Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 | Inhalt, Autor und bibliografische Daten
19/07/2026
Lesedauer: 13 min
Kompakte Infos zu Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 von Walter Gödden: Thema, Ausgabe und bibliografische Daten. Nützlich für alle, die gezielt prüfen statt nur überfliegen wollen.

Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 - Buchbeschreibung, Ausstattung und ISBN
Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 von Walter Gödden ist ein Titel aus dem Bereich Sachbuch, der thematisch klar positioniert ist und für Leserinnen und Leser mit Interesse an diesem Fach- oder Themengebiet besonders relevant sein kann. Die vorhandene Beschreibung macht deutlich, worauf Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 den Fokus legt: Die vorliegende Chronik bietet erstmals einen systematischen Überblick über die Literatur Westfalens der Jahre 1945-1975. Im Mittelpunkt stehen dabei {u2013} in möglichster Vollständigkeit{u202F}{u2013} die Buchproduktion jener Jahre, literarische Zeitungen und Zeitschriften, Literaturpreise, Briefzeugnisse und der persönliche Werdegang von Autorinnen und Autoren. Schwerpunkt dieses ersten Bandes ist der literarische Neuanfang nach 1945, der in Wirklichkeit kein Neuanfang war. Die alten, vielfach NS-belasteten Autorinnen und Autoren bestimmten bald wieder das literarische Leben Westfalens, protegiert durch wiederbegründete Organisationen wie den ?Westfälischen Heimatbund±. Mitte der 1950er Jahre regte sich Widerstand gegen eine rückständige Heimatliteratur und deren Förderung. Der Konflikt kam auf Dichtertreffen der Jahre 1955 in Marl und vor allem 1956 in Schmallenberg offen zum Ausbruch und führte in den Folgejahren zu einer Umorientierung. Zwei Zeitzeugen berichteten: ?Dieses {u203A}Schmallenberger Ereignis{u2039} ist eine der heilsamsten und spontansten geistigen Auseinandersetzungen gewesen, die Westfalen in den letzten Jahren erlebt hat. Sie hat erwiesen, daß sich eine Heimatdichtung noch längst nicht von selbst versteht und wie alle echten schöpferischen Vorgänge ein {u203A}brutales Geschäft{u2039} ist, das zu täglich neuen Auseinandersetzungen herausfordert± (Walter Vollmer). ?Eines ist zum sicheren Faktum geworden: Seit Schmallenberg gibt es keine Kontinuität mehr in der westfälischen Literatur [{u2026}]. Tränen der Trauer oder der Wut sind deswegen nicht mehr am Platze± (Friedrich Wilhelm Hymmen). Letztlich trugen junge, kritische Autoren wie Paul Schallück und Hans Dieter Schwarze den Sieg davon. Der spätere Hagener Büchner-Preisträger Ernst Meister wurde zur Galionsfigur der literarischen Moderne in Westfalen. -- Dreißig Jahre {u2013} in einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne vollzog sich in der Literatur Westfalens ein grundlegender Wandel. Er führte von den Spätausläufern der Blut- und Boden-Literatur bis zum politischen Vers, zu Agit-Prop und verschiedenen Formen der Underground-Literatur (einschließlich Film, Fernsehen und Theater). Der vorliegende Band dokumentiert diese weltanschauliche Öffnung und rückt literarische Vereinigungen wie die Dortmunder ?Gruppe 61± und die ?Werkkreis±-Bewegung in den Vordergrund. Forderungen nach einer politischen Literatur, die sich der Wirklichkeit der Arbeitswelt annehmen sollte, und Schlagworte wie ?Literatur für alle± fanden damals in der gesamten deutschen Literaturwelt Widerhall. Im sich anbahnenden Pop-Zeitalter diversifizierten sich Literaturphänomene noch weiter. Dabei verwundert es fast, dass Westfalen in größerem Maße Anschluss an progressive Strömungen fand {u2013} in der Literatur ebenso wie auf der Theaterbühne (wobei von den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Landestheater Castrop-Rauxel wichtige Impulse ausgingen). Selbst die in Westfalen von jeher starke Heimatdichtung wagte Sprachexperimente im Stile der sogenannten ?Wiener Schule±. Den größten westfälischen ?Literaturskandal± jener Jahre löste 1959 Reinhard Döhls Text ?missa profana± aus, der als Ver{u00AD}unglimpfung religiöser Sitten empfunden wurde {u2013} mit juristischem Nachspiel bis vor den Bundes{u00AD}gerichtshof. Solche Ereignisse zeigen paradigmatisch den hohen Stellenwert, den Literatur damals einnahm. Die Kluft zwischen konservativer und weltoffener Literatur zieht sich wie ein roter Faden nicht nur durch die westfälische Literatur Die Ausgabe erschien am 2016 bei Aisthesis Verlag und ist dem Verlagsstandort Bielefeld zugeordnet.
