Wüstungen | Autor, ISBN und Ausgabedetails
27/07/2026
Lesedauer: 9 min
Schneller Überblick zu Wüstungen von Harald Gerlach mit den wichtigsten Buchangaben. Hilft dir schnell zu entscheiden, ob sich ein genauer Blick lohnt.
Wüstungen - Details zu Inhalt, Autor und Veröffentlichung
Wer nach einem Buch von Harald Gerlach aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Wüstungen eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Der Zusatz Gedichte schärft das Profil von Wüstungen und unterstützt die thematische Einordnung bereits auf den ersten Blick. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Wüstungen den Fokus legt: Seit 1969 erstmals acht Gedichte von ihm gedruckt wurden in der Zeitschrift „Neue Deutsche Literatur“, ist Harald Gerlach als Lyriker für uns präsent. Seine erste selbständige Publikation war das „Poesiealbum 56“ (1972), 1973 folgte dann der von Wulf Kirsten freundlich benachwortete Band „Sprung ins Hafermeer“. Dem Aufbau-Verlag ist Gerlach seither treu geblieben, der jetzt vorliegende Gedichtband „Wüstungen“ ist sein zehntes Buch, das dort erschien. Er hat sich von seinen lyrischen Anfängen entfernt. Das „Hafermeer“ hat seine Anziehungskraft entschieden verloren und Sprünge der einst beschworenen Art sind längst einer eher standhaften Art des Weltverhältnisses gewichen. Nicht, dass ihm die Landschaften nichts mehr bedeuten würden, die er dazumal und immer wieder mit Sprache zu konturieren suchte. Selbst Orte und Namen schimmern noch immer durch und mittels eines listig platzierten Textes wie „Tippeltschiggis“ in diesem Band übt Gerlach sogar einen sanften Druck auf seine Leser aus, die alten Bände wieder hervorzuholen: dort nämlich gab es noch Worterklärungen für jenes unverwechselbare Rotwelsch, das er benutzt, während der neue Band bedacht auf solche verzichtet. Gegenüber den beiden letzten Gedichtsammlungen „Mauerstücke“ und „Nachrichten aus Grimmelshausen“ bringt Gerlach nichts grundlegend Neues: er erweitert sein Angebot. Vielleicht ist manche Bitterkeit jetzt deutlicher mit Sarkasmus verkoppelt, der reine Spaß scheint mir eher als früher die Oberfläche des Gedichts zu suchen. Dominant aber ist immer noch ein durchgängiger Ernst, sichtbar sein wohl auch hinterwäldlerisch-störrisches Kreisen um einige wenige ihm zentrale Fragen, die nicht erst beim zweiten Hinsehen sich auch als uns zentrale Fragen erweisen. Mit dem immer neu ergriffenen Wort „Bewegung“ scheint mir das ideelle Zentrum des Bandes benannt: „... Ruhe ist nur / in der Bewegung“ steht da in „Le Flaneur“ und frappiert und „... Wo ist der Punkt, an dem Bewegung, / seit langem verlangsamt, endet, sich im Gleisbett / zur letzten Ruhe begibt?“ fragt das Gedicht „Zeitzug“. „Es ist / später als wir denken.“ stimmt uns schon der Klappentext ein. Mahnungen Gerlachs sind nicht aufdringlich, Blauäugigkeit war seine Sache nie und so verbreitet er auch keine dreisten Hoffnungen. Seine Art, Gedichte zu schreiben, hat Wirklichkeiten zum Grund, wo sie Befindlichkeiten verursachen. Sein Nachdenken schreitet demonstrativer äußersten Punkten zu, wenn auch immer noch eher in der Maske verwandt erfühlter Gestalten, sie können Gogol heißen oder einfach mal K., auf keinen Fall kokettiert es mit ihnen. „Wir wüteten gegen das Hilflose / in uns.“ summiert das vorletzte Gedicht des Bandes, ehe der mit „Text vor Spiegel“, ironisch-selbstironisch will ich meinen, fragend beschlossen wird. Es bleibt eine Spur von diesen „Wüstungen.“ Als Veröffentlichungsdatum ist 1989 hinterlegt; verlegt wurde der Titel von Aufbau in Berlin, Germany.
Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe
Wüstungen spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren. Für alle, die Bücher von Harald Gerlach recherchieren oder vergleichen, ist Wüstungen eine relevante Ausgabe. Wüstungen liegt in Deutsch vor, was für die inhaltliche Nutzung ebenso wichtig ist wie für die bibliografische Suche. Der Verlag Aufbau und der Verlagsort Berlin, Germany liefern zusätzliche Orientierung bei der Einordnung dieser Ausgabe. Für Recherchen nach Veröffentlichungszeitraum ist Wüstungen mit dem Datum 1989 eindeutig zuordenbar.
