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Vor dem Kriegsausbruch 1914 | ISBN, Verlag und Beschreibung

08/07/2026

Lesedauer: 15 min

Vor dem Kriegsausbruch 1914 von Bernd F. Schulte kurz erklärt: Worum es geht und welche Ausgabe vorliegt. So siehst du sofort, ob das Buch zu deiner Suche passt.

Vor dem Kriegsausbruch 1914 | ISBN, Verlag und Beschreibung

Vor dem Kriegsausbruch 1914 im Überblick

Wer nach einem Buch von Bernd F. Schulte aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Vor dem Kriegsausbruch 1914 eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Der Zusatz Deutschland, d. Türkei u.d. Balkan schärft das Profil von Vor dem Kriegsausbruch 1914 und unterstützt die thematische Einordnung bereits auf den ersten Blick. Vor dem Kriegsausbruch 1914 wird in der Beschreibung wie folgt charakterisiert: http://www.forumfilm.com/com/kriegsausbruch1914.htm Werbetext des Droste-Verlages (1980) Soldat und Technik, September 1980 Westfalenpost, Dezember 1980 Bernd F. Schulte: Vor dem Kriegsausbruch 1914. Deutschland, die Türkei und der Balkan. 184 S., Droste/ Düsseldorf 1980, 38,- DM. Der Vf. (Historiker und Politikwissenschafter, jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg) untersucht an dem Beispiel der militärischen Veränderungen im balkanisch-türkischen Raum während der Jahre 1911-1914 die Bedeutung der deutschen militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei wobei es insbesondere um die Politik der deutschen Reichsleitung in den Jahren 1912-1913 geht. Vor allem durch die Tätigkeit des Generals v.d. der Goltz-Pascha, der 1883-95 als deutscher Militärinstrukteur und dann 1909-1913 als Vizepräsident des türkischen Obersten Kriegrates für die Neuorganisation der türkischen Armee tätig war, wurde der deutsche militärische Einfluß in der Türkei so groß, daß die Türkei als möglicher Bündnispartner des Deutschen Reiches und als gewichtiger Faktor gegen Rußland/ England und Frankreich in die strategischen Überlegungen des deutschen Generalstabes bezogen wurde. AIs dann zur Überraschung aller europäischen Mächte die türkische Armee I.Balkankrieg im Herbst 1912 innerhalb weniger Wochen zusammenbrach, wirkte sich dies erdrutschartig auf die deutsche Militär- und Außenpolitik aus. Die deutsche Reichsleitung entschied sich nun dafür, die Flottenrüstung wieder hinter der vorrangigen Heeresverstärkung zurückzustellen. Dabei war man in der deutschen militärischen Führungselite durchweg der Überzeugung, "der große Krieg müsse und werde kommen" (S. 38) und es werde sich nur um einen "kurzen Krieg" handeln. Der wachsende russische Druck im Osten führte zum deutschen Plan eines "zeitlich scharf kalkulierten Entscheidungsschlages gegen Frankreich" (S. 74), nach dessen Gelingen sich die deutsche Hauptmacht gegen Rußland richten sollte (Schlieffen-Plan). Im Zusammenhang mit der großen Heeresvorlage von 1913 setzte eine verstärkte deutsche Aufrüstung ein, ein weiterer Schritt im Rüstungswettlauf der großen Mächte. Auch nach der Balkankrise konnte die Türkei durch die deutsche Diplomatie als potentieller Bündnispartner festgehalten werden. In Auswirkung dieser Zusammenarbeit (l9l3-l914 General Liman von Sanders als Chef der deutschen Militärmission in der Türkei) stellte sich bei Ausbruch des l. Weltkrieges die Türkei an die Seite der Mittelmächte, wobei sicherlich auch die Hoffnung mitentscheidend war, sich durch dieses Bündnis gegen die von den alliierten Gegenmächten drohende Aufteilung des türkischen Reiches zu schützen. Es handelt sich um eine sorgfältige Untersuchung, die im einzelnen nachweist, daß die militärischen und politischen Entscheidungen der deutschen Reichsleitung im erstaunlichen Umfang von den Ereignissen und Gewichtsverschiebungen im balkanisch-türkischen Raum mitbedingt waren. Grundlage sind neben dem - bereits sehr umfangreichen - gedruckten Schrifttum (S. 179-184) die Aktenbestände von München (Kriegsarchiv), Koblenz (Bundesarchiv), Freiburg (Militärarchiv), Karlsruhe (Generallandes-Archiv), Stuttgart (Hauptstaatsarchiv). - Ein sorgfältiges "Personenregister" (S, 173-177) erschließt den Inhalt. - Ein ausführlicher "Dokumentenanhang" (S, 123-172) bringt einschlägige Aktenauszüge. **Georg Stadtmüller (1909-1985/Ordinarius für Ost- und Südosteuropageschichte an der Universität München), in: Das Historisch-Politische Buch 1/1981, S. 20.** Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 3/1981 von Adolf Gasser/Basel Historische Zeitschrift, Nr. 233 (1981), S.220f. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 2-82 Annotierte Bibliographie f. d. pol. Bildung, 1/82-176 Militärgeschichtliche Mitteilungen, 1-82 Vor dem Kriegsausbruch 1914 wurde am 1980 publiziert und dem Verlag Droste mit Verlagsort Düsseldorf zugeordnet.

