CROSSTOWN Books

Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? | Ausgabe und Verlagsinfos

04/08/2026

Lesedauer: 8 min

Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? von Yigit Topkaya im Überblick mit Inhalt, Buchdaten und Einordnung. Klicke für klare Fakten statt vager Kurztexte.

Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? | Ausgabe und Verlagsinfos

Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung

Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? von Yigit Topkaya ist ein Titel aus dem Bereich Sachbuch, der thematisch klar positioniert ist und für Leserinnen und Leser mit Interesse an diesem Fach- oder Themengebiet besonders relevant sein kann. Mit dem Untertitel Eine Geschichte des Türken in medientheoretischer Perspektive wird bei Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? noch deutlicher, in welche Richtung das Werk inhaltlich argumentiert und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Die Kurzbeschreibung von Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? zeigt, welche Inhalte Leserinnen und Leser erwarten dürfen: Ein Gespenst geht um im christlichen Europa das Gespenst des Türken. In einer medientheoretischen Perspektive auf Alterität und Wahrnehmung untersucht Yig?it Topkaya den diskursivmedialen Wirkungszusammenhang zwischen Türkenwerken und Reformprozessen um 1500. Zum Glaubensfeind stilisiert, wird der Türke nach dem Fall Konstantinopels (1453) im politischen Diskurs um die unitas christiana zur historisch wirkmächtigen Alteritätsfigur. Vor dem Erfahrungshintergrund der Konzilsbewegung ist es insbesondere die Kurie, die den Türken nicht zuletzt im Rückgriff auf das Kreuzzugskonzept in den ekklesiologischen Redezusammenhang stellt, um die Position des Papstes im Streit um die ekklesiale Repräsentationsordnung zu verteidigen. Als eine Rechtfertigungsschrift des Papst-Primats und im Interesse einer papalistischen Ekklesiologie verfasst, nimmt in der Epistola ad Mahumetem Pius II. mit der literarisch inszenierten Sultanstaufe zugleich die Sakramentenlehre in den Blick, um damit auch in der Frage der Heilsgewissheit die geistlichen wie weltlichen Herrschaftsansprüche der Sedes Apostolica einzufordern. Derart trägt die Kurie, unterstützt und verstärkt durch die Verbreitung der Türkenablässe im typographischen Netz, zu einer nachhaltigen medialen Präsenz des Türken in der zeitgenössischen Wahrnehmung bei, so dass mithin in frömmigkeitstheologischen und reformatorischen Kontexten die Türkenfigur der heilsgeschichtlich motivierten Konstruktion von sichtbarer und unsichtbarer Alterität in der Erörterung und Problematisierung von Glaubens- und Kirchenfragen dient. Dem Diskurs über den Türken wird dadurch eine Medialität inhärent, die gesellschaftspolitischen Prozessen der Zeit eine besonders emphatische Bühne verleiht

Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe

Das hinterlegte Publikationsdatum 18.02.2015 unterstützt dabei, Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? zeitlich korrekt zu klassifizieren. Durch die Zuordnung zur Kategorie Sachbuch wird Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? auch für thematische Recherchen besonders relevant. Gerade wer nach Werken von Yigit Topkaya sucht, sollte Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? näher betrachten. Die Ausgabe ist in Deutsch verfügbar und damit gezielt für Leserinnen und Leser mit entsprechender Sprachpräferenz interessant.

Was behandelt Augen-Blicke sichtbarer Gewalt??

Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? lässt sich inhaltlich innerhalb von Sachbuch verorten und wird in der Beschreibung wie folgt umrissen: Ein Gespenst geht um im christlichen Europa das Gespenst des Türken. In einer medientheoretischen Perspektive auf Alterität und Wahrnehmung untersucht Yig?it Topkaya den diskursivmedialen Wirkungszusammenhang zwischen Türkenwerken und Reformprozessen um 1500. Zum Glaubensfeind stilisiert, wird der Türke nach dem Fall Konstantinopels (1453) im politischen Diskurs um die unitas christiana zur historisch wirkmächtigen Alteritätsfigur. Vor dem Erfahrungshintergrund der Konzilsbewegung ist es insbesondere die Kurie, die den Türken nicht zuletzt im Rückgriff auf das Kreuzzugskonzept in den ekklesiologischen Redezusammenhang stellt, um die Position des Papstes im Streit um die ekklesiale Repräsentationsordnung zu verteidigen. Als eine Rechtfertigungsschrift des Papst-Primats und im Interesse einer papalistischen Ekklesiologie verfasst, nimmt in der Epistola ad Mahumetem Pius II. mit der literarisch inszenierten Sultanstaufe zugleich die Sakramentenlehre in den Blick, um damit auch in der Frage der Heilsgewissheit die geistlichen wie weltlichen Herrschaftsansprüche der Sedes Apostolica einzufordern. Derart trägt die Kurie, unterstützt und verstärkt durch die Verbreitung der Türkenablässe im typographischen Netz, zu einer nachhaltigen medialen Präsenz des Türken in der zeitgenössischen Wahrnehmung bei, so dass mithin in frömmigkeitstheologischen und reformatorischen Kontexten die Türkenfigur der heilsgeschichtlich motivierten Konstruktion von sichtbarer und unsichtbarer Alterität in der Erörterung und Problematisierung von Glaubens- und Kirchenfragen dient. Dem Diskurs über den Türken wird dadurch eine Medialität inhärent, die gesellschaftspolitischen Prozessen der Zeit eine besonders emphatische Bühne verleiht Ergänzend helfen die hinterlegten Schlagwörter dabei, Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? thematisch schneller einzuordnen: History, Relations, Church history, Christianity, Public opinion, Influence, Social life and customs, Islam, Early works to 1800, Turks, Papacy, In mass media

Wichtige Kennzeichen dieser Ausgabe

Sowohl die ISBN-10 3770557174 als auch die ISBN-13 9783770557172 erleichtern das Auffinden und Vergleichen dieser Ausgabe erheblich. Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL20287699W sowie die Editionszuordnungen OL27488301M referenzierbar.

Bibliografische Daten auf einen Blick

  1. Externe Work-Referenz: OL20287699W
  2. Primäre Kategorie: Sachbuch
  3. Buchtitel: Augen-Blicke sichtbarer Gewalt?
  4. Kurzbeschreibung: Ein Gespenst geht um im christlichen Europa das Gespenst des Türken. In einer medientheoretischen Perspektive auf Alterität und Wahrnehmung untersucht Yig?it Topkaya den diskursivmedialen Wirkungszusammenhang zwischen Türkenwerken und Reformprozessen um 1500. Zum Glaubensfeind stilisiert, wird der Türke nach dem Fall Konstantinopels (1453) im politischen Diskurs um die unitas christiana zur historisch wirkmächtigen Alteritätsfigur. Vor dem Erfahrungshintergrund der Konzilsbewegung ist es insbesondere die Kurie, die den Türken nicht zuletzt im Rückgriff auf das Kreuzzugskonzept in den ekklesiologischen Redezusammenhang stellt, um die Position des Papstes im Streit um die ekklesiale Repräsentationsordnung zu verteidigen. Als eine Rechtfertigungsschrift des Papst-Primats und im Interesse einer papalistischen Ekklesiologie verfasst, nimmt in der Epistola ad Mahumetem Pius II. mit der literarisch inszenierten Sultanstaufe zugleich die Sakramentenlehre in den Blick, um damit auch in der Frage der Heilsgewissheit die geistlichen wie weltlichen Herrschaftsansprüche der Sedes Apostolica einzufordern. Derart trägt die Kurie, unterstützt und verstärkt durch die Verbreitung der Türkenablässe im typographischen Netz, zu einer nachhaltigen medialen Präsenz des Türken in der zeitgenössischen Wahrnehmung bei, so dass mithin in frömmigkeitstheologischen und reformatorischen Kontexten die Türkenfigur der heilsgeschichtlich motivierten Konstruktion von sichtbarer und unsichtbarer Alterität in der Erörterung und Problematisierung von Glaubens- und Kirchenfragen dient. Dem Diskurs über den Türken wird dadurch eine Medialität inhärent, die gesellschaftspolitischen Prozessen der Zeit eine besonders emphatische Bühne verleiht
  5. Ergänzender Titelzusatz: Eine Geschichte des Türken in medientheoretischer Perspektive
  6. Format: pocket
  7. Verfasst von: Yigit Topkaya
  8. Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3770557174
  9. Externe Editionsreferenzen: OL27488301M
  10. Erscheinungsdatum: 18.02.2015
  11. Schlagwörter: History, Relations, Church history, Christianity, Public opinion, Influence, Social life and customs, Islam, Early works to 1800, Turks, Papacy, In mass media
  12. Publiziert bei: Fink Wilhelm GmbH + Co.KG
  13. ISBN-13: 9783770557172
  14. Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch

Warum sich Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? gut einordnen lässt

Die Verbindung aus Augen-Blicke sichtbarer Gewalt?, Yigit Topkaya, Sachbuch und History, Relations, Church history, Christianity, Public opinion, Influence, Social life and customs, Islam, Early works to 1800, Turks, Papacy, In mass media schafft eine solide Grundlage für eine präzise thematische Suche. Mit ISBN-10, ISBN-13 und Work-ID - 3770557174, 9783770557172 und OL20287699W - lässt sich diese Ausgabe plattformübergreifend eindeutig verknüpfen.

Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe

Wer sollte sich für Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? interessieren?

Besonders relevant ist Augen-Blicke sichtbarer Gewalt? für Leserinnen und Leser, die nach Literatur aus dem Bereich Sachbuch suchen oder gezielt Veröffentlichungen von Yigit Topkaya betrachten möchten.

Gibt es eine inhaltliche Zusammenfassung?

Ja, die Beschreibung fasst die Ausrichtung des Buches so zusammen: Ein Gespenst geht um im christlichen Europa das Gespenst des Türken. In einer medientheoretischen Perspektive auf Alterität und Wahrnehmung untersucht Yig?it Topkaya den diskursivmedialen Wirkungszusammenhang zwischen Türkenwerken und Reformprozessen um 1500. Zum Glaubensfeind stilisiert, wird der Türke nach dem Fall Konstantinopels (1453) im politischen Diskurs um die unitas christiana zur historisch wirkmächtigen Alteritätsfigur. Vor dem Erfahrungshintergrund der Konzilsbewegung ist es insbesondere die Kurie, die den Türken nicht zuletzt im Rückgriff auf das Kreuzzugskonzept in den ekklesiologischen Redezusammenhang stellt, um die Position des Papstes im Streit um die ekklesiale Repräsentationsordnung zu verteidigen. Als eine Rechtfertigungsschrift des Papst-Primats und im Interesse einer papalistischen Ekklesiologie verfasst, nimmt in der Epistola ad Mahumetem Pius II. mit der literarisch inszenierten Sultanstaufe zugleich die Sakramentenlehre in den Blick, um damit auch in der Frage der Heilsgewissheit die geistlichen wie weltlichen Herrschaftsansprüche der Sedes Apostolica einzufordern. Derart trägt die Kurie, unterstützt und verstärkt durch die Verbreitung der Türkenablässe im typographischen Netz, zu einer nachhaltigen medialen Präsenz des Türken in der zeitgenössischen Wahrnehmung bei, so dass mithin in frömmigkeitstheologischen und reformatorischen Kontexten die Türkenfigur der heilsgeschichtlich motivierten Konstruktion von sichtbarer und unsichtbarer Alterität in der Erörterung und Problematisierung von Glaubens- und Kirchenfragen dient. Dem Diskurs über den Türken wird dadurch eine Medialität inhärent, die gesellschaftspolitischen Prozessen der Zeit eine besonders emphatische Bühne verleiht

Gibt es externe Referenzdaten für das Werk?

Ja, das Werk ist über die Open-Library-Work-ID OL20287699W sowie die Editions-IDs OL27488301M referenzierbar.

Welche Rolle spielt der Untertitel von Augen-Blicke sichtbarer Gewalt??

Der Untertitel Eine Geschichte des Türken in medientheoretischer Perspektive präzisiert die thematische Stoßrichtung des Buches und ergänzt den Haupttitel sinnvoll.

Weitere Artikel zu
diesem Thema