherungsverwah-rung zu verhängen. Lediglich bei vier Entlassenen (5 %) erfolgte eine neue Verurteilung wegen Raub- oder Sexualdelinquenz – und dies, obwohl allen Entlassenen eine schlechte Prognose (in den meisten Fällen anhand eines psychiatrischen Gutachtens) erstellt worden war. „Die relativ niedrige Rückfalldelinquenz … bei attestierter hoher Gefährlichkeit erhärtet die Zweifel an der Zuverlässigkeit von Kriminalprognosen. Die Einführung von Standards für Sachverständigengutachten und die Entwicklung von standardisierten Prognoseinstrumenten rechtfertigen nicht das auch vom Bundesverfassungsgericht geteilte Vertrauen, gerade für die seltenen Fälle hochgradiger Gefährlichkeit bilde die Prognose eine taugliche Entscheidungsgrundlage. … Die Identifizierung gefährlicher Wiederholungstäter gelingt nach wie vor nur auf Kosten einer großen Zahl von ungefährlichen Menschen, die fälschlich für gefährlich gehalten werden. Grundsätzlich stellt sich außerdem die Frage, ob für die Kriminalprognose strafrechtlich verantwortlicher, „gesunder“ Täter die fast ausschließlich mit Gutachten beauftragten forensischen Psychiater und Psychologen geeigneter sind als Kriminologen, bei denen die Dynamik delinquenten Verhaltens im Mittelpunkt steht und nicht die Psychopathologie des Einzelnen.“ Die Studie zeigt auch, dass mit Rücksicht auf die angestrebte nachträgliche Anordnung von Sicherungsverwahrung notwendige Entlassungsvorbereitungen unterbleiben, so dass nach den Entlassungsverfügungen der Gerichte keine Zeit zur Wohnungssuche oder für die Organisation der Nachsorge bleibt. Die Untersuchung hat auch insoweit einige bemerkenswerte Einzelbefunde erbracht, die deutlich machen, wie „entsozialisierend“ die Begleitumstände und Nebenwirkungen dieses Instrumentes sind
- ISBN-13: 9783927983816
- Thematische Tags: Preventive detention
- Veröffentlicht am: 2010
- Autor beziehungsweise Autoren: Michael Alex
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Sprache: Deutsch
- Verlagsort: Holzkirchen (Oberbayern), Germany
- Format: pocket
- Ergänzender Titelzusatz: Ein rechtsstaatliches und kriminalpolitisches Debakel
- Buchtitel: Nachträgliche Sicherungsverwahrung
- Open-Library-Work-ID: OL15308451W
Auffindbarkeit und bibliografische Präzision
Die Verbindung aus Nachträgliche Sicherungsverwahrung, Michael Alex, Sachbuch und Preventive detention schafft eine solide Grundlage für eine präzise thematische Suche.
FAQ zu Nachträgliche Sicherungsverwahrung
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL15308451W und die Editionsreferenzen OL24331745M.
Welche Rolle spielt der Untertitel von Nachträgliche Sicherungsverwahrung?
Der Untertitel Ein rechtsstaatliches und kriminalpolitisches Debakel präzisiert die thematische Stoßrichtung des Buches und ergänzt den Haupttitel sinnvoll.
Worum handelt es sich bei Nachträgliche Sicherungsverwahrung?
Nachträgliche Sicherungsverwahrung ist ein Buch von Michael Alex, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und damit thematisch klar eingeordnet werden kann.
Welche Inhalte beschreibt die Kurzbeschreibung?
Die vorhandene Beschreibung lautet: Die Studie untersucht die Rückfälligkeit von 77 Gefangenen, die aus dem Vollzug entlassen wurden, obwohl (erfolglos) Anstrengungen unternommen worden waren, gegen sie nachträglich Sicherungsverwah-rung zu verhängen. Lediglich bei vier Entlassenen (5 %) erfolgte eine neue Verurteilung wegen Raub- oder Sexualdelinquenz – und dies, obwohl allen Entlassenen eine schlechte Prognose (in den meisten Fällen anhand eines psychiatrischen Gutachtens) erstellt worden war. „Die relativ niedrige Rückfalldelinquenz … bei attestierter hoher Gefährlichkeit erhärtet die Zweifel an der Zuverlässigkeit von Kriminalprognosen. Die Einführung von Standards für Sachverständigengutachten und die Entwicklung von standardisierten Prognoseinstrumenten rechtfertigen nicht das auch vom Bundesverfassungsgericht geteilte Vertrauen, gerade für die seltenen Fälle hochgradiger Gefährlichkeit bilde die Prognose eine taugliche Entscheidungsgrundlage. … Die Identifizierung gefährlicher Wiederholungstäter gelingt nach wie vor nur auf Kosten einer großen Zahl von ungefährlichen Menschen, die fälschlich für gefährlich gehalten werden. Grundsätzlich stellt sich außerdem die Frage, ob für die Kriminalprognose strafrechtlich verantwortlicher, „gesunder“ Täter die fast ausschließlich mit Gutachten beauftragten forensischen Psychiater und Psychologen geeigneter sind als Kriminologen, bei denen die Dynamik delinquenten Verhaltens im Mittelpunkt steht und nicht die Psychopathologie des Einzelnen.“ Die Studie zeigt auch, dass mit Rücksicht auf die angestrebte nachträgliche Anordnung von Sicherungsverwahrung notwendige Entlassungsvorbereitungen unterbleiben, so dass nach den Entlassungsverfügungen der Gerichte keine Zeit zur Wohnungssuche oder für die Organisation der Nachsorge bleibt. Die Untersuchung hat auch insoweit einige bemerkenswerte Einzelbefunde erbracht, die deutlich machen, wie „entsozialisierend“ die Begleitumstände und Nebenwirkungen dieses Instrumentes sind
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