„…vergessen kann man das nicht“ - Worum geht es im Buch?
12.08.2026
Lesedauer: 14 min
Schneller Überblick zu „…vergessen kann man das nicht“ von Martina Kliner-Fruck, Siegfried Pape mit den wichtigsten Buchangaben. Öffne die Seite für einen schnellen Faktencheck zum Buch.
„…vergessen kann man das nicht“ - Buchbeschreibung, Ausstattung und ISBN
„…vergessen kann man das nicht“ von Martina Kliner-Fruck, Siegfried Pape ist ein Titel aus dem Bereich Sachbuch, der thematisch klar positioniert ist und für Leserinnen und Leser mit Interesse an diesem Fach- oder Themengebiet besonders relevant sein kann. Mit dem Untertitel Wittener Jüdinnen und Juden unter dem Nationalsozialismus wird bei „…vergessen kann man das nicht“ noch deutlicher, in welche Richtung das Werk inhaltlich argumentiert und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Aus der Buchbeschreibung zu „…vergessen kann man das nicht“ ergibt sich ein klares Bild der thematischen Schwerpunkte: Mit diesem Buch wird eine dreijährige konzentrierte Erforschung der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Wittens dokumentiert. Erste Ergebnisse der 1979/81 begonnenen und seit dem Frühjahr 1988 intensivierten Studien wurden zum 50. Jahrestag des Novemberpogroms von 1938 in der Ausstellung Jüdisches Leben in Witten 1800–1945 vorgestellt. Jetzt wird eine in der Erforschung jüdischen Lebens unter dem Nationalsozialismus wohl einzigartige Darstellung der Biografien fast aller jüdischen Bürgerinnen und Bürger einer deutschen Stadt vorgelegt. Die Konzeption ihres Buches stellen die Autoren in der Einleitung vor: „Die kalte Anonymität der zu Vernichtungszahlen geronnenen Einzelschicksale erleichtert die Verdrängung des Völkermordes. … Das vorliegende Gedenkbuch versteht sich als ein Beitrag zu(r) … notwendigen Erinnerungsarbeit. Die in ihm enthaltenen Forschungsergebnisse sollen in einem ersten Schritt den jüdischen Opfern der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik in Witten ihre Namen wiedergeben. Damit gewinnen sie ihre Individualität zurück, die ihnen durch die Nationalsozialisten genommen worden war.“ Den ersten Hauptteil des Buches bilden 813 Kurzbiografien jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zwischen 1853 und 1945 in Witten lebten. Die Biografien sind in alphabetischer Ordnung der Familiennamen aufgeführt und enthalten soweit ermittelt neben den Geburts- und Sterbedaten Angaben über Herkunfts- und Wegzugsgemeinde, Eltern, Schulbesuch, Beruf, Ausbildungs- und Arbeitsstätte sowie die Stationen von Flucht, Vertreibung oder Deportation. 126 Fotografien und 54 Reproduktionen von Dokumenten erinnern an die Menschen und ihre Schicksale. Die Angaben sind für jede Einzelbiografie wiedergegeben und bieten so vor allem der familiengeschichtlichen Forschung detaillierte Anhaltspunkte. Die Geschehnisse des Holocaust haben dazu geführt, dass die für die einzelnen Biografien zur Verfügung stehenden Informationen sehr unterschiedlich sind. Nur bei ausgesprochen guter Quellenlage oder für die Überlebenden, die zu näheren Auskünften bereit waren, ließ sich der Lebensweg ausführlicher darstellen. Viel zu oft endet ein Eintrag daher mit dem Hinweis: „Der weitere Lebensweg von … war nicht zu ermitteln.“ Herausgeber und Autoren hoffen, dass sich viele dieser Lücken nach der Veröffentlichung des Buches werden schließen lassen. Im zweiten Hauptteil des Buches kommen Überlebende der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie selbst zu Wort. Die Intention dieses Verfahrens erläutern die Autoren in der Einleitung: „Selbstzeugnisse und lebensgeschichtliche Interviews vermitteln … einen Eindruck von der Dimension der subjektiven Alltagserfahrung. … Der Verfolgungs- und Vernichtungsprozeß wird konkret nachvollziehbar, die Betroffenen werden zu Individuen, deren Einzelschicksale sich nicht in der Anonymität angehäufter Daten verlieren.“ In den Abschnitten * Diskriminierung im Alltag, * Rassische und politische Verfolgung, * Novemberpogrom 1938, * Emigration und Flucht, * Deportation, * Zwangsarbeit und Konzentrationslager, * Befreiung lassen die Betroffenen in erschütternden Erzählungen eine Vergangenheit wieder aufleben, die dem heutigen Leser unfassbar erscheint und dennoch für jüdische Bürger der Alltag war: Verachtung, Demütigung, Verelendung und Vernichtung. Erst wer diese Selbstzeugnisse gelesen hat, kann ermessen, was die Zielsetzung der Herausgeberin umfasst, „… daß ohne die Bereitschaft zur Erinnerung eine Versöhnung nicht möglich sein kann.