Religio duplex | Buch im Überblick: Inhalt und Details
07/07/2026
Lesedauer: 9 min
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Alles Wichtige zu Religio duplex
Wer nach einem Buch von Jan Assmann aus dem Themenfeld Sachbuch sucht, findet mit Religio duplex eine Ausgabe mit präziser inhaltlicher Positionierung. Der Untertitel ägyptische Mysterien und europäische Aufklärung ergänzt den Haupttitel Religio duplex sinnvoll und gibt bereits früh einen konkreten Hinweis auf die inhaltliche Ausrichtung des Buches. Inhaltlich lässt sich Religio duplex folgendermaßen zusammenfassen: Im 17. Jahrhundert schlägt die Geburtsstunde der Religionswissenschaft. Sie entsteht aus der Frage nach der Herkunft der Götter, des Polytheismus, der Idolatrie. Der Monotheismus, darin war man sich einig, bildete die Urreligion: Das war nicht die Religion der Offenbarung, sondern die Religion der Natur und der Vernunft, die allen Menschen gemeinsam und auch in allen heidnischen Religionen aufspürbar ist. Die Vielgötterei entstand erst mit den Staaten; denn Herrschaft braucht die Götter, um dem Volk politische und moralische Orientierung zu geben. Unter diesen Bedingungen zog sich die Urreligion in den Untergrund zurück: So entstanden die Mysterien. Grundmodell dieser Entwicklung ist das Alte Ägypten, der erste Staat der Geschichte, in dem sich diese religiöse Doppelstruktur besonders klar ausprägte. Die Ägypter hatten zwei Schriften, so las man es bei den Griechen: eine fürs Volk, eine für die Mysterien, und sie bauten über der Erde für die offizielle und unter der Erde für die geheime Religion, nämlich den Kult der verschleierten Isis, in der man Spinozas Deus sive Natura erkannte: oben also die vielen Götter, unten der Gott der Philosophen. In dieses Bild blickten die Geheimgesellschaften wie in einen Spiegel. Ende des 18. Jahrhunderts hoben Lessing, Mendelssohn und andere diese Idee der doppelten Religion auf eine neue Ebene. An die Stelle der Mysterien trat bei ihnen die Idee einer Menschheitsreligion und an die Stelle der Kultur, die zwei Religionen hat, der Mensch, der sich einerseits seiner angestammten Kultur, Nation und Religion und andererseits einer menschheitlichen Verbundenheit zugehörig weiÝ. Keine Religion besitzt die Wahrheit, allen aber ist sie als Ziel aufgegeben. In dieser Form gewinnt die Idee der doppelten Religion im Zeitalter der Globalisierung eine ungeahnte Aktualität."--P. [2] Als Veröffentlichungsdatum ist 2010 hinterlegt; verlegt wurde der Titel von Verlag der Weltreligionen in Berlin.
Was diese Ausgabe besonders interessant macht
Innerhalb von Sachbuch bietet Religio duplex eine klar erkennbare thematische Zuordnung. Verlagsname und Verlagsort - Verlag der Weltreligionen und Berlin - helfen dabei, die Ausgabe eindeutig zu identifizieren. Auch das Veröffentlichungsdatum 2010 macht Religio duplex für zeitlich eingegrenzte Suchen besonders interessant. Gerade wer nach Werken von Jan Assmann sucht, sollte Religio duplex näher betrachten. Die Ausgabe ist in Deutsch verfügbar und damit gezielt für Leserinnen und Leser mit entsprechender Sprachpräferenz interessant.
