Diskussionslust | Buchdetails & ISBN
21/07/2026
Lesedauer: 7 min
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Diskussionslust: Inhalt, Einordnung und bibliografische Details
Mit Diskussionslust liegt ein Buch von Nina Verheyen vor, das der Kategorie Sachbuch zugeordnet wird und sich für alle eignet, die gezielt nach Literatur mit diesem Schwerpunkt suchen. Der Zusatz eine Kulturgeschichte des "besseren Arguments" in Westdeutschland schärft das Profil von Diskussionslust und unterstützt die thematische Einordnung bereits auf den ersten Blick. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Diskussionslust den Fokus legt: N Deutschland wird viel diskutiert - im Fernsehen, in der Schule und im Ehebett. Dabei dienen argumentative Gespräche nicht notwendig dem Erkenntnisgewinn, sondern etwa auch der Profilierung in maskulinen Ränkespielen oder der Erniedrigung in Beziehungskrisen. Wer ausschließlich auf den "eigentümlich zwanglosen Zwang des besseren Argumentes" (Jürgen Habermas) hofft, wird oft enttäuscht. Warum nehmen Menschen dennoch an Fernseh-, Seminar- oder Podiumsdiskussionen teil, welche Regeln bilden sich in mündlicher Interaktion heraus und wie hat sich die Bereitschaft zu diskutieren im Zeitverlauf verändert? Wer hatte ein Interesse daran, Diskussionen im Alltag zu verankern, wer profitierte von der Gesprächsform, und wer fiel ihr zum Opfer? Oder anders: Was ist die Kulturgeschichte des "besseren Arguments"? Diese Fragen werden exemplarisch anhand der westdeutschen Nachkriegszeit untersucht. Die Arbeit reicht damit von Versuchen der Westalliierten, Diskussionen als eine vermeintlich in Vergessenheit geratene, demokratische Kulturtechnik zu vermitteln, bis zum Bemühen der 68er, sexuelle Probleme nächtelang "auszudiskutieren"--Eine Praxis, die Nachgeborenen fast schon lächerlich erscheint. Wie gezeigt wird, erfuhr die kommunikative Gattung Diskussion im Untersuchungszeitraum eine enorme Aufwertung, es kam zu einer regelrechten "Diskursivierung" der westdeutschen Gesellschaft. Diese ambivalente, keineswegs lineare Entwicklung wurde maßgeblich von Männern mit hö̈heren Bildungsabschlüssen getragen, sie produzierte Euphorieschübe, aber auch Frustration. Wachsende Teile der Bevölkerung redeten sich das Stigma befehlshöriger Untertanen regelrecht vom Leib, was es schließlich erschwerte, sich einem argumentativen Gespräch ungestraft zu entziehen."--Publisher's website Die Ausgabe erschien am 2010 bei Vandenhoeck & Ruprecht und ist dem Verlagsstandort Göttingen zugeordnet.
Relevante Merkmale auf einen Blick
Das hinterlegte Publikationsdatum 2010 unterstützt dabei, Diskussionslust zeitlich korrekt zu klassifizieren. Innerhalb von Sachbuch bietet Diskussionslust eine klar erkennbare thematische Zuordnung. Die Ausgabe ist in Deutsch verfügbar und damit gezielt für Leserinnen und Leser mit entsprechender Sprachpräferenz interessant. Die Angaben zu Vandenhoeck & Ruprecht und Göttingen stärken die bibliografische Präzision des Eintrags. Im Kontext des Gesamtwerks von Nina Verheyen lässt sich Diskussionslust gezielt bibliografisch und thematisch einordnen.
Inhalt und thematische Schwerpunkte
Wer wissen möchte, worauf Diskussionslust inhaltlich abzielt, findet in dieser Zusammenfassung einen ersten Ansatzpunkt: N Deutschland wird viel diskutiert - im Fernsehen, in der Schule und im Ehebett. Dabei dienen argumentative Gespräche nicht notwendig dem Erkenntnisgewinn, sondern etwa auch der Profilierung in maskulinen Ränkespielen oder der Erniedrigung in Beziehungskrisen. Wer ausschließlich auf den "eigentümlich zwanglosen Zwang des besseren Argumentes" (Jürgen Habermas) hofft, wird oft enttäuscht. Warum nehmen Menschen dennoch an Fernseh-, Seminar- oder Podiumsdiskussionen teil, welche Regeln bilden sich in mündlicher Interaktion heraus und wie hat sich die Bereitschaft zu diskutieren im Zeitverlauf verändert? Wer hatte ein Interesse daran, Diskussionen im Alltag zu verankern, wer profitierte von der Gesprächsform, und wer fiel ihr zum Opfer? Oder anders: Was ist die Kulturgeschichte des "besseren Arguments"? Diese Fragen werden exemplarisch anhand der westdeutschen Nachkriegszeit untersucht. Die Arbeit reicht damit von Versuchen der Westalliierten, Diskussionen als eine vermeintlich in Vergessenheit geratene, demokratische Kulturtechnik zu vermitteln, bis zum Bemühen der 68er, sexuelle Probleme nächtelang "auszudiskutieren"--Eine Praxis, die Nachgeborenen fast schon lächerlich erscheint. Wie gezeigt wird, erfuhr die kommunikative Gattung Diskussion im Untersuchungszeitraum eine enorme Aufwertung, es kam zu einer regelrechten "Diskursivierung" der westdeutschen Gesellschaft. Diese ambivalente, keineswegs lineare Entwicklung wurde maßgeblich von Männern mit hö̈heren Bildungsabschlüssen getragen, sie produzierte Euphorieschübe, aber auch Frustration. Wachsende Teile der Bevölkerung redeten sich das Stigma befehlshöriger Untertanen regelrecht vom Leib, was es schließlich erschwerte, sich einem argumentativen Gespräch ungestraft zu entziehen."--Publisher's website Über die Schlagwörter Political aspects, Intellectual life, Communication in politics, Germany, intellectual life, Debates and debating, Discussion lässt sich Diskussionslust auch in größeren Beständen gezielt auffinden.