“ Eingeleitet wird das Buch durch eine statistische Auswertung der in den Kurzbiografien vorgestellten Lebensläufe. In 7 Grafiken, 7 Tabellen und 2 Karten wird das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Wittens dargestellt. Den Anhang leitet das Quellenverzeichnis ein, das einen Eindruck von der ungeheuren Materialfülle bietet, die für diesen Band zu bewältigen war. Nach einem Literatur- und Dokumentenverzeichnis folgt das detaillierte Orts- und Länderregister, das dem forschenden Benutzer die Herkunfts- und Verbleibeorte der in den Biografien Genannten unmittelbar erschließt. Dabei erleichtert die zusätzlich zum Ortseintrag beim Ländereintrag vorgenommene Aufnahme aller zugehörigen Ortsnamen der internationalen Forschung den Zugang zu diesem Werk. Im Resümee ist dieses Buch nicht nur ein Appell zur Besinnung an die Wittener Bevölkerung und die durch die politischen Ereignisse unmittelbar betroffenen Einwohner der Nachbargemeinden des Ruhrgebietes (insbesondere Bochums, Dortmunds und Essens). Es ist darüber hinaus durch seine methodische Konzeption eine beispielgebende Studie, wie die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung unter dem Nationalsozialismus grundlegend erforscht und einem breiten Leserkreis so dargestellt werden kann, dass ihm eine Identifikation mit ihrem Ziel, Erinnerung als Grundlage für die Versöhnung zu schaffen, hergestellt werden kann. Daneben ist es wegen seiner Materialfülle ein hilfreiches Handbuch für die regional- und zeitgeschichtliche, die genealogische wie die sozial- und religionsgeschichtliche Forschung Bibliografisch ist „…vergessen kann man das nicht“ mit dem Erscheinungsdatum 1991, dem Verlag Verlag Dr. Dieter Winkler und dem Ort Bochum, Germany erfasst.
Was diese Ausgabe besonders interessant macht
„…vergessen kann man das nicht“ spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren. Dass „…vergessen kann man das nicht“ in Deutsch erschienen ist, erleichtert die gezielte Auswahl für sprachspezifische Recherchen. Für alle, die Bücher von Martina Kliner-Fruck, Siegfried Pape recherchieren oder vergleichen, ist „…vergessen kann man das nicht“ eine relevante Ausgabe. Mit Verlag Dr. Dieter Winkler in Bochum, Germany ist die verlegerische Zuordnung der Ausgabe klar nachvollziehbar. Das hinterlegte Publikationsdatum 1991 unterstützt dabei, „…vergessen kann man das nicht“ zeitlich korrekt zu klassifizieren.
Thematische Einordnung von „…vergessen kann man das nicht“
Die Beschreibung zeigt, dass „…vergessen kann man das nicht“ klar dem Bereich Sachbuch zugeordnet werden kann: Mit diesem Buch wird eine dreijährige konzentrierte Erforschung der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Wittens dokumentiert. Erste Ergebnisse der 1979/81 begonnenen und seit dem Frühjahr 1988 intensivierten Studien wurden zum 50. Jahrestag des Novemberpogroms von 1938 in der Ausstellung Jüdisches Leben in Witten 1800–1945 vorgestellt. Jetzt wird eine in der Erforschung jüdischen Lebens unter dem Nationalsozialismus wohl einzigartige Darstellung der Biografien fast aller jüdischen Bürgerinnen und Bürger einer deutschen Stadt vorgelegt. Die Konzeption ihres Buches stellen die Autoren in der Einleitung vor: „Die kalte Anonymität der zu Vernichtungszahlen geronnenen Einzelschicksale erleichtert die Verdrängung des Völkermordes. … Das vorliegende Gedenkbuch versteht sich als ein Beitrag zu(r) … notwendigen Erinnerungsarbeit. Die in ihm enthaltenen Forschungsergebnisse sollen in einem ersten Schritt den jüdischen Opfern der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik in Witten ihre Namen wiedergeben. Damit gewinnen sie ihre Individualität zurück, die ihnen durch die Nationalsozialisten genommen worden war.“ Den ersten Hauptteil des Buches bilden 813 Kurzbiografien jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zwischen 1853 und 1945 in Witten lebten. Die Biografien sind in alphabetischer Ordnung der Familiennamen aufgeführt und enthalten soweit ermittelt neben den Geburts- und Sterbedaten Angaben über Herkunfts- und Wegzugsgemeinde, Eltern, Schulbesuch, Beruf, Ausbildungs- und Arbeitsstätte sowie die Stationen von Flucht, Vertreibung oder Deportation. 