Einordnung nach Autor, Thema und Ausgabe

Der Verlag Droste und der Verlagsort Düsseldorf liefern zusätzliche Orientierung bei der Einordnung dieser Ausgabe. Vor dem Kriegsausbruch 1914 liegt in Deutsch vor, was für die inhaltliche Nutzung ebenso wichtig ist wie für die bibliografische Suche. Auch das Veröffentlichungsdatum 1980 macht Vor dem Kriegsausbruch 1914 für zeitlich eingegrenzte Suchen besonders interessant. Vor dem Kriegsausbruch 1914 spricht besonders Nutzer an, die sich für Bücher rund um Sachbuch interessieren. Vor dem Kriegsausbruch 1914 ist besonders für Leserinnen und Leser interessant, die sich gezielt mit Veröffentlichungen von Bernd F. Schulte beschäftigen möchten.

Worum geht es in Vor dem Kriegsausbruch 1914?

Vor dem Kriegsausbruch 1914 lässt sich inhaltlich innerhalb von Sachbuch verorten und wird in der Beschreibung wie folgt umrissen: http://www.forumfilm.com/com/kriegsausbruch1914.htm Werbetext des Droste-Verlages (1980) Soldat und Technik, September 1980 Westfalenpost, Dezember 1980 Bernd F. Schulte: Vor dem Kriegsausbruch 1914. Deutschland, die Türkei und der Balkan. 184 S., Droste/ Düsseldorf 1980, 38,- DM. Der Vf. (Historiker und Politikwissenschafter, jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg) untersucht an dem Beispiel der militärischen Veränderungen im balkanisch-türkischen Raum während der Jahre 1911-1914 die Bedeutung der deutschen militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei wobei es insbesondere um die Politik der deutschen Reichsleitung in den Jahren 1912-1913 geht. Vor allem durch die Tätigkeit des Generals v.d. der Goltz-Pascha, der 1883-95 als deutscher Militärinstrukteur und dann 1909-1913 als Vizepräsident des türkischen Obersten Kriegrates für die Neuorganisation der türkischen Armee tätig war, wurde der deutsche militärische Einfluß in der Türkei so groß, daß die Türkei als möglicher Bündnispartner des Deutschen Reiches und als gewichtiger Faktor gegen Rußland/ England und Frankreich in die strategischen Überlegungen des deutschen Generalstabes bezogen wurde. AIs dann zur Überraschung aller europäischen Mächte die türkische Armee I.Balkankrieg im Herbst 1912 innerhalb weniger Wochen zusammenbrach, wirkte sich dies erdrutschartig auf die deutsche Militär- und Außenpolitik aus. Die deutsche Reichsleitung entschied sich nun dafür, die Flottenrüstung wieder hinter der vorrangigen Heeresverstärkung zurückzustellen. Dabei war man in der deutschen militärischen Führungselite durchweg der Überzeugung, "der große Krieg müsse und werde kommen" (S. 38) und es werde sich nur um einen "kurzen Krieg" handeln. Der wachsende russische Druck im Osten führte zum deutschen Plan eines "zeitlich scharf kalkulierten Entscheidungsschlages gegen Frankreich" (S. 74), nach dessen Gelingen sich die deutsche Hauptmacht gegen Rußland richten sollte (Schlieffen-Plan). Im Zusammenhang mit der großen Heeresvorlage von 1913 setzte eine verstärkte deutsche Aufrüstung ein, ein weiterer Schritt im Rüstungswettlauf der großen Mächte. Auch nach der Balkankrise konnte die Türkei durch die deutsche Diplomatie als potentieller Bündnispartner festgehalten werden. In Auswirkung dieser Zusammenarbeit (l9l3-l914 General Liman von Sanders als Chef der deutschen Militärmission in der Türkei) stellte sich bei Ausbruch des l. Weltkrieges die Türkei an die Seite der Mittelmächte, wobei sicherlich auch die Hoffnung mitentscheidend war, sich durch dieses Bündnis gegen die von den alliierten Gegenmächten drohende Aufteilung des türkischen Reiches zu schützen. Es handelt sich um eine sorgfältige Untersuchung, die im einzelnen nachweist, daß die militärischen und politischen Entscheidungen der deutschen Reichsleitung im erstaunlichen Umfang von den Ereignissen und Gewichtsverschiebungen im balkanisch-türkischen Raum mitbedingt waren. Grundlage sind neben dem - bereits sehr umfangreichen - gedruckten Schrifttum (S. 179-184) die Aktenbestände von München (Kriegsarchiv), Koblenz (Bundesarchiv), Freiburg (Militärarchiv), Karlsruhe (Generallandes-Archiv), Stuttgart (Hauptstaatsarchiv). - Ein sorgfältiges "Personenregister" (S, 173-177) erschließt den Inhalt. - Ein ausführlicher "Dokumentenanhang" (S, 123-172) bringt einschlägige Aktenauszüge. **Georg Stadtmüller (1909-1985/Ordinarius für Ost- und Südosteuropageschichte an der Universität München), in: Das Historisch-Politische Buch 1/1981, S. 20.** Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 3/1981 von Adolf Gasser/Basel Historische Zeitschrift, Nr. 233 (1981), S.220f. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 2-82 Annotierte Bibliographie f. d. pol. Bildung, 1/82-176 Militärgeschichtliche Mitteilungen, 1-82 Für die thematische Suche und semantische Zuordnung sind insbesondere diese Tags relevant: History, Politics and government, World War, 1914-1918, Armed Forces, Causes, Balkan Peninsula War of 1912-1913, extra-blatt-www.forumfilm.de, bernd f. schulte, Aufstieg oder Niedergang (2008), Weltmacht durch die Hintertür(2003), Rückbesinnen und Neubestimmen (2000), Deutsche Policy of Pretention (2009), Die Verfälschung der Riezler Tagebücher (1985)

ISBN, Revision und weitere Referenzdaten

Durch die Kombination aus Droste, Düsseldorf und 1980 lässt sich die Ausgabe sauber verorten. Die Open-Library-Zuordnung über OL6012207W und OL3905490M verbessert die externe Nachvollziehbarkeit des Werkes.