Warum Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 relevant sein kann
Im Kontext des Gesamtwerks von Walter Gödden lässt sich Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 gezielt bibliografisch und thematisch einordnen. Verlagsname und Verlagsort - Aisthesis Verlag und Bielefeld - helfen dabei, die Ausgabe eindeutig zu identifizieren. Für Recherchen nach Veröffentlichungszeitraum ist Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 mit dem Datum 2016 eindeutig zuordenbar. Mit der Sprache Deutsch lässt sich Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 auch im internationalen oder mehrsprachigen Kontext präzise filtern. Wer Literatur aus dem Bereich Sachbuch sucht, findet in Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 einen gut klassifizierbaren Titel.
Thematische Einordnung von Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975
Im thematischen Kontext von Sachbuch setzt Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 laut Beschreibung auf folgende Schwerpunkte: Die vorliegende Chronik bietet erstmals einen systematischen Überblick über die Literatur Westfalens der Jahre 1945-1975. Im Mittelpunkt stehen dabei {u2013} in möglichster Vollständigkeit{u202F}{u2013} die Buchproduktion jener Jahre, literarische Zeitungen und Zeitschriften, Literaturpreise, Briefzeugnisse und der persönliche Werdegang von Autorinnen und Autoren. Schwerpunkt dieses ersten Bandes ist der literarische Neuanfang nach 1945, der in Wirklichkeit kein Neuanfang war. Die alten, vielfach NS-belasteten Autorinnen und Autoren bestimmten bald wieder das literarische Leben Westfalens, protegiert durch wiederbegründete Organisationen wie den ?Westfälischen Heimatbund±. Mitte der 1950er Jahre regte sich Widerstand gegen eine rückständige Heimatliteratur und deren Förderung. Der Konflikt kam auf Dichtertreffen der Jahre 1955 in Marl und vor allem 1956 in Schmallenberg offen zum Ausbruch und führte in den Folgejahren zu einer Umorientierung. Zwei Zeitzeugen berichteten: ?Dieses {u203A}Schmallenberger Ereignis{u2039} ist eine der heilsamsten und spontansten geistigen Auseinandersetzungen gewesen, die Westfalen in den letzten Jahren erlebt hat. Sie hat erwiesen, daß sich eine Heimatdichtung noch längst nicht von selbst versteht und wie alle echten schöpferischen Vorgänge ein {u203A}brutales Geschäft{u2039} ist, das zu täglich neuen Auseinandersetzungen herausfordert± (Walter Vollmer). ?Eines ist zum sicheren Faktum geworden: Seit Schmallenberg gibt es keine Kontinuität mehr in der westfälischen Literatur [{u2026}]. Tränen der Trauer oder der Wut sind deswegen nicht mehr am Platze± (Friedrich Wilhelm Hymmen). Letztlich trugen junge, kritische Autoren wie Paul Schallück und Hans Dieter Schwarze den Sieg davon. Der spätere Hagener Büchner-Preisträger Ernst Meister wurde zur Galionsfigur der literarischen Moderne in Westfalen. -- Dreißig Jahre {u2013} in einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne vollzog sich in der Literatur Westfalens ein grundlegender Wandel. Er führte von den Spätausläufern der Blut- und Boden-Literatur bis zum politischen Vers, zu Agit-Prop und verschiedenen Formen der Underground-Literatur (einschließlich Film, Fernsehen und Theater). Der vorliegende