126 Fotografien und 54 Reproduktionen von Dokumenten erinnern an die Menschen und ihre Schicksale. Die Angaben sind für jede Einzelbiografie wiedergegeben und bieten so vor allem der familiengeschichtlichen Forschung detaillierte Anhaltspunkte. Die Geschehnisse des Holocaust haben dazu geführt, dass die für die einzelnen Biografien zur Verfügung stehenden Informationen sehr unterschiedlich sind. Nur bei ausgesprochen guter Quellenlage oder für die Überlebenden, die zu näheren Auskünften bereit waren, ließ sich der Lebensweg ausführlicher darstellen. Viel zu oft endet ein Eintrag daher mit dem Hinweis: „Der weitere Lebensweg von … war nicht zu ermitteln.“ Herausgeber und Autoren hoffen, dass sich viele dieser Lücken nach der Veröffentlichung des Buches werden schließen lassen. Im zweiten Hauptteil des Buches kommen Überlebende der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie selbst zu Wort. Die Intention dieses Verfahrens erläutern die Autoren in der Einleitung: „Selbstzeugnisse und lebensgeschichtliche Interviews vermitteln … einen Eindruck von der Dimension der subjektiven Alltagserfahrung. … Der Verfolgungs- und Vernichtungsprozeß wird konkret nachvollziehbar, die Betroffenen werden zu Individuen, deren Einzelschicksale sich nicht in der Anonymität angehäufter Daten verlieren.“ In den Abschnitten * Diskriminierung im Alltag, * Rassische und politische Verfolgung, * Novemberpogrom 1938, * Emigration und Flucht, * Deportation, * Zwangsarbeit und Konzentrationslager, * Befreiung lassen die Betroffenen in erschütternden Erzählungen eine Vergangenheit wieder aufleben, die dem heutigen Leser unfassbar erscheint und dennoch für jüdische Bürger der Alltag war: Verachtung, Demütigung, Verelendung und Vernichtung. Erst wer diese Selbstzeugnisse gelesen hat, kann ermessen, was die Zielsetzung der Herausgeberin umfasst, „… daß ohne die Bereitschaft zur Erinnerung eine Versöhnung nicht möglich sein kann.“ Eingeleitet wird das Buch durch eine statistische Auswertung der in den Kurzbiografien vorgestellten Lebensläufe. In 7 Grafiken, 7 Tabellen und 2 Karten wird das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Wittens dargestellt. Den Anhang leitet das Quellenverzeichnis ein, das einen Eindruck von der ungeheuren Materialfülle bietet, die für diesen Band zu bewältigen war. Nach einem Literatur- und Dokumentenverzeichnis folgt das detaillierte Orts- und Länderregister, das dem forschenden Benutzer die Herkunfts- und Verbleibeorte der in den Biografien Genannten unmittelbar erschließt. Dabei erleichtert die zusätzlich zum Ortseintrag beim Ländereintrag vorgenommene Aufnahme aller zugehörigen Ortsnamen der internationalen Forschung den Zugang zu diesem Werk. Im Resümee ist dieses Buch nicht nur ein Appell zur Besinnung an die Wittener Bevölkerung und die durch die politischen Ereignisse unmittelbar betroffenen Einwohner der Nachbargemeinden des Ruhrgebietes (insbesondere Bochums, Dortmunds und Essens). Es ist darüber hinaus durch seine methodische Konzeption eine beispielgebende Studie, wie die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung unter dem Nationalsozialismus grundlegend erforscht und einem breiten Leserkreis so dargestellt werden kann, dass ihm eine Identifikation mit ihrem Ziel, Erinnerung als Grundlage für die Versöhnung zu schaffen, hergestellt werden kann. Daneben ist es wegen seiner Materialfülle ein hilfreiches Handbuch für die regional- und zeitgeschichtliche, die genealogische wie die sozial- und religionsgeschichtliche Forschung Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis zeigt die thematische Struktur der Ausgabe: Vorwort | Einleitung | Teil 1: Biographien | Teil 2: Selbstzeugnisse | Anhang | Quellenverzeichnis | Literaturverzeichnis | Dokumentenverzeichnis | Photoverzeichnis | Orts- und Länderregister Über die Schlagwörter History, Jews, Ethnic relations, Antisemitism, Persecutions, Holocaust, Jewish (1939-1945) lässt sich „…vergessen kann man das nicht“ auch in größeren Beständen gezielt auffinden. Mit einem Umfang von 413 Seiten und dem Format hard verbindet die Ausgabe inhaltliche Tiefe mit einer klar beschriebenen physischen Form.