Inhalte, Themen und Relevanz
Wer wissen möchte, worauf Wüstungen inhaltlich abzielt, findet in dieser Zusammenfassung einen ersten Ansatzpunkt: Seit 1969 erstmals acht Gedichte von ihm gedruckt wurden in der Zeitschrift „Neue Deutsche Literatur“, ist Harald Gerlach als Lyriker für uns präsent. Seine erste selbständige Publikation war das „Poesiealbum 56“ (1972), 1973 folgte dann der von Wulf Kirsten freundlich benachwortete Band „Sprung ins Hafermeer“. Dem Aufbau-Verlag ist Gerlach seither treu geblieben, der jetzt vorliegende Gedichtband „Wüstungen“ ist sein zehntes Buch, das dort erschien. Er hat sich von seinen lyrischen Anfängen entfernt. Das „Hafermeer“ hat seine Anziehungskraft entschieden verloren und Sprünge der einst beschworenen Art sind längst einer eher standhaften Art des Weltverhältnisses gewichen. Nicht, dass ihm die Landschaften nichts mehr bedeuten würden, die er dazumal und immer wieder mit Sprache zu konturieren suchte. Selbst Orte und Namen schimmern noch immer durch und mittels eines listig platzierten Textes wie „Tippeltschiggis“ in diesem Band übt Gerlach sogar einen sanften Druck auf seine Leser aus, die alten Bände wieder hervorzuholen: dort nämlich gab es noch Worterklärungen für jenes unverwechselbare Rotwelsch, das er benutzt, während der neue Band bedacht auf solche verzichtet. Gegenüber den beiden letzten Gedichtsammlungen „Mauerstücke“ und „Nachrichten aus Grimmelshausen“ bringt Gerlach nichts grundlegend Neues: er erweitert sein Angebot. Vielleicht ist manche Bitterkeit jetzt deutlicher mit Sarkasmus verkoppelt, der reine Spaß scheint mir eher als früher die Oberfläche des Gedichts zu suchen. Dominant aber ist immer noch ein durchgängiger Ernst, sichtbar sein wohl auch hinterwäldlerisch-störrisches Kreisen um einige wenige ihm zentrale Fragen, die nicht erst beim zweiten Hinsehen sich auch als uns zentrale Fragen erweisen. Mit dem immer neu ergriffenen Wort „Bewegung“ scheint mir das ideelle Zentrum des Bandes benannt: „... Ruhe ist nur / in der Bewegung“ steht da in „Le Flaneur“ und frappiert und „... Wo ist der Punkt, an dem Bewegung, / seit langem verlangsamt, endet, sich im Gleisbett / zur letzten Ruhe begibt?“ fragt das Gedicht „Zeitzug“. „Es ist / später als wir denken.“ stimmt uns schon der Klappentext ein. Mahnungen Gerlachs sind nicht aufdringlich, Blauäugigkeit war seine Sache nie und so verbreitet er auch keine dreisten Hoffnungen. Seine Art, Gedichte zu schreiben, hat Wirklichkeiten zum Grund, wo sie Befindlichkeiten verursachen. Sein Nachdenken schreitet demonstrativer äußersten Punkten zu, wenn auch immer noch eher in der Maske verwandt erfühlter Gestalten, sie können Gogol heißen oder einfach mal K., auf keinen Fall kokettiert es mit ihnen. „Wir wüteten gegen das Hilflose / in uns.“ summiert das vorletzte Gedicht des Bandes, ehe der mit „Text vor Spiegel“, ironisch-selbstironisch will ich meinen, fragend beschlossen wird. Es bleibt eine Spur von diesen „Wüstungen.“ Die vorhandenen Tags verdichten die inhaltliche Einordnung des Buches zusätzlich: Poetry (poetic works by one author) Wüstungen umfasst 83 Seiten und erscheint im Format hard, was sowohl für die Nutzung als auch für den Vergleich mit anderen Ausgaben relevant ist.
Ausgabe, Identifikatoren und Referenzen
Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Aufbau, Berlin, Germany und 1989 präzise ergänzt. Mit 3351014236 und 9783351014230 stehen zwei zentrale ISBN-Varianten zur Verfügung, die die Ausgabe eindeutig beschreiben. Die Open-Library-Zuordnung über OL2154415W und OL1996694M, OL21822372M verbessert die externe Nachvollziehbarkeit des Werkes.