Wichtige Buchdaten im Überblick

  1. Titel: Vor dem Kriegsausbruch 1914
  2. Ergänzender Titelzusatz: Deutschland, d. Türkei u.d. Balkan
  3. Open-Library-Work-ID: OL6012207W
  4. Umfang: 183 Seiten
  5. Kurzbeschreibung: http://www.forumfilm.com/com/kriegsausbruch1914.htm Werbetext des Droste-Verlages (1980) Soldat und Technik, September 1980 Westfalenpost, Dezember 1980 Bernd F. Schulte: Vor dem Kriegsausbruch 1914. Deutschland, die Türkei und der Balkan. 184 S., Droste/ Düsseldorf 1980, 38,- DM. Der Vf. (Historiker und Politikwissenschafter, jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg) untersucht an dem Beispiel der militärischen Veränderungen im balkanisch-türkischen Raum während der Jahre 1911-1914 die Bedeutung der deutschen militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei wobei es insbesondere um die Politik der deutschen Reichsleitung in den Jahren 1912-1913 geht. Vor allem durch die Tätigkeit des Generals v.d. der Goltz-Pascha, der 1883-95 als deutscher Militärinstrukteur und dann 1909-1913 als Vizepräsident des türkischen Obersten Kriegrates für die Neuorganisation der türkischen Armee tätig war, wurde der deutsche militärische Einfluß in der Türkei so groß, daß die Türkei als möglicher Bündnispartner des Deutschen Reiches und als gewichtiger Faktor gegen Rußland/ England und Frankreich in die strategischen Überlegungen des deutschen Generalstabes bezogen wurde. AIs dann zur Überraschung aller europäischen Mächte die türkische Armee I.Balkankrieg im Herbst 1912 innerhalb weniger Wochen zusammenbrach, wirkte sich dies erdrutschartig auf die deutsche Militär- und Außenpolitik aus. Die deutsche Reichsleitung entschied sich nun dafür, die Flottenrüstung wieder hinter der vorrangigen Heeresverstärkung zurückzustellen. Dabei war man in der deutschen militärischen Führungselite durchweg der Überzeugung, "der große Krieg müsse und werde kommen" (S. 38) und es werde sich nur um einen "kurzen Krieg" handeln. Der wachsende russische Druck im Osten führte zum deutschen Plan eines "zeitlich scharf kalkulierten Entscheidungsschlages gegen Frankreich" (S. 74), nach dessen Gelingen sich die deutsche Hauptmacht gegen Rußland richten sollte (Schlieffen-Plan). Im Zusammenhang mit der großen Heeresvorlage von 1913 setzte eine verstärkte deutsche Aufrüstung ein, ein weiterer Schritt im Rüstungswettlauf der großen Mächte. Auch nach der Balkankrise konnte die Türkei durch die deutsche Diplomatie als potentieller Bündnispartner festgehalten werden. In Auswirkung dieser Zusammenarbeit (l9l3-l914 General Liman von Sanders als Chef der deutschen Militärmission in der Türkei) stellte sich bei Ausbruch des l. Weltkrieges die Türkei an die Seite der Mittelmächte, wobei sicherlich auch die Hoffnung mitentscheidend war, sich durch dieses Bündnis gegen die von den alliierten Gegenmächten drohende Aufteilung des türkischen Reiches zu schützen. Es handelt sich um eine sorgfältige Untersuchung, die im einzelnen nachweist, daß die militärischen und politischen Entscheidungen der deutschen Reichsleitung im erstaunlichen Umfang von den Ereignissen und Gewichtsverschiebungen im balkanisch-türkischen Raum mitbedingt waren. Grundlage sind neben dem - bereits sehr umfangreichen - gedruckten Schrifttum (S. 179-184) die Aktenbestände von München (Kriegsarchiv), Koblenz (Bundesarchiv), Freiburg (Militärarchiv), Karlsruhe (Generallandes-Archiv), Stuttgart (Hauptstaatsarchiv). - Ein sorgfältiges "Personenregister" (S, 173-177) erschließt den Inhalt. - Ein ausführlicher "Dokumentenanhang" (S, 123-172) bringt einschlägige Aktenauszüge. **Georg Stadtmüller (1909-1985/Ordinarius für Ost- und Südosteuropageschichte an der Universität München), in: Das Historisch-Politische Buch 1/1981, S. 20.** Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 3/1981 von Adolf Gasser/Basel Historische Zeitschrift, Nr. 233 (1981), S.220f. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 2-82 Annotierte Bibliographie f. d. pol. Bildung, 1/82-176 Militärgeschichtliche Mitteilungen, 1-82
  6. Sprache: Deutsch
  7. Internationale Standardbuchnummer (ISBN-10): 3770005740
  8. Open-Library-Editions-IDs: OL3905490M
  9. Erscheinungsdatum: 1980
  10. Verlag: Droste
  11. Schlagwörter: History, Politics and government, World War, 1914-1918, Armed Forces, Causes, Balkan Peninsula War of 1912-1913, extra-blatt-www.forumfilm.de, bernd f. schulte, Aufstieg oder Niedergang (2008), Weltmacht durch die Hintertür(2003), Rückbesinnen und Neubestimmen (2000), Deutsche Policy of Pretention (2009), Die Verfälschung der Riezler Tagebücher (1985)
  12. Autor beziehungsweise Autoren: Bernd F. Schulte
  13. Ort der Veröffentlichung: Düsseldorf
  14. Thematische Hauptkategorie: Sachbuch