Ausgabe, Identifikatoren und Referenzen
Auch externe Referenzen sind vorhanden: Die Work-ID lautet OL15890602W, die zugehörigen Editions-IDs sind OL24798441M. Die Ausgabe ist über den Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, den Ort Göttingen und das Datum 2010 klar kontextualisiert. Die Kombination aus ISBN-10 3525370148 und ISBN-13 9783525370148 ermöglicht eine besonders präzise bibliografische Zuordnung.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Open-Library-Editions-IDs: OL24798441M
- Sprache: Deutsch
- Publiziert bei: Vandenhoeck & Ruprecht
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: N Deutschland wird viel diskutiert - im Fernsehen, in der Schule und im Ehebett. Dabei dienen argumentative Gespräche nicht notwendig dem Erkenntnisgewinn, sondern etwa auch der Profilierung in maskulinen Ränkespielen oder der Erniedrigung in Beziehungskrisen. Wer ausschließlich auf den "eigentümlich zwanglosen Zwang des besseren Argumentes" (Jürgen Habermas) hofft, wird oft enttäuscht. Warum nehmen Menschen dennoch an Fernseh-, Seminar- oder Podiumsdiskussionen teil, welche Regeln bilden sich in mündlicher Interaktion heraus und wie hat sich die Bereitschaft zu diskutieren im Zeitverlauf verändert? Wer hatte ein Interesse daran, Diskussionen im Alltag zu verankern, wer profitierte von der Gesprächsform, und wer fiel ihr zum Opfer? Oder anders: Was ist die Kulturgeschichte des "besseren Arguments"? Diese Fragen werden exemplarisch anhand der westdeutschen Nachkriegszeit untersucht. Die Arbeit reicht damit von Versuchen der Westalliierten, Diskussionen als eine vermeintlich in Vergessenheit geratene, demokratische Kulturtechnik zu vermitteln, bis zum Bemühen der 68er, sexuelle Probleme nächtelang "auszudiskutieren"--Eine Praxis, die Nachgeborenen fast schon lächerlich erscheint. Wie gezeigt wird, erfuhr die kommunikative Gattung Diskussion im Untersuchungszeitraum eine enorme Aufwertung, es kam zu einer regelrechten "Diskursivierung" der westdeutschen Gesellschaft. Diese ambivalente, keineswegs lineare Entwicklung wurde maßgeblich von Männern mit hö̈heren Bildungsabschlüssen getragen, sie produzierte Euphorieschübe, aber auch Frustration. Wachsende Teile der Bevölkerung redeten sich das Stigma befehlshöriger Untertanen regelrecht vom Leib, was es schließlich erschwerte, sich einem argumentativen Gespräch ungestraft zu entziehen."--Publisher's website
- Ort der Veröffentlichung: Göttingen
- Umfang: 371 Seiten
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783525370148
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3525370148
- Titel: Diskussionslust
- Erscheinungsdatum: 2010
- Ergänzender Titelzusatz: eine Kulturgeschichte des "besseren Arguments" in Westdeutschland
- Verfasst von: Nina Verheyen
- Open-Library-Work-ID: OL15890602W
- Schlagwörter: Political aspects, Intellectual life, Communication in politics, Germany, intellectual life, Debates and debating, Discussion
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
Diskussionslust profitiert für die Auffindbarkeit besonders von der Verbindung zwischen Nina Verheyen, Sachbuch und den Tags Political aspects, Intellectual life, Communication in politics, Germany, intellectual life, Debates and debating, Discussion, weil dadurch eine starke semantische Einordnung entsteht. Eindeutige Referenzdaten wie 3525370148, 9783525370148 und OL15890602W verbessern die bibliografische Verlässlichkeit zusätzlich.
Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe
Wie lässt sich Diskussionslust thematisch einordnen?
Die Ausgabe wird dem Bereich Sachbuch zugeordnet und ist damit für thematisch fokussierte Recherchen gut geeignet.
Wann und wo wurde die Ausgabe veröffentlicht?
Die Ausgabe erschien am 2010 bei Vandenhoeck & Ruprecht und ist dem Veröffentlichungsort Göttingen zugeordnet.
Warum sind ISBN-10 und ISBN-13 relevant?
Mit 3525370148 und 9783525370148 lässt sich die Ausgabe in Katalogen, Shops und Bibliotheksdatenbanken zuverlässig zuordnen.
Wie lässt sich das Buch sprachlich und thematisch filtern?
Über die Sprache Deutsch und die Schlagwörter Political aspects, Intellectual life, Communication in politics, Germany, intellectual life, Debates and debating, Discussion kann die Ausgabe gezielt in Such- und Katalogsystemen eingegrenzt werden.
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