Bibliografische Daten auf einen Blick
- Buchtitel: Wüstungen
- Ort der Veröffentlichung: Berlin, Germany
- Veröffentlicht am: 1989
- Open-Library-Editions-IDs: OL1996694M, OL21822372M
- Autor beziehungsweise Autoren: Harald Gerlach
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783351014230
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Seit 1969 erstmals acht Gedichte von ihm gedruckt wurden in der Zeitschrift „Neue Deutsche Literatur“, ist Harald Gerlach als Lyriker für uns präsent. Seine erste selbständige Publikation war das „Poesiealbum 56“ (1972), 1973 folgte dann der von Wulf Kirsten freundlich benachwortete Band „Sprung ins Hafermeer“. Dem Aufbau-Verlag ist Gerlach seither treu geblieben, der jetzt vorliegende Gedichtband „Wüstungen“ ist sein zehntes Buch, das dort erschien. Er hat sich von seinen lyrischen Anfängen entfernt. Das „Hafermeer“ hat seine Anziehungskraft entschieden verloren und Sprünge der einst beschworenen Art sind längst einer eher standhaften Art des Weltverhältnisses gewichen. Nicht, dass ihm die Landschaften nichts mehr bedeuten würden, die er dazumal und immer wieder mit Sprache zu konturieren suchte. Selbst Orte und Namen schimmern noch immer durch und mittels eines listig platzierten Textes wie „Tippeltschiggis“ in diesem Band übt Gerlach sogar einen sanften Druck auf seine Leser aus, die alten Bände wieder hervorzuholen: dort nämlich gab es noch Worterklärungen für jenes unverwechselbare Rotwelsch, das er benutzt, während der neue Band bedacht auf solche verzichtet. Gegenüber den beiden letzten Gedichtsammlungen „Mauerstücke“ und „Nachrichten aus Grimmelshausen“ bringt Gerlach nichts grundlegend Neues: er erweitert sein Angebot. Vielleicht ist manche Bitterkeit jetzt deutlicher mit Sarkasmus verkoppelt, der reine Spaß scheint mir eher als früher die Oberfläche des Gedichts zu suchen. Dominant aber ist immer noch ein durchgängiger Ernst, sichtbar sein wohl auch hinterwäldlerisch-störrisches Kreisen um einige wenige ihm zentrale Fragen, die nicht erst beim zweiten Hinsehen sich auch als uns zentrale Fragen erweisen. Mit dem immer neu ergriffenen Wort „Bewegung“ scheint mir das ideelle Zentrum des Bandes benannt: „... Ruhe ist nur / in der Bewegung“ steht da in „Le Flaneur“ und frappiert und „... Wo ist der Punkt, an dem Bewegung, / seit langem verlangsamt, endet, sich im Gleisbett / zur letzten Ruhe begibt?“ fragt das Gedicht „Zeitzug“. „Es ist / später als wir denken.“ stimmt uns schon der Klappentext ein. Mahnungen Gerlachs sind nicht aufdringlich, Blauäugigkeit war seine Sache nie und so verbreitet er auch keine dreisten Hoffnungen. Seine Art, Gedichte zu schreiben, hat Wirklichkeiten zum Grund, wo sie Befindlichkeiten verursachen. Sein Nachdenken schreitet demonstrativer äußersten Punkten zu, wenn auch immer noch eher in der Maske verwandt erfühlter Gestalten, sie können Gogol heißen oder einfach mal K., auf keinen Fall kokettiert es mit ihnen. „Wir wüteten gegen das Hilflose / in uns.“ summiert das vorletzte Gedicht des Bandes, ehe der mit „Text vor Spiegel“, ironisch-selbstironisch will ich meinen, fragend beschlossen wird. Es bleibt eine Spur von diesen „Wüstungen.“
- ISBN-10: 3351014236
- Ergänzender Titelzusatz: Gedichte
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Externe Work-Referenz: OL2154415W
- Umfang: 83 Seiten
- Schlagwörter: Poetry (poetic works by one author)
- Publiziert bei: Aufbau
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Ausgabeform: hard
Auffindbarkeit und bibliografische Präzision
Die Verbindung aus Wüstungen, Harald Gerlach, Sachbuch und Poetry (poetic works by one author) schafft eine solide Grundlage für eine präzise thematische Suche. Zusätzliche Präzision entsteht durch Identifikatoren wie 3351014236, 9783351014230 und OL2154415W, die die Ausgabe in verschiedenen Katalog- und Suchkontexten eindeutig referenzierbar machen.
Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe
Welche Sprache und Schlagwörter sind hinterlegt?
Verzeichnet sind die Sprache Deutsch sowie die Tags Poetry (poetic works by one author), die die thematische Zuordnung erleichtern.
Welche Rolle spielt der Untertitel von Wüstungen?
Der Untertitel Gedichte präzisiert die thematische Stoßrichtung des Buches und ergänzt den Haupttitel sinnvoll.
Wofür sind die Open-Library-IDs hilfreich?
Mit OL2154415W und OL1996694M, OL21822372M lässt sich das Werk auch in externen bibliografischen Zusammenhängen besser verknüpfen.
Wie lässt sich Wüstungen thematisch einordnen?
Die Ausgabe wird dem Bereich Sachbuch zugeordnet und ist damit für thematisch fokussierte Recherchen gut geeignet.
Externe Links
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