Auffindbarkeit und bibliografische Präzision

Durch die Kombination aus Titel, Autorenschaft, Kategorie und Schlagwörtern - also Vor dem Kriegsausbruch 1914, Bernd F. Schulte, Sachbuch und History, Politics and government, World War, 1914-1918, Armed Forces, Causes, Balkan Peninsula War of 1912-1913, extra-blatt-www.forumfilm.de, bernd f. schulte, Aufstieg oder Niedergang (2008), Weltmacht durch die Hintertür(2003), Rückbesinnen und Neubestimmen (2000), Deutsche Policy of Pretention (2009), Die Verfälschung der Riezler Tagebücher (1985) - ist der Datensatz sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzerinnen und Nutzer sehr gut interpretierbar.

Wichtige Fragen zu Inhalt und Ausgabe

Welche Verlagsangaben sind vorhanden?

Hinterlegt sind das Erscheinungsdatum 1980, der Verlag Droste und der Verlagsort Düsseldorf.

Welche Inhalte beschreibt die Kurzbeschreibung?

Die vorhandene Beschreibung lautet: http://www.forumfilm.com/com/kriegsausbruch1914.htm Werbetext des Droste-Verlages (1980) Soldat und Technik, September 1980 Westfalenpost, Dezember 1980 Bernd F. Schulte: Vor dem Kriegsausbruch 1914. Deutschland, die Türkei und der Balkan. 184 S., Droste/ Düsseldorf 1980, 38,- DM. Der Vf. (Historiker und Politikwissenschafter, jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg) untersucht an dem Beispiel der militärischen Veränderungen im balkanisch-türkischen Raum während der Jahre 1911-1914 die Bedeutung der deutschen militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei wobei es insbesondere um die Politik der deutschen Reichsleitung in den Jahren 1912-1913 geht. Vor allem durch die Tätigkeit des Generals v.d. der Goltz-Pascha, der 1883-95 als deutscher Militärinstrukteur und dann 1909-1913 als Vizepräsident des türkischen Obersten Kriegrates für die Neuorganisation der türkischen Armee tätig war, wurde der deutsche militärische Einfluß in der Türkei so groß, daß die Türkei als möglicher Bündnispartner des Deutschen Reiches und als gewichtiger Faktor gegen Rußland/ England und Frankreich in die strategischen Überlegungen des deutschen Generalstabes bezogen wurde. AIs dann zur Überraschung aller europäischen Mächte die türkische Armee I.Balkankrieg im Herbst 1912 innerhalb weniger Wochen zusammenbrach, wirkte sich dies erdrutschartig auf die deutsche Militär- und Außenpolitik aus. Die deutsche Reichsleitung entschied sich nun dafür, die Flottenrüstung wieder hinter der vorrangigen Heeresverstärkung zurückzustellen. Dabei war man in der deutschen militärischen Führungselite durchweg der Überzeugung, "der große Krieg müsse und werde kommen" (S. 38) und es werde sich nur um einen "kurzen Krieg" handeln. Der wachsende russische Druck im Osten führte zum deutschen Plan eines "zeitlich scharf kalkulierten Entscheidungsschlages gegen