Band dokumentiert diese weltanschauliche Öffnung und rückt literarische Vereinigungen wie die Dortmunder ?Gruppe 61± und die ?Werkkreis±-Bewegung in den Vordergrund. Forderungen nach einer politischen Literatur, die sich der Wirklichkeit der Arbeitswelt annehmen sollte, und Schlagworte wie ?Literatur für alle± fanden damals in der gesamten deutschen Literaturwelt Widerhall. Im sich anbahnenden Pop-Zeitalter diversifizierten sich Literaturphänomene noch weiter. Dabei verwundert es fast, dass Westfalen in größerem Maße Anschluss an progressive Strömungen fand {u2013} in der Literatur ebenso wie auf der Theaterbühne (wobei von den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Landestheater Castrop-Rauxel wichtige Impulse ausgingen). Selbst die in Westfalen von jeher starke Heimatdichtung wagte Sprachexperimente im Stile der sogenannten ?Wiener Schule±. Den größten westfälischen ?Literaturskandal± jener Jahre löste 1959 Reinhard Döhls Text ?missa profana± aus, der als Ver{u00AD}unglimpfung religiöser Sitten empfunden wurde {u2013} mit juristischem Nachspiel bis vor den Bundes{u00AD}gerichtshof. Solche Ereignisse zeigen paradigmatisch den hohen Stellenwert, den Literatur damals einnahm. Die Kluft zwischen konservativer und weltoffener Literatur zieht sich wie ein roter Faden nicht nur durch die westfälische Literatur Die Kapitel- und Inhaltsübersicht macht deutlich, wie das Buch aufgebaut ist: Band I. 1945-1960 | Band II. 1961-1975. Die vorhandenen Tags verdichten die inhaltliche Einordnung des Buches zusätzlich: History and criticism, Intellectual life, German literature
ISBN, Revision und weitere Referenzdaten
Im Open-Library-Kontext ist das Werk über OL32750422W sowie die Editionszuordnungen OL44570369M referenzierbar. Die Ausgabe ist über den Verlag Aisthesis Verlag, den Ort Bielefeld und das Datum 2016 klar kontextualisiert. Sowohl die ISBN-10 3849811565 als auch die ISBN-13 9783849811563 erleichtern das Auffinden und Vergleichen dieser Ausgabe erheblich.
Die zentralen Metadaten zu Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975
- Umfang: 2 Seiten
- Erscheinungsdatum: 2016
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3849811565
- Open-Library-Editions-IDs: OL44570369M
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Die vorliegende Chronik bietet erstmals einen systematischen Überblick über die Literatur Westfalens der Jahre 1945-1975. Im Mittelpunkt stehen dabei {u2013} in möglichster Vollständigkeit{u202F}{u2013} die Buchproduktion jener Jahre, literarische Zeitungen und Zeitschriften, Literaturpreise, Briefzeugnisse und der persönliche Werdegang von Autorinnen und Autoren. Schwerpunkt dieses ersten Bandes ist der literarische Neuanfang nach 1945, der in Wirklichkeit kein Neuanfang war. Die alten, vielfach NS-belasteten Autorinnen und Autoren bestimmten bald wieder das literarische Leben Westfalens, protegiert durch wiederbegründete Organisationen wie den ?Westfälischen Heimatbund±. Mitte der 1950er Jahre regte sich Widerstand gegen eine rückständige Heimatliteratur und deren Förderung. Der Konflikt kam auf Dichtertreffen der Jahre 1955 in Marl und vor allem 1956 in Schmallenberg offen zum Ausbruch und führte in den Folgejahren zu einer Umorientierung. Zwei