Wichtige Kennzeichen dieser Ausgabe
Die Ausgabe ist über den Verlag Verlag Dr. Dieter Winkler, den Ort Bochum, Germany und das Datum 1991 klar kontextualisiert. Auch externe Referenzen sind vorhanden: Die Work-ID lautet OL4211566W, die zugehörigen Editions-IDs sind OL1637437M. Sowohl die ISBN-10 3924517444 als auch die ISBN-13 9783924517441 erleichtern das Auffinden und Vergleichen dieser Ausgabe erheblich.
Bibliografische Daten auf einen Blick
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Verzeichnetes Inhaltsverzeichnis: Vorwort | Einleitung | Teil 1: Biographien | Teil 2: Selbstzeugnisse | Anhang | Quellenverzeichnis | Literaturverzeichnis | Dokumentenverzeichnis | Photoverzeichnis | Orts- und Länderregister
- Autor beziehungsweise Autoren: Martina Kliner-Fruck, Siegfried Pape
- Sprache: Deutsch
- Open-Library-Editions-IDs: OL1637437M
- Abmessungen: 21 x 22 x cm
- Verlagsort: Bochum, Germany
- Buchtitel: „…vergessen kann man das nicht“
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Mit diesem Buch wird eine dreijährige konzentrierte Erforschung der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Wittens dokumentiert. Erste Ergebnisse der 1979/81 begonnenen und seit dem Frühjahr 1988 intensivierten Studien wurden zum 50. Jahrestag des Novemberpogroms von 1938 in der Ausstellung Jüdisches Leben in Witten 1800–1945 vorgestellt. Jetzt wird eine in der Erforschung jüdischen Lebens unter dem Nationalsozialismus wohl einzigartige Darstellung der Biografien fast aller jüdischen Bürgerinnen und Bürger einer deutschen Stadt vorgelegt. Die Konzeption ihres Buches stellen die Autoren in der Einleitung vor: „Die kalte Anonymität der zu Vernichtungszahlen geronnenen Einzelschicksale erleichtert die Verdrängung des Völkermordes. … Das vorliegende Gedenkbuch versteht sich als ein Beitrag zu(r) … notwendigen Erinnerungsarbeit. Die in ihm enthaltenen Forschungsergebnisse sollen in einem ersten Schritt den jüdischen Opfern der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik in Witten ihre Namen wiedergeben. Damit gewinnen sie ihre Individualität zurück, die ihnen durch die Nationalsozialisten genommen worden war.“ Den ersten Hauptteil des Buches bilden 813 Kurzbiografien jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zwischen 1853 und 1945 in Witten lebten. Die Biografien sind in alphabetischer Ordnung der Familiennamen aufgeführt und enthalten soweit ermittelt neben den Geburts- und Sterbedaten Angaben über Herkunfts- und Wegzugsgemeinde, Eltern, Schulbesuch, Beruf, Ausbildungs- und Arbeitsstätte sowie die Stationen von Flucht, Vertreibung oder Deportation. 126 Fotografien und 54 Reproduktionen von Dokumenten erinnern an die Menschen und ihre Schicksale. Die Angaben sind für jede Einzelbiografie wiedergegeben und bieten so vor allem der familiengeschichtlichen Forschung detaillierte Anhaltspunkte. Die Geschehnisse des Holocaust haben dazu geführt, dass die für die einzelnen Biografien zur Verfügung stehenden Informationen sehr unterschiedlich sind. Nur bei ausgesprochen guter Quellenlage oder für die Überlebenden, die zu näheren Auskünften bereit waren, ließ sich der Lebensweg ausführlicher darstellen. Viel zu oft endet ein Eintrag daher mit dem Hinweis: „Der weitere Lebensweg von … war nicht zu ermitteln.“ Herausgeber und Autoren hoffen, dass sich viele dieser Lücken nach der Veröffentlichung des Buches werden schließen lassen. Im zweiten Hauptteil des Buches kommen Überlebende der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie selbst zu Wort. Die Intention dieses Verfahrens erläutern die Autoren in der Einleitung: „Selbstzeugnisse und lebensgeschichtliche Interviews vermitteln … einen Eindruck von der Dimension der subjektiven Alltagserfahrung. … Der Verfolgungs- und Vernichtungsprozeß wird konkret nachvollziehbar, die Betroffenen werden zu Individuen, deren Einzelschicksale sich nicht in der Anonymität angehäufter Daten verlieren.