Frankreich" (S. 74), nach dessen Gelingen sich die deutsche Hauptmacht gegen Rußland richten sollte (Schlieffen-Plan). Im Zusammenhang mit der großen Heeresvorlage von 1913 setzte eine verstärkte deutsche Aufrüstung ein, ein weiterer Schritt im Rüstungswettlauf der großen Mächte. Auch nach der Balkankrise konnte die Türkei durch die deutsche Diplomatie als potentieller Bündnispartner festgehalten werden. In Auswirkung dieser Zusammenarbeit (l9l3-l914 General Liman von Sanders als Chef der deutschen Militärmission in der Türkei) stellte sich bei Ausbruch des l. Weltkrieges die Türkei an die Seite der Mittelmächte, wobei sicherlich auch die Hoffnung mitentscheidend war, sich durch dieses Bündnis gegen die von den alliierten Gegenmächten drohende Aufteilung des türkischen Reiches zu schützen. Es handelt sich um eine sorgfältige Untersuchung, die im einzelnen nachweist, daß die militärischen und politischen Entscheidungen der deutschen Reichsleitung im erstaunlichen Umfang von den Ereignissen und Gewichtsverschiebungen im balkanisch-türkischen Raum mitbedingt waren. Grundlage sind neben dem - bereits sehr umfangreichen - gedruckten Schrifttum (S. 179-184) die Aktenbestände von München (Kriegsarchiv), Koblenz (Bundesarchiv), Freiburg (Militärarchiv), Karlsruhe (Generallandes-Archiv), Stuttgart (Hauptstaatsarchiv). - Ein sorgfältiges "Personenregister" (S, 173-177) erschließt den Inhalt. - Ein ausführlicher "Dokumentenanhang" (S, 123-172) bringt einschlägige Aktenauszüge. **Georg Stadtmüller (1909-1985/Ordinarius für Ost- und Südosteuropageschichte an der Universität München), in: Das Historisch-Politische Buch 1/1981, S. 20.** Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 3/1981 von Adolf Gasser/Basel Historische Zeitschrift, Nr. 233 (1981), S.220f. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 2-82 Annotierte Bibliographie f. d. pol. Bildung, 1/82-176 Militärgeschichtliche Mitteilungen, 1-82

Wie lässt sich das Buch sprachlich und thematisch filtern?

Über die Sprache Deutsch und die Schlagwörter History, Politics and government, World War, 1914-1918, Armed Forces, Causes, Balkan Peninsula War of 1912-1913, extra-blatt-www.forumfilm.de, bernd f. schulte, Aufstieg oder Niedergang (2008), Weltmacht durch die Hintertür(2003), Rückbesinnen und Neubestimmen (2000), Deutsche Policy of Pretention (2009), Die Verfälschung der Riezler Tagebücher (1985) kann die Ausgabe gezielt in Such- und Katalogsystemen eingegrenzt werden.

Wer sollte sich für Vor dem Kriegsausbruch 1914 interessieren?

Besonders relevant ist Vor dem Kriegsausbruch 1914 für Leserinnen und Leser, die nach Literatur aus dem Bereich Sachbuch suchen oder gezielt Veröffentlichungen von Bernd F. Schulte betrachten möchten.

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