Inhalt und thematische Schwerpunkte
Religio duplex lässt sich inhaltlich innerhalb von Sachbuch verorten und wird in der Beschreibung wie folgt umrissen: Im 17. Jahrhundert schlägt die Geburtsstunde der Religionswissenschaft. Sie entsteht aus der Frage nach der Herkunft der Götter, des Polytheismus, der Idolatrie. Der Monotheismus, darin war man sich einig, bildete die Urreligion: Das war nicht die Religion der Offenbarung, sondern die Religion der Natur und der Vernunft, die allen Menschen gemeinsam und auch in allen heidnischen Religionen aufspürbar ist. Die Vielgötterei entstand erst mit den Staaten; denn Herrschaft braucht die Götter, um dem Volk politische und moralische Orientierung zu geben. Unter diesen Bedingungen zog sich die Urreligion in den Untergrund zurück: So entstanden die Mysterien. Grundmodell dieser Entwicklung ist das Alte Ägypten, der erste Staat der Geschichte, in dem sich diese religiöse Doppelstruktur besonders klar ausprägte. Die Ägypter hatten zwei Schriften, so las man es bei den Griechen: eine fürs Volk, eine für die Mysterien, und sie bauten über der Erde für die offizielle und unter der Erde für die geheime Religion, nämlich den Kult der verschleierten Isis, in der man Spinozas Deus sive Natura erkannte: oben also die vielen Götter, unten der Gott der Philosophen. In dieses Bild blickten die Geheimgesellschaften wie in einen Spiegel. Ende des 18. Jahrhunderts hoben Lessing, Mendelssohn und andere diese Idee der doppelten Religion auf eine neue Ebene. An die Stelle der Mysterien trat bei ihnen die Idee einer Menschheitsreligion und an die Stelle der Kultur, die zwei Religionen hat, der Mensch, der sich einerseits seiner angestammten Kultur, Nation und Religion und andererseits einer menschheitlichen Verbundenheit zugehörig weiÝ. Keine Religion besitzt die Wahrheit, allen aber ist sie als Ziel aufgegeben. In dieser Form gewinnt die Idee der doppelten Religion im Zeitalter der Globalisierung eine ungeahnte Aktualität."--P. [2] Die vorhandenen Tags verdichten die inhaltliche Einordnung des Buches zusätzlich: History, Religion, Egyptian Mythology, Rezeption, Religious aspects, Enlightenment, Freemasonry, Revelation, Receptie, Religious Mysteries, Vrijmetselarij, Egyptische godsdienst, Mysterien, Freimaurer, Offenbarungsreligion, Urreligion
Edition und bibliografische Einordnung
Für weiterführende bibliografische Verknüpfungen sind die Kennungen OL16554501W und OL25243495M besonders hilfreich. Mit 3458710329 und 9783458710325 stehen zwei zentrale ISBN-Varianten zur Verfügung, die die Ausgabe eindeutig beschreiben. Die verlegerische und zeitliche Einordnung wird durch Verlag der Weltreligionen, Berlin und 2010 präzise ergänzt.
Bibliografische Eckdaten dieser Ausgabe
- Untertitel: ägyptische Mysterien und europäische Aufklärung
- Verfügbare Sprache dieser Ausgabe: Deutsch
- Primäre Kategorie: Sachbuch
- Ort der Veröffentlichung: Berlin
- Internationale Standardbuchnummer (ISBN-13): 9783458710325
- Schlagwörter: History, Religion, Egyptian Mythology, Rezeption, Religious aspects, Enlightenment, Freemasonry, Revelation, Receptie, Religious Mysteries, Vrijmetselarij, Egyptische godsdienst, Mysterien, Freimaurer, Offenbarungsreligion, Urreligion
- Verfasst von: Jan Assmann
- Titel: Religio duplex
- Open-Library-Editions-IDs: OL25243495M
- Verlag: Verlag der Weltreligionen
- ISBN-10: 3458710329
- Inhaltliche Kurzcharakteristik: Im 17. Jahrhundert schlägt die Geburtsstunde der Religionswissenschaft. Sie entsteht aus der Frage nach der Herkunft der Götter, des Polytheismus, der Idolatrie. Der Monotheismus, darin war man sich einig, bildete die Urreligion: Das war nicht die Religion der Offenbarung, sondern die Religion der Natur und der Vernunft, die allen Menschen gemeinsam und auch in allen heidnischen Religionen aufspürbar ist. Die Vielgötterei entstand erst mit den Staaten; denn Herrschaft braucht die Götter, um dem Volk politische und moralische Orientierung zu geben. Unter diesen Bedingungen zog sich die Urreligion in den Untergrund zurück: So entstanden die Mysterien. Grundmodell dieser Entwicklung ist das Alte Ägypten, der erste Staat der Geschichte, in dem sich diese religiöse Doppelstruktur besonders klar ausprägte. Die Ägypter hatten zwei Schriften, so