Zeitzeugen berichteten: ?Dieses {u203A}Schmallenberger Ereignis{u2039} ist eine der heilsamsten und spontansten geistigen Auseinandersetzungen gewesen, die Westfalen in den letzten Jahren erlebt hat. Sie hat erwiesen, daß sich eine Heimatdichtung noch längst nicht von selbst versteht und wie alle echten schöpferischen Vorgänge ein {u203A}brutales Geschäft{u2039} ist, das zu täglich neuen Auseinandersetzungen herausfordert± (Walter Vollmer). ?Eines ist zum sicheren Faktum geworden: Seit Schmallenberg gibt es keine Kontinuität mehr in der westfälischen Literatur [{u2026}]. Tränen der Trauer oder der Wut sind deswegen nicht mehr am Platze± (Friedrich Wilhelm Hymmen). Letztlich trugen junge, kritische Autoren wie Paul Schallück und Hans Dieter Schwarze den Sieg davon. Der spätere Hagener Büchner-Preisträger Ernst Meister wurde zur Galionsfigur der literarischen Moderne in Westfalen. -- Dreißig Jahre {u2013} in einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne vollzog sich in der Literatur Westfalens ein grundlegender Wandel. Er führte von den Spätausläufern der Blut- und Boden-Literatur bis zum politischen Vers, zu Agit-Prop und verschiedenen Formen der Underground-Literatur (einschließlich Film, Fernsehen und Theater). Der vorliegende Band dokumentiert diese weltanschauliche Öffnung und rückt literarische Vereinigungen wie die Dortmunder ?Gruppe 61± und die ?Werkkreis±-Bewegung in den Vordergrund. Forderungen nach einer politischen Literatur, die sich der Wirklichkeit der Arbeitswelt annehmen sollte, und Schlagworte wie ?Literatur für alle± fanden damals in der gesamten deutschen Literaturwelt Widerhall. Im sich anbahnenden Pop-Zeitalter diversifizierten sich Literaturphänomene noch weiter. Dabei verwundert es fast, dass Westfalen in größerem Maße Anschluss an progressive Strömungen fand {u2013} in der Literatur ebenso wie auf der Theaterbühne (wobei von den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Landestheater Castrop-Rauxel wichtige Impulse ausgingen). Selbst die in Westfalen von jeher starke Heimatdichtung wagte Sprachexperimente im Stile der sogenannten ?Wiener Schule±. Den größten westfälischen ?Literaturskandal± jener Jahre löste 1959 Reinhard Döhls Text ?missa profana± aus, der als Ver{u00AD}unglimpfung religiöser Sitten empfunden wurde {u2013} mit juristischem Nachspiel bis vor den Bundes{u00AD}gerichtshof. Solche Ereignisse zeigen paradigmatisch den hohen Stellenwert, den Literatur damals einnahm. Die Kluft zwischen konservativer und weltoffener Literatur zieht sich wie ein roter Faden nicht nur durch die westfälische Literatur
- Open-Library-Work-ID: OL32750422W
- Verfasst von: Walter Gödden
- Thematische Hauptkategorie: Sachbuch
- Inhaltsübersicht: Band I. 1945-1960 | Band II. 1961-1975.
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- ISBN-13: 9783849811563
- Publiziert bei: Aisthesis Verlag
- Ort der Veröffentlichung: Bielefeld
- Titel: Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975
- Thematische Tags: History and criticism, Intellectual life, German literature
Relevanz für Suche und Einordnung
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Fragen und Antworten rund um diese Ausgabe
Gibt es eine inhaltliche Zusammenfassung?