“ In den Abschnitten * Diskriminierung im Alltag, * Rassische und politische Verfolgung, * Novemberpogrom 1938, * Emigration und Flucht, * Deportation, * Zwangsarbeit und Konzentrationslager, * Befreiung lassen die Betroffenen in erschütternden Erzählungen eine Vergangenheit wieder aufleben, die dem heutigen Leser unfassbar erscheint und dennoch für jüdische Bürger der Alltag war: Verachtung, Demütigung, Verelendung und Vernichtung. Erst wer diese Selbstzeugnisse gelesen hat, kann ermessen, was die Zielsetzung der Herausgeberin umfasst, „… daß ohne die Bereitschaft zur Erinnerung eine Versöhnung nicht möglich sein kann.“ Eingeleitet wird das Buch durch eine statistische Auswertung der in den Kurzbiografien vorgestellten Lebensläufe. In 7 Grafiken, 7 Tabellen und 2 Karten wird das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Wittens dargestellt. Den Anhang leitet das Quellenverzeichnis ein, das einen Eindruck von der ungeheuren Materialfülle bietet, die für diesen Band zu bewältigen war. Nach einem Literatur- und Dokumentenverzeichnis folgt das detaillierte Orts- und Länderregister, das dem forschenden Benutzer die Herkunfts- und Verbleibeorte der in den Biografien Genannten unmittelbar erschließt. Dabei erleichtert die zusätzlich zum Ortseintrag beim Ländereintrag vorgenommene Aufnahme aller zugehörigen Ortsnamen der internationalen Forschung den Zugang zu diesem Werk. Im Resümee ist dieses Buch nicht nur ein Appell zur Besinnung an die Wittener Bevölkerung und die durch die politischen Ereignisse unmittelbar betroffenen Einwohner der Nachbargemeinden des Ruhrgebietes (insbesondere Bochums, Dortmunds und Essens). Es ist darüber hinaus durch seine methodische Konzeption eine beispielgebende Studie, wie die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung unter dem Nationalsozialismus grundlegend erforscht und einem breiten Leserkreis so dargestellt werden kann, dass ihm eine Identifikation mit ihrem Ziel, Erinnerung als Grundlage für die Versöhnung zu schaffen, hergestellt werden kann. Daneben ist es wegen seiner Materialfülle ein hilfreiches Handbuch für die regional- und zeitgeschichtliche, die genealogische wie die sozial- und religionsgeschichtliche Forschung
- Ausgabeform: hard
- Untertitel: Wittener Jüdinnen und Juden unter dem Nationalsozialismus
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3924517444
- Open-Library-Work-ID: OL4211566W
- Seitenzahl: 413
- Verlag: Verlag Dr. Dieter Winkler
- Erscheinungsdatum: 1991
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783924517441
- Schlagwörter: History, Jews, Ethnic relations, Antisemitism, Persecutions, Holocaust, Jewish (1939-1945)
Auffindbarkeit und bibliografische Präzision
Die Verbindung aus „…vergessen kann man das nicht“, Martina Kliner-Fruck, Siegfried Pape, Sachbuch und History, Jews, Ethnic relations, Antisemitism, Persecutions, Holocaust, Jewish (1939-1945) schafft eine solide Grundlage für eine präzise thematische Suche. Zusätzliche Präzision entsteht durch Identifikatoren wie 3924517444, 9783924517441 und OL4211566W, die die Ausgabe in verschiedenen Katalog- und Suchkontexten eindeutig referenzierbar machen.
Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe
Wie lässt sich die Ausgabe eindeutig identifizieren?
Die eindeutige Identifikation erfolgt unter anderem über die ISBN-10 3924517444 und die ISBN-13 9783924517441.
Was verrät der Untertitel über „…vergessen kann man das nicht“?
Mit Wittener Jüdinnen und Juden unter dem Nationalsozialismus wird deutlich, in welche Richtung das Buch argumentiert oder welche Inhalte besonders hervorgehoben werden.
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL4211566W und die Editionsreferenzen OL1637437M.
Wie lässt sich „…vergessen kann man das nicht“ thematisch einordnen?
Die Ausgabe wird dem Bereich Sachbuch zugeordnet und ist damit für thematisch fokussierte Recherchen gut geeignet.
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