Selbstverortung ohne Ort - Autor, Ausgabe und bibliografische Daten
15/08/2026
Lesedauer: 10 min
Selbstverortung ohne Ort von Britta Korkowsky im Überblick mit Inhalt, Buchdaten und Einordnung. Ideal, um Relevanz, Ausgabe und Details schnell zu prüfen.

Selbstverortung ohne Ort: Inhalt, Einordnung und bibliografische Details
Wer nach einem Buch von Britta Korkowsky aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Selbstverortung ohne Ort eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Mit dem Untertitel russisch-jüdische Exilliteratur aus dem Berlin der Zwanziger Jahre wird bei Selbstverortung ohne Ort noch deutlicher, in welche Richtung das Werk inhaltlich argumentiert und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Selbstverortung ohne Ort den Fokus legt: Das Erleben von Exil hinterlässt einen Bruch im Lebenslauf, den Betroffene immer wieder mithilfe von narrativen Identitätskonstruktionen, autobiographisch oder fiktional, zu überwinden suchen. Die Auseinandersetzung mit einem neuen Umfeld, fremden Spracheindrücken und empfundene Fremdheit zwingt Exilanten zu einer neuen Selbstverortung. Für die russischen Juden im Berlin der zwanziger Jahre war dieses Fremdheitsgefühl paradoxerweise ein vertrauter Zustand: Auch im zaristischen Russland hatten sie als Fremde im eigenen Land gegolten. Britta Korkowsky untersucht exilliterarische Texte, vorwiegend der Autoren Viktor Schklowski, Lev Lunc und Ilja Ehrenburg. Der Prozess der Selbstverortung äußert sich in der Perspektive auf die Stadt Berlin, die als kalt und lebensfeindlich wahrgenommen wird. Eindrücke werden immer wieder von Erinnerungen aus der Heimat überlagert, sodass die Stadt stets durch diese Folie aus vergangenen Bildern aufscheint. Die Autoren zeigen eine deutliche Hinwendung zur jüdischen Kulturtradition, die anhand von Intertextverweisen zur Hebräischen Bibel und zum Midrasch offenbar wird. Die gewahrte Distanz der Protagonisten zu ihrer Umwelt lässt sich eindrucksvoll anhand der narrativen Struktur ihrer Texte ablesen. - From publisher's website Selbstverortung ohne Ort wurde am 2013 publiziert und dem Verlag Wallstein mit Verlagsort Göttingen zugeordnet.
Relevante Merkmale auf einen Blick
Dass Selbstverortung ohne Ort in Deutsch erschienen ist, erleichtert die gezielte Auswahl für sprachspezifische Recherchen. Wer Literatur aus dem Bereich Sachbuch sucht, findet in Selbstverortung ohne Ort einen gut klassifizierbaren Titel. Das hinterlegte Publikationsdatum 2013 unterstützt dabei, Selbstverortung ohne Ort zeitlich korrekt zu klassifizieren. Die Angaben zu Wallstein und Göttingen stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Im Kontext des Gesamtwerks von Britta Korkowsky lässt sich Selbstverortung ohne Ort gezielt bibliografisch und thematisch einordnen.
Was behandelt Selbstverortung ohne Ort?