Ja, die Beschreibung fasst die Ausrichtung des Buches so zusammen: Die vorliegende Chronik bietet erstmals einen systematischen Überblick über die Literatur Westfalens der Jahre 1945-1975. Im Mittelpunkt stehen dabei {u2013} in möglichster Vollständigkeit{u202F}{u2013} die Buchproduktion jener Jahre, literarische Zeitungen und Zeitschriften, Literaturpreise, Briefzeugnisse und der persönliche Werdegang von Autorinnen und Autoren. Schwerpunkt dieses ersten Bandes ist der literarische Neuanfang nach 1945, der in Wirklichkeit kein Neuanfang war. Die alten, vielfach NS-belasteten Autorinnen und Autoren bestimmten bald wieder das literarische Leben Westfalens, protegiert durch wiederbegründete Organisationen wie den ?Westfälischen Heimatbund±. Mitte der 1950er Jahre regte sich Widerstand gegen eine rückständige Heimatliteratur und deren Förderung. Der Konflikt kam auf Dichtertreffen der Jahre 1955 in Marl und vor allem 1956 in Schmallenberg offen zum Ausbruch und führte in den Folgejahren zu einer Umorientierung. Zwei Zeitzeugen berichteten: ?Dieses {u203A}Schmallenberger Ereignis{u2039} ist eine der heilsamsten und spontansten geistigen Auseinandersetzungen gewesen, die Westfalen in den letzten Jahren erlebt hat. Sie hat erwiesen, daß sich eine Heimatdichtung noch längst nicht von selbst versteht und wie alle echten schöpferischen Vorgänge ein {u203A}brutales Geschäft{u2039} ist, das zu täglich neuen Auseinandersetzungen herausfordert± (Walter Vollmer). ?Eines ist zum sicheren Faktum geworden: Seit Schmallenberg gibt es keine Kontinuität mehr in der westfälischen Literatur [{u2026}]. Tränen der Trauer oder der Wut sind deswegen nicht mehr am Platze± (Friedrich Wilhelm Hymmen). Letztlich trugen junge, kritische Autoren wie Paul Schallück und Hans Dieter Schwarze den Sieg davon. Der spätere Hagener Büchner-Preisträger Ernst Meister wurde zur Galionsfigur der literarischen Moderne in Westfalen. -- Dreißig Jahre {u2013} in einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne vollzog sich in der Literatur Westfalens ein grundlegender Wandel. Er führte von den Spätausläufern der Blut- und Boden-Literatur bis zum politischen Vers, zu Agit-Prop und verschiedenen Formen der Underground-Literatur (einschließlich Film, Fernsehen und Theater). Der vorliegende Band dokumentiert diese weltanschauliche Öffnung und rückt literarische Vereinigungen wie die Dortmunder ?Gruppe 61± und die ?Werkkreis±-Bewegung in den Vordergrund. Forderungen nach einer politischen Literatur, die sich der Wirklichkeit der Arbeitswelt annehmen sollte, und Schlagworte wie ?Literatur für alle± fanden damals in der gesamten deutschen Literaturwelt Widerhall. Im sich anbahnenden Pop-Zeitalter diversifizierten sich Literaturphänomene noch weiter. Dabei verwundert es fast, dass Westfalen in größerem Maße Anschluss an progressive Strömungen fand {u2013} in der Literatur ebenso wie auf der Theaterbühne (wobei von den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Landestheater Castrop-Rauxel wichtige Impulse ausgingen). Selbst die in Westfalen von jeher starke Heimatdichtung wagte Sprachexperimente im Stile der sogenannten ?Wiener Schule±. Den größten westfälischen ?Literaturskandal± jener Jahre löste 1959 Reinhard Döhls Text ?missa profana± aus, der als Ver{u00AD}unglimpfung religiöser Sitten empfunden wurde {u2013} mit juristischem Nachspiel bis vor den Bundes{u00AD}gerichtshof. Solche Ereignisse zeigen paradigmatisch den hohen Stellenwert, den Literatur damals einnahm. Die Kluft zwischen konservativer und weltoffener Literatur zieht sich wie ein roter Faden nicht nur durch die westfälische Literatur
Wie lässt sich die Ausgabe eindeutig identifizieren?
Die eindeutige Identifikation erfolgt unter anderem über die ISBN-10 3849811565 und die ISBN-13 9783849811563.
Gibt es Informationen zum Inhaltsverzeichnis?
Ja, folgende Inhaltsübersicht ist hinterlegt: Band I. 1945-1960 | Band II. 1961-1975.
Wie ist die Ausgabe verlegerisch einzuordnen?
Bibliografisch wird die Ausgabe über Aisthesis Verlag, Bielefeld und das Datum 2016 beschrieben.
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