las man es bei den Griechen: eine fürs Volk, eine für die Mysterien, und sie bauten über der Erde für die offizielle und unter der Erde für die geheime Religion, nämlich den Kult der verschleierten Isis, in der man Spinozas Deus sive Natura erkannte: oben also die vielen Götter, unten der Gott der Philosophen. In dieses Bild blickten die Geheimgesellschaften wie in einen Spiegel. Ende des 18. Jahrhunderts hoben Lessing, Mendelssohn und andere diese Idee der doppelten Religion auf eine neue Ebene. An die Stelle der Mysterien trat bei ihnen die Idee einer Menschheitsreligion und an die Stelle der Kultur, die zwei Religionen hat, der Mensch, der sich einerseits seiner angestammten Kultur, Nation und Religion und andererseits einer menschheitlichen Verbundenheit zugehörig weiÝ. Keine Religion besitzt die Wahrheit, allen aber ist sie als Ziel aufgegeben. In dieser Form gewinnt die Idee der doppelten Religion im Zeitalter der Globalisierung eine ungeahnte Aktualität."--P. [2]
- Externe Work-Referenz: OL16554501W
- Erscheinungsdatum: 2010
- Seitenzahl: 507
Suchrelevante Merkmale dieser Ausgabe
Die Verbindung aus Religio duplex, Jan Assmann, Sachbuch und History, Religion, Egyptian Mythology, Rezeption, Religious aspects, Enlightenment, Freemasonry, Revelation, Receptie, Religious Mysteries, Vrijmetselarij, Egyptische godsdienst, Mysterien, Freimaurer, Offenbarungsreligion, Urreligion schafft eine solide Grundlage für eine präzise thematische Suche. Eindeutige Referenzdaten wie 3458710329, 9783458710325 und OL16554501W verbessern die bibliografische Verlässlichkeit zusätzlich.
Häufige Fragen zu Religio duplex
In welcher Sprache liegt das Buch vor?
Die Ausgabe ist in Deutsch verfügbar; thematisch unterstützen zusätzlich die Tags History, Religion, Egyptian Mythology, Rezeption, Religious aspects, Enlightenment, Freemasonry, Revelation, Receptie, Religious Mysteries, Vrijmetselarij, Egyptische godsdienst, Mysterien, Freimaurer, Offenbarungsreligion, Urreligion bei der Einordnung.
Wann und wo wurde die Ausgabe veröffentlicht?
Die Ausgabe erschien am 2010 bei Verlag der Weltreligionen und ist dem Veröffentlichungsort Berlin zugeordnet.
Welche Inhalte beschreibt die Kurzbeschreibung?
Die vorhandene Beschreibung lautet: Im 17. Jahrhundert schlägt die Geburtsstunde der Religionswissenschaft. Sie entsteht aus der Frage nach der Herkunft der Götter, des Polytheismus, der Idolatrie. Der Monotheismus, darin war man sich einig, bildete die Urreligion: Das war nicht die Religion der Offenbarung, sondern die Religion der Natur und der Vernunft, die allen Menschen gemeinsam und auch in allen heidnischen Religionen aufspürbar ist. Die Vielgötterei entstand erst mit den Staaten; denn Herrschaft braucht die Götter, um dem Volk politische und moralische Orientierung zu geben. Unter diesen Bedingungen zog sich die Urreligion in den Untergrund zurück: So entstanden die Mysterien. Grundmodell dieser Entwicklung ist das Alte Ägypten, der erste Staat der Geschichte, in dem sich diese religiöse Doppelstruktur besonders klar ausprägte. Die Ägypter hatten zwei Schriften, so las man es bei den Griechen: eine fürs Volk, eine für die Mysterien, und sie bauten über der Erde für die offizielle und unter der Erde für die geheime Religion, nämlich den Kult der verschleierten Isis, in der man Spinozas Deus sive Natura erkannte: oben also die vielen Götter, unten der Gott der Philosophen. In dieses Bild blickten die Geheimgesellschaften wie in einen Spiegel. Ende des 18. Jahrhunderts hoben Lessing, Mendelssohn und andere diese Idee der doppelten Religion auf eine neue Ebene. An die Stelle der Mysterien trat bei ihnen die Idee einer Menschheitsreligion und an die Stelle der Kultur, die zwei Religionen hat, der Mensch, der sich einerseits seiner angestammten Kultur, Nation und Religion und andererseits einer menschheitlichen Verbundenheit zugehörig weiÝ. Keine Religion besitzt die Wahrheit, allen aber ist sie als Ziel aufgegeben. In dieser Form gewinnt die Idee der doppelten Religion im Zeitalter der Globalisierung eine ungeahnte Aktualität."--P. [2]
Welche Open-Library-Kennungen sind vorhanden?
Vorhanden sind die Work-ID OL16554501W und die Editionsreferenzen OL25243495M.
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