Die Beschreibung zeigt, dass Selbstverortung ohne Ort klar dem Bereich Sachbuch zugeordnet werden kann: Das Erleben von Exil hinterlässt einen Bruch im Lebenslauf, den Betroffene immer wieder mithilfe von narrativen Identitätskonstruktionen, autobiographisch oder fiktional, zu überwinden suchen. Die Auseinandersetzung mit einem neuen Umfeld, fremden Spracheindrücken und empfundene Fremdheit zwingt Exilanten zu einer neuen Selbstverortung. Für die russischen Juden im Berlin der zwanziger Jahre war dieses Fremdheitsgefühl paradoxerweise ein vertrauter Zustand: Auch im zaristischen Russland hatten sie als Fremde im eigenen Land gegolten. Britta Korkowsky untersucht exilliterarische Texte, vorwiegend der Autoren Viktor Schklowski, Lev Lunc und Ilja Ehrenburg. Der Prozess der Selbstverortung äußert sich in der Perspektive auf die Stadt Berlin, die als kalt und lebensfeindlich wahrgenommen wird. Eindrücke werden immer wieder von Erinnerungen aus der Heimat überlagert, sodass die Stadt stets durch diese Folie aus vergangenen Bildern aufscheint. Die Autoren zeigen eine deutliche Hinwendung zur jüdischen Kulturtradition, die anhand von Intertextverweisen zur Hebräischen Bibel und zum Midrasch offenbar wird. Die gewahrte Distanz der Protagonisten zu ihrer Umwelt lässt sich eindrucksvoll anhand der narrativen Struktur ihrer Texte ablesen. - From publisher's website Aus dem Inhaltsverzeichnis ergeben sich die zentralen Themenfelder und Ordnungspunkte: Einleitung | Schreiben als Krisenphänomen : Schreiben im Exil -- | Russisch-jüdische Literatur : ein schwer zu fassender Forschungsgegenstand -- | Gewalt -- | Identitätszerstörung durch Gewalterfahrung in sentimental Journey -- | Revolution -- | Der Erste Weltkrieg -- | Der Bürgerkrieg -- | Zweimal dem Tod nahe -- | Zerstörte Familie -- | Exkurs : Manifestationen von Gewalt bei Isaak Babel' -- | Exilsujet und Berlintext -- | Stadtansichten -- | Berlin als eisernes Gefängnis in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Von Nachtlokalen in Zoo : Briefe nicht über die Liebe und Visa Zeit -- | Berlin als Abort in "Patriot" und Visa Zeit -- | Heimweh und Konstruktionen von "Heimat" -- | Liebe als Heimwehmetapher in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Kulturkontraste und Gegenüberstellungen in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Steile Treppen in Berlin : Fremdheitserfahrung in Sentimental Journey -- | moveo ergo sum -- | Von echten und falschen Automobilen in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | (Fort-)Bewegung als Lebenszeichen in Sentimental Journey -- | "Bahnhofsleben" und absolute Gegenwart in Visa Zeit -- | Jüdische Identität? : Kulturtradition als Mittel der Selbstverortung -- | Kulturtradition und religiöse Bezüge in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Hebräische Bibel beziehungsweise Altes Testament -- | Neues Testament -- | Die bogumilische Häresie -- | Jüdische Identität oder das Eigene und das Fremde in Sentimental Journey -- | Diasporakonstante und Identität in "..." (Heimat) -- | Petersburg, Babylon : eine mehrfache Grenzüberschreitung -- | Lev / Jeguda und Venja / Ben omin : Blicke in den Spiegel -- | Leben im Zwischenraum in "..." (In der Wüste) -- | Machtstrukturen und Machterhalt -- | Auf der Suche nach Identität -- | Pinchas und der Götzendienst am Baal von Peor -- | Literatur, Rollenzuweisung und Heimadosigkeit : eine Zusammenfassung -- | Distanz und Metatextualität -- | Narratives Verwirrspiel in Zoo : Briefe nicht úber die Liebe -- | Die verschiedenen narrativen Ebenen -- | Metafiktionalität und Selbstreferenz -- | Literaturtheorie und ironische Distanz -- | Erzählerfigur, Zeitlinie und die Bedeutung des Schreibens in Sentimental Journey -- | Dreimal Viktor Borisovič Šklovskij -- | Das Jetzt : die Erzählsituation -- | scribo ergo sum -- | Ironie und Metatextualität in Visa Zeit -- | Ironische Distanz -- | Bücher, Frauen und die deutsche Literatur ---- Selbstverortung ohne Ort : Schlussbetrachtung-- Literaturverzeichnis. Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: History and criticism, In literature, Russian literature, Jewish authors, Jewish literature, Russian Authors, Exiles' writings, Russian
Wichtige Kennzeichen dieser Ausgabe
Für weiterführende bibliografische Verknüpfungen sind die Kennungen OL36073336W und OL54445804M besonders hilfreich. Die Kombination aus ISBN-10 3835312502 und ISBN-13 9783835312500 ermöglicht eine besonders präzise bibliografische Zuordnung. Durch die Kombination aus Wallstein, Göttingen und 2013 lässt sich die Ausgabe sauber verorten.
Die zentralen Metadaten zu Selbstverortung ohne Ort
- Schlagwörter: History and criticism, In literature, Russian literature, Jewish authors, Jewish literature, Russian Authors, Exiles' writings, Russian
- Ort der Veröffentlichung: Göttingen
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3835312502
- Inhaltsübersicht: Einleitung | Schreiben als Krisenphänomen : Schreiben im Exil -- | Russisch-jüdische Literatur : ein schwer zu fassender Forschungsgegenstand -- | Gewalt -- | Identitätszerstörung durch Gewalterfahrung in sentimental Journey -- | Revolution -- | Der Erste Weltkrieg -- | Der Bürgerkrieg -- | Zweimal dem Tod nahe -- | Zerstörte Familie -- | Exkurs : Manifestationen von Gewalt bei Isaak Babel' -- | Exilsujet und Berlintext -- | Stadtansichten -- | Berlin als eisernes Gefängnis in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Von Nachtlokalen in Zoo : Briefe nicht über die Liebe und Visa Zeit -- | Berlin als Abort in "Patriot" und Visa Zeit -- | Heimweh und Konstruktionen von "Heimat" -- | Liebe als Heimwehmetapher in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Kulturkontraste und Gegenüberstellungen in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Steile Treppen in Berlin : Fremdheitserfahrung in Sentimental Journey -- | moveo ergo sum -- | Von echten und falschen Automobilen in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | (Fort-)Bewegung als Lebenszeichen in Sentimental Journey -- | "Bahnhofsleben" und absolute Gegenwart in Visa Zeit -- | Jüdische Identität? : Kulturtradition als Mittel der Selbstverortung -- | Kulturtradition und religiöse Bezüge in Zoo : Briefe nicht über die Liebe -- | Hebräische Bibel beziehungsweise Altes Testament -- | Neues Testament -- | Die bogumilische Häresie -- | Jüdische Identität oder das Eigene und das Fremde in Sentimental Journey -- | Diasporakonstante und Identität in "..." (Heimat) -- | Petersburg, Babylon : eine mehrfache Grenzüberschreitung -- | Lev / Jeguda und Venja / Ben omin : Blicke in den Spiegel -- | Leben im Zwischenraum in "..." (In der Wüste) -- | Machtstrukturen und Machterhalt -- | Auf der Suche nach Identität -- | Pinchas und der Götzendienst am Baal von Peor -- | Literatur, Rollenzuweisung und Heimadosigkeit : eine Zusammenfassung -- | Distanz und Metatextualität -- | Narratives Verwirrspiel in Zoo : Briefe nicht úber die Liebe -- | Die verschiedenen narrativen Ebenen -- | Metafiktionalität und Selbstreferenz -- | Literaturtheorie und ironische Distanz -- | Erzählerfigur, Zeitlinie und die Bedeutung des Schreibens in Sentimental Journey -- | Dreimal Viktor Borisovič Šklovskij -- | Das Jetzt : die Erzählsituation -- | scribo ergo sum -- | Ironie und Metatextualität in Visa Zeit -- | Ironische Distanz -- | Bücher, Frauen und die deutsche Literatur ---- Selbstverortung ohne Ort : Schlussbetrachtung-- Literaturverzeichnis.
- Verfasst von: Britta Korkowsky
- Seitenzahl: 350
- Externe Editionsreferenzen: OL54445804M
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Das Erleben von Exil hinterlässt einen Bruch im Lebenslauf, den Betroffene immer wieder mithilfe von narrativen Identitätskonstruktionen, autobiographisch oder fiktional, zu überwinden suchen. Die Auseinandersetzung mit einem neuen Umfeld, fremden Spracheindrücken und empfundene Fremdheit zwingt Exilanten zu einer neuen Selbstverortung. Für die russischen Juden im Berlin der zwanziger Jahre war dieses Fremdheitsgefühl paradoxerweise ein vertrauter Zustand: Auch im zaristischen Russland hatten sie als Fremde im eigenen Land gegolten. Britta Korkowsky untersucht exilliterarische Texte, vorwiegend der Autoren Viktor Schklowski, Lev Lunc und Ilja Ehrenburg. Der Prozess der Selbstverortung äußert sich in der Perspektive auf die Stadt Berlin, die als kalt und lebensfeindlich wahrgenommen wird. Eindrücke werden immer wieder von Erinnerungen aus der Heimat überlagert, sodass die Stadt stets durch diese Folie aus vergangenen Bildern aufscheint. Die Autoren zeigen eine deutliche Hinwendung zur jüdischen Kulturtradition, die anhand von Intertextverweisen zur Hebräischen Bibel und zum Midrasch offenbar wird. Die gewahrte Distanz der Protagonisten zu ihrer Umwelt lässt sich eindrucksvoll anhand der narrativen Struktur ihrer Texte ablesen. - From publisher's website
- Ergänzender Titelzusatz: russisch-jüdische Exilliteratur aus dem Berlin der Zwanziger Jahre
- Externe Work-Referenz: OL36073336W
- Sprache: Deutsch
- Titel: Selbstverortung ohne Ort
- Verlag: Wallstein
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783835312500
- Veröffentlicht am: 2013
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
Relevanz für Suche und Einordnung
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Häufige Fragen zu Selbstverortung ohne Ort
Wer sollte sich für Selbstverortung ohne Ort interessieren?
Besonders relevant ist Selbstverortung ohne Ort für Leserinnen und Leser, die nach Literatur aus dem Bereich Sachbuch suchen oder gezielt Veröffentlichungen von Britta Korkowsky betrachten möchten.
Was sagt die Beschreibung über das Buch aus?
Das Erleben von Exil hinterlässt einen Bruch im Lebenslauf, den Betroffene immer wieder mithilfe von narrativen Identitätskonstruktionen, autobiographisch oder fiktional, zu überwinden suchen. Die Auseinandersetzung mit einem neuen Umfeld, fremden Spracheindrücken und empfundene Fremdheit zwingt Exilanten zu einer neuen Selbstverortung. Für die russischen Juden im Berlin der zwanziger Jahre war dieses Fremdheitsgefühl paradoxerweise ein vertrauter Zustand: Auch im zaristischen Russland hatten sie als Fremde im eigenen Land gegolten. Britta Korkowsky untersucht exilliterarische Texte, vorwiegend der Autoren Viktor Schklowski, Lev Lunc und Ilja Ehrenburg. Der Prozess der Selbstverortung äußert sich in der Perspektive auf die Stadt Berlin, die als kalt und lebensfeindlich wahrgenommen wird. Eindrücke werden immer wieder von Erinnerungen aus der Heimat überlagert, sodass die Stadt stets durch diese Folie aus vergangenen Bildern aufscheint. Die Autoren zeigen eine deutliche Hinwendung zur jüdischen Kulturtradition, die anhand von Intertextverweisen zur Hebräischen Bibel und zum Midrasch offenbar wird. Die gewahrte Distanz der Protagonisten zu ihrer Umwelt lässt sich eindrucksvoll anhand der narrativen Struktur ihrer Texte ablesen. - From publisher's website
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL36073336W und die Editionsreferenzen OL54445804M.
Warum sind ISBN-10 und ISBN-13 relevant?
Mit 3835312502 und 9783835312500 lässt sich die Ausgabe in Katalogen, Shops und Bibliotheksdatenbanken zuverlässig zuordnen.
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